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Abweichendes Verhalten bei weiblichen Jugendlichen und Heranwachsenden

Ein Überblick über Ursachen und Erscheinungsformen

Titel: Abweichendes Verhalten bei weiblichen Jugendlichen und Heranwachsenden

Hausarbeit , 2013 , 16 Seiten , Note: 2,1

Autor:in: Katharina Anton (Autor:in)

Soziologie - Kommunikation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Abweichendes Verhalten im Sinne von Verhalten, das von gesellschaftlich gesetzten Normen oder aber von Rechtsnormen abweicht, kommt in allen möglichen gesellschaftlichen Gruppen vor. Da ist es naheliegend, dass auch in der Adoleszenz, die „eine Zeit tiefer psychischer Verunsicherung und ambivalenter Gefühle“ darstellt, deviantes Verhalten auftritt und auch untersucht wird.
In den Untersuchungen der letzten Jahre lässt sich beobachten, dass die Jugendkriminalität – als eine Form von Devianz – von den frühen 1980er Jahren bis zum Jahr 2000 stetig angestiegen ist, zwischen den Jahren 2000 und 2005 jedoch ein leichter Rückgang zu verzeichnen war. Daneben zeichneten sich stets deutliche Unterschiede zwischen abweichendem Verhalten weiblicher und männlicher Jugendlicher ab. Zum Beispiel zeigt die Forschung der vergangenen Jahre, dass die Abweichung von Normen unter Jungen und jungen Männern sehr viel verbreiteter ist als unter Mädchen und jungen Frauen.
Einen anhaltenden aggressiven Lebensstil beispielsweise wird man unter Mädchen ganze 10x seltener feststellen als unter Jungen. Vielleicht ist Devianz unter weiblichen Jugendlichen aber nicht weniger verbreitet, sondern einfach anderer Natur. Ältere Untersuchungen zeigen, dass Normverstöße, die von Frauen begangen werden, häufiger „moralisch-sittlicher Art“ sind, als – wie bei den Männern – aggressiver oder krimineller Art. Durch die höheren normativen Erwartungen, die an Frauen gestellt werden, – sowohl in der Vergangenheit als auch in der Moderne – sind sie auf einer breiteren Linie gefährdet, abweichendes Verhalten zu zeigen.
In dieser Arbeit wird daher vor allem Devianz bei weiblichen Jugendlichen betrachtet, wie sie sich äußert, wodurch sie bedingt wird, wodurch sie sich von der Devianz männlicher Jugendlicher unterscheidet und warum sie unter weiblichen Jugendlichen tatsächlich weniger verbreitet ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition: Abweichendes Verhalten unter Jugendlichen

3. Die Rolle der Familie bei der Entwicklung abweichenden Verhaltens bei weiblichen Jugendlichen

4. Risiko- und Schutzfaktoren für abweichendes Verhalten bei weiblichen Jugendlichen

4.1 Risikofaktoren

4.2 Schutzfaktoren

5. Äußerungen abweichenden Verhaltens in der Adoleszenz

5.1 Gewalttätigkeit im Jugendalter als Form von allgemein verbindlichen Normen abweichenden Verhaltens

5.2 Essstörungen bei weiblichen Jugendlichen als Form von geschlechtsspezifischen Normen abweichenden Verhaltens

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Spezifika und Ursachen von abweichendem Verhalten bei weiblichen Jugendlichen. Dabei wird analysiert, wie sich deviante Verhaltensmuster äußern, inwiefern sie sich von denen männlicher Jugendlicher unterscheiden und welche Rolle familiäre sowie soziale Faktoren bei der Entstehung oder Prävention einnehmen.

  • Analyse der Definitionen und Erscheinungsformen abweichenden Verhaltens bei Jugendlichen.
  • Untersuchung des familiaren Einflusses auf die Identitätsbildung und Motivationslage junger Mädchen.
  • Differenzierung von Risiko- und Schutzfaktoren hinsichtlich der Entwicklung devianter Laufbahnen.
  • Vergleichende Betrachtung von allgemein verbindlichen und geschlechtsspezifischen Normverstößen anhand von Gewalttätigkeit und Essstörungen.

Auszug aus dem Buch

3. Die Rolle der Familie bei der Entwicklung abweichenden Verhaltens bei weiblichen Jugendlichen

In der Ursachenforschung für abweichendes Verhalten bei Jugendlichen wird die Rolle der Familie häufig in den Vordergrund gerückt. Dabei kann die Familie als primärer Entwicklungskontext junger Mädchen sowohl positiven als auch negativen Einfluss nehmen. Entscheidende Faktoren sind hierbei die Einelternfamilie durch Unehelichkeit, Scheidung oder Tod, die Zahl der Geschwister, die Stellung innerhalb der Geschwisterreihe und in besonderem Maße die Sozialschicht der Familie und die Beziehung zur Mutter.

Wie oben bereits geschrieben, spielen signifikante Andere – und das sind in den ersten Entwicklungsjahren die engsten Verwandten – bei den Identifikationsprozessen junger Mädchen eine große Rolle. Wenn es aber zu Diskrepanzen zwischen der Eigendefinition des Mädchens und den Erwartungen der familiären Interaktionspartner kommt, kann dies mit hoher Wahrscheinlichkeit zu ersten abweichenden Verhaltensweisen führen. Dieses abweichende Verhalten ist zwar zunächst nur als abweichend von der familiären Erwartungshaltung zu verstehen und wirkt demnach auch nur innerhalb dieses Rahmens konfliktauslösend. Aber damit kommt der Stein ins Rollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung beleuchtet die Zunahme von Devianz im Jugendalter und formuliert die Forschungsabsicht, speziell das abweichende Verhalten bei Mädchen zu untersuchen.

2. Definition: Abweichendes Verhalten unter Jugendlichen: Das Kapitel erläutert den Begriff des dissozialen Verhaltens und differenziert zwischen verschiedenen Problemverhaltensweisen wie Aggression, Kriminalität und Delinquenz.

3. Die Rolle der Familie bei der Entwicklung abweichenden Verhaltens bei weiblichen Jugendlichen: Hier werden familiäre Kontexte als prägende Faktoren für die Identitätsfindung und potenzielle Auslöser für deviante Karrieren analysiert.

4. Risiko- und Schutzfaktoren für abweichendes Verhalten bei weiblichen Jugendlichen: Das Kapitel systematisiert biologische, psychologische und soziale Faktoren, die entweder die Wahrscheinlichkeit für Problemverhalten erhöhen oder diese durch Resilienz mildern.

5. Äußerungen abweichenden Verhaltens in der Adoleszenz: Anhand der Beispiele Gewalttätigkeit und Essstörungen werden die konkreten Erscheinungsformen von Devianz bei Mädchen detailliert dargestellt.

6. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass weibliche Devianz oft verdeckter auftritt, sich aber durch sich wandelnde Rollenbilder und zunehmende Emanzipation in der heutigen Zeit auch vermehrt in offenen Problemverhaltensweisen zeigt.

Schlüsselwörter

Weibliche Jugendliche, Adoleszenz, Devianz, Abweichendes Verhalten, Familienkontext, Risikofaktoren, Schutzfaktoren, Aggression, Essstörungen, Sozialisation, Rollenleitbilder, Identitätsausbildung, Delinquenz, Problemverhalten, Erziehung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und den Ursachen abweichenden Verhaltens bei weiblichen Jugendlichen in der heutigen Gesellschaft.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Familiendynamik, der Unterscheidung von Risiko- und Schutzfaktoren sowie der spezifischen Ausprägung von Devianz wie Aggression und Essstörungen.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es zu verstehen, wie und warum sich abweichendes Verhalten bei weiblichen Jugendlichen äußert, wodurch es bedingt ist und warum es sich von der männlichen Devianz unterscheidet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und die Auswertung von Kriminalstatistiken sowie empirischen Studien zur Jugendsoziologie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Definitionen von Devianz, den signifikanten Einfluss des Elternhauses, biologische und soziale Faktoren sowie exemplarische Formen weiblichen Fehlverhaltens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Adoleszenz, weibliche Devianz, Familienrolle, Risikofaktoren und geschlechtsspezifische Sozialisation.

Warum wird Essstörung als deviantes Verhalten klassifiziert?

Laut der Definition im Text wird dies als suchtartiges Verhalten eingestuft, das eine Verletzung altersgemäßer Erwartungen darstellt und bei Frauen signifikant häufiger als bei Männern auftritt.

Welche Rolle spielt die Mutter bei der Entwicklung der Tochter?

Die Mutter fungiert als primäres Vorbild; deviantes oder stabiles Verhalten der Mutter beeinflusst direkt die Wahrscheinlichkeit, dass die Tochter einen ähnlichen Lebensweg einschlägt.

Wie hat sich die Wahrnehmung weiblicher Devianz über die Zeit verändert?

Früher wurde weibliche Devianz primär als Abweichung von traditionellen Frauenrollen (Hausfrau/Mutter) definiert, während heute zunehmend auch offenere Formen wie Gewaltneigung in das Blickfeld rücken.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Abweichendes Verhalten bei weiblichen Jugendlichen und Heranwachsenden
Untertitel
Ein Überblick über Ursachen und Erscheinungsformen
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Philosophische Fakultät)
Veranstaltung
Seminar: Theorien abweichenden Verhaltens
Note
2,1
Autor
Katharina Anton (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
16
Katalognummer
V1559607
ISBN (PDF)
9783389109199
ISBN (Buch)
9783389109205
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziologie Gesellschaft Gesellschaft und Kommunikation abweichendes Verhalten auffälliges Verhalten Jugendliche Heranwachsende
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Anton (Autor:in), 2013, Abweichendes Verhalten bei weiblichen Jugendlichen und Heranwachsenden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1559607
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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