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Konkurrenzen im Strafrecht

Eine Übersicht

Title: Konkurrenzen im Strafrecht

Elaboration , 2025 , 33 Pages

Autor:in: Wolfgang Neuefeind (Author)

Law - Penology
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Das Zusammentreffen mehrerer Straftaten in einer Person ist Gegenstand der Konkurrenzlehre. Die Konkurrenzen müssen im Strafurteil bezeichnet werden. Die zutreffende Anwendung der Konkurrenzregeln kann für den Bestand eines Straferkenntnisses in der Rechtsmittelinstanz von Bedeutung sein. Das Grundgerüst der Konkurrenzverhältnisse bildet die Unterscheidung zwischen Handlungseinheit und Handlungsmehrheit. Die vorliegende Ausarbeitung soll ein Grundverständnis für diesen Tel des angewandten Strafrechts vermitteln.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. KONKURRENZBEGRIFF

B. KONKURRENZVERHÄLTNISSE

I. Handlungseinheit

1. Tatbestandliche Handlungseinheit

2. Natürliche Handlungseinheit

3. Rechtliche Handlungseinheit

4. Organisationsdelikte

5. Klammerwirkung

II. Handlungsmehrheit

III. Konkurrenzformen

1. Tateinheit

2. Tatmehrheit

C. UNECHTE KONKURRENZ (GESETZESEINHEIT)

I. Handlungseinheit

1. Spezialität

2. Subsidiarität

3. Konsumtion

4. Beispiele

II. Handlungsmehrheit

1. Mitbestrafte Vortat

a) Subsidiarität

b) Konsumtion

2. Mitbestrafte Nachtat

D. EXKURS: DREI ENTSCHEIDUNGSREGELN

I. Zweifelssatz (in dubio pro reo)

II. Wahlfeststellung

III. Postpendenz/Präpendenz

E. KONKURRENZEN UND STRAFZUMESSUNG

I. Tateinheit

1. Gleichartige Tateinheit

2. Ungleichartige Tateinheit

II. Tatmehrheit

III. Gesetzeseinheit

F. KONKURRENZEN UND STRAFKLAGEVERBRAUCH

I. Rechtskraft

II. Strafklageverbrauch

III. Konkurrenzen

1. Tateinheit/Tatmehrheit

2. Dauerdelikt

3. Organisationsdelikte

4. Wahldeutige Anklage

5. Mitbestrafte Vortat/Nachtat

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit vermittelt ein strukturiertes Grundverständnis für die komplexe Lehre von den Konkurrenzen im Strafrecht. Sie erläutert die dogmatischen Grundlagen, die Abgrenzung von Handlungs- und Gesetzeskonkurrenzen sowie deren Auswirkungen auf die Strafzumessung und den Strafklageverbrauch im Strafverfahren.

  • Systematik der Handlungseinheit und Handlungsmehrheit
  • Abgrenzung von echter und uneichter Konkurrenz
  • Entscheidungsregeln bei Unklarheiten (Zweifelssatz, Wahlfeststellung)
  • Bedeutung der Konkurrenzen für die Strafzumessung
  • Verschränkung von materiellrechtlichen Konkurrenzen und prozessualem Strafklageverbrauch

Auszug aus dem Buch

1. Tatbestandliche Handlungseinheit

Diese Erscheinungsform liegt vor, wenn mehrere Betätigungsakte zu einer einheitlichen Tatbestandsverwirklichung verbunden sind (Kindhäuser/Hilgendorf, Vor §§ 52–55 Rn. 17, 25; Bauerkamp/Chastenier ZJS 2020, 347, 351) – Bspe sind: Dauerdelikte (wie die §§ 123, 129, 248b, 239 und 316 StGB), zusammengesetzte Delikte (wie die §§ 177 und 249 StGB) und mehrakteige Delikte (wie etwa der Tatbestand des § 277 StGB).

Zusammenfassung der Kapitel

A. KONKURRENZBEGRIFF: Führt in die Grundlagen ein und hebt hervor, dass die Konkurrenzlehre für die richtige Strafenbildung im Erwachsenenstrafrecht von zentraler Bedeutung ist.

B. KONKURRENZVERHÄLTNISSE: Detaillierte Darstellung der Unterscheidung zwischen Handlungs- und Handlungseinheit sowie der verschiedenen Formen wie Tateinheit und Tatmehrheit.

C. UNECHTE KONKURRENZ (GESETZESEINHEIT): Erläutert Fälle, in denen trotz Erfüllung mehrerer Gesetze nur eines angewendet wird, unterteilt in Spezialität, Subsidiarität und Konsumtion.

D. EXKURS: DREI ENTSCHEIDUNGSREGELN: Behandelt prozessuale und materielle Lösungsansätze wie den Zweifelssatz, die Wahlfeststellung und die Postpendenz/Präpendenz-Feststellung.

E. KONKURRENZEN UND STRAFZUMESSUNG: Zeigt auf, wie die Konkurrenzform den für die konkrete Straffindung maßgeblichen Strafrahmen bestimmt.

F. KONKURRENZEN UND STRAFKLAGEVERBRAUCH: Analysiert die prozessuale Bedeutung der materiellrechtlichen Konkurrenzen für die Rechtskraft und das Verbot der Mehrfachbestrafung.

Schlüsselwörter

Konkurrenzverhältnisse, Strafrecht, Tateinheit, Tatmehrheit, Handlungseinheit, Gesetzeseinheit, Strafzumessung, Strafklageverbrauch, Wahlfeststellung, Zweifelssatz, Spezialität, Subsidiarität, Konsumtion, Organisationsdelikte, Rechtskraft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine systematische Übersicht über die Lehre von den Konkurrenzen im deutschen Strafrecht, die regelt, wie bei Zusammentreffen mehrerer Gesetzverletzungen zu verfahren ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition von Handlungseinheit und Handlungsmehrheit, die Abgrenzung von unechter Konkurrenz sowie die Auswirkungen dieser Verhältnisse auf das Strafurteil und den Strafklageverbrauch.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es geht um die Frage, wie ein Täter korrekt zu bestrafen ist, wenn sein Verhalten mehrere strafrechtliche Tatbestände erfüllt, und wie dies prozessual unter Berücksichtigung des Strafklageverbrauchs abzubilden ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Ausarbeitung basiert auf einer dogmatischen Aufbereitung des geltenden Strafrechts sowie der einschlägigen Rechtsprechung (insbesondere BGH) und Kommentarliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Konkurrenzverhältnisse, die Einteilung in echte und unechte Konkurrenz, spezielle prozessuale Entscheidungsregeln und die Verknüpfung mit Strafzumessung und Strafklageverbrauch.

Wodurch lässt sich die Arbeit in Schlüsselwörtern charakterisieren?

Die wichtigsten Stichworte sind Konkurrenzverhältnisse, Tateinheit, Tatmehrheit, Gesetzeseinheit, Strafzumessung, Wahlfeststellung und Strafklageverbrauch.

Was ist der Unterschied zwischen der mitbestraften Vor- und Nachtat?

Die mitbestrafte Vortat ist eine Vorbereitungshandlung oder ein Versuch, der im Unrechtsgehalt der vollendeten Tat aufgeht. Die mitbestrafte Nachtat ist eine selbständige Straftat nach vollendetem Hauptdelikt, die der Verwertung oder Sicherung dient und ebenfalls nicht mehr gesondert geahndet wird.

Warum ist die Wahlfeststellung für die Strafrechtspraxis relevant?

Sie dient der Vermeidung ungerechter Freisprüche, wenn zwar feststeht, dass der Angeklagte einen von verschiedenen Straftatbeständen erfüllt hat, aber aufgrund von Beweisschwierigkeiten nicht sicher geklärt werden kann, welchen genau.

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Details

Title
Konkurrenzen im Strafrecht
Subtitle
Eine Übersicht
Author
Wolfgang Neuefeind (Author)
Publication Year
2025
Pages
33
Catalog Number
V1558558
ISBN (eBook)
9783389115565
ISBN (Book)
9783389115572
Language
German
Tags
Handlungseinheit Handlungsmehrheit Tateinheit Tatmehrheit Gesetzeseinheit Mitbestrafte Nachtat/Vortat
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Wolfgang Neuefeind (Author), 2025, Konkurrenzen im Strafrecht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1558558
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