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Jahressteuergesetz 2022. Steigende Erbschaft- und Schenkungsteuer bei der Übertragung von Grundbesitz ab dem 01.01.2023

Titel: Jahressteuergesetz 2022. Steigende Erbschaft- und Schenkungsteuer bei der Übertragung von Grundbesitz ab dem 01.01.2023

Bachelorarbeit , 2023 , 62 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Jura - Steuerrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Folgenden werden die bis zum 31.12.2022 geltenden Bewertungsvorschriften den aus dem Jahressteuergesetz 2022 resultierenden geänderten, ab dem 01.01.2023 geltenden Bewertungsvorschriften gegenübergestellt. Ziel der Arbeit ist es, die Änderungen des Bewertungsgesetzes herauszuarbeiten und die sich hieraus ergebenden Konsequenzen für die Ermittlung der Erbschaft- und Schenkungsteuer aufzuzeigen.

Die Erbschaftsteuer macht 1,2 % der Steuereinnahmen in Deutschland aus. Im Jahr 2021 beliefen sich die Steuereinnahmen aus der Erbschaftsteuer, die in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen sind, auf 9,82 Mrd. €.
Der Erlass des Jahressteuergesetzes 2022 und die damit verbundenen Neuregelungen im Bewertungsgesetz haben wegen der drohenden steuerlichen Mehrbelastung bei der Übertragung von Grundbesitz mit Erbschaft- und Schenkungsteuer für großes Aufsehen gesorgt. Doch kommt es tatsächlich zu einer Mehrbelastung mit Erbschaft- und Schenkungsteuer bei der Übertragung von Grundbesitz ab dem 01.01.2023?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • Abkürzungsverzeichnis
  • Abbildungsverzeichnis
  • Einleitung
    • I. Ausgangspunkt
    • II. Gang der Untersuchung
  • A. Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht
    • I. Steuerpflicht
      • 1. Sachliche Steuerpflicht § 1 ErbStG
      • 2. Persönliche Steuerpflicht § 2 ErbStG
        • a) Unbeschränkte Steuerpflicht
        • b) Beschränkte Steuerpflicht
        • c) Erweiterte beschränkte Steuerpflicht
    • II. Steuerklassen und Freibeträge
    • III. Steuerbefreiungen und Steuerbegünstigungen
      • 1. Steuerbefreiung im Zusammenhang mit dem Familienheim
      • 2. Verschonungsregelung für zu Wohnzwecken vermietete Grundstücke
  • B. Begriff des Grundbesitzes im Sinne der Erbschaft- und Schenkungsteuer
    • I. Begriff des unbebauten Grundstücks
    • II. Begriff des bebauten Grundstücks
      • 1. Ein- und Zweifamilienhäuser
      • 2. Mietwohngrundstücke
      • 3. Wohnungseigentum
      • 4. Teileigentum
      • 5. Geschäftsgrundstücke
      • 6. Gemischt genutzte Grundstücke
      • 7. Sonstige bebaute Grundstücke
    • III. Sonderfälle
      • 1. Erbbaurecht
      • 2. Gebäude auf fremdem Grund und Boden
      • 3. Grundstücke im Zustand der Bebauung
  • C. Bewertungsverfahren
    • I. Bewertung unbebauter Grundstücke
    • II. Bewertung bebauter Grundstücke
      • 1. Vergleichswertverfahren
      • 2. Ertragswertverfahren
        • a) Allgemeines Berechnungsschema
        • b) Ermittlung des Bodenwerts
        • c) Ermittlung des Rohertrags
        • d) Bewirtschaftungskosten
        • e) Anpassung und jährliche Indexierung der Bewirtschaftungskosten für Bewertungsstichtage nach dem 31.12.2022
        • f) Bodenwertverzinsung
        • g) Senkung der Liegenschaftszinssätze für Bewertungsstichtage nach dem 31.12.2022
        • h) Kapitalisierung des Gebäudereinertrags
        • i) Verlängerung der wirtschaftlichen Gesamtnutzungsdauer bestimmter Grundstücksarten für Bewertungsstichtage nach dem 31.12.2022
        • j) Gegenüberstellung des alten und neuen Rechtsstands im Ertragswertverfahren anhand eines Beispiels
      • 3. Sachwertverfahren
        • a) Allgemeines Berechnungsschema
        • b) Geändertes Berechnungsschema für Bewertungsstichtage nach dem 31.12.2022
        • c) Regelherstellungskosten des Gebäudes
        • d) Einführung eines Regionalfaktors für Bewertungsstichtage nach dem 31.12.2022
        • e) Alterswertminderung
        • f) Auswirkung der Verlängerung der wirtschaftlichen Gesamtnutzungsdauer für Bewertungsstichtage nach dem 31.12.2022 auf den Alterswertminderungsfaktor
        • g) Wertzahl
        • h) Anpassung der Wertzahlen für Bewertungsstichtage nach dem 31.12.2022
        • i) Gegenüberstellung des alten und neuen Rechtsstands im Sachwertverfahren anhand eines Beispiels
      • 4. Bewertung in Sonderfällen
        • a) Bewertung des Erbbaurechts
        • b) Bewertung des Erbbaurechts für Bewertungsstichtage nach dem 31.12.2022
        • c) Bewertung des Erbbaugrundstücks
        • d) Bewertung in Erbbaugrundstücks für Bewertungsstichtage nach dem 31.12.2022
        • e) Gebäude auf fremdem Grund und Boden
        • f) Bewertung von Gebäuden auf fremdem Grund und Boden nach dem 31.12.2022
        • g) Grundstücke im Zustand der Bebauung
      • 5. Escape-Klausel des § 198 BewG
    • Fazit
    • Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen des Jahressteuergesetzes 2022 auf die Erbschaft- und Schenkungsteuer bei der Übertragung von Grundbesitz ab dem 01.01.2023. Das Hauptziel ist es, die Änderungen des Bewertungsgesetzes zu analysieren und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Ermittlung der Erbschaft- und Schenkungsteuer aufzuzeigen, insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Mehrbelastung.

  • Analyse der Änderungen des Bewertungsgesetzes (BewG) durch das Jahressteuergesetz 2022 (JStG 2022).
  • Vertiefung der Bewertungsverfahren für bebauten Grundbesitz (Ertragswert- und Sachwertverfahren).
  • Betrachtung von Sonderfällen wie Erbbaurechten und Gebäuden auf fremdem Grund und Boden.
  • Definition des Grundbesitzbegriffs im Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht.
  • Untersuchung von Steuerpflicht, Steuerklassen, Freibeträgen und Befreiungen.
  • Beurteilung der steuerlichen Mehrbelastung infolge der Gesetzesänderungen.

Auszug aus dem Buch

II. Bewertung bebauter Grundstücke

Die Zuordnung der in § 181 BewG genannten Grundstücksarten zu einem der drei Bewertungs-verfahren erfolgt in § 182 BewG. Die Grundbesitzbewertung erfolgt abhängig von der Grund-stücksart im Vergleichswertverfahren, im Ertragswertverfahren oder im Sachwertverfahren.

Die Bewertungsverfahren werden auch nach Änderung des BewG durch das JStG 2022 grundsätz-lich in ihrer Systematik beibehalten. Die Änderungen wirken sich dennoch insbesondere auf das Ertrags- und das Sachwertverfahren zur Bewertung bebauter Grundstücke aus. Aber auch die Be-wertung in Erbbaurechtsfällen und in Fällen, in denen sich Gebäude auf fremdem Grund und Bo-den befinden, sind von den Änderungen durch das JStG 2022 betroffen.

Das Vergleichswertverfahren wird in § 183 BewG geregelt. Es findet gemäß § 182 Abs. 2 BewG bei Wohnungseigentum, Teileigentum und Ein- und Zweifamilienhäusern Anwendung, sofern ge-eignete Vergleichswerte vorliegen. Bei Ein- und Zweifamilienhäuser ist das Vergleichswertver-fahren i. d. R. nur selten anwendbar, da diese Grundstücksarten auf Grund ihrer individuellen Ei-genschaften oft nur wenig vergleichbar sind.

Es ist zwischen dem direkten Vergleichswertverfahren im Sinne des § 183 Abs. 1 BewG und dem indirekten Vergleichswertverfahren nach § 183 Abs. 2 BewG zu unterscheiden. Die Grundbe-sitzwerte werden im Rahmen des Vergleichswertverfahrens aus den Vergleichspreisen (direkte Methode) oder anhand von Vergleichsfaktoren (indirekte Methode) abgeleitet.

Ersteres erfordert gemäß R B 183 Abs. 2 ErbStR das Vorliegen von Vergleichsgrundstücken, die hinsichtlich bestimmter Merkmale eine hinreichende Übereinstimmung vorweisen. Zu diesen Merkmalen zählen die Lage und das Alter des Gebäudes, die Grundstücksgröße, der Erschlie-ßungszustand, sowie die Art der baulichen Nutzung. Für das direkte Vergleichswertverfahren sind die von Gutachterausschüssen im Sinne der §§ 192 ff. BauGB mitgeteilten Vergleichspreise maßgeblich. Für den Fall, dass mehrere Vergleichspreise vorliegen, ist der Durchschnittspreis dieser zu bilden und anzusetzen.

Alternativ können im Rahmen des indirekten Vergleichswertverfahrens die von Gutachteraus-schüssen mitgeteilten Vergleichsfaktoren, wie beispielsweise der Quadratmeterpreis, herangezo-gen werden. Hier ergibt sich der Vergleichswert durch die Multiplikation des Vergleichsfaktors mit beispielsweise der Objektgröße.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steuerliche Bedeutung der Erbschaftsteuer in Deutschland und führt in die Problematik der Wertermittlung von Grundbesitz nach dem Jahressteuergesetz 2022 ein.

A. Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht: Dieses Kapitel bietet eine allgemeine Übersicht über das Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht, einschließlich der Steuerpflicht, Steuerklassen, Freibeträge sowie Steuerbefreiungen und -begünstigungen im Kontext von Grundbesitzübertragungen.

B. Begriff des Grundbesitzes im Sinne der Erbschaft- und Schenkungsteuer: Hier wird der Grundbesitzbegriff detailliert definiert und verschiedene Grundstücksarten sowie Sonderfälle wie Erbbaurechte und Gebäude auf fremdem Grund und Boden unterschieden.

C. Bewertungsverfahren: Das umfangreichste Kapitel stellt die verschiedenen Bewertungsverfahren – Vergleichswert-, Ertragswert- und Sachwertverfahren – vor und analysiert die spezifischen Änderungen des Bewertungsgesetzes durch das JStG 2022 sowie deren Auswirkungen auf die Bewertung von Grundbesitz.

Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen, bewertet die Auswirkungen der JStG 2022-Änderungen auf die Grundbesitzbewertung und klärt die Frage einer möglichen steuerlichen Mehrbelastung.

Schlüsselwörter

Jahressteuergesetz 2022, Erbschaftsteuer, Schenkungsteuer, Grundbesitz, Bewertungsgesetz, Immobilienbewertung, Ertragswertverfahren, Sachwertverfahren, Vergleichswertverfahren, Liegenschaftszinssätze, Regionalfaktor, Alterswertminderung, Familienheim, Erbbaurecht, Steuerrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen des Jahressteuergesetzes 2022 auf die Erbschaft- und Schenkungsteuer, insbesondere im Hinblick auf die Bewertung von Grundbesitz und mögliche daraus resultierende steuerliche Mehrbelastungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen das Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht, die Definition des Grundbesitzes, verschiedene Bewertungsverfahren für Immobilien (Vergleichswert-, Ertragswert- und Sachwertverfahren) sowie Sonderfälle der Bewertung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Änderungen des Bewertungsgesetzes durch das Jahressteuergesetz 2022 herauszuarbeiten und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Erbschaft- und Schenkungsteuer aufzuzeigen. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob es tatsächlich zu einer Mehrbelastung mit Erbschaft- und Schenkungsteuer bei der Übertragung von Grundbesitz ab dem 01.01.2023 kommt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine rechtswissenschaftliche Analyse, indem sie die bis zum 31.12.2022 geltenden Bewertungsvorschriften denen des Jahressteuergesetzes 2022 gegenüberstellt und die sich daraus ergebenden steuerlichen Konsequenzen aufzeigt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt das allgemeine Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht, definiert den Begriff des Grundbesitzes und seine Arten, sowie detailliert die verschiedenen Bewertungsverfahren für Grundbesitz und deren Änderungen durch das JStG 2022.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Jahressteuergesetz 2022, Erbschaftsteuer, Schenkungsteuer, Grundbesitz, Bewertungsgesetz, Immobilienbewertung, Ertragswertverfahren, Sachwertverfahren, Vergleichswertverfahren, Liegenschaftszinssätze, Regionalfaktor, Alterswertminderung, Familienheim, Erbbaurecht, Steuerrecht.

Wie wirken sich die Änderungen des JStG 2022 auf die Liegenschaftszinssätze aus?

Das JStG 2022 hat die gesetzlichen Liegenschaftszinssätze herabgesetzt und an das aktuelle Marktniveau angepasst. Dies führt tendenziell zu einer geringeren Bodenwertverzinsung und einem höheren Gebäudeertragswert, was eine steuerliche Mehrbelastung nach sich ziehen kann.

Was ist der neu eingeführte Regionalfaktor im Sachwertverfahren?

Der Regionalfaktor wurde im Sachwertverfahren neu eingeführt, um den Gebäudesachwert an das regionale Baukostenniveau und den örtlichen Grundstücksmarkt anzupassen. Er wird mit den durchschnittlichen Herstellungskosten multipliziert.

Gibt es Änderungen bei der Bewertung von Erbbaurechten ab 2023?

Ja, ab dem 01.01.2023 wird die Bewertung von Erbbaurechten und Erbbaugrundstücken neu strukturiert. Das Vergleichswertverfahren ist in diesen Fällen nicht mehr vorgesehen; stattdessen kommen finanzmathematische Methoden und Koeffizienten der Gutachterausschüsse zum Einsatz.

Können Steuerpflichtige einem höheren Bewertungsergebnis ab 2023 entgegenwirken?

Ja, Steuerpflichtige haben weiterhin die Möglichkeit, einen niedrigeren gemeinen Wert des Grundbesitzes nachzuweisen, falls das Bewertungsergebnis deutlich über dem Verkehrswert liegt, beispielsweise durch ein Sachverständigengutachten oder einen zeitnah erzielten Kaufpreis.

Ende der Leseprobe aus 62 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Jahressteuergesetz 2022. Steigende Erbschaft- und Schenkungsteuer bei der Übertragung von Grundbesitz ab dem 01.01.2023
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Bonn früher Fachhochschule
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
62
Katalognummer
V1561194
ISBN (PDF)
9783389110539
ISBN (Buch)
9783389110546
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jahressteuergesetz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2023, Jahressteuergesetz 2022. Steigende Erbschaft- und Schenkungsteuer bei der Übertragung von Grundbesitz ab dem 01.01.2023, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1561194
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Leseprobe aus  62  Seiten
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