Was ist Charttechnik?
Unter Charttechnik versteht man die Analyse eines Kursverlaufs anhand
geeigneter Mittel1, um aus der Vergangenheit auf die Zukunft des betrachteten
Kurses schließen zu können.
In erster Linie versucht man, mit der Charttechnik Trends zu identifizieren. Da
es allgemein recht ungünstig ist, gegen den Trend zu handeln, ist es wichtig,
möglichst frühzeitig eine Trendumkehr zu erkennen (um aus einem Wert
rechtzeitig auszusteigen bzw. ein neues Engagement einzugehen).
Man unterscheidet zwischen Primärtrends (die über mehrere Monate und Jahre
laufen), Sekundärtrends (mehrere Wochen und Monate) und Tertiärtrends
(zwischen mehreren Stunden und wenigen Wochen).
Für die technische Analyse stehen vielfältige Werkzeuge zur Verfügung. Das
fängt bei einfachen Trendlinien an, führt weiter über Chartformationen und
führt schließlich zu Indikatoren, die mehr oder weniger erfolgreich versuchen,
die Zukunft durch mathematische (teilweise fast esoterische) Ansätze zu
ergründen.
Die meisten der genannten Hilfsmittel sind relativ leicht zu verstehen und
bringen auch ungeübten Interessenten einen gewissen Einblick gegenüber den
Anlegern, welche nur einer Empfehlung ihres Anlageberaters folgen.
Da die Charttechnik eher eine „Kunstform“ denn eine Wissenschaft
ist, darf man sich natürlich nicht alleine auf die Charttechnik
verlassen. Lässt man einen Chart von fünf Analysten untersuchen,
erhält man mindestens sechs Meinungen, von denen eventuell keine
einzige stimmt.
Die Charttechnik dient immer nur zur Kontrolle der eigenen Meinung.
Man sollte trotz Chartanalyse nie gegen seine eigene Überzeugung
handeln!
Im folgenden werde ich einen Überblick über den Sinn und die verschiedenen
Möglichkeiten der Technischen Chartanalyse geben. [...]
1 Siehe Kapitel 2
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Chartanalyse
2.1 Linienchart
2.2 Der Balkenchart / Barchart
2.3 Der Kerzenchart / Candlestick
2.4 Point&Figure
2.5 Trendanalyse
2.5.1 Trendkanäle und Einstiegskurse
2.5.2 Aber wann aussteigen?
2.5.3 Aufwärts und Abwärtstrendlinien
2.5.4 Widerstand und Unterstützung
2.5.5 Fächer
2.6 Formationsanalyse
2.6.1 Kopf – Schulter Analyse
2.6.2 M- und W- Formationen
2.6.3 Untertassen – Formationsanalyse
2.6.3 V – Formationsanalyse
2.6.4 Das Rechteck
2.6.5 Der Wimpel
2.6.6 Das Dreieck
2.6.8 Der Diamant
2.6.7 Gaps
2.7 Indikatorenanalyse
2.7.1 Trendfolgeindikatoren
2.7.2 Oszillatoren
2.7.3 Sentimentindikatoren
2.7.4 Trendintensitätsindikatoren
2.8 Der Pivot - Point
2.9 Die Elliot Wave Theorie
3 Auswirkungen der Technischen Chartanalyse
3.1 Stock Screener
3.2 Probleme von Mechanischen Handelssystemen
3.3 Voraussagen
3.3.1 Bankok Bank F
3.2.2 Fuel tech
3.2.3 SAP
4 Abschluss und Fazit
4.1 Abschlussgeschichte
4.2 Fazit
5 Glossar
5.1 Die Börse
5.2 Börsen-Arten
5.2.1 Wertpapierbörse
5.2.2 Devisenbörse
5.2.3 Warenbörse
5.3 Wertpapier-Arten
5.3.1 Aktien
5.3.2 Optionsscheine / Warrants
5.3.3 Investmentfonds
5.4 Allgemeine Begriffe und Ausdrücke
6 Register
6.1 Sachregister
6.2 Quellen- und Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Nutzen und die Grenzen der technischen Chartanalyse als Prognoseinstrument für die Entwicklung von Aktienkursen. Dabei wird analysiert, inwieweit historische Kursverläufe verlässliche Aussagen über zukünftige Marktbewegungen zulassen oder ob sie lediglich der Vergangenheitsbehandlung dienen.
- Grundlagen der Chartanalyse und verschiedene Charttypen (Linien-, Balken-, Kerzencharts, Point&Figure).
- Methoden der Trend- und Formationsanalyse inklusive Widerstands- und Unterstützungszonen.
- Einsatz von Indikatoren wie MACD, Oszillatoren und Sentiment-Indikatoren zur Markteinschätzung.
- Kritische Beleuchtung von Stock Screenern und mechanischen Handelssystemen.
- Einfluss von Börsenstrukturen und Wertpapierarten auf die Anlagestrategie.
Auszug aus dem Buch
Was ist Charttechnik?
Unter Charttechnik versteht man die Analyse eines Kursverlaufs anhand geeigneter Mittel, um aus der Vergangenheit auf die Zukunft des betrachteten Kurses schließen zu können.
In erster Linie versucht man, mit der Charttechnik Trends zu identifizieren. Da es allgemein recht ungünstig ist, gegen den Trend zu handeln, ist es wichtig, möglichst frühzeitig eine Trendumkehr zu erkennen (um aus einem Wert rechtzeitig auszusteigen bzw. ein neues Engagement einzugehen).
Man unterscheidet zwischen Primärtrends (die über mehrere Monate und Jahre laufen), Sekundärtrends (mehrere Wochen und Monate) und Tertiärtrends (zwischen mehreren Stunden und wenigen Wochen).
Für die technische Analyse stehen vielfältige Werkzeuge zur Verfügung. Das fängt bei einfachen Trendlinien an, führt weiter über Chartformationen und führt schließlich zu Indikatoren, die mehr oder weniger erfolgreich versuchen, die Zukunft durch mathematische (teilweise fast esoterische) Ansätze zu ergründen.
Die meisten der genannten Hilfsmittel sind relativ leicht zu verstehen und bringen auch ungeübten Interessenten einen gewissen Einblick gegenüber den Anlegern, welche nur einer Empfehlung ihres Anlageberaters folgen.
Da die Charttechnik eher eine „Kunstform“ denn eine Wissenschaft ist, darf man sich natürlich nicht alleine auf die Charttechnik verlassen. Lässt man einen Chart von fünf Analysten untersuchen, erhält man mindestens sechs Meinungen, von denen eventuell keine einzige stimmt.
Die Charttechnik dient immer nur zur Kontrolle der eigenen Meinung. Man sollte trotz Chartanalyse nie gegen seine eigene Überzeugung handeln!
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Definiert die Charttechnik als Werkzeug zur Identifikation von Trends und betont ihre Rolle als ergänzende Kontrollinstanz für eigene Handelsentscheidungen.
2 Chartanalyse: Detaillierte Vorstellung verschiedener charttechnischer Methoden, von Basis-Charttypen bis hin zu komplexen Indikatoren und Formationen.
3 Auswirkungen der Technischen Chartanalyse: Kritische Analyse der praktischen Anwendung, insbesondere durch automatisierte Handelssysteme, und Prüfung von Kursprognosen in der Praxis.
4 Abschluss und Fazit: Reflektiert die Wirksamkeit der Chartanalyse im dynamischen Marktumfeld und schließt mit einer Fabel zur Börsenpsychologie.
5 Glossar: Erläutert grundlegende Begriffe des Börsenwesens, verschiedene Börsenarten und Wertpapierklassen.
6 Register: Bietet ein systematisches Sachregister sowie ein Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.
Schlüsselwörter
Chartanalyse, Trendanalyse, Chartformationen, Indikatoren, MACD, Stop-Loss, Aktien, Börse, Handelsvolumen, Trendwende, Marktpsychologie, Technische Analyse, Prognoseinstrument.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der technischen Chartanalyse als Methode, um zukünftige Aktienkursentwicklungen basierend auf historischen Daten vorherzusagen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Felder umfassen Trendanalyse, Formationsanalyse, den Einsatz mathematischer Indikatoren sowie die kritische Betrachtung von Handelssystemen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist zu ergründen, ob die Charttechnik ein echtes Prognoseinstrument darstellt oder ob sie eher als subjektive Vergangenheitsbetrachtung zu werten ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und den Vergleich theoretischer charttechnischer Konzepte mit tatsächlichen Kursverläufen anhand von Fallbeispielen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung charttechnischer Werkzeuge, Indikatoren, die Elliot-Wave-Theorie sowie eine Untersuchung der Auswirkungen durch automatisierte Tools.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Chartanalyse, Trendumkehr, Indikatoren, Marktpsychologie, Formationen und Börsenmechanik.
Wie bewertet der Autor die Zuverlässigkeit von Chart-Prognosen?
Der Autor stuft die Charttechnik eher als "Kunstform" ein und warnt davor, sich blind auf Indikatoren zu verlassen, da diese keine hundertprozentige Treffsicherheit garantieren.
Welche Bedeutung haben die in der Arbeit aufgeführten Praxisbeispiele?
Die Beispiele wie Bankok Bank F oder SAP dienen als Nachweis dafür, dass Prognosen von Analysten oft nicht eintreten und die Dynamik der Märkte komplexe oder lineare Vorhersagen erschwert.
- Quote paper
- Diplom Kaufmann (FH) Christian Quickert (Author), 2003, Technische Chartanalyse - Prognoseinstrument oder nur Vergangenheitsbehandlung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15584