Die Schlagwörter „Störung“, „Notfall“ und „Krise“ sind alltägliche Begriffe im Managementbereich. Sie führen zu einer Geschäftsunterbrechung mit unterschiedlichem Ausmaß.
Störung bedeutet, dass der Produktionsprozess bzw. der Dienstleistungsprozess durch etwas gestört wird. Der Schaden hierbei ist gering und die Störung kann meist innerhalb eines Tages aufgehoben werden (Ohne Verfasser, ohne Erscheinungsdatum).
Von einem Notfall spricht man, wenn der Herstellungsprozess durch einen Schaden so weit eingeschränkt ist, dass er erst innerhalb einer Zeitspanne von ein paar Tagen beseitigt werden kann. Dies führt zu erheblichen Schäden am Unternehmen, da z. B. Lieferzeiten nicht eingehalten werden können. Dies führt zu einem Kundenverlust.
Schäden bei einem Notfall liegen aber noch nicht in einem relevanten Bereich, der zu einer Insolvenz führen könnte (Ohne Verfasser, ohne Erscheinungsjahr).
Bei einer Krise handelt es sich um eine Situation, die einmalig eintritt und nicht vorhersehbar ist. Durch die üblichen unternehmerischen Tätigkeiten ist eine Krise nicht zu beheben und es ist äußerst schwierig das Unternehmen, aber auch die Mitarbeiter, auf so einen „worst case“ vorzubereiten (Ohne Verfasser, ohne Erscheinungsjahr).
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition des Begriffes Norm
3. British Standard Institute
4. Der britische Standard „BS 25999“
5. Nutzen des BS 25999
6. Die ISO/DIS 3100 – Gemeinsamkeiten – Unterschiede
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den British Standard 25999 als maßgebliche Norm für das Business Continuity Management (BCM), um Unternehmen bei der Bewältigung von Krisen und Notfällen zu unterstützen und ihre Wettbewerbsfähigkeit durch zertifizierte Prozesssicherheit zu stärken.
- Grundlagen des Notfallmanagements und Definition des Normbegriffs
- Die Rolle und historische Entwicklung des British Standard Institute (BSI)
- Struktur, Implementierung und Lebenszyklus des BS 25999
- Nutzen und Wettbewerbsvorteile durch Zertifizierung nach BS 25999
- Vergleich zwischen BS 25999 und ISO/DIS 31000
Auszug aus dem Buch
4. Der britische Standard „BS 25999“
Der britische Standard 25999, der auch „Code of practice“ genannt wird, wurde von dem BSI im November 2006 veröffentlicht. Er bildet die Grundlage für das Notfallmanagement in Unternehmen. Die Fachbezeichnung für Notfallmanagement lautet „Business Continuity Management“, kurz BCM.
Der Standard 25999 dient als Grundstock zur Errichtung von BCM und unterstützt Unternehmen bei der Errichtung eines Systems hierfür (vgl. British Standard Institute, 2009).
Er ist in vier Phasen untergliedert (vgl. Timmler, ohne Erscheinungsjahr): Der Kern des Kreislaufes bildet das BCM-Programm bzw. das BCM-Programm-Management. Es ist der Ausgangspunkt für die Verteilung von Verantwortlichkeiten in Krisensituationen, aber auch für die generelle Implementierung eines Business Continuity Managment (vgl. Timmler, ohne Erscheinungsjahr).
Bei „Das Unternehmen verstehen“ beginnt der Kreislauf. In diesem Schritt wird eine Business Impact Analyse (BIA) vorgenommen. Das bedeutet, dass zunächst alle Geschäftsprozesse identifiziert und gesammelt werden. Anschließend werden die dafür benötigten Ressourcen ermittelt, wie z. B. Personal, Maschinen und Gebäude. Diese Ressourcen werden im Verhältnis zu dem benötigten Output aufgestellt und dies macht es möglich einen genauen Zeitplan für die Produktion oder die Dienstleistung zu erstellen. So lassen sich dann Ausfallzeiten bestimmten, ab denen ein Geschäftsprozess als kritisch einzustufen ist und es können mögliche Szenarien über die Auswirkung einer Geschäftsunterbrechung erstellt werden. Die Business Impact Analyse dient somit auch der Optimierung der Geschäftsprozesse, da sie aufzeigt, wie man die Ressourcen bestmöglich einsetzen kann, um den Unternehmenserfolg zu optimieren (vgl. Timmler, ohne Erscheinungsjahr).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung definiert grundlegende Begriffe wie Störung, Notfall und Krise und führt den British Standard 25999 als internationale Gegenmaßnahme ein.
2. Definition des Begriffes Norm: Dieses Kapitel differenziert zwischen der kulturell-ethischen Seite von Normen sowie der technischen und wirtschaftlichen Einordnung unterteilt in Rechtsnormen, technische Normen und Unternehmensethik.
3. British Standard Institute: Hier wird die Entstehung und Aufgabenstellung des BSI seit 1901 beleuchtet, einschließlich der Entwicklung des Qualitätsstandards BS 5750 als Vorläufer der ISO 9000.
4. Der britische Standard „BS 25999“: Das Kapitel erläutert den BCM-Kreislauf, die Phasen des Standard-Lebenszyklus sowie die Bedeutung von Business Impact Analysen und Notfallteams.
5. Nutzen des BS 25999: Diese Sektion verdeutlicht die Vorteile der Zertifizierung, insbesondere im Hinblick auf Prozesssicherheit, Vertrauensaufbau bei Stakeholdern und Wettbewerbsvorteile.
6. Die ISO/DIS 3100 – Gemeinsamkeiten – Unterschiede: Ein Vergleich des BS 25999 mit der ISO/DIS 31000 zeigt auf, wie beide Ansätze zur strukturierten Risikoanalyse und Prozessoptimierung beitragen.
7. Fazit: Das Fazit fasst den hohen Wert der Norm für Unternehmen zusammen und betont die geringen Risiken bei der Implementierung im Vergleich zur Chance einer nachhaltigen Existenzsicherung.
Schlüsselwörter
Business Continuity Management, BCM, BS 25999, Risikomanagement, Notfallmanagement, Zertifizierung, British Standard Institute, BSI, ISO 31000, Prozesssicherheit, Geschäftsprozesse, Business Impact Analyse, Krisenprävention, Unternehmensstabilität, Qualitätsstandard
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit befasst sich mit der britischen Norm BS 25999, die als Leitfaden für ein effektives Business Continuity Management dient, um Unternehmen auf Krisensituationen vorzubereiten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Ausarbeitung?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Normen, der Rolle des British Standard Institute, dem strukturellen Aufbau des Notfallmanagements nach BS 25999 sowie dem Vergleich mit internationalen Standards wie der ISO/DIS 31000.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen durch den Einsatz des BS 25999 ihre Geschäftsprozesse optimieren, Risiken minimieren und durch eine Zertifizierung Wettbewerbsvorteile erzielen können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Untersuchung publizierter Standards, Statistiken und Fachpublikationen zu Managementnormen und Risikomanagement.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des BSI, die detaillierte Beschreibung der vier Phasen des BCM-Kreislaufs nach BS 25999, die Analyse des Nutzens für Stakeholder und einen Vergleich mit der ISO/DIS 31000.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Business Continuity Management (BCM), BS 25999, Notfallmanagement, Risikomanagement sowie Prozessoptimierung und Zertifizierung.
Welche Rolle spielt die Business Impact Analyse (BIA) im BS 25999?
Die BIA ist der Ausgangspunkt im BCM-Kreislauf; sie dient der Identifikation kritischer Geschäftsprozesse und notwendiger Ressourcen, um im Falle einer Geschäftsunterbrechung gezielt reagieren zu können.
Warum wird die SAP AG in der Arbeit als Beispiel genannt?
Die SAP AG Walldorf wird als erstes deutsches Unternehmen angeführt, das sich nach dem Standard BS 25999:2 zertifizieren ließ, was die wachsende Bedeutung des Standards verdeutlicht.
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- Alexandra Jaeger (Autor), 2010, Die britische Norm BS 25999, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155708