Unternehmen sehen sich im Zeitalter der digitalen Transformation immer stärker anwachsenden Kundenansprüchen, einem erhöhten Kostendruck und einer stärkeren Marktdynamik, bedingt durch die zunehmende Globalisierung und den niedrigeren Markteintrittsbarrieren, ausgesetzt. Vor allem für mittelständische Unternehmen, wie die clevertables GmbH, geht es nicht alleinig darum, neue Technologie einzusetzen. Stattdessen müssen sich die Unternehmen der Aufgabe der digitalen Transformation von Geschäftsmodellen annehmen und eine angemessene Reaktion auf die Herausforderungen und Möglichkeiten in diesem Zusammenhang erarbeiten. Während sich die Digitalisierung in der Vergangenheit vermehrt auf größere Unternehmen oder einzelne Funktionsbereiche eines Unternehmens beschränkte, so betrifft diese in der heutigen Zeit die gesamte Wertschöpfungskette aller Unternehmen. Um den Wandel erfolgreich zu gestalten, ist der Einsatz von Informationstechnologie insofern unabdingbar.
Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob es für ein mittelständiges Produktionsunternehmen wie die clevertables GmbH sinnvoll ist, eine eigene informationstechnologische Mitarbeiterin einzustellen. Anschließend soll weiter beleuchtet werden, welche Aufgabenbereiche sich für diese Mitarbeiterin ergeben könnte und inwiefern dies zu einer Effizienzsteigerung in den Geschäftsprozessen führen kann.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehen
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Betriebliche Anwendungssysteme
2.1.1 Definition
2.1.2 Standardsoftware/ Individualsoftware
2.1.3 ERP-Systeme
2.2 Betriebliche IT-Architektur und Datenverwaltung
2.2.1 Definition
2.2.2 Kommunikation im Rechnernetzwerk
2.2.3 Datenspeicherung und Verwaltung
2.2.4 Bedeutung der IT-Architektur für Unternehmen
2.1 Geschäftsprozessmanagement
3 Ist-Analyse der clevertables GmbH
3.1 Produktion
3.2 Büro
3.3 Homepage
3.4 Vertrieb
3.5 Zwischenfazit
4 Mögliche Effizienzsteigerungen durch Lösungsansätze einer Wirtschaftsinformatikerin
4.1 Aufgabenbereiche der Wirtschaftsinformatikerin
4.2 Konkrete Effizienzsteigerungen
4.3 Bewertung der Rentabilität der Wirtschaftsinformatikerin
5 Fazit und Ausblick
5.1 Fazit
5.2 Erreichung der Zielsetzung
5.3 Ausblick/ Zukünftige Entwicklungen
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Schwachstellen in der IT-Infrastruktur der clevertables GmbH aufzuzeigen und die Sinnhaftigkeit der Einstellung einer Wirtschaftsinformatikerin zur Effizienzsteigerung der Geschäftsprozesse zu bewerten.
- Analyse betrieblicher Anwendungssysteme und IT-Architekturen
- Untersuchung von Ist-Zuständen in Produktion, Vertrieb und Verwaltung
- Identifikation von Automatisierungspotenzialen und Datenintegrationsmöglichkeiten
- Bewertung der wirtschaftlichen Rentabilität von IT-Personal
Auszug aus dem Buch
2.1.3 ERP-Systeme
Unter einem Enterprise-Resource-Planning-System, kurz ERP-System, wird ein modular aufgebautes Softwaresystems verstanden, welches mehrere Standardanwendungssoftwarepakete mit einer zentralen Datenhaltung kombiniert und es somit zur Aufgabe hat, alle wesentlichen Elemente zur Ressourcenplanung eines Unternehmens bereitzustellen. Der Titel „Digital Backbone“ oder „technischer Zwilling eines Unternehmens“ bringen zum Ausdruck, dass ein ERP-System eine möglichst voll integrierte und umfassende betriebliche Komplettlösung zur Echtzeit-Abbildung aller Material-, Informations- und Werteflüsse im Unternehmen darstellt.
Der mehrschichtige Aufbau des Softwaresystems, welcher sich in eine Datenhaltungs-, Applikations- und Adaptionsschicht gliedert, ermöglicht einen orts- und zeitunabhängigen Zugriff auf zentral gespeicherte Daten, Schnittstellen zu anderen Programmen und eine individuelle Anpassung durch Customizing.
Die Datenhaltungsschicht ist in der Lage, Schnittstellen zu Datenbankmanagementsystemen oder anderen Datenbanken für einen erweiterten Datenzugriff bereitzustellen. Die Daten lassen sich in verschiedene Typen einteilen, demnach unterscheidet man zwischen Stamm- und Bewegungsdaten. Stammdaten dienen der mehrfachen Verwendung und können in Form von Artikelnummern oder Stücklisten Anwendung finden. Im Gegensatz hierzu fordern Bewegungsdaten eine Flexibilität zur fortlaufenden Änderung, hier lassen sich z.B. Kunden- oder Fertigungsaufträge stellvertretend nennen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Herausforderungen der Digitalen Transformation für mittelständische Unternehmen ein und erläutert Forschungsfrage sowie Zielsetzung der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert wesentliche Begriffe der Wirtschaftsinformatik, wie Anwendungssysteme, ERP-Systeme sowie IT-Architekturen und erläutert die Bedeutung des Geschäftsprozessmanagements.
3 Ist-Analyse der clevertables GmbH: In diesem Teil wird der aktuelle IT-Zustand des Unternehmens in den Bereichen Produktion, Vertrieb, Büro und Homepage analysiert, um Schwachstellen aufzudecken.
4 Mögliche Effizienzsteigerungen durch Lösungsansätze einer Wirtschaftsinformatikerin: Hier werden Aufgabenfelder und konkrete Lösungsansätze zur Prozessoptimierung aufgezeigt sowie eine erste rentabilitätsorientierte Bewertung der Einstellung einer IT-Fachkraft vorgenommen.
5 Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, gleicht sie mit der Zielsetzung ab und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen im Bereich der IT-Nutzung.
Schlüsselwörter
Wirtschaftsinformatik, ERP-Systeme, Digitalisierung, Geschäftsprozessmanagement, IT-Infrastruktur, Standardsoftware, Datenintegration, Effizienzsteigerung, Mittelstand, IT-Architektur, Stammdaten, Prozessoptimierung, Unternehmensberatung, Rentabilität, Digitale Transformation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die IT-Infrastruktur eines mittelständischen Produktionsunternehmens und evaluiert, welchen Beitrag eine spezialisierte Fachkraft für Wirtschaftsinformatik zur Effizienzsteigerung leisten kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen betriebliche Anwendungssysteme, Integrationsproblematik heterogener IT-Landschaften, Möglichkeiten der Datenverwaltung sowie Grundlagen des Geschäftsprozessmanagements.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel besteht darin, durch eine Ist-Analyse Potenziale zu identifizieren, die eine Wirtschaftsinformatikerin nutzen könnte, um die IT und Unternehmensprozesse des Fallunternehmens zu optimieren.
Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer wissenschaftlichen Literaturanalyse sowie einer fallbezogenen Ist-Analyse der IT-Struktur bei der clevertables GmbH unter Anwendung theoretischer Konzepte der Wirtschaftsinformatik.
Welche Inhalte umfasst der Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine detaillierte Prüfung der Ist-Situation in verschiedenen Unternehmensbereichen und die Ableitung von konkreten Handlungsempfehlungen für IT-Projekte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie ERP-Systeme, Datenintegration, Geschäftsprozessmanagement, Digitale Transformation und Effizienzsteigerung innerhalb des Mittelstandes charakterisiert.
Welche Hauptprobleme weist die IT-Infrastruktur der clevertables GmbH auf?
Die Analyse zeigt eine starke Heterogenität der Systeme, mangelnde Datenintegration sowie die Abwesenheit einer zentralen Datenspeicherung auf, was zu redundanten Daten und ineffizienten Prozessen führt.
Welche Rolle spielt das Customizing bei der Softwareauswahl?
Customizing ermöglicht die Anpassung von Standardsoftware an spezifische unternehmerische Bedürfnisse ohne den zugrunde liegenden Programmcode verändern zu müssen, um so die Passgenauigkeit zu erhöhen.
- Citar trabajo
- Anónimo,, 2024, Digitale Transformation und Wirtschaftsinformatik. Effizienzsteigerung in Unternehmen durch IT-gestützte Geschäftsprozesse, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1561443