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Das duale System der Berufsausbildung in Deutschland - Darstellung und Kritik

Titel: Das duale System der Berufsausbildung in Deutschland - Darstellung und Kritik

Hausarbeit , 2006 , 23 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Tanja Horn (Autor:in)

Pädagogik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der heutigen „Wissensgesellschaft“ nimmt neben der allgemeinen Ausbildung die Berufsausbildung für den Einzelnen, aber auch für die Gesellschaft als Ganzes eine immer bedeutendere Rolle ein, denn diese Faktoren bestimmen nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit von Arbeitnehmern/innen auf den angespannten Arbeitsmärkten, sondern auch die zukünftigen Chancen der Unternehmen im Wettbewerb.

Auf Grund der zunehmenden Bedeutsamkeit der beruflichen Bildung habe ich mich in meiner hier vorliegenden Arbeit für diesen Themenbereich entschieden und das duale System der Berufsausbildung in Deutschland als Schwerpunkt gewählt.

Das duale System, welches durch das Zusammenwirken von betrieblicher und schulischer Ausbildung gekennzeichnet ist, stellt nicht nur das vorherrschende Berufsausbildungssystem in Deutschland dar, sondern genießt auch international sehr hohes Ansehen, was sicherlich nicht zuletzt darauf zurückzuführen ist, dass hochqualifizierte Arbeitskräfte aus der Ausbildung hervorgehen, die anschließend dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.
Gleichzeitig wird in öffentlichen Diskussionen aber auch Kritik am dualen System geübt und die Frage gestellt, inwieweit es den Anforderungen an eine qualitativ hochstehende und zukunftsträchtige Berufsausbildung (noch) gerecht wird.

Zur Darstellung des dualen Systems werde ich im Folgenden zunächst auf dessen Definition sowie auf die historische Entwicklung eingehen, anschließend Funktionselemente sowie Lernorte des dualen Systems beleuchten und mich als letzten Punkt meiner Hausarbeit der Kritik zuwenden, die diesem System entgegengebracht wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition des dualen Systems der Berufsausbildung

3. Die historische Entwicklung

3.1 Gründungsphase (1870 – 1920)

3.2 Stabilisierungsphase (1920 – 1970)

4. Funktionselemente der dualen Berufsausbildung

4.1 Ausbildungsmarkt

4.2 Berufsbildungsrecht

5. Die Lernorte

5.1 Definition Lernort

5.2 Lernort „Betrieb“

5.3 Lernort „Überbetriebliche Berufsbildungsstätte“ (ÜBS)

5.4 Lernort „Berufsschule“

6. Kritik

6.1 Zur Fragwürdigkeit des Berufsprinzips

6.2 Gesamtwirtschaftlicher Qualifikationsbedarf

7. Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das duale System der Berufsausbildung in Deutschland, wobei der Schwerpunkt auf dessen Darstellung sowie einer kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen Herausforderungen liegt. Die zentrale Forschungsfrage beschäftigt sich damit, inwieweit das duale System den heutigen Anforderungen an eine qualitativ hochwertige und zukunftsorientierte Berufsbildung noch gerecht wird.

  • Historische Genese des dualen Ausbildungssystems
  • Strukturelle Funktionselemente wie Ausbildungsmarkt und Rechtsgrundlagen
  • Analyse der verschiedenen Lernorte (Betrieb, ÜBS, Berufsschule)
  • Kritik am traditionellen Berufsprinzip
  • Diskussion über gesamtwirtschaftliche Qualifikationsbedarfe

Auszug aus dem Buch

3.1 Gründungsphase (1870 – 1920)

Die „Große Depression“ im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts zog verheerende wirtschaftliche Folgen nach sich. Trotzdem stellt diese Periode eine „entscheidende Epochenwende in der Strukturgeschichte des Wirtschaftswachstums in Deutschland“ dar, denn sie hatte wichtige soziale und politische Umbrüche zur Folge: Von nun an hielt das „Massenzeitalter“ Einzug, was nicht nur den Eintritt der „Masse“ in die Politik bedeutete, sondern auch den Durchbruch zur Massenfabrikation und zum Massenverbrauch.

In Folge der industriellen Revolution, durch Maschineneinsatz konnte nun mit wenigen Arbeitern in einer kürzeren Zeit mehr produziert werden, war der alte Mittelstand, besonders das Handwerk, und damit auch seine traditionelle Ausbildungsform, die Lehre, dem ökonomischen Niedergang geweiht. Eine grundsätzliche Neuregelung des Lehrlingswesens musste her, was mit der Gewerbeordnung von 1869 in die Tat umgesetzt wurde. So unterstellte sie z. B. das Lehrlingswesen der Verantwortung von Meistern bzw. Fabrikanten, was bis heute im Kern erhalten blieb.

Insgesamt betrachtet führte diese Ordnung jedoch nicht zu einem positiven Ergebnis, sondern im Gegenteil zum Sinken der Ausbildungsqualität sowie zu zahlreichen Kontaktbrüchen seitens der Lehrlinge, so dass im weiteren Verlauf zahlreiche Neuerungen zur Gewerbeordnung von 1869 erlassen wurden. Die bedeutsamste Novelle stellt dabei das sogenannte „Handwerkerschutzgesetz“ von 1897 dar, welches zur Interessenvertretung des Handwerks die Bildung von Handwerkskammern legitimierte. Dieses Gesetz brachte nicht nur die Neuorganisation des Handwerks mit sich, sondern auch die weitgehende Wiederherstellung seines traditionellen Ausbildungssystems. Es beinhaltete beispielsweise die Verkopplung der Handwerksorganisation mit der Regelung des Lehrlingswesens, wodurch das Handwerkerschutzgesetz noch heute vielfach als Grundstein des dualen Systems in Deutschland betrachtet wird. Aber auch der 1908 in Kraft getretene „Kleine Befähigungsnachweis“, der vorschrieb, dass Lehrlinge nur noch von geprüften Meistern ausgebildet werden dürfen, darf hier nicht außer Acht gelassen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der Berufsausbildung in der modernen Wissensgesellschaft und führt in das duale System als zentralen Gegenstand der Arbeit ein.

2. Definition des dualen Systems der Berufsausbildung: Dieses Kapitel definiert das duale System auf Basis des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) als Zusammenwirken von Betrieb und Berufsschule.

3. Die historische Entwicklung: Die historische Analyse unterteilt sich in die Gründungsphase (1870–1920) und die Stabilisierungsphase (1920–1970) und zeigt die allmähliche Entstehung des Systems auf.

4. Funktionselemente der dualen Berufsausbildung: Hier werden die Rahmenbedingungen des Ausbildungsmarktes sowie die juristischen Grundlagen durch das Berufsbildungsgesetz detailliert beleuchtet.

5. Die Lernorte: Das Kapitel beschreibt die drei zentralen Lernorte – Betrieb, Überbetriebliche Berufsbildungsstätte und Berufsschule – und deren jeweilige Funktionen.

6. Kritik: Das kritische Kapitel hinterfragt die Aktualität des Berufsprinzips sowie die Diskrepanz zwischen Ausbildungsangebot und Qualifikationsbedarf.

7. Schlussbemerkung: Die Schlussbetrachtung würdigt das System als international erfolgreich, mahnt jedoch kontinuierliche Reformen zur Anpassung an wirtschaftliche Veränderungen an.

Schlüsselwörter

Duales System, Berufsausbildung, Berufsbildungsgesetz, Betrieb, Berufsschule, Überbetriebliche Berufsbildungsstätte, Handwerk, Ausbildungsmarkt, Berufsprinzip, Facharbeiter, Qualifikationsbedarf, Berufsschulpflicht, Auszubildende, Historische Entwicklung, Reformen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Darstellung und kritische Analyse des dualen Systems der Berufsausbildung in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit deckt die historische Entstehung, rechtliche Grundlagen, die Lernorte sowie aktuelle systemische Probleme ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das duale System zu erklären und zu bewerten, inwieweit es aktuellen Qualifikationsanforderungen noch entspricht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und die Auswertung gesetzlicher Rahmenbedingungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die rechtliche Struktur sowie die Untersuchung der Lernorte und der Kritikpunkte am bestehenden System.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Duales System, Berufsbildungsgesetz, Lernorte (Betrieb/Schule/ÜBS) und die Kritik am Berufsprinzip sind die zentralen Kernbegriffe.

Warum wird die Rolle der "Überbetrieblichen Berufsbildungsstätte" (ÜBS) hervorgehoben?

Die ÜBS ergänzt die Ausbildung, wenn Betriebe das volle Ausbildungsprogramm nicht abdecken können, und dient dem Ausgleich regionaler Unterschiede.

Inwiefern ist das Berufsprinzip laut der Arbeit heute gefährdet?

Die Autorin argumentiert, dass das Prinzip durch unflexible Strukturen und den Wandel hin zu theoretischen Qualifikationsanforderungen an Bedeutung verliert.

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Details

Titel
Das duale System der Berufsausbildung in Deutschland - Darstellung und Kritik
Hochschule
Universität Trier
Note
1,0
Autor
Tanja Horn (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
23
Katalognummer
V156328
ISBN (eBook)
9783640685387
ISBN (Buch)
9783640685417
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Duales System Berufsausbildung Deutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tanja Horn (Autor:in), 2006, Das duale System der Berufsausbildung in Deutschland - Darstellung und Kritik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156328
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Leseprobe aus  23  Seiten
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