Zur Veränderung der Fremdkapitalquote und seiner Auswirkung auf den Unternehmenswert

Eine kritische Darstellung unter Berücksichtigung des WACC


Seminararbeit, 2009

15 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Unternehmensbewertung: Aufgabe und Methoden
2.1. Vergleichsverfahren
2.2. Substanzwertverfahren
2.3. DCF-Verfahren – Weighted Average Cost of Capital

3. Auswirkung einer Veränderung der Fremdkapitalquote
3.1. Kapitalstruktur spielt keine Rolle
3.2. Kapitalstruktur beeinflusst den Unternehmenswert

4. Risiken und Probleme einer Veränderung der FK-Quote in der Praxis

5. Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Diese Ausarbeitung befasst sich mit dem Thema der Auswirkungen einer Veränderung der Fremdkapitalquote auf den Unternehmenswert unter Berücksichtigung des WACC-Ansatzes. Bevor die Konsequenzen einer Veränderung des Fremdkapitalanteils diskutiert werden können, muss zuerst die Unternehmensbewertung an sich, ihre Bestandteile und Methoden erörtert werden. Dann werden unter Berücksichtigung nur einer Methode – hier des WACC – die Auswirkungen einer Erhöhung der Fremdkapitalquote und die damit verbundenen positiven sowie negativen Ergebnisse für den Unternehmenswert betrachtet.

2. Unternehmensbewertung: Aufgabe und Methoden

Die Aufgabe der Unternehmensbewertung ist es einen „Unternehmenswert“ zu ermitteln, der den potentiellen Preis des Unternehmens darstellt. Der tatsächliche Preis ist im Unterschied zu dem Wert des Unternehmens der zwischen den Parteien verhandelte und auf dem Markt realisierte Wert.[1] Bei der Bewertung eines Unternehmens soll nicht nur die heutige Ertragskraft berücksichtigt werden aber vor allem die zukünftigen Möglichkeiten des Unternehmens Gewinne zu generieren. Deshalb wird in der Praxis nicht mit Vergangenheits- sondern mit prognostizierten Zukunftswerten gerechnet, die je nach verwendeter Methode mit einem bestimmten Diskontierungsfaktor abgezinst werden um den heutigen Barwert zu bekommen.

Für eine Unternehmensbewertung gibt es verschiedene Anlässe und damit verbunden werden auch unterschiedliche Zwecke verfolgt. Um den Bewertungszweck in einem konkreten Anlassfall bestmöglich zu erfüllen wird die passende Bewertungsmethode gesucht und angewandt.[2] Die überwiegenden Anlässe sind Kauf und Verkauf von Unternehmen, Ein- und Austritt von Gesellschaftern, Kapitalveränderungen, Privatisierung, Ratings, Entschädigungen, Abfindungen und Bonuszahlungen.[3] Nachfolgend werden die am häufigsten angewandten Methoden kurz vorgestellt.

2.1. Vergleichsverfahren

Im Rahmen des Vergleichsverfahrens wird die Multiplikatormethode (market multiples) und der Comparative Company Approach (CCA) unterschieden. Bei der Multiplikatormethode wird der Unternehmenswert durch Multiplikation bestimmter Erfolgs- bzw. Leistungsgrößen (EBIT, NOPAT, Umsatz usw.) des Unternehmens mit einem innerhalb der Branche typischen Faktor berechnet. Der Multiplikator beruht auf realisierten Marktpreisen, also Erfahrungswerten aus der Vergangenheit. Bei dem CCA wird der Wert des Unternehmens aus den für vergleichbare Unternehmen realisierten und beobachtbaren Marktpreisen abgeleitet. Dabei gibt es die Similar Public Company Methode (Vergleich mit börsennotierten Unternehmen), die Recent Acquistions Methode (Vergleich mit den Preisen von kürzlich abgeschlossenen Akquisitionen) oder die Initial Public Offerring Methode (Vergleich mit den beim Börsengang erzielten Emissionswerten vergleichbarer Unternehmen).[4]

Das Vergleichsverfahren alleine wird in der Praxis kaum verwendet. Es wird oft zur Überprüfung der – meistens mit der DCF-Methode – errechneten Werte herangezogen um so die Realitätsnähe dieser zu gewährleisten.

2.2. Substanzwertverfahren

Beim Substanzwertverfahren ergibt sich der Unternehmenswert als Substanzwert (Reproduktions- bzw. Rekonstruktionswert) aus der Bewertung aller Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten des Unternehmens und stellt den Betrag dar, der aufgewendet werden müsste, wenn dasselbe Unternehmen neu errichtet würde. Geht man von einer Zerschlagung des Unternehmens aus so ergibt sich der Unternehmenswert als Liquidationswert.[5]

2.3. DCF-Verfahren – Weighted Average Cost of Capital

Das Discounted Cash Flow (DCF) sowie das Ertragswertverfahren stellen die beiden am häufigsten in der Praxis verwendeten Verfahren dar.[6]

Beide Verfahren beurteilen den Unternehmenswert auf Basis einer Barwert oder Kapitalwertrechnung, bei der die zukünftig erwarteten Erträge oder Cash Flows diskontiert werden. Der wesentliche Unterschied besteht in der stärkeren Kapitalmarktorientierung der DCF-Verfahren, bei dem die Berechnung des Risikozuschlags unter Verwendung kapitalmarkttheoretischer Modelle statt findet.5

Die DCF-Verfahren unterscheiden sich je nach der Definition der diskontierten Cash Flows und dem zugrunde liegendem Diskontierungszinssatz in Bruttoverfahren (Entity-Approach), Nettoverfahren (Equity-Approach) und das Adjusted Present Value (APV) Verfahren. Nachfolgend wird das WACC-Verfahren eines der DCF-Verfahren nach dem Entity-Approach, näher erläutert.

[...]


[1] Vgl. Dolezych (Unternehmensbewertung, 2003, S. 5)

[2] Vgl. Mandl (Unternehmensbewertung, 2001, S. 84)

[3] Vgl. Bömelburg (Unternehmensbewertung, 2001, S. 90)

[4] Vgl. Ruhnke (Memorandum 2009, S. 19 ff.)

[5] Vgl. Dolezych (Unternehmensbewertung, 2003, S. 8 f.)

[6] Vgl. Peemöller (Bewertungsverfahren, 2001, S. 202 f.)

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Zur Veränderung der Fremdkapitalquote und seiner Auswirkung auf den Unternehmenswert
Untertitel
Eine kritische Darstellung unter Berücksichtigung des WACC
Hochschule
Hochschule München
Note
1,7
Autor
Jahr
2009
Seiten
15
Katalognummer
V155695
ISBN (eBook)
9783640694020
ISBN (Buch)
9783640695256
Dateigröße
1062 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Veränderung, Fremdkapitalquote, Auswirkung, Unternehmenswert, Eine, Darstellung, Berücksichtigung, WACC
Arbeit zitieren
Monika Sadowska (Autor), 2009, Zur Veränderung der Fremdkapitalquote und seiner Auswirkung auf den Unternehmenswert , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155695

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