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Zurück zu den Wurzeln? Wieder entdeckte, weibliche Muster als Chance für einen emanzipatorischen Lebensentwurf von Frauen?

Title: Zurück zu den Wurzeln? Wieder entdeckte, weibliche Muster als Chance für einen emanzipatorischen Lebensentwurf von Frauen?

Examination Thesis , 2003 , 42 Pages , Grade: Bestanden

Autor:in: Petra Menow (Author)

Gender Studies
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Seit Anbeginn der Menschheit werden männliche und weibliche Urmuster von Generation zu Generation weiter gegeben. Diese Strukturen sind die in uns gespeicherten Erfahrungen unserer Vorfahren, die sehr hilfreich waren, ein Überleben in der Natur zu gewährleisten, als es noch keine Zivilisation gab. Heute, in der zivilisierten Welt voller Hightech und Hilfsmittel die zu einem normalen Lebensstandard dazugehören, entfernen sich die Menschen immer mehr von der Natur und den beschriebenen Mustern.

Intuition, Achtsamkeit, Mütterlichkeit, Respekt im Umgang mit der Natur, dass Schützen naturbedingter Ressourcen, im Einklang der Natur leben und ihren Zyklus verstehen…. WERDEN, VERGEHEN, NEUBEGINN. Die Fähigkeit, andere Menschen zu achten und zu lieben, die Energien des Kosmos zu kennen und sie zu nutzen, das alles sind für mich gespeicherte, feministische Informationen, zu denen Frauen wieder ihren Zugang finden und für ihre selbst- bestimmte Lebensplanung einsetzen können.

Ich erhebe keinen Anspruch auf die Vollständigkeit der aufgezählten Muster, es gibt sicherlich noch unendlich viele, die dorthin gehören. Jedoch zur Klärung der Verständnisfrage, was ich unter dieser Thematik verstehe, ist es meiner Meinung nach ausreichend. In alten Mythen und Märchen sind archaische Muster enthalten, die entschlüsselt werden können und eine Botschaft für die heutige Zeit enthalten. Es gibt alte Höhlenzeichnungen, die auf matriarchale Muster in der Vergangenheit hinweisen und von Archäologen/innen zum Teil entschlüsselt wurden.

Eine hilfreiche Möglichkeit ist es auch, über Märchen, Mythen, Zeichnungen und Bilder einen Zugang zu unseren Urmustern zu bekommen so dass die Chance besteht, zu ihnen zurückzufinden. Jedoch haben sich viele Menschen weit davon entfernt, so dass vor das „Finden“ erst einmal das „Suchen“ gestellt werden muss.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Verlorenes, feministisches Bewußtsein von Frauen

2.1 Christliche Religion als Zeichen patriarchaler Machtstruktur?

2.2 Soziale patriarchale Muster - Gründe für die Fremdbestimmung von Frauen

2.3 Frauen (über) leben im Patriarchat und passen sich an

3. Archetypische Muster / Erinnerungen an das Matriarchat

3.1 Erfahrungen von Mystikerinnen

3.2 Matriarchale Strukturen bei den Naturvölkern

4. Wiederentdeckte, alte Lebensformen als Chance für einen emanzipatorischen feminsitischen Lebensentwurf

4.1 Wicca - die alte Religion im neuen Zeitalter

4.2 Meine Suche nach meiner spirituellen Heimat

4.3 Ein exemplarisches Gespräch mit einer „Neuen Hexe“

4.4 Matriarchatsforschung—Vermittlung neuer Werte einer feministischen Denkweise?

4.5 Die Suche nach einem neuen Selbstverständnis weiblicher und männlicher Strukturen

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das Hauptziel der vorliegenden Abschlussarbeit ist es, den Verlust des feministischen Bewusstseins durch patriarchale Strukturen zu analysieren und zu untersuchen, inwieweit die Rückbesinnung auf archaische, matriarchale Muster Frauen neue Wege für einen selbstbestimmten und emanzipatorischen Lebensentwurf eröffnen kann.

  • Analyse der historischen Entmachtung von Frauen durch christliche und patriarchale gesellschaftliche Strukturen.
  • Untersuchung spiritueller Wege und mystischer Erfahrungen als Mittel zur Befreiung aus patriarchalen Denkmustern.
  • Reflexion über matriarchale Gesellschaftsformen bei Naturvölkern und deren heutige Bedeutung.
  • Erörterung zeitgenössischer feministischer Spiritualität und Lebensformen wie Wicca.
  • Entwicklung einer Vision für ein gleichberechtigtes Zusammenleben von Frauen und Männern unter Einbeziehung androgyner Strukturen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Erfahrungen von Mystikerinnen

In diesem Kapitel möchte ich die spirituellen Möglichkeiten darstellen, die Frauen im Mittelalter nutzen, um zu einem eigenen feministischen Bewusstsein zu finden. Die Regeln innerhalb des Patriarchats waren für die Frauen schwierig, da sie von starren Dogmen und der Nichtachtung der feministischen Persönlichkeit geprägt waren. Ich denke, das einige Frauen zu der damaligen Zeit unbewusst spürten, dass die aufgestellten Regeln des Patriarchats nur durch ein konstruiertes, androzentrisches Denkgebäude entstanden ist, das durchaus verändert werden kann. Diese zunächst einmal unbewusste Erkenntnis findet durch die innere mystische Erleuchtung den Weg nach außen.

Gerda Lerner beschreibt in Kapitel 4 und 5 (S.87-113) die Wege einiger Mystikerinnen, die sich der christlichen Lehre verbunden fühlten. Das Ziel der Frauen war es, eine spirituelle Vereinigung zu Christus herzustellen. Um dort hin zu gelangen, waren mehrere Schritte erforderlich. Zunächst einmal gab es die Reinigungsphase, verbunden mit der Abtötung fleischlicher Lust, Selbstgeißelung, Nahrungsverzicht und Meditationen. Außerdem war es nötig, die Seele von irdischen Interessen zu befreien. In Phase 2 sollte die Vision erfolgen, und so die Frauen durch die transzendente Erfahrung vom „Nichtwissen“ zum Wissen führen. In dieser Stufe berichteten Frauen von großen Glücksgefühlen und das Erspüren der Anwesenheit Gottes. Als letzte Phase wurde die spirituelle Einheit mit Jesus angestrebt, die sich als überwältigendes Gefühl der Einheit, der Klarheit und des Wissens herauskristallisierte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die androzentrische Prägung der Gesellschaft und stellt die Frage, wie eine matriarchal orientierte Denkweise Frauen dabei helfen kann, sich aus patriarchalen Systemen zu befreien.

2. Verlorenes, feministisches Bewußtsein von Frauen: In diesem Kapitel wird untersucht, wie christliche Dogmen und patriarchale Familienstrukturen historisch zur Entmachtung und Fremdbestimmung von Frauen beigetragen haben.

3. Archetypische Muster / Erinnerungen an das Matriarchat: Das Kapitel befasst sich mit historischen spirituellen Auswegen durch mystische Erfahrungen sowie mit matriarchalen Lebensweisen, die bei verschiedenen Naturvölkern bis heute bewahrt wurden.

4. Wiederentdeckte, alte Lebensformen als Chance für einen emanzipatorischen feminsitischen Lebensentwurf: Dieses Kapitel diskutiert alternative Spiritualität und die Matriarchatsforschung als Werkzeuge für einen neuen, selbstbestimmten feministischen Lebensentwurf.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und plädiert für ein neues, gleichberechtigtes Gesellschaftsbild, in dem sich Männer und Frauen von einseitigen Machtansprüchen lösen.

Schlüsselwörter

Feminismus, Patriarchat, Matriarchat, weibliche Spiritualität, Mystik, Selbstbestimmung, Emanzipation, Geschlechtergerechtigkeit, Naturreligion, Wicca, Bewusstseinsbildung, Frauenmacht, archaische Muster, gesellschaftlicher Wandel, Mütterlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Abschlussarbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht, wie Frauen trotz einer seit Jahrtausenden androzentrisch geprägten Gesellschaft einen selbstbestimmten Lebensentwurf finden können, indem sie sich auf archaische, weibliche Kraftquellen rückbesinnen.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Analyse?

Im Zentrum stehen die Kritik an patriarchalen Strukturen in Religion und Familie, die Bedeutung mystischer Spiritualität sowie die Untersuchung von Matriarchatsforschung als Orientierungshilfe für heutige Frauen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Weg aus der patriarchalen Fremdbestimmung aufzuzeigen und die Vision eines gleichberechtigten Zusammenlebens zwischen Frauen und Männern zu formulieren, in dem die Macht als Faktor an Bedeutung verliert.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse wichtiger feministischer Werke und ergänzt diese durch eigene biographische Suchprozesse sowie ein exemplarisches Gespräch mit einer spirituell orientierten Frau.

Was sind die wesentlichen Inhalte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der historischen Entmachtung durch die Kirche, die Analyse matriarchaler Strukturen bei Naturvölkern und die praktische Erprobung feministischer Spiritualität, beispielsweise durch Wicca-Traditionen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Matriarchat, Patriarchat, feministisches Bewusstsein, weibliche Spiritualität und Selbstfindung.

Welche Rolle spielt die Figur der „Neuen Hexe“ in der Arbeit?

Die „Neue Hexe“ dient als Symbol für eine spirituelle Frau, die sich zwischen rationalem Denken und emotional-intuitiver Lebensführung bewegt und somit ein Modell für selbstbewusste Weiblichkeit außerhalb patriarchaler Dogmen verkörpert.

Wie bewertet die Autorin die Rolle von Esther Vilar im Kontext ihrer Arbeit?

Die Autorin setzt sich kritisch mit den provokativen Thesen Vilars zum Rollentausch auseinander und wertet diese als Anregung, um über eine neue, geschlechtergerechte Arbeitsteilung und individuelle Lebensmodelle nachzudenken.

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Details

Title
Zurück zu den Wurzeln? Wieder entdeckte, weibliche Muster als Chance für einen emanzipatorischen Lebensentwurf von Frauen?
College
University of Dortmund  (Fachbereich Erziehungswissenschaft und Soziologie)
Grade
Bestanden
Author
Petra Menow (Author)
Publication Year
2003
Pages
42
Catalog Number
V15630
ISBN (eBook)
9783638206907
ISBN (Book)
9783638699341
Language
German
Tags
Zurück Wurzeln Wieder Muster Chance Lebensentwurf Frauen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Petra Menow (Author), 2003, Zurück zu den Wurzeln? Wieder entdeckte, weibliche Muster als Chance für einen emanzipatorischen Lebensentwurf von Frauen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15630
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