Aufbau und Funktion eines Shared Service CentersUm dem immer größer werdenden Konkurrenzkampf auf dem Markt standhalten zu können, sehen sich die Unternehmen gezwungen, ihre Leistungsprozesse stetig zu optimieren und die betriebsinterne Leistungsfähigkeit adäquat zu nutzen und auszubauen (vgl. Keuper/Oeching, 2006: VII).
Der Aspekt der langfristigen Unternehmens-Flexibilität ist einer der wichtigsten Faktoren zu Zeiten der Konjunkturkrise, der Globalisierung und der Internationalisierung.
Hinzu kommt auch die situationsbezogene Optimierung der Kostenersparnisse, um auf Marktschwankungen innovativ, kurz und mittelfristig reagieren zu können.
Der dynamische Prozess des Marktes und die damit verbundenen Produkte, fordern die Betriebe, unternehmensinterne angepasste Unterstützungen (Supportprozesse) zu gestalten. Kagelmann (2006: V) führt dazu an, dass das Ziel „Effizienz- und Effektivitätssteigerungen“ seien.
Im Rahmen dieser Hausarbeit wird die Möglichkeit eines betriebsinternen Supportprozesses dargestellt: Shared Service Center. Ziel ist es, den Aufbau, die Funktion und die Ziele eines solchen Konzeptes zu erläutern.
Inhaltsverzeichnis
1. VORWORT
2. DEFINITION UND EINFÜHRUNG SHARED SERVICE CENTER
3. AUFBAU EINES SHARED SERVICE CENTERS
4. FUNKTIONSWEISE UND ZIELE EINES SHARED SERVICE CENTERS
5. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die Hausarbeit untersucht die konzeptionelle Ausgestaltung, die betriebswirtschaftlichen Ziele sowie die prozessualen Herausforderungen bei der Implementierung von Shared Service Centern (SSC) in Unternehmen.
- Theoretische Fundierung und Definition von Shared Service Centern
- Phasen des strukturellen Aufbaus eines SSC
- Differenzierung verschiedener Funktionstypen (kosten-, kunden-, markt- und wettbewerbsorientiert)
- Analyse der Kosteneffizienz durch Standardisierung und Skalenerträge
- Bewertung der ökonomischen und sozialen Auswirkungen auf Unternehmen und Mitarbeiter
Auszug aus dem Buch
3. Aufbau eines Shared Service Centers
Bevor mit dem Aufbau eines Shared Service Centers begonnen wird, treffen die Unternehmen Überlegungen, so IDS Scheer, welche Leistungen optimiert werden sollen. Zudem wird ein Kostenkonzept erstellt und mit dem Ist-Zustand verglichen. Die Mitarbeiter müssen ebenfalls mit der neuen Arbeitssituation vertraut gemacht werden und von Beginn an in den Umgestaltungsprozess integriert werden (vgl. IDS Scheer, 2008).
Laut Wißkirchen treffen Unternehmen in der ersten Phase des Aufbaus Entscheidungen bzgl. des geografischen, des prozessualen, des rechtlichen und des wirtschaftlichen Aufbaus (vgl. Wißkirchen, 2002).
Bei der geografischen Entscheidung gibt es drei Möglichkeiten. Es kann ein nationales Shared Service Center gebildet werden, das landesintern agiert. Ein regionales Shared Service Center wiederum ist zuständig für mehrere Bezirke und als dritte Möglichkeit kann ein Shared Service Center kontinentübergreifend aufgebaut werden.
Die Entscheidung zwischen diesen drei Alternativen ist auf der einen Seite abhängig von der Unternehmensgröße, auf der anderen Seite aber auch von sozialen, kulturellen, sprachlichen und arbeitsrechtlichen Bedingungen (vgl. Wißkirchen, 2002).
Zusammenfassung der Kapitel
1. VORWORT: Das Kapitel erläutert die Relevanz von Prozessoptimierungen und Flexibilität in globalisierten Märkten als Ausgangspunkt für die Betrachtung von Shared Service Centern.
2. DEFINITION UND EINFÜHRUNG SHARED SERVICE CENTER: Hier werden Shared Service Center als interne Organisationseinheiten zur gemeinsamen Ressourcennutzung definiert und die historische Entwicklung seit den 80er Jahren skizziert.
3. AUFBAU EINES SHARED SERVICE CENTERS: Dieses Kapitel beschreibt die komplexen Planungsphasen, von der geografischen und rechtlichen Strukturierung bis hin zur operativen Implementierung und IT-Konsolidierung.
4. FUNKTIONSWEISE UND ZIELE EINES SHARED SERVICE CENTERS: Es werden die verschiedenen Funktionstypen wie kosten- oder kundenorientierte Modelle vorgestellt und deren Einfluss auf Effizienzsteigerungen und Servicequalität analysiert.
5. FAZIT: Das Fazit bewertet die Chancen und Risiken der SSC-Implementierung aus der Sicht von Unternehmensleitung, Mitarbeitern und dem Staat.
Schlüsselwörter
Shared Service Center, Prozessoptimierung, Kostenersparnis, Standardisierung, Service Level Agreements, Effizienzsteigerung, Aufbauphase, Skalenerträge, Outsourcing, Unternehmensflexibilität, Supportprozesse, Performance-Phase.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit befasst sich mit dem Konzept der Shared Service Center (SSC) als Instrument zur internen Bündelung von Dienstleistungen innerhalb von Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Im Fokus stehen die Definition des SSC-Konzepts, die Phasen des strukturellen Aufbaus, die verschiedenen Funktionstypen sowie die Bewertung von Kosten- und Effizienzvorteilen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, den Aufbau, die Funktionsweise und die damit verbundenen strategischen Ziele eines Shared Service Centers fundiert zu erläutern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene Quellen und theoretische Konzepte (z.B. nach Wißkirchen, Lenz, Schimank/Strobl) zusammenführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung, die detaillierte Darstellung der Aufbauphasen eines SSC sowie die Analyse der verschiedenen Funktionstypen inklusive deren strategischer Bedeutung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Shared Service Center, Prozessstandardisierung, Kostenersparnis, Service Level Management und unternehmensinterne Supportprozesse.
Welche Rolle spielen Service Level Agreements (SLAs) für Shared Service Center?
SLAs dienen dazu, die gegenseitigen Rechte und Pflichten zwischen dem SSC und dem internen Kunden zu definieren, Prozesse kontrollierbar zu machen und Rechtssicherheit zu schaffen.
Welche Risiken werden bei der Implementierung von SSC thematisiert?
Die Arbeit identifiziert Risiken wie hohe Komplexität, lange Implementierungsdauer, mögliche Monotonie in den Arbeitsprozessen und potenzielle Fehlinvestitionen bei mangelhafter Umsetzung.
Warum spielt die geografische Entscheidung eine wichtige Rolle beim Aufbau?
Die geografische Wahl (national, regional oder kontinentübergreifend) beeinflusst maßgeblich die Unternehmensgröße, kulturelle Rahmenbedingungen sowie arbeitsrechtliche und sprachliche Faktoren.
Wie unterscheidet sich ein kostenorientiertes von einem wettbewerbsfähigen SSC?
Während ein kostenorientiertes SSC primär auf interne Kosteneinsparungen durch Skalenerträge fokussiert, agiert ein wettbewerbsfähiges SSC selbstständig und bietet seine Dienstleistungen aktiv weiteren Kunden am freien Markt an.
- Quote paper
- Alexandra Jaeger (Author), 2009, Aufbau und Funktionsweise eines Shared Service Centers, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155706