Lachen ist für mich eine Lebenseinstellung und umso wichtiger für das erfolgreiche Leben. Aus diesem Grund habe ich für die vorliegende wissenschaftliche Hausarbeit das Thema: „Homo ridens oder das verkaufte Lachen – Timm Thaler trifft auf den lachenden Menschen“ gewählt. „Sicherlich ist kein Tag mehr vergeudet als einer, an dem man überhaupt nicht gelacht hat.“, so heißt es in einem Zitat von Nicolas Chamfort oder „Ein Tag an dem man nicht Lacht, ist ein verlorener Tag.“, so drückt es Charlie Chaplin aus. Diese gewählten Zitate zeigen die Darstellung der Wichtigkeit des alltäglichen Lachens im Leben eines Menschen. Wie bedeutend diese nonverbale Sprache ist, zeigt u.a. das Buch „Timm Thaler oder das verkaufte Lachen“, geschrieben von James Krüss (1926-1997). Doch was ist der Homo ridens (der lachende Mensch) und welche Merkmale weist er auf? Anhand bestehender anerkannter Theorien über dieses Menschenbild und mit Hilfe der oben genannten Literatur möchte ich versuchen dieser Frage auf den Grund zu gehen und wiederum die Bedeutsamkeit des Lachens, auch in der Sozialen Arbeit, aufzeigen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theorien über den Homo ridens: der lachende Mensch
2.1 Helmuth Plessner
2.2 Henri Bergson
2.3 Sigmund Freud
3. Timm Thaler oder das verkaufte Lachen
3.1 Das Lachen als eine wichtige Essenz zum Leben
3.2 Das Lachen als ein Medium in der Sozialen Arbeit
4. Zusammenfassung/Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Lachens aus philosophischer und anthropologischer Perspektive und verknüpft diese theoretischen Grundlagen mit der literarischen Analyse des Werkes „Timm Thaler oder das verkaufte Lachen“ von James Krüss, um die Relevanz des Lachens als non-verbale Sprache und professionelles Medium in der Sozialen Arbeit herauszuarbeiten.
- Anthropologische und philosophische Theorien zum Lachen (Plessner, Bergson, Freud)
- Literarische Analyse von James Krüss’ „Timm Thaler“ unter dem Aspekt des Identitätsverlusts
- Die Bedeutung von Humor und Lachen als soziale Kommunikationsform
- Einsatzmöglichkeiten und Funktionen von Humor in der sozialarbeiterischen Praxis
Auszug aus dem Buch
3. Timm Thaler oder das verkaufte Lachen
Das vorliegende Buch trägt den Titel „Timm Thaler oder das verkaufte Lachen“, wurde von James Krüss (1926-1997) im Jahre 1962 geschrieben und ist u.a. im Kinderbuchverlag Berlin in der Serie: „Paperback für junge Leser“ 1964 erschienen. Außerdem wurde der Roman im Jahre 1979 für eine 13-Teilige Fernsehverfilmung mit dem Titel „Timm Thaler“ im Auftrag des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) adaptiert. Allerdings wurde hier die Handlung der Literatur-Vorlage nicht vollständig übernommen und stark verändert.
"Haltet die Uhren an. Vergesst die Zeit. Ich will euch Geschichten erzählen."
Timm Thaler ist 12 Jahre alt und lebt in einer altertümlichen Gasse einer großen Stadt, zusammen mit seinem Vater und seiner Stiefmutter, sowie deren Sohn. Der Junge mit den drolligen und herzlichen Lachen – mit einem kleinen Schlucker am Ende – so wird er von vielen beschrieben, erkannt und benannt. Der Junge konnte so schön lachen, dass ihn alsbald alle Schandtaten, die er verursachte, verziehen wurden, denn das Lachen war „ansteckend“.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung des Lachens als menschliche Ausdrucksform ein und erläutert die Themenwahl anhand literarischer Beispiele und der Forschungsfrage nach dem „Homo ridens“.
2. Theorien über den Homo ridens: der lachende Mensch: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die wissenschaftlichen Perspektiven von Helmuth Plessner, Henri Bergson und Sigmund Freud auf die Funktion und Entstehung des Lachens.
3. Timm Thaler oder das verkaufte Lachen: Hier wird das Werk von James Krüss inhaltlich dargestellt und als Fallbeispiel für den Wert der Persönlichkeit und Identität analysiert.
3.1 Das Lachen als eine wichtige Essenz zum Leben: Dieser Abschnitt thematisiert die philosophische Bedeutung der Identität und des Lachens am Beispiel von Timm Thaler und beleuchtet zudem die gesundheitlichen Aspekte des Lachens.
3.2 Das Lachen als ein Medium in der Sozialen Arbeit: Das Kapitel untersucht den praktischen Stellenwert von Humor und Lachen als Instrument der Kommunikation, Intervention und Beziehungsgestaltung in der Sozialen Arbeit.
4. Zusammenfassung/Fazit: Das Fazit resümiert die Bedeutung des Lachens als Kommunikation in der Sozialen Arbeit und plädiert für eine intensivere wissenschaftliche Erforschung des Themas.
Schlüsselwörter
Homo ridens, Lachen, philosophische Anthropologie, Timm Thaler, James Krüss, Helmuth Plessner, Henri Bergson, Sigmund Freud, Humor, Soziale Arbeit, Kommunikation, Intervention, Identität, Körperlichkeit, Entlastungsreaktion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit primär?
Die Arbeit befasst sich mit der anthropologischen Bedeutung des Lachens und dessen Wichtigkeit für das menschliche Leben, illustriert durch literarische Bezüge und angewandt auf den Kontext der sozialen Praxis.
Welche zentralen theoretischen Themenfelder werden abgedeckt?
Es werden die Theorien von Helmuth Plessner zum menschlichen Verhalten, Henri Bergsons Essay über das Komische sowie Sigmund Freuds psychoanalytische Deutung von Witz und Humor untersucht.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, die Merkmale des „lachenden Menschen“ zu charakterisieren und die Bedeutsamkeit des Lachens als Medium innerhalb der Sozialen Arbeit aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, indem sie anerkannte philosophische und psychologische Theorien mit der inhaltlichen Untersuchung des Buches „Timm Thaler“ synthetisiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit dem Lachen sowie eine detaillierte Analyse der Figur Timm Thaler und der praktischen Anwendung von Humor in sozialarbeiterischen Handlungsfeldern.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?
Zentrale Begriffe sind neben dem „Homo ridens“ vor allem die „soziale Geste“, „Leiblichkeit“, „Witztechnik“ und die Funktion des Lachens als „Problemindikator“ oder Mittel zur Beziehungsgestaltung.
Warum ist das Buch „Timm Thaler“ für diese Arbeit relevant?
Das Buch dient als literarisches Fallbeispiel, das veranschaulicht, wie eng das Lachen mit der eigenen Identität und Persönlichkeit verknüpft ist und was der Verlust dieser Ausdrucksform für einen Menschen bedeutet.
Welche Rolle spielt der Humor konkret in der Sozialen Arbeit?
Humor dient laut der Arbeit als Ressource zur Beziehungsbildung, zum Abbau von Distanz zwischen Sozialarbeiter und Klient sowie zur Enddramatisierung schwieriger Situationen.
Wie bewerten die genannten Denker den Humor?
Plessner sieht das Lachen als Entlastungsreaktion bei Grenzsituationen, Bergson interpretiert es als soziale Korrektur gegen mechanische Steifheit, und Freud betrachtet es als Überwindung psychischer Hemmungen durch Lustgewinn.
- Quote paper
- Tim Wersig (Author), 2009, Homo ridens oder das verkaufte Lachen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156053