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Virtuelle Seminare - Gestaltung. Merkmale, Besonderheiten

Title: Virtuelle Seminare - Gestaltung. Merkmale, Besonderheiten

Seminar Paper , 2003 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Alexander Mendle (Author), Katrin Fischer (Author)

Communications - Multimedia, Internet, New Technologies
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E-Learning – das Lernen mit neuen Medien - ist das neue Zauberwort unserer Tage. Der
Bedarf an Wissen unserer Informations- und Wissensgesellschaft nimmt permanent zu und
gewinnt für den Einzelnen immer größere Bedeutung. Die traditionelle Lehr- und Lernkultur
und die herkömmlichen Methoden der Aus- und Weiterbildung können den neuen
Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Den traditionellen Methoden mangelt es vor allem
an Aktualität, Effizienz und Motivation sowie an räumlichen und finanziellen Kapazitäten.1
Heute ist der Einsatz von Multimedia im Bildungsbereich im Vormarsch und nicht mehr zu
stoppen. Das Internet ist dabei nicht mehr nur Mittel der Informationsverarbeitung, sondern
ein Instrument, das Lehr-Lernvorgänge unterstützt. Seine Potentiale als Distributions- und
Interaktionsmedium ermöglichen den freien Zugriff auf Lernmaterialien und unterschiedliche
Interaktionsformen wie E-Mail, Chat oder Diskussionsforen. Durch den Einsatz von neuen
Medien und der Nutzung des Internets für Lehr- und Lernprozesse wurden traditionelle
Bildungsstrukturen erweitert und eine Basis für lebenslanges und selbstgesteuertes Lernen
geschaffen. Ein zentraler Vorteil der Verwendung multimedialer Lerninhalte wird in der
flexiblen, individuellen und nachfrageorientierten Form der Bildung gesehen. Der Lernende
kann den Lernprozess selbst steuern: Er lernt, sich selbstständig und eigenverantwortlich mit
dem Stoff auseinander zu setzen. Die örtliche und zeitliche Unabhängigkeit sowie die „[…]
Möglichkeiten der anschaulichen Präsentation von Lerninhalten durch Integration von Film,
Standbild, Animation, Ton und Text in einem einzigen Medium“2 sind ein weiterer Vorzug
des virtuellen Lernens. Immer häufiger werden deshalb die neuen Möglichkeiten, die das
netzbasierte Lernen mit sich bringt, an Hochschulen sowie im betrieblichen Bereich
eingesetzt. [...]

1 Vgl. Kremer, H.-Hugo; Sloane, Peter F.E.; Virtuelle Seminare gestalten, in: Reader der Vorlesung: Grundlagen
für die Gestaltung medienbasierter Lernumgebungen, vom Wintersemester 2002/2003 im Studienfach
Medienpädagogik an der Universität Augsburg, S. 2.
2 Euler, Dieter: Selbstgesteuertes Lernen mit Multimedia und Telekommunikation gestalten, in: Reader der
Vorlesung: Grundlagen für die Gestaltung medienbasierter Lernumgebungen, vom Wintersemester 2002/2003
im Studienfach Medienpädagogik an der Universität Augsburg: S. 13.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A) Der Weg in die Wissenschaftsgesellschaft – Umbruch der traditionellen Lehr- und Lernkultur

B) Virtuelle Seminare – Gestaltung, Merkmale, Besonderheiten

1. Merkmale und Besonderheiten virtueller Seminare im Vergleich zu traditionellen Seminaren

1.1. Kommunikation und Interaktion

1.2. Moderation

1.3. Kooperation, Koordination, Kollaboration

2. Gestaltungsphasen virtueller Seminare

2.1. Konzeption festlegen

2.2. Seminar vorbereiten

2.3. Seminar durchführen

2.4. Seminar evaluieren/Transfererfolg

C) Darstellungsweise und methodisches Vorgehen beim Referat

D) Entwicklungstendenzen und Zukunftsaussichten virtueller Seminare

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, eine ausführliche Darstellung der Gestaltung virtueller Seminare zu liefern. Dabei werden die spezifischen Merkmale, notwendigen Moderationsaufgaben und die verschiedenen Gestaltungsphasen analysiert, um Kriterien für einen erfolgreichen und effizienten Lernerfolg zu identifizieren.

  • Merkmale und Besonderheiten virtueller Lernumgebungen
  • Anforderungen an die Moderation und den Personaleinsatz
  • Kollaborative Lernprozesse und deren Herausforderungen
  • Die vier Phasen der Seminargestaltung (Konzeption, Vorbereitung, Durchführung, Evaluation)
  • Zukunftsperspektiven virtueller Bildungsangebote

Auszug aus dem Buch

1.2. Moderation

Die Moderation virtueller Seminare hat im Hinblick auf die Interaktion und die Partizipation der Teilnehmer eine zentrale Bedeutung. „Die positiven Auswirkungen der Moderation in der kommunikativen Lernumgebung […] ist symptomatisch für den Lernerfolg in multimedialen Lernumgebungen.“ Mit Hilfe der Moderation soll die Leistung und Arbeitsweise der Seminarteilnehmer verbessert werden. Aufgabe der Seminarleiter ist es, die Produktivität der Gruppe zu fördern, diese als soziale Einheit aufrecht zu erhalten und die Gruppenarbeit attraktiv zu gestalten. Dadurch sollen die einzelnen Gruppenmitglieder „für die inhaltliche, soziale und emotionale Partizipation [am virtuellen Seminar] […]“ angeregt werden. Vor allem bei großen Lerngruppen oder komplexen Aufgaben ist es wichtig, dass kompetente Seminarleiter den Lernprozess begleiten, weil hier vermehrt Kommunikations- oder Koordinationsprobleme auftreten. Um die Gruppenproduktivität zu steigern, muss die Moderation bestimmte Voraussetzungen erfüllen: Das Schaffen einer kommunikationsförderlichen Atmosphäre, die Bereitstellung didaktischer Verarbeitungshilfen, die logische Gestaltung der Arbeitsabläufe sowie die Sicherung der inhaltlichen Qualität des Seminars sind für den Erfolg eines virtuellen Seminars essentielle Grundlage. Die Seminarleiter haben also mehrere Funktionen inne: Sie sind Motivatoren, Vermittlungsexperten, Organisatoren und Inhaltsexperten zugleich.

Zusammenfassung der Kapitel

A) Der Weg in die Wissenschaftsgesellschaft – Umbruch der traditionellen Lehr- und Lernkultur: Dieses Kapitel erläutert den Wandel durch E-Learning und die Notwendigkeit neuer Bildungsstrukturen in einer wissensbasierten Gesellschaft.

B) Virtuelle Seminare – Gestaltung, Merkmale, Besonderheiten: Hier werden die Kernelemente virtueller Seminare definiert und die Rollen der Akteure sowie die Phasen der Gestaltung detailliert beschrieben.

C) Darstellungsweise und methodisches Vorgehen beim Referat: Das Kapitel bietet einen reflektierenden Einblick in die praktische Umsetzung einer Lehrveranstaltung über virtuelle Seminare und Communities.

D) Entwicklungstendenzen und Zukunftsaussichten virtueller Seminare: Diese Ausführung beleuchtet das Potenzial für Hochschulen und berufliche Weiterbildung sowie die ökonomischen Vorteile computergestützter Lernsysteme.

Schlüsselwörter

E-Learning, Virtuelle Seminare, Mediendidaktik, Moderation, Kooperatives Lernen, Lernumgebung, Online-Tutor, Kommunikationskompetenz, Transfererfolg, Evaluation, Bildungsmedien, Wissensgesellschaft, Tele-Präsentation, Selbstgesteuertes Lernen, Multimediales Lernen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Gestaltung, die spezifischen Merkmale und die besonderen Anforderungen virtueller Seminare im Vergleich zu klassischen Präsenzformaten.

Welche Themenfelder sind zentral?

Im Zentrum stehen die Kommunikation, die Moderation, kooperative Arbeitsformen sowie die systematische Planung und Evaluation virtueller Lehrveranstaltungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Kriterien für eine erfolgreiche virtuelle Seminargestaltung aufzuzeigen, die sowohl den Lernerfolg als auch die Effizienz und Akzeptanz bei den Teilnehmenden steigern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Analyse medienpädagogischer Literatur und bestehender didaktischer Konzepte für virtuelle Lernumgebungen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Merkmale der Kommunikation und Moderation, die Phasen der Seminargestaltung sowie einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des digitalen Lernens.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind E-Learning, Koordination, Partizipation, Moderation und didaktische Konzeption.

Warum spielt die Moderation eine so entscheidende Rolle?

Da in virtuellen Räumen die physische Präsenz fehlt, übernimmt die Moderation die essenzielle Aufgabe, die soziale Kohäsion, die inhaltliche Qualität und die Motivation der Gruppe sicherzustellen.

Wie gehen virtuelle Seminare mit dem Problem der Anonymität um?

Anonymität kann zwar die unvoreingenommene Beteiligung fördern, erfordert jedoch klare Regeln (Netiquette) und strukturierte Moderationsprozesse, um das "Trittbrettfahren" zu verhindern.

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Details

Title
Virtuelle Seminare - Gestaltung. Merkmale, Besonderheiten
College
University of Augsburg  (Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Course
Proseminar: Grundlagen für die Gestaltung medienbasierter Lernumgebungen
Grade
1,7
Authors
Alexander Mendle (Author), Katrin Fischer (Author)
Publication Year
2003
Pages
23
Catalog Number
V15588
ISBN (eBook)
9783638206532
Language
German
Tags
Virtuelle Seminare Gestaltung Merkmale Besonderheiten Proseminar Grundlagen Gestaltung Lernumgebungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Mendle (Author), Katrin Fischer (Author), 2003, Virtuelle Seminare - Gestaltung. Merkmale, Besonderheiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15588
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