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Bezug zwischen These und Argument. "Argumentieren" im Fach Deutsch für die 4. Jahrgangsstufe

Titel: Bezug zwischen These und Argument. "Argumentieren" im Fach Deutsch für die 4. Jahrgangsstufe

Unterrichtsentwurf , 2009 , 13 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Sarah Weihrauch (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Seine eigene Meinung glaubhaft begründen zu können, ist eine Fähigkeit, die die Gesellschaft von ihren Mitmenschen erwartet. Werden diese Gedankengänge nicht nur mündlich dargelegt, sondern verschriftlicht, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass über ihre Berechtigung intensiver nachgedacht wird. Wird man vor die Aufgabe gesetzt, einen Text zu verfassen, der die eigene Meinung beziehungsweise Forderung glaubhaft begründet oder rechtfertigt, wird man sich jedoch mit größeren Problemen konfrontiert sehen als in der mündlichen Kommunikation.
Die schriftliche Kommunikation ist weniger bedürfnisorientiert als die mündliche, dafür aber zweck- und zielgerichteter. Es herrscht eine zerdehnte Kommunikationssituation, d.h. Schreiber und Adressat sitzen sich nicht gegenüber. Somit kann der Schreiber die Reaktionen des Adressaten nicht sehen und sich daran orientieren. Er muss die Bedürfnisse und Reaktionen vorausahnen und seine sprachlichen Mittel effektiver setzen, um sein Kommunikationsziel zu erreichen.
Der Schüler sollte im speziellen Fall der Argumentation verstehen, dass diese Fähigkeit zwei Gesichtspunkte beinhaltet: Im ersten Schritt geht es um eine Behauptung bzw. Forderung, die in einem zweiten Schritt begründet bzw. gerechtfertigt werden muss. Damit der zweite Schritt notwendig wird, muss davon ausgegangen werden, dass das Thema der Sprachhandlung ein strittiges Thema ist

In diesem Unterrichtsentwurf wird eine Methode aufgezeigt, wie man die Tätigkeit des Argumentierens in einer 4. Klasse verinnerlichen kann. Das Lernziel sowie die zu vermittelnden Kenntnisse und Fertigkeiten werden formuliert und operationalisiert, die Stunde wird im Rahmen der Unterrichtssequenz situiert und die Aufgabenstellungen werden didaktisch und methodisch artikuliert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Didaktische Grundlegung anhand von Forschungsliteratur

2. Die dritte Stunde im Rahmen einer Unterrichtssequenz zum Begründen als Sprachhandlungsform:

2.1 Curriculare Überlegungen

2.2 Formulierung und Operationalisierung des Lernziels

2.3 Vermittlung entsprechender Kenntnisse und Fertigkeiten

2.4 Situierung der Stunde im Rahmen der Unterrichtssequenz

2.5 Struktur der Unterrichtsstunde: Didaktische und methodische Artikulation der Aufgabenstellungen

3. Stellung der Hausaufgabe

4. Anlagen

I. Der fiktive Zeitungsartikel

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der methodisch-didaktischen Planung einer Unterrichtsstunde für die vierte Jahrgangsstufe, in der die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit des begründeten Schreibens erlernen und vertiefen sollen. Das zentrale Ziel ist es, den Lernenden den Zusammenhang zwischen These und Argument unter Verwendung kausaler Konjunktionen zu vermitteln, um sie schrittweise zum Verfassen strukturierter, adressatengerechter argumentativer Texte in Briefform zu befähigen.

  • Didaktische Einbettung der Argumentation im Grundschulunterricht
  • Einführung in die Grundstruktur der Argumentation (These und Begründung)
  • Umsetzung des Kerncurriculums durch kompetenzorientierte Unterrichtsplanung
  • Förderung der Sprachkompetenz durch Verbindung von Schreiben, Sprechen und Zuhören
  • Praktische Anwendung von Argumentationsmustern an einem lebensnahen Fallbeispiel

Auszug aus dem Buch

1. Didaktische Grundlegung anhand von Forschungsliteratur

Seine eigene Meinung glaubhaft begründen zu können, ist eine Fähigkeit, die die Gesellschaft von ihren Mitmenschen erwartet. Werden diese Gedankengänge nicht nur mündlich dargelegt, sondern verschriftlicht, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass über ihre Berechtigung intensiver nachgedacht wird. Wird man vor die Aufgabe gesetzt, einen Text zu verfassen, der die eigene Meinung bzw. Forderung glaubhaft begründet oder rechtfertigt, wird man sich jedoch mit größeren Problemen konfrontiert sehen als in der mündlichen Kommunikation.

Die schriftliche Kommunikation ist weniger bedürfnisorientiert als die mündliche, dafür aber zweck- und zielgerichteter. Es herrscht eine zerdehnte Kommunikationssituation, d.h. Schreiber und Adressat sitzen sich nicht gegenüber. Somit kann der Schreiber die Reaktionen des Adressaten nicht sehen und sich daran orientieren. Er muss die Bedürfnisse und Reaktionen vorausahnen und seine sprachlichen Mittel effektiver setzen, um sein Kommunikationsziel zu erreichen.

Der Schüler sollte im speziellen Fall der Argumentation verstehen, dass diese Fähigkeit zwei Gesichtspunkte beinhaltet: Im ersten Schritt geht es um eine Behauptung bzw. Forderung, die in einem zweiten Schritt begründet bzw. gerechtfertigt werden muss. Damit der zweite Schritt notwendig wird, muss davon ausgegangen werden, dass das Thema der Sprachhandlung ein strittiges Thema ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Didaktische Grundlegung anhand von Forschungsliteratur: Erläutert die theoretischen Grundlagen der schriftlichen Argumentation und verknüpft diese mit gesellschaftlichen Anforderungen an die Schreibkompetenz von Grundschülern.

2. Die dritte Stunde im Rahmen einer Unterrichtssequenz zum Begründen als Sprachhandlungsform:: Beschreibt die konkrete Einbettung der Unterrichtsstunde in den curricular geforderten Rahmen und definiert die Lernziele hinsichtlich der Verknüpfung von These und Argument.

2.1 Curriculare Überlegungen: Analysiert die Anforderungen des niedersächsischen Kerncurriculums an den Kompetenzbereich "Schreiben" für die vierte Jahrgangsstufe.

2.2 Formulierung und Operationalisierung des Lernziels: Legt die messbaren Ziele der Stunde fest, die darauf ausgerichtet sind, dass Schüler kausale Argumentationsstrukturen anwenden können.

2.3 Vermittlung entsprechender Kenntnisse und Fertigkeiten: Beschreibt den didaktischen Prozess der Wissensvermittlung, von der Identifikation von Thesen bis hin zur sprachlichen Verknüpfung mittels Konjunktionen.

2.4 Situierung der Stunde im Rahmen der Unterrichtssequenz: Verdeutlicht den Übergang von der Textsortenkenntnis (Briefeschreiben) hin zur eigentlichen Schreibhandlung des Begründens.

2.5 Struktur der Unterrichtsstunde: Didaktische und methodische Artikulation der Aufgabenstellungen: Detailliert den konkreten Unterrichtsverlauf, inklusive methodischer Vorgehensweisen wie der Arbeit mit einem Zeitungsartikel und der Tafelarbeit.

3. Stellung der Hausaufgabe: Erläutert die Konzeption der Hausaufgabe zur Festigung und praktischen Anwendung des Gelernten.

4. Anlagen: Enthält ergänzendes Material wie den für den Unterricht verwendeten fiktiven Zeitungsartikel.

Schlüsselwörter

Argumentation, Begründen, Grundschule, Schreibkompetenz, These, Didaktik, Unterrichtsplanung, Kerncurriculum, Sprachhandlung, Textverfassen, Briefform, Argumentationsmodell, Pädagogik, Sprachgebrauch, Schreibanlass

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Unterrichtsplanung primär?

Die Arbeit entwirft eine Unterrichtsstunde für die vierte Jahrgangsstufe, in der Schülerinnen und Schüler lernen, einfache Argumente zu formulieren, um schriftliche Meinungsäußerungen fundiert zu begründen.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit behandelt?

Die Themen umfassen die Didaktik des schriftlichen Argumentierens, die Umsetzung curricularer Vorgaben im Deutschunterricht der Grundschule sowie die methodische Gestaltung eines Schreibprozesses.

Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?

Die Schüler sollen den inhaltlichen Zusammenhang zwischen einer These und einer Begründung verstehen und in der Lage sein, durch kausale Verknüpfungen (wie "weil" oder "denn") passende Argumente zu bilden.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse herangezogen?

Es wird auf fachdidaktische Literatur sowie auf das Argumentationsmodell von Stephen Toulmin zurückgegriffen, um die Struktur von Argumenten für den Grundschulkontext zu vereinfachen.

Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Grundlegung, die curriculare Verankerung und die detaillierte methodische Planung der Unterrichtssequenz inklusive Aufgabenstellungen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Neben "Argumentation" und "Schreibkompetenz" sind die Begriffe "These", "Begründung", "Didaktik" und "Unterrichtssequenz" für die inhaltliche Ausrichtung zentral.

Warum wird im Unterricht mit Fremdwörtern wie "These" und "Argument" gearbeitet?

Die Einführung dieser Begriffe soll den Schülern einen ersten Einblick in die "wissenschaftliche Sprache" ermöglichen, wobei diese durch die alltagsnäheren Begriffe "Behauptung" und "Begründung" didaktisch greifbar gemacht werden.

Welche Rolle spielt der fiktive Zeitungsartikel in der Unterrichtseinheit?

Der Artikel "Obst statt Süßigkeiten" dient als konkreter, altersgerechter Ausgangspunkt, an dem die Schüler lernen, Forderungen des Autors zu identifizieren und diese mit eigenen Argumenten zu hinterfragen.

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Details

Titel
Bezug zwischen These und Argument. "Argumentieren" im Fach Deutsch für die 4. Jahrgangsstufe
Hochschule
Universität Vechta; früher Hochschule Vechta
Note
3,0
Autor
Sarah Weihrauch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
13
Katalognummer
V156279
ISBN (eBook)
9783640747023
ISBN (Buch)
9783668138131
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Didaktik; Argumentieren These Argument Unterrichtsentwurf 4.Klasse Operationalisierung Deutsch didaktische und methodische Artikulation Situierung unterrichten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sarah Weihrauch (Autor:in), 2009, Bezug zwischen These und Argument. "Argumentieren" im Fach Deutsch für die 4. Jahrgangsstufe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156279
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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