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Mediation - Ein Modell zur friedlichen Konfliktlösung in Schulen

Titel: Mediation - Ein Modell zur friedlichen Konfliktlösung in Schulen

Essay , 2010 , 13 Seiten

Autor:in: Marcel Verkouter (Autor:in)

Didaktik - Politik, politische Bildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Einleitung
Der Mensch lebt in einer sozialen Gemeinschaft und ist auf sie angewiesen. In dieser Gemeinschaft kommt es zwangsläufig zu Konflikten, die auf Unvereinbarkeiten im Denken, Handeln und Fühlen beruhen. Diesen Aspekt der zwangsläufigen Konflikte im Zusammenleben der Menschen kann auch auf die Schule übertragen werden.
Grundsätzlich ist eine wachsende Gewaltbereitschaft unter den Jugendlichen, gerade in Schulen, zu beobachten. Die Häufigkeit von Beschimpfungen bis hin zu tätlichen Gewalttaten variiert dabei in den verschiedenen Altersgruppen und Schulformen. In vielen Fällen sind diese Verhaltensweisen bereits auf das Elternhaus zurückzuführen. Da allem Anschein nach den betroffenen Schülern die Fähigkeit zur friedlichen Konfliktlösung fehlt, muss die Schule an die Stelle treten und den Schülern angemessene Instrumente und Techniken zur friedlichen Konfliktlösung an die Hand geben. Eine dieser Techniken ist die Mediation. Ich werde in meiner Arbeit den Blick auf die Mediation in der Schule zur harmonischen bzw. friedlichen Konfliktlösung legen. Dazu werde ich zunächst auf die Geschichte der Mediation eingehen. Im weiteren Verlauf gehe ich auf die Grundprinzipien dieser Methode ein und werde darauf aufbauend die Schulmediation und ihre Durchführung, anhand ihrer charakteristischen Phasen, näher erläutern. Nach dieser Vorstellung des Phasenmodells soll dann anhand eines kritischen Fazits der Sinn der Schulmediation bewertend dargelegt werden.

2. Definition von Konflikten
Konflikte entstehen dann, wenn verschiedene Interessen aufeinander treffen. Von Konflikten wird dann gesprochen, wenn sich die Konfliktparteien durch feindseliges oder negatives Verhalten gegenseitig schädigen. Der Konflikte kann zwischen mehreren Parteien oder innerhalb einer Person geschehen.
Walter Neubauer weist den Konflikten z.B. drei Merkmale zu. Auseinandersetzungen müssen folgende Merkmale erfüllen, damit sie nach Neubauer als Konflikt bezeichnet werden können: das „Vorhandensein von mindestens zwei Konfliktparteien“, die „Unvereinbarkeit der Handlungstendenzen“ und die „Unvereinbarkeit des Verhaltens“.1
[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition von Konflikten

3. Geschichte der Mediation

4. Grundprinzipien der Mediation

5. Mediation in der Schule

5.1 Ziele und Grenzen

5.2 Phasen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Modell der Mediation als Instrument zur friedlichen Konfliktlösung im schulischen Kontext. Ziel ist es, den Nutzen und die methodische Umsetzung der Schulmediation kritisch zu hinterfragen und deren Potenziale zur Förderung sozialer Kompetenzen bei Schülern aufzuzeigen.

  • Grundlagen und Entstehungsgeschichte der Mediation
  • Die Mediation als strukturierter Prozess in der Schule
  • Phasenmodelle der Konfliktlösung
  • Chancen und Grenzen der schulinternen Mediation
  • Förderung der Konfliktfähigkeit und sozialen Kompetenz

Auszug aus dem Buch

3. Geschichte der Mediation

„Der Aufbau einer friedlichen Welt erfordert die Entwicklung und den weit verbreiteten Einsatz von effektiven Methoden, mit Konflikten umzugehen und sie zu lösen.“ Eine dieser Lösungsmethoden ist die Mediation. Der Begriff der „Mediation“ hat seinen Ursprung im lateinischen „mediare“, welches übersetzt „vermitteln“ bedeutet. Die Vermittlung zwischen den jeweiligen Streitparteien stellt gleichzeitig die wesentliche Aufgabe der Mediation dar. A. Marx schreibt z.B.: „Mediation ist eine Alternative zu gesellschaftlich etablierten Konfliktlösungsmechanismen, wie Urteilen und Schlichten und betont im Gegensatz zu diesen die Selbstbestimmung der Streitparteien. Mit Hilfe eines neutralen Dritten werden die Verhandlungen der Parteien erleichtert.“ Entstanden ist das Konzept in den 60er und 70er Jahren aus den Bürgerrechts- und Anti- Kriegs Bewegung in Amerika. Auf der einen Seite wollte man für die Streitigkeiten keine autoritäre Instanz einsetzen, die Entscheidungen trifft, ohne dass man auf diese Einfluss hätte und auf der anderen Seite fehlte das Vertrauen gegenüber den staatlichen Institutionen. Im Zuge dessen entstanden in den 70er Jahren die sog. „Community Mediation Centers“, in denen Mediatoren für sämtliche Bereiche, wie z.B. Nachbarschaftsstreitigkeiten, Familien-, Ehe-, und Scheidungskonflikten und bei Konflikten in Organisationen, Betrieben und am Arbeitsplatz, ausgebildet wurden. In Deutschland fand dieses Konzept der Mediation erst Mitte der 90er Jahre seine Anwendung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, begründet die Relevanz der Mediation angesichts zunehmender Gewaltbereitschaft an Schulen und skizziert das Vorgehen der Arbeit.

2. Definition von Konflikten: Das Kapitel erläutert, was einen Konflikt ausmacht, und stellt die Merkmale nach Walter Neubauer vor, um eine wissenschaftliche Basis für die Auseinandersetzung zu schaffen.

3. Geschichte der Mediation: Hier wird der historische Ursprung der Mediation von der Antike bis zu ihrer Etablierung in den 70er Jahren in Amerika und später in Deutschland nachgezeichnet.

4. Grundprinzipien der Mediation: Die zentralen Säulen der Mediation, wie Freiwilligkeit, Neutralität, Allparteilichkeit und Vertraulichkeit, werden detailliert definiert.

5. Mediation in der Schule: Dieses Kapitel erörtert die Besonderheiten der Schulmediation, die Bedeutung der Integration in den Schulalltag sowie die unterschiedlichen methodischen Ansätze.

5.1 Ziele und Grenzen: Die Ziele der Schulmediation, wie Win-Win-Situationen und Hilfe zur Selbsthilfe, werden ebenso thematisiert wie die strukturellen Grenzen der Anwendung.

5.2 Phasen: Der konkrete Ablauf einer Mediation wird anhand der sechs definierten Phasen, beginnend bei der Vorlaufphase bis zur Umsetzungsphase, Schritt für Schritt erklärt.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer abwägenden Bewertung der Mediation als pädagogisches Instrument, wobei sowohl die Vorteile als auch der hohe Zeitaufwand kritisch reflektiert werden.

Schlüsselwörter

Mediation, Schule, Konfliktlösung, Gewaltprävention, Schulmediation, Streitschlichtung, Kommunikation, soziale Kompetenz, Win-Win-Prinzip, Mediationstechnik, Mediationsphasen, Konfliktparteien, Friedenspädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Mediation als ein Modell zur friedlichen Konfliktlösung, speziell angewendet im schulischen Umfeld.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen der Mediation, deren historischer Entwicklung, den ethischen Grundprinzipien und der spezifischen Anwendung durch Phasenmodelle in der Schule.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Einsatz von Mediation an Schulen zu evaluieren, die Voraussetzungen für ein Gelingen zu benennen und den Nutzen für die soziale Kompetenz der Schüler aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Aufbereitung bestehender Konzepte der Schulmediation.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Definition von Konflikten, die Historie, die Prinzipien, die schulspezifische Implementierung und der detaillierte 6-Phasen-Ablauf analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Schulmediation, Konfliktlösung, Gewaltprävention, Neutralität und soziale Kompetenz.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Lehrer-Schüler-Konflikten und Schüler-Schüler-Konflikten wichtig?

Der Autor betont, dass bei Lehrer-Schüler-Konflikten das Machtungleichgewicht ein zentrales Hindernis darstellt, weshalb sich die Arbeit vorrangig auf Schüler-Schüler-Konflikte fokussiert.

Welche Rolle spielt der Mediator im Phasenmodell?

Der Mediator agiert als neutraler Prozessbegleiter, der die Kommunikation strukturiert, Spiegelungstechniken anwendet und für Fairness sorgt, ohne inhaltliche Urteile zu fällen.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Mediation - Ein Modell zur friedlichen Konfliktlösung in Schulen
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Demokratie lernen- als Aufgabe von Schule und politischer Bildung
Autor
Marcel Verkouter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
13
Katalognummer
V155730
ISBN (eBook)
9783640690046
ISBN (Buch)
9783640690299
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mediation Konfliktlösung Schulen friedlich Modell
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marcel Verkouter (Autor:in), 2010, Mediation - Ein Modell zur friedlichen Konfliktlösung in Schulen , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155730
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Leseprobe aus  13  Seiten
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