Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Philosophy - Miscellaneous

Bevorzugte Anstellung von Philosophinnen und moralische Zulässigkeit

Title: Bevorzugte Anstellung von Philosophinnen und moralische Zulässigkeit

Term Paper , 2021 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Amanda Maljici (Author)

Philosophy - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Hausarbeit „Bevorzugte Anstellung von Philosophinnen und moralische Zulässigkeit“ untersucht die Frage, ob die gezielte Förderung von Frauen in der akademischen Philosophie ethisch gerechtfertigt ist. Dazu werden Konzepte wie Chancengleichheit, Gleichberechtigung und Diskriminierung erläutert und die Ursachen für die Unterrepräsentation von Frauen in diesem Bereich analysiert. Insbesondere geht die Arbeit auf implizite Vorurteile, stereotype Bedrohung (Stereotype Threat) und strukturelle Barrieren ein. Abschließend wird argumentiert, dass eine bevorzugte Anstellung von Frauen nicht nur moralisch zulässig, sondern notwendig ist, um bestehende Ungleichheiten abzubauen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Begriffserklärungen

1.1 Chancengleichheit

1.2 Gleichberechtigung

1.3 Diskriminierung

1.4 Stereotyp Threat

1.5 Konsequentialismus

2. Benachteiligung der Frau in der akademischen Philosophie

2.1 Prototypische Philosophie

2.2 Implizite Vorurteile

2.3 Stereotyp Threat

3. Prävention von Benachteiligung der Frau in der akademischen Philosophie

3.1 Praxis Bevorzugter Anstellung

3.2 Proargumente für Quotierung als positive Förderungsmaßnahme

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die moralische Zulässigkeit der bevorzugten Anstellung von Frauen in der akademischen Philosophie. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage geklärt, ob die Praxis der Quotenregelung unter Berücksichtigung der konsequentialistischen Ethik sowie der Prinzipien von Chancengleichheit und Gleichberechtigung als moralisch legitim einzustufen ist.

  • Analyse diskriminierender Strukturen in der akademischen Philosophie
  • Untersuchung des Konzepts der "prototypischen Philosophie" und männlich geprägter Rollenbilder
  • Psychologische Aspekte der Benachteiligung wie "Stereotype Threat" und implizite Vorurteile
  • Evaluation der Praxis bevorzugter Anstellung als Maßnahme zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit
  • Diskussion über die moralische Rechtfertigung von Quoten zur Reduzierung struktureller Diskriminierung

Auszug aus dem Buch

2.1 Prototypische Philosophie

In Deutschland liegt ein ausgeprägtes Gender-Gap vor, welcher verdeutlicht, dass Frauen, sprich Personen, welche sich mit dem gesellschaftlich geprägten Bild und Rolle der Frau identifizieren können, weniger vertreten sind als Männer. Obwohl im Jahr 2016 ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis zwischen studierenden bestand, promovierten nur 32,3% dieser Frauen erfolgreich und belegten letztlich nur 22% der Philosophieprofessuren. Zurückführen lässt sich dies auf „dem ungünstigen Zusammentreffen sich gegenseitig verstärkender Faktoren, die insgesamt zu einer Benachteiligung von Frauen führen“ (Klonschinski, 2018).

Philosophie Geschichte wird von Männern dominiert, was sich auch auf die Auswahl der klassischen Texte, welche im Studium bearbeitet werden, auswirkt und schließlich unsere typischen Bilder von Philosophen bzw. der Philosophie prägt. Außerdem weist die moderne akademische Philosophie weitere männliche Charakteristika auf, die einen männlichen Genderstereotypen, bezogen auf Methode und Selbstverständnis, verfestigen. Schaut man sich die analytische Philosophie an, so merkt man, dass der kompetitive Streit um ein besseres Argument im Zentrum steht.

Eine bloße Beschreibung einer philosophischen Diskussion ähnelt einer Schlacht. Dabei geht es darum, seinen Gegner erst einmal zu gewähren stark sein zu dürfen und seine Argumentation vorzustellen, um schließlich die Schwächen der gegnerischen Argumentation aufzuzeigen, um anschließend seinen Gegenentwurf vorzuführen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung umreißt die Forschungsfrage, die konsequentialistischen Grundlagen sowie den Aufbau der Hausarbeit von der Begriffsdefinition bis zur Präventionsanalyse.

1. Begriffserklärungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Konzepte wie Chancengleichheit, Gleichberechtigung, Diskriminierung, Stereotyp Threat und den konsequentialistischen Ansatz.

2. Benachteiligung der Frau in der akademischen Philosophie: Es werden die Ursachen für das bestehende Gender-Gap untersucht, insbesondere durch männlich dominierte Rollenbilder und implizite Vorurteile.

3. Prävention von Benachteiligung der Frau in der akademischen Philosophie: Das Kapitel diskutiert konkrete Maßnahmen wie die bevorzugte Anstellung und Quotenregelungen zur Behebung bestehender Missstände.

Fazit: Das Fazit bestätigt die moralische Zulässigkeit bevorzugter Anstellungen, da diese notwendige Schritte zur Entkräftung starrer Rollenbilder sind und positive Konsequenzen für die Geschlechtergerechtigkeit bewirken.

Schlüsselwörter

Philosophie, Geschlechtergerechtigkeit, Chancengleichheit, Diskriminierung, Frauenquote, akademische Laufbahn, Gender-Gap, Stereotyp Threat, Konsequentialismus, Gleichberechtigung, implizite Vorurteile, positive Maßnahmen, Förderung, Ethik, Diversität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der moralischen Bewertung bevorzugter Anstellungsverfahren für Frauen in der akademischen Philosophie als Mittel zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Analyse von Diskriminierungsstrukturen, die philosophische Einordnung positiver Förderungsmaßnahmen und der Abbau von geschlechtsspezifischen Barrieren im universitären Betrieb.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Hauptfrage lautet: Ist die Praxis bevorzugter Anstellung zur Förderung der Frauenquote in der akademischen Philosophie moralisch zulässig?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer ethischen Argumentation, die sich primär am Konsequentialismus orientiert und Erkenntnisse aus der Sozialpsychologie sowie dem Gleichbehandlungsgesetz einbezieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ursachen für die Unterrepräsentation von Frauen, inklusive psychologischer Effekte wie dem Stereotyp Threat und geschlechtsspezifischer Voreingenommenheit bei Auswahlprozessen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Chancengleichheit, akademische Philosophie, Diskriminierung, Frauenquote, Konsequentialismus und Gender-Gap.

Wie definiert die Autorin den Begriff der "prototypischen Philosophie"?

Sie beschreibt damit das von Männern dominierte Selbstverständnis und die konfrontative Methode der analytischen Philosophie, die ein weibliches Idealbild oft ausschließt.

Warum wird die Entscheidung durch Münzwurf als Beispiel genannt?

Es dient als illustratives Modell für ein Auswahlverfahren, das Chancengleichheit bei gleichqualifizierten Bewerbern wahrt, während es gleichzeitig die soziale Gruppenzugehörigkeit als Korrektiv berücksichtigt.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Bevorzugte Anstellung von Philosophinnen und moralische Zulässigkeit
College
Bielefeld University  (Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie / Abteilung Philosophie)
Course
Inklusion, Exklusion, Diversität
Grade
2,0
Author
Amanda Maljici (Author)
Publication Year
2021
Pages
17
Catalog Number
V1558625
ISBN (PDF)
9783389107621
ISBN (Book)
9783389107638
Language
German
Tags
Stereotyp Treat Geschlechterrollen Diversität Diskriminierung Inklusion Exklusion moralische Zulässigkeit Konsequentialismus Chancengleichheit Ungleichheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Amanda Maljici (Author), 2021, Bevorzugte Anstellung von Philosophinnen und moralische Zulässigkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1558625
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  17  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint