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Rose Ausländer - Frühe Gedichte

Title: Rose Ausländer - Frühe Gedichte

Term Paper , 2003 , 16 Pages , Grade: 2

Autor:in: Katharina Brehmer (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit schließt sich an den Grundkurs B „Deutsche Lyrik nach 1945“ aus dem
Sommersemester 2003 an, in dem Entwicklungslinien der deutschsprachigen Lyrik in der
zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nachgezogen und mithilfe von Textbeispielen
unterschiedliche Zugänge zur Lyrik dieser Zeit erarbeitet wurden.
Zur vertiefenden Arbeit an der Thematik sollen nun das Leben und Schaffen eines bestimmten
Schriftstellers bzw. einer bestimmten Schriftstellerin in den Mittelpunkt der Betrachtung
gerückt werden.
Es handelt sich um die aus Czernowitz/Bukowina stammende Schriftstellerin Rose Ausländer
(11.05.1901 – 3.1.1988), welche als bedeutende deutschsprachige Schriftstellerin des 20.
Jahrhunderts, insbesondere der Nachkriegszeit gilt.
Ihr Werk ist gekennzeichnet durch eine „außergewöhnliche autobiographische und
zeitgeschichtliche Tragik“ (Vogel/Gans 1998, 7), die auch die folgenden Ausführungen
bestimmen wird.
Seit Mitte der siebziger Jahre, in denen Rose Ausländer in ihre produktivste Schaffensphase
eintrat, erschienen in Deutschland zahlreiche Gedichtbände der Schriftstellerin, die eine Reihe
von Auszeichnungen und Preisen erhielten (vgl. Wiggershaus in Braun 1991, 103). Doch
Rose Ausländer hat in diesen Jahren nicht zum ersten Mal publiziert. Ihr erster Gedichtsband
erschien bereits im Jahre 1939…
Diese Arbeit ist nun der Versuch insbesondere das ‚Frühwerk’ Rose Ausländers, das
wesentlich weniger Beachtung als ihr Spätwerk gefunden hat, weitgehend zu erfassen. Die
Entwicklung ihrer schriftstellerischen Tätigkeit von den zwanziger Jahren bis in die sechziger
Jahre soll aufgezeigt sowie die Grundfesten nachgezogen werden, die auch das Spätwerk der
Autorin besser verstehen lassen.
Zwei Gedichtbände sind es, die diesen Zeitraum - neben vielen Einzelveröffentlichungen -
repräsentieren. Der erste Gedichtband „Der Regenbogen“1, der 1939 in Czernowitz
veröffentlicht wurde, enthält Gedichte von 1927 bis 1933, wobei nur ein sehr geringer Teil
der ganz frühen Lyrik Rose Ausländers hier mit eingegangen ist. [...]

1 Nach unterschiedlichen Aussagen gibt von diesem Band kein Exemplar mehr und er galt lange Zeit als
verschollen. Der Lagerbestand wurde während des Zweiten Weltkriegs vernichtet (vgl. Vogel/Gans 1998, 96;
Witte 1992, 4).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Erste Gedichte

1. 1920 bis 1939

1.1 Czernowitz – Bukowina

1.2 Philosophie und Identität

1.3 Exil (I)

1.4 Liebe

1.5 Der Regenbogen

II. Der zweite Gedichtband

2. 1939/40 bis 1965

2.1 Ghetto

2.1.1 Schreiben zum Überleben

2.1.2 Paul Celan

2.2 Exil (II) und Reise - Suche nach kultureller Identität

2.2.1 Sprache und Identität

2.3 Stilwende 1956/57

2.4 Blinder Sommer

Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit widmet sich der Untersuchung des Frühwerks von Rose Ausländer, um die Entwicklung ihrer Lyrik von den zwanziger bis in die sechziger Jahre nachzuvollziehen und Grundlagen für ein besseres Verständnis ihres späteren Gesamtwerks zu legen.

  • Biographische Einflüsse auf das literarische Schaffen von Rose Ausländer.
  • Analyse der Gedichtbände "Der Regenbogen" (1939) und "Blinder Sommer" (1965).
  • Die Auswirkungen von Exilerfahrung und Ghettohaft auf die Sprachwahl und Thematik.
  • Der stilistische Wandel von gebundenen metrischen Formen hin zu freien Rhythmen.
  • Die Suche nach kultureller Identität und die Rückkehr zur deutschen Sprache.

Auszug aus dem Buch

1.3 Exil (I)

Einen ebenso wichtigen Einfluss auf die schriftstellerische Tätigkeit der Rose Ausländer hat die Tatsache, dass sie im Jahre 1921, nach dem Tod des Vaters, mit ihrem späteren Ehemann Ignaz Ausländer - aus finanzieller Not - in die USA auswandert und sich für ein Jahrzehnt in New York niederlässt (vgl. Witte 1992, 2). Mit diesem Schritt endet ihre Kindheit, die trotz des Ersten Weltkriegs und zwischenzeitlicher Vertreibung, von Braun (1991, 11) als eine glückliche bewertet wird. Der „Schock des Verlustes heimatlicher Geborgenheit“ (Witte 1992, 4), insbesondere die Trennung von der Mutter, sowie die „Fremdheit und Exotik“ ihrer neuen Lebensumgebung finden Eingang in Roses Gedichte: „Vieles spricht dafür, daß Rose Ausländer erst in dieser Fremde, deren Alltagmisere die kleine Bankangestellte ungeschützt ausgesetzt war, als Dichterin zu sich selbst gekommen ist.“ (Witte 1992, 2)

Die Möglichkeit zur Publikation ihrer ersten eigenen Gedichte erhält Rose bereits 1921 in der Kalenderanthologie Amerika Herold Kalender, in deren Betreuung sie eingebunden ist. Die Publikation ihres ersten Gedichtsbandes hingegen verdankt sie der Hilfe Alfred Margul Sperbers, den sie 1924 kennen lernt. In ihm findet sie einen eifrigen Förderer, der, als er 1925 von New York nach Czernowitz zurückkehrt, für die dortige Veröffentlichung ihrer Gedichte sorgt und später gemeinsam mit ihr an der Zusammenstellung des Regenbogens arbeitet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. 1920 bis 1939: Dieses Kapitel skizziert die frühe Schaffensphase der Autorin unter Einflüssen ihrer Heimat Czernowitz, philosophischer Studien und ihres ersten USA-Aufenthalts.

2. 1939/40 bis 1965: Der Abschnitt befasst sich mit der prägenden Zeit zwischen Ghetto-Erfahrung und Exil, die zu einer stilistischen Wende in Ausländers Lyrik führt.

Schlüsselwörter

Rose Ausländer, Lyrik, Frühwerk, Der Regenbogen, Blinder Sommer, Exil, Ghetto, Identitätsfindung, Stilwende, freie Rhythmen, Muttersprache, autobiographische Tragik, Czernowitz, Moderne, Sprachkrise

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das bisher wenig beachtete Frühwerk der deutschsprachigen Schriftstellerin Rose Ausländer und analysiert deren Entwicklung von den 1920er bis in die 1960er Jahre.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die autobiographische Prägung durch die Herkunft aus Czernowitz, die Erfahrungen von Exil und Ghetto sowie die philosophischen und persönlichen Identitätssuchen der Autorin.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Grundlagen und die Entwicklung der Lyrik Rose Ausländers zu rekonstruieren, um ein tieferes Verständnis für ihr gesamtes schriftstellerisches Schaffen zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer intensiven Auseinandersetzung mit der Sekundärliteratur, um die Grundgedanken der Autorin zu filtern und ihre Entwicklung anhand der Gedichtbände "Der Regenbogen" und "Blinder Sommer" nachzuzeichnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert chronologisch das Frühwerk, gegliedert in die Zeit vor 1939 und die Zeit von 1940 bis 1965, wobei insbesondere der Bruch mit traditionellen metrischen Formen thematisiert wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Rose Ausländer, Exil, Ghetto, Identitätsfindung, Stilwende, Moderne und autobiographische Lyrik.

Warum wird der Gedichtband "Der Regenbogen" als "verschollen" bezeichnet?

Der Band gilt als verschollen, da während des Zweiten Weltkriegs der Lagerbestand vernichtet wurde und die Autorin sich später inhaltlich von diesen frühen Werken distanzierte.

Welche Bedeutung kommt der "Stilwende 1956/57" zu?

In dieser Phase vollzieht die Autorin einen Wandel von der gebundenen Form mit Reim und festem Metrum hin zur Verwendung freier Rhythmen, was ihre Hinwendung zur literarischen Moderne markiert.

Excerpt out of 16 pages  - scroll top

Details

Title
Rose Ausländer - Frühe Gedichte
College
University of Potsdam  (Institut für Germanistik)
Course
Grundkurs B: Deutsche Lyrik nach 1945
Grade
2
Author
Katharina Brehmer (Author)
Publication Year
2003
Pages
16
Catalog Number
V15623
ISBN (eBook)
9783638206839
Language
German
Tags
Rose Ausländer Frühe Gedichte Grundkurs Deutsche Lyrik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Brehmer (Author), 2003, Rose Ausländer - Frühe Gedichte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15623
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