Aristoteles: Der Mensch – «ein politisches Tier»? – das zoon politikon als Voraussetzung für die Polis


Essay, 2006

5 Seiten

Julian Schütz (Autor)


Leseprobe

Ruprecht Karls Universität Heidelberg 18.12.2006

Institut für Politische Wissenschaft

Wintersemester 2006/07

PS.: Einführung in die antike politische Philosophie

Vorgelegt von : Julian von Schütz

Aristoteles: Der Mensch – «ein politisches Tier»? – das zoon politikon als Vorraussetzung für die Polis

Es gibt Lebewesen auf dieser Erde, welche ihr physisches Dasein allein des bloßen Existierens her fristen. Es gibt aber auch solche, die von Natur aus eine Veranlagung, ein „Instinkt“ besitzen, welches sie befähigt, ein Leben nicht nur der bloßen physischen Existenz her wegen auszurichten. Nehmen wir die uns Menschen gut vertrauten Tiere als Beispiel. Hier gibt es solche, die sich lediglich zu Fortpflanzung mit gleichen Artgenossen zusammenschließen, um nach der Erfüllung ihres Zweckes wieder weiterzuziehen. Es gibt unter ihnen aber auch solche, Herdentiere genannt, wie die Ameise, die Biene oder den Kranich, welche von Natur aus ein politisches Wesen innehaben. Sie organisieren sich in einem sozialen Gebilde um als Gemeinschaft zu existieren.

So auch der Mensch. Er besitzt eine ihm angeborene Eigenschaft, welche ihn dazu veranlasst, sich in Gemeinschaften zu koordinieren und zu organisieren – primär aus der Notwendigkeit des Überlebens.

Aristoteles vergleicht diesen Drang nach Gemeinschaft - als höchster Zusammenschluss in der Polis manifestiert- anhand des menschlichen Organismus. Wie auch die unterschiedlichen Körperteile wie Arm oder Ohr einzeln betrachtet weder funktionieren noch bestehen können, funktioniert ein Körper erst aus dem Zusammenspiel dieser im zusammengesetzten Ganzen (vgl. Aristoteles 1990 :2).

Diese zusammengesetzte Einheit, dem primären und natürlichen Streben nach Gemeinschaft, betitelt Aristoteles mit dem Begriffe des „zoon politikon“- einem politischen Tier.

Wie auch gewisse Tierarten sich in Herden zusammenschließen, so ist auch der Mensch von Natur aus dazu angelegt, in einer Gemeinschaft zu leben. Nach Aristoteles (Politik 1990 :4) gehört „der Staat zu den von Natur bestehenden Dingen (…) und der Mensch von Natur ein staatliches Wesen ist, und dass jemand der von Natur und nicht bloß zufällig außerhalb des Staate lebt, entweder schlecht ist oder besser als ein Mensch (…)“.

[...]

Ende der Leseprobe aus 5 Seiten

Details

Titel
Aristoteles: Der Mensch – «ein politisches Tier»? – das zoon politikon als Voraussetzung für die Polis
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Autor
Jahr
2006
Seiten
5
Katalognummer
V156210
ISBN (eBook)
9783640705474
Dateigröße
416 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aristoteles, Mensch, Tier», Vorraussetzung, Polis
Arbeit zitieren
Julian Schütz (Autor), 2006, Aristoteles: Der Mensch – «ein politisches Tier»? – das zoon politikon als Voraussetzung für die Polis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156210

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