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Möglichkeiten und Grenzen der erweiterten Kürzung im Gewerbesteuerrecht

Title: Möglichkeiten und Grenzen der erweiterten Kürzung im Gewerbesteuerrecht

Project Report , 2024 , 44 Pages , Grade: 1,8

Business economics - Accounting and Taxes
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Die Inanspruchnahme der erweiterten Kürzung ist besonders attraktiv, da sie die Möglichkeit bietet, den gesamten Gewerbeertrag eines Grundstücksunternehmens zu kürzen und somit eine Befreiung von der Gewerbesteuer zu erwirken. Allerdings wird der Anwendungsbereich der Kürzungsvorschrift recht eng gehalten und deren Anwendung ist äußerst streitanfällig. Oftmals werden kürzungsschädliche Tätigkeiten erst bei Abschlussarbeiten oder Betriebsprüfungen entdeckt. Gerade deshalb ist die erweiterte Kürzung immer wieder Gegenstand der BFH-Rechtsprechung. Im Rahmen der Arbeit werden daher die einzelnen Anwendungsvoraussetzungen der Vorschrift herausgearbeitet sowie potenzielle Problemfelder identifiziert, um die Anwendung der erweiterten Kürzung sicherer zu gestalten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Abgrenzung zur einfachen Kürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 1 GewStG

3 Voraussetzungen für die erweiterte Kürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG

3.1 Antrag auf erweiterte Kürzung

3.2 Grundstücksunternehmen

3.3 Verwaltung und Nutzung ausschließlich eigenen Grundbesitzes

3.3.1 Ausschließlichkeitsgebot

3.3.2 Verwaltung und Nutzung

3.3.3 Eigener Grundbesitz

3.3.3.1 Begriff des „Grundbesitzes“

3.3.3.2 Begriff des „eigenen“ Grundbesitzes

4 Unschädliche Nebentätigkeiten

4.1 Bedeutung für die erweiterte Kürzung

4.2 Unschädliche Nebentätigkeiten nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG

4.2.1 Verwaltung und Nutzung eigenen Kapitalvermögens

4.2.2 Betreuung von Wohnungsbauten

4.2.3 Errichtung und Veräußerung von Einfamilienhäusern, Zweifamilienhäusern oder Eigentumswohnungen i.S. des Wohnungseigentumsgesetzes

4.3 Unschädliche Nebentätigkeiten nach § 9 Nr. 1 Satz 3 GewStG

4.3.1 Errichtung und Veräußerung von Teileigentum

4.3.2 Einnahmen aus der Stromlieferung

4.3.3 Einnahmen aus unmittelbarer Vertragsbeziehung mit den Mietern

4.4 Gesonderte Gewinnermittlung

5 Umfang der erweiterten Kürzung

6 Abgrenzung zu schädlichen Tätigkeiten nach § 9 Nr. 1 Satz 5 und 6 GewStG

6.1 Grundbesitz im Dienst eines Gesellschafters oder Genossen

6.2 Sondervergütungen an Mitunternehmer

6.3 Gewinne aus der Aufdeckung stiller Reserven

6.4 Veräußerungs- oder Aufgabegewinne

7 Problemfelder

7.1 Unterjährige Tätigkeitsaufnahme

7.2 Betriebsaufspaltung

7.2.1 Versagen der erweiterten Kürzung

7.2.2 Kapitalgesellschaft als Besitzgesellschaft

7.3 Mitvermietung von Betriebsvorrichtungen

7.3.1 Abgrenzung zu Gebäuden und Gebäudebestandteilen

7.3.2 Änderung im Rahmen des Fondsstandortgesetzes 2021

7.3.3 Lösungsansätze

7.3.3.1 „Mieter-Lösung“

7.3.3.2 Auslagerung der Betriebsvorrichtungen auf eine Betriebsvorrichtungsgesellschaft

8 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Grenzen der erweiterten Kürzung des Gewerbeertrags gemäß § 9 Nr. 1 Satz 2 – 6 GewStG. Ziel ist es, die komplexen Anwendungsvoraussetzungen der Kürzungsvorschrift darzulegen und Problemfelder zu identifizieren, um eine rechtssichere Inanspruchnahme für Grundstücksunternehmen zu ermöglichen.

  • Abgrenzung der erweiterten Kürzung zur einfachen Kürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 1 GewStG.
  • Detaillierte Analyse der Voraussetzungen für die Inanspruchnahme, insbesondere hinsichtlich der Verwaltung von eigenem Grundbesitz.
  • Kategorisierung und Behandlung von unschädlichen Nebentätigkeiten sowie deren Auswirkungen auf den Kürzungsumfang.
  • Identifikation und Lösung von Problemfeldern wie der Betriebsaufspaltung und der Mitvermietung von Betriebsvorrichtungen.

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Ausschließlichkeitsgebot

Bei Anwendung der erweiterten Kürzung ist zudem ein strenges Ausschließlichkeitsgebot zu beachten. Denn nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG wird die erweiterte Kürzung nur gewährt, wenn ein Unternehmen ausschließlich eigenen Grundbesitz verwaltet und nutzt. Die Ausschließlichkeit ist in qualitativer, quantitativer und zeitlicher Hinsicht zu verstehen. Qualitative Ausschließlichkeit bezieht sich auf das Vermögen und meint, dass ein Unternehmen für die Anwendung der erweiterten Kürzung ausschließlich vermögensverwaltend tätig sein darf. Das bedeutet, dass die erweiterte Kürzung nicht mehr gewährt wird, sobald ein Unternehmen nicht mehr rein vermögensverwaltend tätig ist. Dies ist der Fall, sobald die Grundstücksverwaltung gewerblichen Charakter annimmt bzw. gewerbesteuerpflichtig ist. Die Tätigkeit des Grundstücksunternehmens ist gewerblicher Natur, wenn es beispielsweise gewerblichen Grundstückshandel betreibt. Quantitative Ausschließlichkeit bezieht sich auf die erzielten Einnahmen und bedeutet, dass ein Unternehmen ausschließlich eigenen Grundbesitz verwalten und nutzen darf. Mit zeitlicher Ausschließlichkeit ist gemäß R 9.2 Abs. 1 Satz 3 GewStR gemeint, dass die Voraussetzungen der erweiterten Kürzung bzw. die Verwaltung und Nutzung des eigenen Grundbesitzes während des gesamten Erhebungszeitraums tatsächlich vorgelegen haben müssen. Das Gesetz sieht somit eine zeitanteilige Inanspruchnahme der erweiterten Kürzung nicht vor. Der Erhebungszeitraum ist gemäß § 14 Satz 2 GewStG das Kalenderjahr. Ist ein Unternehmen nicht im gesamten Kalenderjahr gewerbesteuerpflichtig, entspricht der Erhebungszeitraum nach § 14 Satz 3 GewStG dem Zeitraum der Steuerpflicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Grundlagen des Gewerbesteuergesetzes ein und erläutert den Zweck der erweiterten Kürzung zur Vermeidung von Doppelbesteuerung.

2 Abgrenzung zur einfachen Kürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 1 GewStG: Hier erfolgt eine Differenzierung zwischen der einfachen Kürzung auf Basis von Einheitswerten und der erweiterten Kürzung für Grundstücksunternehmen.

3 Voraussetzungen für die erweiterte Kürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG: Dieses Kapitel erläutert, welche Anforderungen Unternehmen erfüllen müssen, insbesondere das Ausschließlichkeitsgebot bei der Verwaltung eigenen Grundbesitzes.

4 Unschädliche Nebentätigkeiten: Die Ausführungen behandeln Tätigkeiten, die trotz Verstoß gegen das Ausschließlichkeitsgebot nicht zum Wegfall der erweiterten Kürzung führen, wie etwa die Verwaltung eigenen Kapitalvermögens.

5 Umfang der erweiterten Kürzung: Dieses Kapitel veranschaulicht anhand von Berechnungsbeispielen, wie der Kürzungsbetrag unter Berücksichtigung unschädlicher Nebentätigkeiten ermittelt wird.

6 Abgrenzung zu schädlichen Tätigkeiten nach § 9 Nr. 1 Satz 5 und 6 GewStG: Hier werden Fallkonstellationen wie die Nutzung von Grundbesitz durch Gesellschafter erläutert, die zwangsläufig zum Verlust der Steuervergünstigung führen.

7 Problemfelder: Dieses Kapitel analysiert spezifische Risikobereiche, darunter die unterjährige Tätigkeit, Betriebsaufspaltung und die Problematik bei der Mitvermietung von Betriebsvorrichtungen, inklusive möglicher Lösungsstrategien.

8 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die zentralen Erkenntnisse der Arbeit und reflektiert über die Notwendigkeit zukünftiger Anpassungen in der Gesetzgebung und Rechtsprechung.

Schlüsselwörter

Gewerbesteuer, Erweiterte Kürzung, Grundstücksunternehmen, Grundbesitzkürzung, § 9 Nr. 1 GewStG, Ausschließlichkeitsgebot, Vermögensverwaltung, Betriebsvorrichtungen, Betriebsaufspaltung, Gewerbeertrag, Grundstücksverwaltung, Unternehmensbesteuerung, Steuermessbetrag, Wohnungseigentum, Nebentätigkeiten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Projektarbeit prinzipiell?

Die Arbeit befasst sich mit der erweiterten Kürzung des Gewerbeertrags nach § 9 Nr. 1 Satz 2 bis 6 GewStG für Grundstücksunternehmen und beleuchtet deren Anforderungen sowie Risiken.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Voraussetzungen der erweiterten Kürzung, der Umgang mit unschädlichen und schädlichen Nebentätigkeiten sowie die steuerlichen Konsequenzen bei bestimmten Problemfällen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Analyse?

Ziel ist es, die Anwendungsbedingungen der erweiterten Kürzung detailliert aufzuarbeiten und Problemfelder zu identifizieren, um eine sicherere Anwendbarkeit der Vorschrift zu gewährleisten.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde zur Beantwortung der Fragen gewählt?

Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse einschlägiger Gesetzestexte, aktueller Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) und der herrschenden Meinung in der steuerfachlichen Literatur.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Voraussetzungen der Kürzung, die Abgrenzung schädlicher von unschädlichen Tätigkeiten, die Ermittlung des Kürzungsbetrags sowie konkrete Problemlösungen bei Streitfragen.

Welche Keywords lassen sich der Arbeit zuordnen?

Wichtige Begriffe sind Gewerbesteuer, erweiterte Kürzung, Grundbesitzverwaltung, Ausschließlichkeitsgebot, Betriebsaufspaltung und Betriebsvorrichtungen.

Wie unterscheidet sich die erweiterte von der einfachen Kürzung des Gewerbeertrags?

Während die einfache Kürzung eine pauschale Minderung um 1,2 % des Einheitswerts (zukünftig 0,11 % des Grundsteuerwerts) vorsieht, erlaubt die erweiterte Kürzung unter strengen Bedingungen eine vollständige Befreiung des Gewerbeertrags von der Gewerbesteuer.

Warum stellt die Mitvermietung von Betriebsvorrichtungen ein besonderes Problem dar?

Betriebsvorrichtungen zählen zivilrechtlich nicht zum eigenen Grundbesitz, dessen Verwaltung für die erweiterte Kürzung zwingend ist, weshalb deren Mitvermietung zum Versagen der Kürzung führen kann.

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Details

Title
Möglichkeiten und Grenzen der erweiterten Kürzung im Gewerbesteuerrecht
College
University of Cooperative Education Mannheim  (Rechnungswesen, Steuern, Wirtschaftsrecht - Steuern und Prüfungswesen)
Grade
1,8
Publication Year
2024
Pages
44
Catalog Number
V1556319
ISBN (eBook)
9783389111949
ISBN (Book)
9783389111956
Language
German
Tags
GewStG § 9 Nr. 1 erweiterte Kürzung Grundstückskürzung Gewerbesteuer Gewerbesteuerkürzung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonymous,, 2024, Möglichkeiten und Grenzen der erweiterten Kürzung im Gewerbesteuerrecht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1556319
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