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Wie bewertet der Utilitarismus nach John Stuart Mill das Verhalten von Familienbloggern, die ihre eigenen Kinder täglich in den sozialen Medien posten?

Titel: Wie bewertet der Utilitarismus nach John Stuart Mill das Verhalten von Familienbloggern, die ihre eigenen Kinder täglich in den sozialen Medien posten?

Essay , 2024 , 10 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Madleen Tascarek (Autor:in)

Philosophie - Sonstiges
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In diesem Essay wurde eine eher untypische Auslegung des Utilitarismus verwendet, die trotz dem Nützlichkeitsprinzip und dem größten Glücks, dem Einzelnen das Recht zu gesteht. Dieser Essay kann nicht nur in der Philosophie Gebrauch finden, sondern beschäftigt sich auch mit Kinderrechten. Dabei wird das Sharenting näher beleuchtet: Welche Gründe dafür und welche dagegen sprechen, und welche Qualitäten diese Gründe aufweisen. Diese wurden anhand der ethischen Kriterien von dem Philosophen John Stuart Mill bewertet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Problemstellung (implizit)

2. Der Utilitarismus nach John Stuart Mill

3. Analyse des Sharenting aus utilitaristischer Sicht

4. Moralische Abwägung und Konsequenzen

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die moralische Vertretbarkeit des sogenannten „Sharenting“ – dem regelmäßigen Posten von Kinderfotos durch Eltern im Internet – auf Basis der ethischen Prinzipien des Utilitarismus nach John Stuart Mill.

  • Grundlagen des Utilitarismus (Nützlichkeitsprinzip, quantitatives vs. qualitatives Glück)
  • Die Motivation der Familienblogger (soziale Bestätigung, digitale Fotoalben)
  • Risiken für das Kind (Identitätsmissbrauch, Persönlichkeitsrechte, langfristige Auswirkungen)
  • Moralische Abwägung zwischen dem Vergnügen der Masse und dem Wohlergehen des Einzelnen

Auszug aus dem Buch

Wie bewertet der Utilitarismus nach John Stuart Mill das Verhalten von Familienbloggern, die ihre eigenen Kinder täglich in den sozialen Medien posten?

Das Beispiel kann als Vorreiter der Problematik betrachtet werden, auf die nun näher eingegangen werden soll: Während Spencer Elden erst 30 Jahre nach der Veröffentlichung dagegen klagt, ist das Bild währenddessen mehrfach unzensiert im Internet zu finden. Mittlerweile hat die Digitalisierung Möglichkeiten geschaffen, deren Ausmaße unbekannt sind. So übt der digitale Wandel auch einen nicht mehr wegzudenkenden Einfluss auf Familien aus, wodurch sich der innerfamiliäre Umgang mit Familien- und Kinderfotos verändert. Während bei Spencer Elden sich eine Problematik ergibt, weil die Band das Foto als Plattencover benutzt hat, sind es heute zunehmend die eigenen Eltern, die ihre Kinder einer solchen Gefahr aussetzen. Dabei ist die Rede vom sogenannten „Sharenting“, bei denen Eltern als „Familienblogger“ den Alltag ihrer Kinder medial dokumentieren und diesen auf ihren Kanälen in den sozialen Netzwerken wie TikTok, YouTube, Instagramm oder Facebook teilen. Die Eltern geben somit Bilddaten und andere Informationen über ihre Kinder an ein Massenpublikum weiter, die zwar in bestimmten Situationen hilfreich für andere Eltern sein können, aber auch ein Spektrum an personenbezogenen Daten über das Kind preisgeben, welche potenziell gefährlich sein können für dieses.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Problemstellung (implizit): Die Arbeit führt anhand des Fallbeispiels "Nirvana-Baby" in die Problematik des digitalen Umgangs mit Kinderbildern („Sharenting“) ein.

2. Der Utilitarismus nach John Stuart Mill: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Nützlichkeitsprinzips erläutert, wobei insbesondere die Differenzierung zwischen quantitativem und qualitativem Glück zentral ist.

3. Analyse des Sharenting aus utilitaristischer Sicht: Untersucht wird, inwiefern die positive Resonanz der Community und die Vorteile für Eltern das Handeln rechtfertigen könnten.

4. Moralische Abwägung und Konsequenzen: Es erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit den schwerwiegenden Risiken für Kinder, wie Pädokriminalität und Persönlichkeitsrechtsverletzungen, im Rahmen von Mills Regelutilitarismus.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass das Glück der Mehrheit (Abonnenten/Eltern) nicht die massiven potenziellen Nachteile für das Kind legitimieren kann.

Schlüsselwörter

Utilitarismus, John Stuart Mill, Sharenting, Familienblogger, Kinderrechte, Digitalisierung, Moral, Nützlichkeitsprinzip, Privatsphäre, Ethik, Soziale Medien, Kindeswohl, Regelutilitarismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Phänomen, dass Eltern ihre Kinder exzessiv in sozialen Medien präsentieren (Sharenting), aus der philosophischen Perspektive des Utilitarismus.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die digitale Kindeswohlgefährdung, die Ethik von John Stuart Mill sowie die moralischen und rechtlichen Dilemmata zwischen elterlicher Freiheit und kindlichen Persönlichkeitsrechten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob Familienblogger, die ihre Kinder medial instrumentalisieren, nach utilitaristischen Maßstäben ein moralisch korrektes Handeln zeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine moralphilosophische Analyse durchgeführt, die Mill'sche Konzepte (Nützlichkeitsprinzip) mit aktuellen gesellschaftlichen Problemlagen des Internets verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des Glücksbegriffs bei Mill, die Motivation der Blogger sowie eine kritische Prüfung der negativen Folgen für das Kind unter Berücksichtigung regelutilitaristischer Argumente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Utilitarismus, Sharenting, Kindeswohl, Privatsphäre und mediale Inszenierung definieren.

Wie bewertet Mill nach Ansicht der Autorin das Erstellen von "lustigen Memes" aus Kinderfotos?

Die Autorin argumentiert, dass dies nach Mill eine verbotene Handlung wäre, da das allgemeine Praktizieren solchen Verhaltens der Gesellschaft schaden würde.

Ist das "digitale Fotoalbum" der Eltern ein legitimer Grund für das Online-Stellen?

Obwohl es für Verwandte und Eltern als Glück dient (qualitativ/quantitativ), wiegt es laut Autorin weniger schwer als das Risiko des Identitätsdiebstahls oder der Verletzung der kindlichen Privatsphäre.

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Details

Titel
Wie bewertet der Utilitarismus nach John Stuart Mill das Verhalten von Familienbloggern, die ihre eigenen Kinder täglich in den sozialen Medien posten?
Hochschule
Universität Rostock  (Institut für Philosophie)
Veranstaltung
Praktische Philosophie
Note
1,7
Autor
Madleen Tascarek (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
10
Katalognummer
V1558784
ISBN (PDF)
9783389109762
Sprache
Deutsch
Schlagworte
John Stuart Mill Sharenting Famlienblogger Nützlichkeitsprinzip Qualität und Quantität Moral Ethik Privatsphäre Kinderrechte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Madleen Tascarek (Autor:in), 2024, Wie bewertet der Utilitarismus nach John Stuart Mill das Verhalten von Familienbloggern, die ihre eigenen Kinder täglich in den sozialen Medien posten?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1558784
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Leseprobe aus  10  Seiten
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