Die Herstellung von Produkten hat sich in den vergangenen Jahrhunderten rasant verändert und weiterentwickelt. Heute ist es möglich die Produktion, sowohl in großen als auch in kleineren Betrieben, immer weiter zu automatisieren. Bietet diese fortschreitende Automatisierung für kleinere und mittlere Unternehmen auch neue Möglichkeiten ihre Produktivität zu steigern und so weiter wettbewerbsfähig zu bleiben? Betroffen von den Veränderungen in der Produktion sind auch die Mitarbeiter des produzierenden Gewerbes und deren Existenzen, für sie kann dieser Fortschritt sowohl als Chance oder als Problem existieren. Neue Methoden bedeuten aber auch neue Möglichkeiten und Herausforderungen in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Können hier eventuell neue Techniken wie der 3D-Druck Vorreiter sein? Einen Überblick der sich daraus ergebenden Folgen für die Firmen und deren Umfeld werden im Folgenden erörtert.
Die Methoden und Möglichkeiten zur Produktion und Verarbeitung von Gegenständen entwickelt sich mit der Menschheit mit. Früher war es üblich mit der Hilfe von Werkzeug einzelne Dinge herzustellen. Die erste Maschine mit größerer Effizienz wurde 1764 in England zur Spinnerei eingesetzt. Später arbeiteten Menschen erstmals im Takt der Maschine am Fließband. Bei der Produktion von Rotorblättern für die US Luftwaffe, wurden erstmals Teile von einer von einem Lochkartencomputer gesteuerten Maschine gefertigt. Mit der Verbreitung des Mikroprozessors in den 1970ern konnte nun sowohl computergesteuert designt (CAD = computer aided design) als auch, die durch CAD entstanden Konstruktionen, von einer computergesteuerten Maschine (CNC = computerized numerical control) automatisiert produziert werden.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Automatisierung in großen Betrieben
Soziale Veränderungen durch die Automatisierung
3D-Druck als Chance für die Umwelt?
Wettbewerbsstärkung mit Hilfe der 3D-Drucktechnik
Risiken in der Produktionsautomatisierung
Schlussfolgerung
Zielsetzung und Themen der Seminararbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der fortschreitenden Automatisierung auf die moderne Arbeitswelt. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob die Automatisierung insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen neue Chancen zur Produktivitätssteigerung und Wettbewerbsfähigkeit bietet oder ob sie primär existenzielle Risiken für Arbeitnehmer birgt.
- Veränderung von Berufsbildern durch Digitalisierung und Robotik
- Einfluss moderner Assistenzsysteme auf Montageprozesse
- Umweltethische Aspekte und Nachhaltigkeit der 3D-Drucktechnik
- Stärkung der Marktposition kleiner Unternehmen durch additive Fertigung
- Gefahren wie Cyberattacken und struktureller Jobverlust
Auszug aus dem Buch
Wettbewerbsstärkung mit Hilfe der 3D-Drucktechnik
Die neuen Automatisierungsmöglichkeiten in der Produktion können für kleine und mittelständige Unternehmen eine große Chance bieten, mit den Marktgiganten konkurrenzfähig zu bleiben. So kann durch neue innovative Fertigungsmaschinen, wie zum Beispiel den 3D Druck, der Wettbewerb zwischen großen und kleinen Unternehmen fairer gestaltet werden. Jetzt schon und in der nahen Zukunft werden immer mehr und billigere Modelle von 3D Druckern produziert. Das kann den kleinen und mittelständigen Unternehmen große Chancen bieten.
Der 3D Drucker ermöglicht es, mit CAD Programmen verschiedenste Gegenstände zu entwickeln. Ganz egal wie kompliziert die Gegenstände sind, können nun die Produkte in einem Arbeitsschritt am PC erstellt und später ausgedruckt werden. Dies spart im Vergleich zu alten Verfahren viel Zeit. Da der 3D Drucker nur das druckt, was im CAD Programm erstellt worden ist, fallen keine Abfallmaterialien an. So bietet das einen erheblichen Vorteil gegenüber alten Produktionsverfahren. Die 3D-Drucktechnik bietet für die Unternehmen den Vorteil, dass sie keine großen Hallen für mehrere Fertigungsmaschinen anmieten oder sogar kaufen müssen. Sie können einfach ihre Produkte mit einer Maschine herstellen. Zudem müssen sie nicht die ganzen Einzelteile lagern, sondern Speichern die CAD Modelle der Produkte einfach auf ihren Rechnern. Oftmals haben normalgroße Geschäfte durch ihre eingeschränkte Produktvielfalt, keine Chance gegen Online-Versandhändler, wie Amazon oder im asiatischen Bereich Alibaba. Doch da sie sich mit dem 3D Drucker flexibler auf die Nachfrage ihrer vertrauten Kunden und auf spezielle Kundenwünsche anpassen können, kann der 3D Drucker in Zukunft, den kurz vor dem aussterben stehenden Geschäften in den Innenstädten, eine neue verbesserte Wettbewerbsfähigkeit ermöglichen. (Feldmann, 2016)
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Dieses Kapitel führt in die historische Entwicklung der Produktion ein und stellt die zentrale Fragestellung hinsichtlich der Chancen und Risiken der Automatisierung auf.
Automatisierung in großen Betrieben: Hier werden technologische Neuerungen wie Assistenzsysteme in der Montage erläutert und deren Auswirkungen auf Arbeitsabläufe sowie die Qualifikationsanforderungen an Mitarbeiter analysiert.
Soziale Veränderungen durch die Automatisierung: Das Kapitel beleuchtet die sozioökonomischen Folgen, insbesondere die Belastung der Beschäftigten und das Risiko des Wegfalls von Arbeitsplätzen durch den technologischen Wandel.
3D-Druck als Chance für die Umwelt?: Es wird diskutiert, inwiefern die 3D-Druck-Technik durch Ressourcen- und Materialeinsparung zur ökologischen Nachhaltigkeit beitragen kann.
Wettbewerbsstärkung mit Hilfe der 3D-Drucktechnik: Dieser Abschnitt analysiert das Potenzial der generativen Fertigung, um insbesondere kleineren Unternehmen neue Marktchancen und flexiblere Produktionsmöglichkeiten zu eröffnen.
Risiken in der Produktionsautomatisierung: Es werden die Gefahren von Cyberkriminalität, der Diebstahl digitaler Konstruktionsdaten sowie die problematischen Auswirkungen auf niedrig qualifizierte Arbeitskräfte behandelt.
Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und plädiert dafür, Automatisierung als notwendige, gestaltbare Chance für den Industriestandort Deutschland zu begreifen.
Schlüsselwörter
Automatisierung, Industrie 4.0, 3D-Druck, additive Fertigung, Arbeitsmarkt, Wettbewerbsfähigkeit, Digitalisierung, Assistenzsysteme, Nachhaltigkeit, Qualifikation, Umweltschutz, Cyberattacken, Produktion, Strukturwandel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen, Potenziale und Gefahren, die mit der fortschreitenden Automatisierung in der Produktion für Unternehmen und Arbeitnehmer einhergehen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung neuer Produktionsmethoden (3D-Druck), der Veränderung von Anforderungsprofilen im Beruf und den sozioökonomischen Konsequenzen dieses technologischen Wandels.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Automatisierung als Chance verstanden werden kann, um Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, während gleichzeitig gesellschaftliche Herausforderungen wie Qualifizierung und Arbeitsplatzsicherheit adressiert werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die aktuelle Studien und Fachliteratur zur Industrie 4.0 auswertet, um eine qualitative Einordnung der Automatisierungsvor- und nachteile vorzunehmen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in technologische Analysen zu Assistenzsystemen und 3D-Druck sowie in sozioökonomische Untersuchungen zu den Auswirkungen auf Mitarbeiter, Umwelt und Produktionssicherheit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Die Arbeit lässt sich primär mit Begriffen wie Automatisierung, Additive Fertigung, Arbeitsmarkt, Industrie 4.0 und Wettbewerbsfähigkeit beschreiben.
Wie verändert der 3D-Druck laut der Arbeit das Wettbewerbsgefüge?
Er ermöglicht es kleinen Unternehmen, ihre Abhängigkeit von Großserien und externen Lagern zu verringern, da sie flexibler und bedarfsgerechter produzieren können als bisher.
Welche spezifischen Risiken werden im Bereich der Datensicherheit genannt?
Die Arbeit identifiziert Cyberattacken als kritisches Risiko, da durch den Zugriff auf CAD-Modelldaten nicht nur der Produktionsprozess manipuliert, sondern auch illegaler Produktnachbau ermöglicht werden kann.
Wie bewertet der Autor die Rolle der Politik?
Die Politik wird als zentraler Akteur gesehen, der durch die Förderung von Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen den sozialen Strukturwandel und die Beschäftigungssicherung aktiv unterstützen muss.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2018, Erfolgschancen und Gefahren der Automatisierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1558579