Diese Arbeit analysiert den Einsatz von ERP-Systemen zur Prozessoptimierung in Unternehmen. Der Fokus liegt auf Business Process Management (BPM), der Modellierung von Geschäftsprozessen mit EPK und BPMN sowie der Effizienzsteigerung durch digitale Lösungen. Am Beispiel des Procure-to-Pay-Prozesses werden Best Practices und innovative Technologien wie RPA, Machine Learning und Blockchain untersucht. Ziel ist es, strategische und operative Ansätze aufzuzeigen, die Unternehmen helfen, Geschäftsabläufe zu automatisieren, Kosten zu senken und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
Inhaltsverzeichnis
Aufgabe 1
Aufgabe 2
Aufgabe 3
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die theoretischen Grundlagen des Business Process Managements (BPM) zu erläutern, verschiedene Modellierungsstandards wie EPK und BPMN gegenüberzustellen und Best-Practice-Ansätze für den Procure-to-Pay-Prozess (P2P-Prozess) aufzuzeigen.
- Erklärung und Abgrenzung des Business Process Managements (BPM)
- Vergleichende Analyse der Modellierungsstandards EPK und BPMN
- Definition und Optimierung von Procure-to-Pay-Prozessen (P2P)
- Einbindung von ERP-Systemen in Geschäftsprozesse
- Technologien zur Prozessoptimierung (Industrie 4.0, Blockchain, RPA)
Auszug aus dem Buch
Aufgabe 1
Die in der Vergangenheit zu beobachtende Entwicklungstendenz von Unternehmen hin zur stärkeren Fokussierung auf die Gestaltung und Optimierung betrieblicher Leistungserstellungsprozesse bringt die Notwendigkeit hervor, ein systematisches Konzept zur Durchsetzung dieses Vorhabens zu etablieren. Dieser Problemstellung nimmt sich das sogenannte Business Process Management - kurz BPM - an, welches es zum Ziel trägt, Geschäftsprozesse zunächst zu analysieren und modellieren, um in einem nächsten Schritt deren Ausführung zu überwachen sowie eine Optimierung anzustreben. Der weitere Verlauf dieser Aufgabe soll dazu dienen, den Begriff BPM im Kontext verwandter Konzepte zu definieren bzw. abzugrenzen, die Rolle des BPM als zentrale Organisationseinheit zu charakterisieren sowie die Ansätze des strategischen und operativen BPM vorzustellen.
Um die Grundlage späterer Ausführungen zu ermöglichen, sei zunächst der Begriff des Geschäftsprozesses definiert. Gabriel und Gehring definieren diesen als ein Konstrukt von zeitlich-logisch aufeinanderfolgenden Aufgaben, die sich bei Bedarf auf mehrere Organisationseinheiten erstrecken können und zur Hervorbringung einer Form der betrieblichen Leistungserstellung für interne oder externe Kunden dienlich sind. Kuntze et al. ergänzen diese Vorstellung eines Geschäftsprozesses weiterführend mit der Eigenschaft, dass diese immer mit einem Bedarf beginnen - z.B. einen Kundenauftrag zur Reparatur einer Maschine - und mit der Deckung dieses Bedarfes - in diesem Fall die ausgeführte Reparatur inkl. der zugehörigen Rechnungsstellung - enden.
Das BPM zieht nun sämtliche dieser Geschäftsprozesse in das Erkenntnisinteresse und versucht, diese in ihrer Eigenschaft zur Flexibilität, Leistungsfähigkeit, Beherrschbarkeit und Effizienz zu bewerten sowie hierdurch einen stetigen Optimierungsprozess anzustoßen. In Abgrenzung dazu steht der Ausdruck Business Process Reengineering, welcher weniger eine inkrementelle Veränderung und kontinuierliche Verbesserung von Geschäftsprozessen anstrebt, sondern mehr eine radikale Neugestaltung dieser vorsieht.
Zusammenfassung der Kapitel
Aufgabe 1: Dieses Kapitel definiert und analysiert den Begriff des Business Process Managements (BPM) und grenzt das strategische vom operativen BPM voneinander ab.
Aufgabe 2: Hier werden die Modellierungsstandards EPK und BPMN detailliert vorgestellt, ihre Symbole erläutert und ihre Eignung zur Prozessdokumentation verglichen.
Aufgabe 3: Dieses Kapitel erläutert den Procure-to-Pay-Prozess (P2P), identifiziert Schwachstellen in manuellen Abläufen und zeigt Optimierungsmöglichkeiten durch IT-Integration und neue Technologien auf.
Schlüsselwörter
Business Process Management, BPM, Geschäftsprozess, Modellierung, EPK, BPMN, Procure-to-Pay, P2P-Prozess, ERP-System, Prozessoptimierung, Automatisierung, Industrie 4.0, Blockchain, Robotic Process Automation, Workflow
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen und praktischen Grundlagen des Business Process Managements (BPM) im Kontext der Digitalisierung von Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Geschäftsprozessen, die Methoden der Prozessmodellierung (EPK und BPMN) sowie die Gestaltung und Optimierung von Einkaufsprozessen (Procure-to-Pay).
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, ein Verständnis für effiziente Prozessabläufe zu schaffen und aufzuzeigen, wie Unternehmen Geschäftsprozesse mithilfe von Modellierungsstandards und ERP-Systemen dokumentieren und verbessern können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der vergleichenden Gegenüberstellung von Prozessmodellierungsstandards sowie der Anwendung dieser Erkenntnisse auf ein konkretes P2P-Prozessbeispiel.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des BPM, eine detaillierte technische Analyse der Modellierungssprachen EPK und BPMN sowie die Erarbeitung von Best-Practice-Ansätzen für den digitalen Procure-to-Pay-Prozess.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie BPM, Geschäftsprozess, P2P-Prozess, Modellierungsstandard, ERP-System und Prozessoptimierung geprägt.
Worin liegen die wesentlichen Unterschiede zwischen EPK und BPMN bei der Modellierung?
Die EPK ist stark auf ereignisgesteuerte Abläufe fokussiert, während die BPMN eine umfangreichere Notation bietet, die besser für die Darstellung von Verantwortlichkeiten (Swimlanes) und prozessübergreifender Kommunikation geeignet ist.
Welchen Vorteil bietet die Integration eines Multi-Lieferanten-Katalogs (MLK) im P2P-Prozess?
Ein MLK ermöglicht eine kollaborative Zusammenarbeit mit Lieferanten und eine effiziente, automatisierte Abwicklung von Bestellungen, wodurch manuelle Schritte reduziert und die Datenqualität verbessert werden.
- Arbeit zitieren
- Marie Sommerauer (Autor:in), 2024, Effiziente Geschäftsprozesse mit ERP-Systemen. Business Process Management und Automatisierung im digitalen Zeitalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1561433