Durch die Ergebnisse der erstmaligen PISA Studie im Jahre 2001, kam man zu der Erkenntnis, dass das deutsche Bildungssystem Schwächen aufweist, wodurch spezifische Gruppen wie Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund, Behinderungen und Mädchen schulische Benachteiligung erfahren.
In der vorliegenden Hausarbeit werden die „Benachteiligungen von Schülerinnen und Schüler im deutschen Schulsystem“ thematisiert. Dafür werden im ersten Kapitel die relevanten Begriffe, auf welche sich diese Hausarbeit bezieht, erläutert und anhand von Beispielen veranschaulicht. Im darauffolgenden Kapitel werden häufig vorkommende Benachteiligungsformen, die zur schulischen und sozialen Benachteiligung führen untersucht. Dabei wird der Fokus auf die einzelnen Gruppen individuell gelegt, um nachvollziehen zu können, inwiefern sie schulisch und sozial benachteiligt werden und welche Auswirkungen, diese auf ihr zukünftiges Leben haben können. Das letzte Kapitel bezieht sich auf Prävention von schulischer und sozialer Benachteiligung. Dabei wird der Fokus auf das Lehrpersonal gelegt, wobei die Fortbildungsmöglichkeiten für Lehrerinnen und Lehrer vom Schulministerium NRW untersucht werden. Anschließend werden die Kompetenzen, welche durch die Fortbildung erlangt werden können, auf Umsetzbarkeit in der Praxis, in Bezug auf den Bildungs- und Erziehungsauftrag geprüft. Letztlich wird die Hausarbeit mit einem Fazit abgeschlossen.
Ziel der Hausarbeit ist es herauszufinden, welche Folgen schulische und soziale Benachteiligungen mit sich ziehen und wie sich diese auf die Persönlichkeitsentfaltung, der sozialen Teilhabe an der Gesellschaft und der sozialen Mobilität ausüben.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Begriffsklärungen
1.1 Soziale Benachteiligung
1.2 Migrationshintergrund
1.3 Behinderung
1.4 Geschlechterrollen
2. Formen von Benachteiligungen
2.1 Sprachbarriere
2.2 Soziale Ungleichheit
2.3 Vorurteile
3. Vorbeugung und Verhinderung der schulischen Benachteiligungen
3.1 Benachteiligungsverhinderung durch Fortbildungsmaßnahmen der Lehrerinnen und Lehrer
3.2 Benachteiligungsverhinderung Bildung und Erziehung
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Benachteiligungen von Schülerinnen und Schülern im deutschen Schulsystem mit dem Ziel, deren Folgen für die Persönlichkeitsentfaltung, die soziale Teilhabe und die berufliche Zukunft aufzuzeigen. Dabei wird analysiert, wie strukturelle und soziale Faktoren, wie zum Beispiel Migrationshintergrund, Behinderung oder Geschlechterrollen, zu systematischer Ungleichbehandlung führen und welche präventiven Maßnahmen durch das Lehrpersonal ergriffen werden können.
- Analyse relevanter Fachbegriffe (Soziale Benachteiligung, Migrationshintergrund, Behinderung, Geschlechterrollen)
- Untersuchung von Benachteiligungsformen wie Sprachbarrieren, soziale Ungleichheit und Vorurteile
- Exploration der Auswirkungen von institutioneller Diskriminierung auf den Schulerfolg
- Darstellung von Präventionsstrategien durch Fortbildungen und inklusive Pädagogik
- Reflexion der Rolle des Lehrpersonals bei der Chancengleichheit
Auszug aus dem Buch
1.1 Soziale Benachteiligung
Die Bezeichnung „soziale Benachteiligung“ meint einen niedrigen Sozialstatus aufgrund des nicht vorhanden seins finanzieller Mittel (vgl. Peter, 2007-2017). Dies lässt sich anhand von Personen oder Gruppen veranschaulichen, die wegen einer misslichen finanziellen Lage mit einer niedrigen Statusposition innerhalb der Gesellschaft positioniert sind. Dadurch kann der Erwerb von materiellen Gütern, welche zur Steigerung des Wohlstandes innerhalb der Gesellschaft führen können, beschränkt werden oder kaum stattfinden. Sogar der Zugang zu lebensnotwendigen Existenzgütern kann aufgrund von fehlenden liquiden Mitteln massiv eingeschränkt sein. Dies ist ebenfalls der hauptsächliche Grund für fehlende Teilhabe am sozialen Leben (vgl. ebd.). Denn oft können die Kosten für Freizeitaktivitäten wie z.B. einem Kinobesuch, welcher Zugang zur sozialen Gesellschaft vermitteln, nicht getragen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Es wird die Problemstellung der schulischen Benachteiligung vor dem Hintergrund der PISA-Studie skizziert und der Ablauf der Hausarbeit dargelegt.
1. Begriffsklärungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Termini wie soziale Benachteiligung, Migrationshintergrund, Behinderung und Geschlechterrollen, um eine theoretische Basis für die Analyse zu schaffen.
2. Formen von Benachteiligungen: Hier werden die Mechanismen von Sprachbarrieren, sozialer Ungleichheit und Vorurteilen untersucht, die zu institutioneller Diskriminierung im Schulalltag führen.
3. Vorbeugung und Verhinderung der schulischen Benachteiligungen: Das Kapitel befasst sich mit pädagogischen und strukturellen Interventionsmöglichkeiten, insbesondere durch Lehrerfortbildungen und Inklusionsansätze.
4. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, wonach institutionelle Benachteiligungen durch mangelnde Förderung und Vorurteile langfristig die soziale Mobilität und Teilhabenschancen mindern.
Schlüsselwörter
Schulische Benachteiligung, Soziale Ungleichheit, Migrationshintergrund, Inklusion, Sprachförderung, Geschlechterrollen, institutionelle Diskriminierung, Bildungsbenachteiligung, Vorurteile, Lehrerprofessionalisierung, Chancengleichheit, soziale Teilhabe, Stereotype, Sonderpädagogik, Schulsystem.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert die Benachteiligungen verschiedener Gruppen von Schülerinnen und Schülern innerhalb des deutschen Schulsystems und untersucht deren Ursachen und Auswirkungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernbereichen zählen Sprachbarrieren, soziale Ungleichheit, die Auswirkungen von Vorurteilen sowie Strategien zur Prävention durch die Lehrerschaft.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist herauszufinden, welche Folgen sich aus schulischen Benachteiligungen für die Persönlichkeitsentwicklung, die gesellschaftliche Teilhabe und die soziale Mobilität der betroffenen Schülerinnen und Schüler ergeben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit ist als eine theoretische Auseinandersetzung konzipiert, die auf einer Literaturanalyse aktueller Studien und Fachbegriffsdefinitionen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Fundierung, eine Analyse der konkreten Benachteiligungsformen und eine Untersuchung präventiver Ansätze im Bildungswesen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Inklusion, soziale Benachteiligung, Migrationshintergrund, institutionelle Diskriminierung und Sprachförderung.
Wie beeinflussen Sprachbarrieren den Bildungsalltag laut der Autorin?
Sprachbarrieren führen laut der Arbeit oft zu mangelndem Kompetenzerwerb, was wiederum dazu führen kann, dass Schülerinnen und Schüler fälschlicherweise auf Förderschulen versetzt werden und wichtige berufliche Chancen verlieren.
Welche Rolle spielen Geschlechterstereotype bei der Bewertung durch Lehrkräfte?
Die Arbeit verdeutlicht, dass Mädchen trotz oft guter schulischer Leistungen in MINT-Fächern von Lehrkräften tendenziell schwächer bewertet werden und zudem mit gesellschaftlichen Erwartungen kämpfen, die ihre berufliche Karriere erschweren.
- Arbeit zitieren
- Amanda Maljici (Autor:in), 2017, Benachteiligungen von Schülerinnen und Schülern im deutschen Schulsystem, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1558621