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Tragik vs. Happy End

Ein Vergleich der Liebesbeziehungen in Gottfried Kellers Novelle „Romeo und Julia auf dem Dorfe“ und Otto Ludwigs Erzählung „Zwischen Himmel und Erde“

Title: Tragik vs. Happy End

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Katrin Winkler (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede ergeben sich in der vergleichenden Betrachtung der Liebesbeziehungen in Gottfried Kellers Novelle „Romeo und Julia auf dem Dorfe“ und Otto Ludwigs Erzählung „Zwischen Himmel und Erde“; insbesondere mit Blick auf das jeweilige Ende und die zu untersuchende Frage, ob es sich um einen tragischen Schluss oder ein Happy End handelt?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Fragestellung

2. Die Liebesbeziehung zwischen Sali und Vrenchen in G. Kellers Novelle „Romeo und Julia auf dem Dorfe“

3. Die Liebesbeziehung zwischen Christiane und Apollonius in O. Ludwigs Erzählung „Zwischen Himmel und Erde“

4. Vergleichende Betrachtung

5. Tragik vs. Happy End

6. Abschließendes Fazit mit Hypothesen über ein mögliches alternatives Ende beider Erzählungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Liebesbeziehungen in Gottfried Kellers „Romeo und Julia auf dem Dorfe“ sowie Otto Ludwigs „Zwischen Himmel und Erde“ unter der zentralen Fragestellung, ob die jeweiligen Ausgänge der Erzählungen als tragisch oder als Happy End zu bewerten sind.

  • Vergleichende Analyse der Liebeskonzepte im bürgerlichen Realismus
  • Untersuchung des Einflusses gesellschaftlicher Normen und familiärer Konflikte
  • Interpretation der Erzählenden Enden in Bezug auf soziale und ethische Bedingungen
  • Diskussion der Konzepte von persönlichem Glück versus gesellschaftlichem Ehrgefühl

Auszug aus dem Buch

2. Die Liebesbeziehung zwischen Sali und Vrenchen in G. Kellers Novelle „Romeo und Julia auf dem Dorfe“

Sali und Vrenchen sind die Kinder zweier Bauern namens Manz und Marti, die mit ihren Familien auf einem Dorf leben und jeweils einen Acker besitzen. Zwischen diesen beiden Äckern befindet sich noch ein dritter, verwildeter Acker, der ihnen und ihren Familien letztendlich zum Verhängnis wird.

Zu Beginn der Erzählung wird dem Leser eine heile, harmonische Welt präsentiert. Die Kinder, damals fünf und sieben Jahre alt, bringen ihren Vätern jeden Tag gemeinsam das Mittagessen aufs Feld hinaus, in einem kleinen „grünbemalte[n] Kinderwägelchen“ (Keller 1971, S.7). Während ihre Väter die Arbeit zu ende verrichten, streifen die Kinder „Hand in Hand“ (Keller 1971, S.9) durch den wilden Acker, spielen mit Vrenchens Puppe und albern zärtlich und unbefangen miteinander herum. Sie führen anfangs noch ein sehr unbeschwertes Leben. Als die Beiden dann im Laufe der Zeit etwas älter werden, gehen sie nicht mehr jeden Tag gemeinschaftlich auf das Feld, „da der zehnjährige (…) Sali (….) sich schon wacker auf Seite der größeren Burschen und der Männer hielt; und das braune Vrenchen (…) mußte bereits unter der Obhut seines Geschlechts gehen, sonst wäre es von den anderen als ein Bubenmädchen ausgelacht worden.“ (Keller 1971, S.9) Lediglich zu dem alljährlich stattfindenden Erntefest treffen sie sich noch, was zu einer Art seltenen Zeremonie wird.

Eines Tages soll dann der dritte, herrenlose Acker versteigert werden, doch außer Manz und Marti finden sich kaum Interessenten und Manz, der Vater von Sali, ersteigert den Acker letztendlich, „nach einem ziemlich hartnäckigem Überbieten“ (Keller 1971, S.15). Nach der Versteigerung geraten die beiden ehemals in Freundschaft lebenden Bauern in Streit und Manz muss nun durch die erweiterte Arbeitsfläche auch seinen Sohn aufs Feld holen, damit er ihm bei der Bestellung helfen kann. Auch Vrenchen kommt heimlich dazu und die Kinder sind wieder sehr vergnügt miteinander und suchen die gegenseitige Nähe. Doch als Salis Vater am Abend dazu kommt, scheucht er die Kinder auseinander und auch Vrenchens Vater pfeifft seine Tochter zu sich „und er gab ihr, ohne zu wissen warum, einige Ohrfeigen“ (Keller 1971, S.17).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Fragestellung: Das Kapitel definiert den Vergleichsrahmen der Arbeit und fokussiert auf die Frage nach der Tragik oder dem Happy End beider Erzählungen.

2. Die Liebesbeziehung zwischen Sali und Vrenchen in G. Kellers Novelle „Romeo und Julia auf dem Dorfe“: Hier wird die Geschichte der verfeindeten Bauernfamilien und die daraus resultierende unmögliche Liebe der Kinder nachgezeichnet.

3. Die Liebesbeziehung zwischen Christiane und Apollonius in O. Ludwigs Erzählung „Zwischen Himmel und Erde“: Dieses Kapitel erläutert die komplexe, durch Intrigen und falsche Annahmen geprägte Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren.

4. Vergleichende Betrachtung: Eine Analyse der Gemeinsamkeiten und Unterschiede hinsichtlich Milieu, Gesellschaft und der Realitätsbezüge beider Werke.

5. Tragik vs. Happy End: Diese Sektion diskutiert das Ende beider Werke unter den verschiedenen Perspektiven der Leser und Figuren und hinterfragt das Konzept der „poetischen Gerechtigkeit“.

6. Abschließendes Fazit mit Hypothesen über ein mögliches alternatives Ende beider Erzählungen: Ein Rückblick auf die Unabwendbarkeit der erzählten Schlüsse und die Ablehnung möglicher, aber charakterfremder Alternativen.

Schlüsselwörter

Bürgerlicher Realismus, Gottfried Keller, Otto Ludwig, Tragik, Happy End, Liebesbeziehung, Gesellschaftskritik, Entsagung, Familienfeindschaft, Literaturvergleich, Moral, Ethik, Schicksal, Individuum, Liebesmotiv.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die Liebesbeziehungen in den Werken „Romeo und Julia auf dem Dorfe“ von Gottfried Keller und „Zwischen Himmel und Erde“ von Otto Ludwig.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Einfluss gesellschaftlicher Normen auf individuelle Lebensentscheidungen, die Rolle familiärer Zerwürfnisse und die philosophische Auseinandersetzung mit dem Begriff des Glücks und der Tragik im 19. Jahrhundert.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu ergründen, ob die Enden der Erzählungen als klassisch tragisch oder als alternatives „Happy End“ gewertet werden können, wenn man sie aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine vergleichende literaturwissenschaftliche Analyse, gestützt auf Fachliteratur und zeitgenössische Interpretationsansätze.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung beider Liebesgeschichten, eine systematische vergleichende Betrachtung und eine philosophische Diskussion über den Begriff der Tragik im Kontext der Werke.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Bürgerlicher Realismus, Entsagung, Gesellschaftskritik, individuelle Schicksale und poetische Gerechtigkeit.

Wie unterscheidet sich die Gesellschaftskritik bei Keller von der bei Ludwig?

Während Keller gesellschaftliche Missstände und die Härte bürgerlicher Moral direkt kritisiert, konzentriert sich Ludwig stärker auf die individuelle moralische Schuld der Figuren, ohne dabei die zeitgenössischen gesellschaftlichen Strukturen explizit anzuprangern.

Warum endet Kellers Novelle aus Sicht der Autorin nicht anders?

Die Autorin argumentiert, dass Keller ein „wahres Geschehen“ als Vorlage nutzte und eine konsequente, tragische Auflösung wählte, um die Unvereinbarkeit einer kompromisslosen Liebe mit den gesellschaftlichen Zwängen des 19. Jahrhunderts zu unterstreichen.

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Details

Title
Tragik vs. Happy End
Subtitle
Ein Vergleich der Liebesbeziehungen in Gottfried Kellers Novelle „Romeo und Julia auf dem Dorfe“ und Otto Ludwigs Erzählung „Zwischen Himmel und Erde“
College
University of Rostock  (Institut für Germanistik)
Course
Literatur des bürgerlichen Realismus
Grade
1,0
Author
Katrin Winkler (Author)
Publication Year
2004
Pages
20
Catalog Number
V155677
ISBN (eBook)
9783640690015
ISBN (Book)
9783640690206
Language
German
Tags
Tragik Happy Vergleich Liebesbeziehungen Gottfried Kellers Novelle Julia Dorfe“ Otto Ludwigs Erzählung Himmel Erde“
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Winkler (Author), 2004, Tragik vs. Happy End, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155677
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