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Die Darstellung der Sexualität in Elfriede Jelineks Roman „Die Klavierspielerin“ und dem Theaterstück „Raststätte“

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Titel: Die Darstellung der Sexualität in Elfriede Jelineks Roman „Die Klavierspielerin“ und dem Theaterstück „Raststätte“

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2004 , 32 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Katrin Winkler (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Fragestellung: Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede ergeben sich bei der vergleichenden Betrachtung der Darstellung der Sexualität in Elfriede Jelineks Roman „Die Klavierspielerin“ und dem Theaterstück „Raststätte“?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Fragestellung

2. „Die Klavierspielerin“

2.1 Kurze Zusammenfassung des Romans

2.2 Darstellung der Sexualität

2.3 Fazit I

3. „Raststätte“

3.1 Zum Inhalt des Theaterstücks

3.2 Vergleichende Darstellung der Sexualität

3.3 Fazit II

4. Abschließendes Fazit mit Hypothesen über die Autorenintention

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht vergleichend die Darstellung von Sexualität und Machtverhältnissen in Elfriede Jelineks Roman „Die Klavierspielerin“ und ihrem Theaterstück „Raststätte“. Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern sowie die Instrumentalisierung von Sexualität und Schmerz herauszuarbeiten.

  • Analyse der Geschlechterrollen und Machtstrukturen
  • Untersuchung der Entfremdung vom eigenen Körper
  • Vergleich der sexuellen Tabubrüche und Grenzerfahrungen
  • Diskussion der Autorenintention und der medialen Darstellung

Auszug aus dem Buch

2. Die Klavierspielerin

Im Mittelpunkt des 1983 von Elfriede Jelinek geschriebenen Romans „Die Klavierspielerin“ steht die 30 – jährige Klavierlehrerin Erika Kohut, die noch bei ihrer Mutter wohnt und von dieser wie eine Sklavin gehalten wird. Der Vater kam früh in eine Irrenanstalt und verstarb dort recht schnell. Seitdem war Erika für die Mutter Tochter, und gleichzeitig Mann – Ersatz. Sie musste sogar neben der Mutter im Ehebett schlafen. Die Mutter drillt ihr Kind zur Einzelpersönlichkeit und erzieht sie somit zur Lebensfeindlichkeit. Sie soll sich der Karriere wegen sogar von Männern fernhalten.

Durch permanente Eingriffe der Mutter in ihr Privatleben, kann Erika keine Beziehung zu ihrem Körper aufbauen. Psychologisch gesehen bildet sich kein Geschlecht heraus, sie bleibt einfach das Kind der Mutter und wird psychisch nicht zur Frau. Sie entwickelt die Vorstellung, dass das weibliche Geschlecht lediglich ein „defizärer Modus des männlichen ist“ (vgl.Janz 1995,S.71). Eine richtige Form der Geschlechterdifferenzierung kann von Erika nicht vollzogen werden. Sie versucht, sich durch Schikanen an ihren Schülern immer wieder in eine Machtposition zu versetzen und ihren Körper durch Verletzungen mit einer Rasierklinge schlichtweg abzutöten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Fragestellung: Definition der Forschungsfrage hinsichtlich der vergleichenden Betrachtung der Sexualität in beiden Werken.

2. „Die Klavierspielerin“: Analyse der psychologischen Ausgangslage Erikas und der zerstörerischen Darstellung von Sexualität im Roman.

2.1 Kurze Zusammenfassung des Romans: Überblick über die Handlung und die zentrale Figur Erika Kohut.

2.2 Darstellung der Sexualität: Untersuchung der Lustfeindlichkeit und der Gewaltdynamik zwischen Mann und Frau.

2.3 Fazit I: Zusammenfassung der Macht- und Herrschaftsverhältnisse sowie der Bedeutung von Schmerz und Triebreduktion im Roman.

3. „Raststätte“: Betrachtung des Theaterstücks als Bestandsaufnahme einer moralisch entleerten Gesellschaft.

3.1 Zum Inhalt des Theaterstücks: Zusammenfassung der Handlung um die beiden Ehepaare und deren Flucht aus der Ehewelt.

3.2 Vergleichende Darstellung der Sexualität: Analyse der medialen Übersteigerung und der Entfremdung der Partner.

3.3 Fazit II: Bewertung der stereotypen Frauenbilder und der gescheiterten Versuche, durch Rollentausch aus gesellschaftlichen Zwängen auszubrechen.

4. Abschließendes Fazit mit Hypothesen über die Autorenintention: Synthese der Ergebnisse und Reflexion von Jelineks politischem Anspruch an ihre Literatur.

Schlüsselwörter

Elfriede Jelinek, Die Klavierspielerin, Raststätte, Sexualität, Machtverhältnis, Geschlechterrollen, Gewalt, Unterdrückung, Identität, Voyeurismus, Masochismus, Tabubruch, Frauenbild, Körper, Pornographie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Darstellung von Sexualität und Macht in Elfriede Jelineks Roman „Die Klavierspielerin“ und ihrem Theaterstück „Raststätte“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen Geschlechterrollen, die Unterdrückung der Frau, die Instrumentalisierung von Schmerz sowie der gesellschaftliche Zwang in zwischenmenschlichen Beziehungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Darstellung der Sexualität aufzuzeigen und zu klären, wie Jelinek Machtverhältnisse in ihren Werken politisch dekonstruiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, die auf den Primärquellen der Autorin sowie Sekundärliteratur zur Interpretation der Werke basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Untersuchung des Romans und des Theaterstücks, jeweils unterteilt in Inhaltsangabe, Darstellung der Sexualität und ein kapitelweises Fazit.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Machtmissbrauch, Rollentausch, Voyeurismus, Identitätsverlust und die Kritik am patriarchalen Männerbild prägen die Argumentation.

Wie unterscheidet sich die Darstellung in „Raststätte“ vom Roman?

Während im Roman die Sexualität meist in privatem Rahmen und in der Isolation stattfindet, zeigt das Theaterstück Sexualität als medial übersteigerte, öffentliche Inszenierung.

Welche Rolle spielen die Kostüme und Rollenwechsel in „Raststätte“?

Sie dienen den Charakteren als Mittel, um sich aus ihren festgefahrenen Identitäten und gesellschaftlichen Rollen zu befreien, was jedoch in einer erneuten Entfremdung mündet.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Darstellung der Sexualität in Elfriede Jelineks Roman „Die Klavierspielerin“ und dem Theaterstück „Raststätte“
Untertitel
Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Hochschule
Universität Rostock  (Insitiut für Germanistik)
Veranstaltung
Verfahren der Textherstellung und Theaterpraxis in ausgewählten Stücken Elfriede Jelineks zwischen 1988 und 2003
Note
1,0
Autor
Katrin Winkler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
32
Katalognummer
V155681
ISBN (eBook)
9783640694433
ISBN (Buch)
9783640695577
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Welche Gemeinsamkeiten Unterschiede Betrachtung Darstellung Sexualität Elfriede Jelineks Roman Klavierspielerin“ Theaterstück
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katrin Winkler (Autor:in), 2004, Die Darstellung der Sexualität in Elfriede Jelineks Roman „Die Klavierspielerin“ und dem Theaterstück „Raststätte“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155681
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Leseprobe aus  32  Seiten
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