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Handlungsoptionen des deutschen Staates in der Bankenkrise

Finanzkrise

Titel: Handlungsoptionen des deutschen Staates in der Bankenkrise

Hausarbeit , 2009 , 13 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Marison Dantas da Silva (Autor:in)

BWL - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Fall der Hypo Real Estate Group, einem Banking-Spezialisten für gewerbliche Immobilien und den öffentlichen Sektor, ist der erste Fall auf dem deutschen Wirtschaftsmarkt. Durch ein umfangreiches Rettungspaket durch den Staat konnte gegen die Liquiditätsschwierigkeiten der Hypo Real Estate Group vorgegangen werden. Da sich die Banken untereinander nicht mehr vertrauen, leihen sie sich auch kein Geld mehr, was aber für einen funktionierenden Finanzkreislauf unverzichtbar ist. Als Problem ergibt sich hieraus, dass auch Unternehmen nicht mehr ausreichend mit Krediten versorgt werden, was wirtschaftliche Schwierigkeiten für diese zur Folge hat.
Es stellt sich also die Frage, ob durch staatliches Handeln im Sinne der Wirtschaftspolitik einer weiteren Verschärfung der wirtschaftlichen Situation der Bundesrepublik Deutschland entgegengewirkt werden kann. Doch kann der Staat aktiv in das Wirtschaftsgeschehen eingreifen, ohne dass die Prinzipien der Marktwirtschaft, bzw. der sozialen Marktwirtschaft, dabei übergangen werden? Ist ein Markt noch ein freier Markt, wenn der Staat zunehmend interveniert? Das Vertrauen in die Politik und in die Wirtschaft ist geschädigt. Auch hier sieht sich der Staat einer Herausforderung gegenüber, diesem wieder entgegenzuwirken. Diese Hausarbeit beschäftigt sich also mit der Frage, inwieweit der Staat eingreifen kann und sollte, ohne das Prinzip der sozialen Marktwirtschaft zu gefährden oder zu ignorieren, und fragt auch nach dem Sinn staatlichen Handelns in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Von der Bankenkrise zur Finanzkrise:

2. Handlungsoptionen des Staates:

2.1. Die soziale Marktwirtschaft:

3. Schlussfolgerung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Handlungsspielräume des deutschen Staates während der Finanzkrise 2009. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie staatliche Eingriffe in das Wirtschaftsgeschehen gestaltet werden können, ohne die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft zu untergraben oder in eine zentralverwaltete Wirtschaftsordnung abzugleiten.

  • Analyse der Ursachen und Auswirkungen der Finanzkrise in Deutschland
  • Erläuterung der Grundzüge und Ziele der sozialen Marktwirtschaft
  • Untersuchung der Rolle der Fiskalpolitik und der Defizitfinanzierung
  • Bedeutung der Geldpolitik und Zinssteuerung durch die Zentralbank
  • Diskussion der Grenzen staatlicher Interventionen am Beispiel von Unternehmenshilfen

Auszug aus dem Buch

2.1. Die soziale Marktwirtschaft:

Die seit 1948 in der Bundesrepublik Deutschland herrschende soziale Marktwirtschaft ist eine Erweiterung der Marktwirtschaft. Der Grundcharakterzug der Marktwirtschaft bestehen vor allem darin, dass sich – im Gegensatz zur Zentralverwaltungswirtschaft – der Staat auf die Festlegung der Wirtschaftsverfassung beschränkt. Alle handelnden Wirtschaftssubjekte entscheiden anhand der Preise, die sich nach Angebot und Nachfrage auf dem Markt bilden. Dieses wechselseitige Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage in Abhängigkeit vom Preis wird als Marktmechanismus bezeichnet.

Denn die Veränderung eines Faktors hat auch immer Auswirkungen auf die beiden anderen, wobei gerade dem Faktor Preis eine große Rolle zukommt, da er durch das Ausgleichen von Angebot und Nachfrage den Markt wieder in einen Gleichgewichtszustand bringt. Die Erweiterung der Marktwirtschaft zur sozialen Marktwirtschaft besteht nun darin, dass zu den Grundsätzen der Markwirtschaft der soziale Aspekt hinzugefügt wird: hier wird die marktwirtschaftliche Freiheit mit dem sozialen Ausgleich verbunden. Sie stellt also eine Wirtschaftsordnung dar, in der der Staat sozialpolitisch korrigierend eingreift, um einen sozialen Ausgleich herbeizuführen.

Zwar soll aufgrund des Grundsatzes des freien Marktes der Markt nicht eingeschränkt werden, doch ist es notwendig gerade die Nachteile des freien Marktes, wie z. B. zerstörerischer Wettbewerb, Ballung wirtschaftlicher Macht (Kartellbildung) oder etwa Arbeitslosigkeit zu vermeiden. Dieses aktive Eingreifen des Staates in das Marktgeschehen hat eine bestmögliche soziale Absicherung bei gleichzeitig größtmöglichem Wohlstand zum Ziel.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Von der Bankenkrise zur Finanzkrise: Einleitung in die Thematik der Krise, die ausgehend von den USA den deutschen Markt unter Druck setzt und die Notwendigkeit staatlichen Handelns begründet.

2. Handlungsoptionen des Staates: Theoretische Herleitung der Interventionsmöglichkeiten unter Berücksichtigung der Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft sowie der Fiskal- und Geldpolitik.

2.1. Die soziale Marktwirtschaft: Erörterung der marktwirtschaftlichen Grundlagen und der ergänzenden sozialen Korrekturfunktion des Staates zur Sicherung von Wohlstand.

3. Schlussfolgerung und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der antizyklischen staatlichen Maßnahmen und Ausblick auf die langfristigen Wirkungsmechanismen von Konjunkturpaketen und Kreditaufnahmen.

Schlüsselwörter

Finanzkrise, Bankenkrise, Soziale Marktwirtschaft, Fiskalpolitik, Geldpolitik, Defizitfinanzierung, Konjunkturpolitik, Hypo Real Estate, Marktmechanismus, Staatliche Intervention, Nettokreditaufnahme, Wirtschaftswachstum, Beschäftigung, EZB, Preisstabilität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Herausforderungen für die deutsche Wirtschaftspolitik infolge der Finanzkrise 2009 und analysiert die Möglichkeiten des Staates, stabilisierend in das Marktgeschehen einzugreifen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen der sozialen Marktwirtschaft, den Instrumenten der Fiskal- und Geldpolitik sowie der Wirksamkeit staatlicher Konjunkturmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie der Staat die wirtschaftliche Krise bekämpfen kann, ohne das Prinzip der marktwirtschaftlichen Freiheit durch zu starke staatliche Lenkung zu gefährden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die deskriptive Analyse wirtschaftspolitischer Theorien (insbesondere den keynesianischen Ansatz) und verknüpft diese mit aktuellen Daten aus dem Jahr 2009.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der sozialen Marktwirtschaft, die Analyse fiskalpolitischer Spielräume durch Defizitfinanzierung und die Rolle der Geld- und Zinspolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Finanzkrise, staatliche Intervention, Fiskalpolitik, Konjunkturpakete und soziale Marktwirtschaft beschreiben.

Warum wird die Nettokreditaufnahme des Staates im Jahr 2009 als gerechtfertigt angesehen?

Aufgrund der Rezession und der Notwendigkeit, antizyklisch zu stabilisieren, wird die Überschreitung der regulären Kreditgrenzen als notwendiges Instrument zur Abwehr wirtschaftlicher Störungen gewertet.

Welches Beispiel wird zur Veranschaulichung der Gefahren einer Verstaatlichung genannt?

Die Autorin führt den Autokonzern Opel an, um zu illustrieren, dass direkte Subventionen oder Verstaatlichungen den Staat unter einen hohen Erwartungsdruck anderer Unternehmen setzen und das Vertrauen in die Marktwirtschaft gefährden könnten.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Handlungsoptionen des deutschen Staates in der Bankenkrise
Untertitel
Finanzkrise
Hochschule
SRH Hochschule Riedlingen
Veranstaltung
Wirtschaftspolitik
Note
1,7
Autor
Marison Dantas da Silva (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
13
Katalognummer
V155633
ISBN (eBook)
9783640693993
ISBN (Buch)
9783640694969
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Handlungsoptionen Staates Bankenkrise Finanzkrise
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marison Dantas da Silva (Autor:in), 2009, Handlungsoptionen des deutschen Staates in der Bankenkrise, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155633
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Leseprobe aus  13  Seiten
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