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Alfons I. von Aragón - "El Batallador"

Título: Alfons I. von Aragón - "El Batallador"

Trabajo , 2003 , 27 Páginas , Calificación: sehr gut (1)

Autor:in: Thorsten Dollmetsch (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Beschäftigt man sich mit Alfons I. von Aragón, so stößt man sehr schnell auf dessen wohlklingenden Beinamen „El Batallador“. Diesen erhielt er, nachdem er die nördlichste Hauptverteidigungsgrenze des islamischen Spaniens, die Frontera superior, die in etwa das Tal des Ebro1 um Zaragoza und angrenzende Gebiete umfasste, in den Jahren 1118 bis 1120 von den Muslimen erobert hatte.2 „Auch wenn das Königreich von Aragón nicht mehr existiert oder jetzt verborgen erscheint, sind die früheren Ruhmestaten des Reiches immer noch lebendig und werden von den Aragonesen in liebevoller Erinnerung behalten.“3 Das gleiche gilt selbstredend für Alfons, den „vielleicht größten Helden des mittelalterlichen Aragóns“4, so dass ihm zu Ehren 1925 in Zaragoza eine Statue errichtet wurde, die auf dem Deckblatt abgebildet ist.5

Außer Schlachten hat Alfons jedoch noch mehr zu bieten. „Einem Maurenfürsten, der ihn gefragt hatte, wieso er keine Konkubine zu sich nehme, soll er geantwortet haben, ein wirklicher Soldat solle nur mit Männern zusammeleben und nicht mit Frauen.“6 Aufgrund dieser muslimischen Quelle und der Tatsache, dass er nur einmal verheiratet war und keine Kinder zeugte, wurde wiederholt spekuliert, dass er homosexuell oder ein Frauenhasser war.7 Offenbar wird hierbei aber nicht bedacht, dass der Autor der Chronik, aus der dieser Wortwechsel stammt, Ibn el-Athir, von 1166 bis 1234 lebte, also ungefähr 100 Jahre nach Alfons, der um 1073 geboren wurde und 1134 starb.8 Während wir ELENA LOURIES Schlussfolgerung, dass Alfons unfruchtbar war,9 für wahrscheinlich halten, will JOSÉ MARÍA LACARRA Alfons wohl sehr gerne als Miles dei10 sehen, als Verteidiger der Witwen und Waisen, als Kämpfer Gottes gegen die Heiden. Diese Haltung ist auch auf Alfons’ Testament zurückzuführen, in dem er sein Reich den Ritterorden der Templer, der Johanniter und der Chorherren vom Heiligen Grab vererbt hatte.11 Aufgrund seines Testaments wird Alfons jedoch auch als verrückt und blind für politische Realitäten gebrandmarkt.12 CLAY STALLS spricht von Alfons dagegen sehr bewundernd. „Alfonso was that rare man who is a mover and shaker of the time in which he lives.“13 Eine nach unserer Ansicht gute, aber dennoch nicht völlig zutreffende Charakterisierung des Batalladors liefert LUDWIG VONES.[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Königreich Aragón im 11. Jahrhundert

2.1. Ramiro I.

2.2. Sancho I. Ramírez

2.3. Pedro I.

3. Die Regierung Alfons’ I. von Aragón

3.1. Die ersten Jahre

3.2. Die Ehe mit Urraca von Kastillien

3.3. Die Eroberung des Ebrotals

3.4. Die Sicherung der Herrschaft

3.5. Der Zug durch Südspanien

3.6. Das Ende des Batalladors

4. Vom Königreich Aragón zur Krone Aragón

4.1. Das Testament Alfons’ I.

4.2. Ramiro II., Petronilla und Ramón Berenguer IV.

5. Resümee und abschließende Bemerkungen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Regierungszeit von Alfons I. von Aragón, dem „Batallador“, mit dem primären Ziel, das verbreitete Bild des Königs als religiösen Glaubensfanatiker kritisch zu hinterfragen und seine Handlungen stattdessen als pragmatisch motivierte Machtpolitik zur Erweiterung und Sicherung seines Reiches zu deuten.

  • Analyse der politischen Strategien und militärischen Erfolge von Alfons I.
  • Untersuchung des Verhältnisses zu Glaubensgenossen und Andersgläubigen in den eroberten Gebieten.
  • Bewertung des Testaments Alfons’ I. hinsichtlich seiner politischen Intentionen.
  • Betrachtung der Transformationsprozesse, die zum Entstehen der Krone Aragón führten.

Auszug aus dem Buch

3.3. Die Eroberung des Ebrotals

Im Jahr 1117 änderte sich die Lage grundlegend, weil Alfons und Urraca ihren Konflikt beendeten und einen Waffenstillstand vereinbarten. Dieser ermöglichte Urraca ein besseres Vorgehen gegen ihren Sohn und ihre Halbschwester, aber sie musste dafür die schon von ihrem Vater angestrebte Eroberung Zaragozas aufgeben. Alfons wird dagegen erkannt haben, dass einerseits er seinen Herrschaftsanspruch über Kastilien-León wegen seiner geringeren Ressourcen auch in Zukunft nicht durchsetzen können wird, auch wenn er weiterhin Teile von Kastilien-León kontrollierte, und dass andererseits auch die Banu Hud den Almoraviden nicht ewig standhalten konnten. Die Waffenruhe mit Urraca erlaubte es ihm zumindest das umstrittene Ebrotal zu erobern, da die Westgrenze Aragóns nun sicher war.

Alfons I. verfolgte die übliche aragónesische Taktik. Eine große muslimische Stadt wurde zunächst von ihrer Unterstützung aus dem Süden abgeschnitten und weniger dicht besiedelte Gebiete wurden zuerst erobert, so dass sich Alfons 1117 im Gebiet südlich von Zaragoza aufhielt. Sein Sturm auf Zaragoza begann Alfons dann 1118 mit Hilfe französischer Truppen, nachdem er auf einer Synode in Toulouse die Unterstützung vieler französischer Adliger gewinnen konnte, aber auch zusammen mit seinem muslimischen Verbündeten ‘Imad al-Dawla. Die Belagerung der Stadt dauerte lange und Teile der französischen Truppen begannen zu desertieren, so dass es Alfons sehr willkommen war, dass der Papst, mittlerweile Gelasius II., nachdem er von Alfons darum gebeten worden war, den Teilnehmern am 10. Dezember 1118 Indulgenz gewährte und so das Unternehmen in den Rang eines Kreuzzuges erhob. Die moralische Unterstützung des Papstes verfehlte ihre Wirkung nicht, denn schon acht Tage später fiel die Stadt und andere Städte sollten ihr in kurzer Zeit folgen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung problematisiert die historische Einschätzung von Alfons I. als Glaubensfanatiker und stellt die Forschungsfrage nach seinen tatsächlichen machtpolitischen Motiven.

2. Das Königreich Aragón im 11. Jahrhundert: Das Kapitel bietet einen historischen Abriss der Vorgänger von Alfons I. und beleuchtet die langsame Expansion des kleinen Pyrenäenkönigreichs.

3. Die Regierung Alfons’ I. von Aragón: Dieses Kernkapitel analysiert Alfons' Herrschaftszeit, seine Heiratspolitik, seine militärischen Eroberungen im Ebrotal und sein pragmatisches Verhalten gegenüber Muslimen.

4. Vom Königreich Aragón zur Krone Aragón: Hier wird der Zerfall des Reiches nach Alfons' Tod sowie die komplizierte Testamentsnachfolge und die letztliche Vereinigung mit Barcelona hin zur Krone Aragón dargelegt.

5. Resümee und abschließende Bemerkungen: Das Fazit bestätigt die These, dass Alfons ein geschickter, machthungriger Stratege war, dessen Handeln weniger von Religion als von machtpolitischem Kalkül geleitet wurde.

Schlüsselwörter

Alfons I. von Aragón, El Batallador, Reconquista, Königreich Aragón, Zaragoza, Urraca von Kastilien, Almoraviden, Ritterorden, Mittelalter, Machtpolitik, Ebrotal, Religionsfanatismus, Nachfolgekrise, Krone Aragón.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Regierungszeit von Alfons I. von Aragón und analysiert seine politischen und militärischen Maßnahmen zur territorialen Expansion.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die Eroberung des Ebrotals, das Verhältnis zu den muslimischen Untertanen, die Ehe mit Urraca von Kastilien und die langfristigen Folgen seines Testaments.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die gängige historische Sichtweise auf Alfons I. als religiösen Eiferer zu revidieren und nachzuweisen, dass pragmatische machtpolitische Interessen seine Handlungen dominierten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine quellenkritische Analyse durch, wobei historische Urkunden, zeitgenössische Chroniken und die moderne Forschungsliteratur einbezogen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung der Vorgeschichte, eine detaillierte Analyse der Regierung Alfons’ I. inklusive seiner militärischen Taktiken sowie eine Untersuchung des Testaments und seiner Folgen für die Entstehung der Krone Aragón.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Alfons I. von Aragón, Reconquista, Machtpolitik, pragmatische Herrschaft, Ebrotal und Krone Aragón.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Testaments von Alfons I.?

Der Autor argumentiert, dass das Testament kein Beweis für eine religiöse Verblendung ist, sondern ein wohlkalkulierter, wenn auch ungewöhnlicher Schachzug, um die Unabhängigkeit und Expansion seines Reiches gegen äußere Zugriffe zu sichern.

Warum lässt der Autor den Vorwurf des Glaubensfanatismus gegen Alfons I. nicht gelten?

Der Autor führt an, dass Alfons I. die muslimische Bevölkerung in den eroberten Gebieten weder massenhaft vertrieb noch zwangsbekehrte, sondern ihre wirtschaftliche Produktivität nutzte, was für ein pragmatisches Handeln statt für religiösen Eifer spricht.

Final del extracto de 27 páginas  - subir

Detalles

Título
Alfons I. von Aragón - "El Batallador"
Universidad
University of Frankfurt (Main)  (Historisches Seminar)
Curso
Die iberische Halbinsel als Kulturkontaktzone im 11. und 12. JahrhundertDie iberische Halbinsel als Kulturkontaktzone im 11. und 12. Jahrhundert
Calificación
sehr gut (1)
Autor
Thorsten Dollmetsch (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
27
No. de catálogo
V15611
ISBN (Ebook)
9783638206730
ISBN (Libro)
9783656069218
Idioma
Alemán
Etiqueta
Alfons Aragon Batallador Halbinsel Kulturkontaktzone JahrhundertDie Halbinsel Kulturkontaktzone Jahrhundert
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Thorsten Dollmetsch (Autor), 2003, Alfons I. von Aragón - "El Batallador", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15611
Leer eBook
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