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"Empörung, Rache, Freiheit!". Die Zusammenführung von Gewalt, Nation und Zukunft in Kleists Drama "Die Hermannsschlacht"

Titel: "Empörung, Rache, Freiheit!". Die Zusammenführung von Gewalt, Nation und Zukunft in Kleists Drama "Die Hermannsschlacht"

Hausarbeit , 2022 , 23 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: L. Preuß (Autor:in)

Didaktik - Deutsch
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit soll es um die literarische Umsetzung der Schlacht in Kleists Drama „Die Hermannsschlacht" gehen. Die drei Motive der Gewalt, der Nation und der Zukunft sowie deren Zusammenführung im Drama, liegen dabei im Fokus der Bearbeitung. Nach einer kurzen Übersicht zu den Umständen der Entstehung des Dramas, soll sowohl auf inhaltlicher als auch auf der Metaebene untersucht werden, an welchen Stellen im Drama die oben genannten Motive umgesetzt werden und welche Wirkung sie tragen. Abschließend sollen die gesammelten Erkenntnisse noch einmal auf die kleistsche Programmatik bezogen werden, um schließlich die Bedeutung dieser Zusammenführung für das Drama zu beleuchten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hintergründe zur Entstehung von Kleists Hermannsschlacht

3 Die Zusammenführung von Gewalt, Nation und Zukunft in Kleists Hermannsschlacht

3.1 Ein Spiel im Spiel

3.1.1 „[...] so ist der erste Sieg erfochten!“ - Das Motiv der Thusnelda

3.1.2 „Empörung! Rache! Freiheit!“ – Die Rolle des Volkes

3.2 „[...] stets im Herz, nach wie vor, sei er der Römer unversöhnter Feind.“

4 „einzig und allein auf diesen Augenblick berechnet“ – Die Hermannsschlacht als Sprachrohr Kleists

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die literarische Umsetzung der historischen Varusschlacht in Heinrich von Kleists Drama „Die Hermannsschlacht“. Dabei liegt der Fokus darauf, wie die Motive der Gewalt, der Nation und der Zukunft innerhalb des Werkes miteinander verknüpft werden, um Kleists politische Programmatik gegen Napoleon zu vermitteln.

  • Historischer Hintergrund: Entstehung des Dramas vor dem Hintergrund der napoleonischen Kriege.
  • Machtinstrumentalisierung: Hermanns Rolle als Stratege und Konstrukteur von Feindbildern.
  • Mediale Verkörperung: Die Rolle der Frau (Thusnelda, Hally) als Symbol der Nation.
  • Publizistische Absicht: Das Drama als Mittel zur Mobilisierung nationaler patriotischer Gefühle.

Auszug aus dem Buch

3.1 Ein Spiel im Spiel

Der Großteil der Handlung des Dramas zeigt sich als ein Spiel Hermanns und Teil seiner Intrige. So erweist sich Hermann im Verlauf des Dramas „als skrupelloser Stratege, der wiederholt ein Feindbild konstruiert, Gerüchte als Tatsachen verbreitet und nicht davor zurückscheut, als Römer verkleidete Germanen mordbrennend durch das Land zu schicken.“

Das Drama beginnt mit einer Zusammenkunft der Fürsten verschiedener germanischer Stämme. Der Ausruf „Wir sind verloren!“ leitet den ersten Auftritt ein und wirkt bezeichnend für die Verzweiflung und Ausweglosigkeit, mit der sich die Germanen dem mächtigen Heer Roms, unter der Führung Varus‘ ausgeliefert sehen. Neben dem germanischen Fürsten Aristan, der sich als „[d]er ungroßmüthigste von allen deutschen Fürsten, [i]n Varus Arme treulos [...] geworfen [hat]“, scheint nun auch die Hoffnung Hermann als den „letzten Pfeiler“ zu schwinden. Hierbei zeigt sich erstmals der Himmel: „Beim Himmel, wenn Du schnell nicht hilfst, [d]ie Lage eines ganz Verlornen!“ als Motiv der Schicksals- und Zukunftsbestimmung im Sinne des Versuchs einer Abkehr des bevorstehenden Untergangs Germaniens. Mit dem Entsetzen über das Bündnis zwischen Aristan und Varus, offenbart sich zudem ein erstes Gefühl nationaler Verbundenheit.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in den historischen Kontext der Varusschlacht ein und erläutert die Zielsetzung der Untersuchung hinsichtlich der Motive Gewalt, Nation und Zukunft bei Kleist.

2 Hintergründe zur Entstehung von Kleists Hermannsschlacht: Es wird die biografische und politische Situation Kleists während der napoleonischen Besatzung aufgezeigt, die als Impuls für die Abfassung des Dramas diente.

3 Die Zusammenführung von Gewalt, Nation und Zukunft in Kleists Hermannsschlacht: Dieser Teil analysiert die inhaltliche Verknüpfung der drei zentralen Motive durch Hermanns strategisches Vorgehen und die Manipulation seiner Umgebung.

4 „einzig und allein auf diesen Augenblick berechnet“ – Die Hermannsschlacht als Sprachrohr Kleists: Das Kapitel reflektiert das Drama als politisches Instrument zur patriotischen Mobilisierung im Kontext der zeitgenössischen Krisensituation.

5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und bekräftigt die Instrumentalisierungsstrategie Kleists im Hinblick auf den nationalen Widerstand.

Schlüsselwörter

Heinrich von Kleist, Die Hermannsschlacht, Varusschlacht, Napoleon, Germanen, Römische Besatzung, Patriotismus, Nationalismus, Propaganda, Thusnelda, politische Programmatik, Gewaltmotiv, Freiheitskampf, Deutschlandbild.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Heinrich von Kleists Drama „Die Hermannsschlacht“ unter dem Aspekt, wie der Autor historische Ereignisse nutzt, um seine politische Agenda gegen Napoleon zu formulieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das Ineinandergreifen von nationaler Identität, der Anwendung extremer Gewalt zur Mobilisierung der Bevölkerung und die zukunftsorientierte Darstellung einer befreiten Nation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, auf welche Weise die Motive Gewalt, Nation und Zukunft im Drama konstruiert werden und welche Wirkung diese Inszenierung im Kontext der damaligen politischen Lage entfaltet.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text des Dramas mit historischen Dokumenten und zeitgeschichtlichen politischen Schriften in Bezug setzt.

Was genau behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Entstehungshintergründe, eine detaillierte Untersuchung der „Spiel“-Struktur Hermanns (Intrigen) sowie eine Betrachtung des Dramas als publizistisches Sprachrohr.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Patriotismus, Kleists politische Programmatik, Germanen-Römer-Vergleich und die Instrumentalisierung von Geschichte sind die prägenden Begriffe.

Welche Rolle spielt die Figur der Thusnelda im Drama?

Thusnelda fungiert als zentrale Figur, die von Hermann manipuliert wird und durch ihre Entwicklung vom Opfer zum „Mordwerkzeug“ die Emotionalisierung des Volkes verkörpert.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle Hermanns?

Hermann wird nicht als heroischer Befreier im klassischen Sinne gesehen, sondern als skrupelloser Stratege, der seine Mitmenschen bewusst für politische Ziele instrumentalisiert.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Empörung, Rache, Freiheit!". Die Zusammenführung von Gewalt, Nation und Zukunft in Kleists Drama "Die Hermannsschlacht"
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Germanistik)
Veranstaltung
Theorien und Praktiken der (literarischen) Öffentlichkeit, Systematische Perspektiven / Soziale Räume, kulturelle Praktiken und Figurationen
Note
2,0
Autor
L. Preuß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
23
Katalognummer
V1558727
ISBN (PDF)
9783389107379
ISBN (Buch)
9783389107386
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kleist Die Hermannsschlacht Drama Gewalt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
L. Preuß (Autor:in), 2022, "Empörung, Rache, Freiheit!". Die Zusammenführung von Gewalt, Nation und Zukunft in Kleists Drama "Die Hermannsschlacht", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1558727
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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