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Freiarbeit - Eine Chance für die Sekundarstufe?

Title: Freiarbeit - Eine Chance für die Sekundarstufe?

Intermediate Examination Paper , 2002 , 32 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Katharina Brehmer (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Summary Excerpt Details

Nachdem ich mit der Problematik der Methodenvielfalt in dem Seminar „Methodenvielfalt im
Unterricht“ vertraut gemacht wurde, möchte ich in dieser Arbeit den Begriff der Freiarbeit,
als eine Möglichkeit des Offenen Unterrichts genauer betrachten. Wie bereits der Titel verrät,
sollen im Zentrum meiner Überlegungen die Möglichkeiten und Potenzen der Realisierung
von Freiarbeit in der Sekundarstufe, insbesondere am Gymnasium1, stehen.
Aus der zahlreichen Literatur, die sich mit der Freiarbeit auseinandersetzt, wurde mir deutlich,
dass der Begriff des Freien Arbeitens bis vor einigen Jahren hauptsächlich im Zusammenhang
mit der Grundschule verbunden wurde, wo es mittlerweile als Methode durchaus akzeptiert ist
und verhältnismäßig häufig angewendet wird. Betrachtet man aber den
Sekundarstufenbereich, muss man feststellen, dass dieser kaum Beachtung fand oder dass
offenere Unterrichtsformen wie Freiarbeit hier weitaus weniger anerkannt waren. Offener
Unterricht fand, wenn überhaupt, meist außerhalb des schulinternen Unterrichts statt, wie z.B.
in Projektwochen oder Studienfahrten.2 Daran hat sich bis heute nicht wirklich viel geändert.
Doch zeigt die neuere Literatur, dass es im Zuge der Reformbewegung immer wieder
Bestrebungen gab und gibt, Freiarbeit auch in den Sekundarstufenbereich zu integrieren. Dazu
sollen „Brückenschläge von der Grundschule her zu den weiterführenden Schulen hin“ (Groß
1992: 41) gezogen werden3, denn hier herrscht eine Kluft.
Anfangs wurde oft versucht, Methoden der Grundschule auch in den Sekundarstufenbereich
zu übernehmen. Doch mittlerweile gibt es immer mehr Literatur mit speziellen
Handlungsanweisungen und -hilfen zum erfolgreichen Umgang mit Freiarbeit in der
Sekundarstufe.
Einer der Autoren, der sich speziell mit diesem Thema beschäftigt hat, ist Claus C. Krieger.
Er vertritt die Meinung, dass Freiarbeit sowohl in der Grundschule als auch in der
Sekundarstufe absolut sinnvoll sei. Sie könne die bis heute „bestehende Kluft zwischen
Schulwirklichkeit und schülerorientierten Intentionen der Bildungspläne“ schließen und sei
ein wesentlicher Beitrag zur „Humanisierung der Schule“ (Krieger 1994: IX). [...]

1 Das Gymnasium findet in meinen Untersuchungen besondere Beachtung, da dieses über die Sek. I hinaus noch über einen
zweiten Sekundarstufenbereich verfügt.
2 Siehe hierzu auch die Ausführungen von C.G. Krieger (1994 : IX)
3 „Von der Grundschule lernen“ heißt es bei Werner G. Mayer (1992: 14).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

0.1 Arbeitsplan

1. Zur Freiarbeit

2. Warum Freiarbeit?

3. Potenzen – Lernziele der Freiarbeit

4. Anforderungen

5. Schlussbetrachtung

6. Literaturverzeichnis

7. Anhang

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht die Möglichkeiten und Potenzen der Freiarbeit als Form des offenen Unterrichts in der Sekundarstufe, mit besonderem Fokus auf das Gymnasium. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch dieses reformpädagogische Konzept eine stärkere Schülerorientierung, Eigenverantwortung und Kompetenzbildung in einer Schullaufbahn erreicht werden kann, die traditionell stark durch Frontalunterricht geprägt ist.

  • Historische Herleitung reformpädagogischer Konzepte
  • Analyse der Lebenswirklichkeit heutiger Schüler
  • Gymnasiale Kritikansätze und Entwicklungsperspektiven
  • Förderung von Schlüsselqualifikationen und Selbständigkeit
  • Organisatorische Anforderungen und Rahmenbedingungen

Auszug aus dem Buch

Die Freiarbeit

Die Freiarbeit ist eine Organisationsform von Unterricht, in der die Schülerinnen und Schüler frei arbeiten können. Sie gewährt größtmögliche Freiheit zu spontaner, selbstbestimmter, schulischer Arbeit in einer pädagogisch gestalteten Umgebung und innerhalb klar definierter, akzeptierter Rahmenbedingungen (Gemeinschaftsregeln, Zielsetzungen, Zeit, Raum, Arbeitsmaterialien, Methoden, Techniken u.a.) Bewegungsfreiheit, Wahlfreiheit in Bezug auf Arbeitsthema und Arbeitsmaterial und Entscheidungsfreiheit über Reihenfolge Zeit und Sozialform sind ihre charakteristischen Merkmale. Die Freiarbeit ergänzt den „gebundenen“ Unterricht. Sie ist ein integriert reformpädagogisches Konzept einer schülerorientierten, binnendifferenzierenden Gestaltung von Unterricht und das Ergebnis einer (methodisch-didaktisch) stufenweisen Heranführung an die selbständige, schulische Arbeit. (Krieger 1994: 201)

Freiarbeit bedeutet also nicht, zu tun was einem gerade einfällt, sondern vordergründlich ‚Arbeit’. Dabei bietet sie den Schülern jedoch die Möglichkeit, ihren individuellen Interessen nachzugehen und durch Selbsttätigkeit zur Eigenständigkeit zu gelangen.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung begründet das Thema im Kontext der Methodenvielfalt und stellt das Ziel dar, Freiarbeit als Chance für den Sekundarstufenbereich am Gymnasium zu untersuchen.

0.1 Arbeitsplan: Dieser Abschnitt skizziert den Aufbau der Arbeit, von den historischen Ursprüngen über die Notwendigkeit von Freiarbeit bis hin zu praktischen Anforderungen.

1. Zur Freiarbeit: Hier werden die reformpädagogischen Wurzeln, klassische Prinzipien und verschiedene Modelle der Freiarbeit (z.B. Montessori, Freinet, Petersen) vorgestellt und systematisiert.

2. Warum Freiarbeit?: Das Kapitel beleuchtet den Wandel der Lebenswirklichkeit der Schüler und die Kritik am gymnasialen Frontalunterricht als Anlass für neue Unterrichtskonzepte.

3. Potenzen – Lernziele der Freiarbeit: Es werden die Bildungsziele der Freiarbeit erörtert, insbesondere die Förderung von Schlüsselqualifikationen wie Selbstständigkeit und soziale Kompetenz.

4. Anforderungen: Dieser Teil behandelt die organisatorischen Rahmenbedingungen, wie Materialgestaltung, Raumangebot, Zeitstruktur und Klassenregeln, die für eine erfolgreiche Durchführung nötig sind.

5. Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst zusammen, dass Freiarbeit trotz vieler Hürden einen wesentlichen Beitrag zur Humanisierung des Schullebens leisten kann und ein lohnenswertes Ziel darstellt.

6. Literaturverzeichnis: Umfassende Liste der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Fachliteratur.

7. Anhang: Detaillierte Darstellung des ganzheitlichen Kompetenzmodells, das als theoretischer Hintergrund dient.

Schlüsselwörter

Freiarbeit, Sekundarstufe, Gymnasium, Reformpädagogik, Selbsttätigkeit, offener Unterricht, Schülerorientierung, Handlungskompetenz, Schlüsselqualifikationen, Selbständigkeit, Methodenvielfalt, Differenzierung, Lernziele, Unterrichtsgestaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Anwendbarkeit von Freiarbeit als offene Unterrichtsform in der Sekundarstufe am Gymnasium.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themen umfassen historische reformpädagogische Konzepte, die aktuelle Kritik an der gymnasialen Schulkultur, die Lernziele der Freiarbeit sowie konkrete Anforderungen an Organisation und Material.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Freiarbeit zur Verbesserung der Bildungssituation beitragen und Schüler besser auf selbständiges Arbeiten vorbereiten kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender reformpädagogischer Konzepte und fachdidaktischer Studien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begründung durch die heutige Lebenswirklichkeit, die Definition der Bildungsziele und eine detaillierte Erörterung der organisatorischen Anforderungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Freiarbeit, Selbsttätigkeit, Sekundarstufe, Reformpädagogik und Schülerorientierung sind zentrale Begriffe.

Warum ist das Gymnasium laut der Autorin besonders gefordert?

Das Gymnasium gilt als „reformresistent“ und leidet unter mangelnder Methodenvielfalt sowie einem starken Fokus auf Frontalunterricht, was laut der Autorin die Selbständigkeit der Abiturienten hemmt.

Welche Rolle spielt der Lehrer bei der Freiarbeit?

Der Lehrer wandelt seine Rolle vom Instruktor zum Organisator, Beobachter und Berater, was hohe pädagogische Kompetenz und eine neue Einstellung zum Unterricht erfordert.

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Details

Title
Freiarbeit - Eine Chance für die Sekundarstufe?
College
University of Potsdam  (Institür für Pädagogik)
Course
Methodenvielfalt im Unterricht
Grade
1,3
Author
Katharina Brehmer (Author)
Publication Year
2002
Pages
32
Catalog Number
V15617
ISBN (eBook)
9783638206778
Language
German
Tags
Freiarbeit Eine Chance Sekundarstufe Methodenvielfalt Unterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Brehmer (Author), 2002, Freiarbeit - Eine Chance für die Sekundarstufe?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15617
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