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Das Empowerment-Konzept und seine Bedeutung für Selbsthilfegruppen am Beispiel der „People-First-Bewegung“

Titel: Das Empowerment-Konzept und seine Bedeutung für Selbsthilfegruppen am Beispiel der „People-First-Bewegung“

Hausarbeit , 2009 , 22 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Diplom Sara Pirs (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass Selbstbestimmung im Leben von Menschen mit geistiger Behinderung keine Selbstverständlichkeit ist. Dabei können sie nicht nur an individuelle, durch ihre Behinderung verursachte Grenzen stoßen, sondern auch auf sozialer Ebene durch andere Mitmenschen 'anecken'. Diese Erfahrungen, die Menschen mit geistiger Behinderung täglich 'ertragen' müssen, haben Auswirkungen auf die Entwicklung ihrer Persönlichkeit.
Das Empowerment- Konzept hat die Aufgabe an dieser Stelle einzugreifen und den Menschen mit geistiger Behinderung zu mehr Selbstbestimmung zu verhelfen. Ihnen soll die Möglichkeit gegeben werden, Selbstbestimmung ohne den Verzicht auf notwendige Hilfe zu erleben.
Mit der eingangs geschriebenen Aussage des ersten amerikanischen Präsidenten ist ein bedeutendes Element des Empowerment-Konzepts getroffen worden:
Das Vertrauen in die Ressourcen und Fähigkeiten der Menschen!
Anhand einer genauen Betrachtungsweise des Empowerment- Konzepts, ihrer Bedeutung und den dazugehörigen Empowerment- Prozessen soll eine Basis für Empowerment bei Menschen mit geistiger Behinderung geliefert werden.
Die weiterführenden Kapitel beschäftigen sich vor allem mit dem Themen der Selbsthilfe-Bewegung, der daraus resultierenden „People-First“ Bewegung und der unverzichtbaren Bedeutung von Selbsthilfegruppen.
Die abschließende Stellungnahme soll sich der Frage annähern, ob Selbsthilfegruppen von Menschen mit geistiger Behinderung für den Erfolg von Empowerment- Programmen verantwortlich sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Empowerment- Konzept

2.1 Bedeutung des Empowerment- Begriffs

2.2 Empowerment auf verschiedenen Ebenen

2.3 Empowerment- Prozesse

2.4 Entstehungsgeschichte von Empowerment

3 Empowerment und geistige Behinderung

4 Selbstbestimmung

5 Selbsthilfegruppen

5.1 Entstehung

5.2 People- First- Bewegung

5.2.1 Ziele der People- First- Gruppen

6 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Empowerment-Konzept im Kontext der Behindertenhilfe, mit dem Ziel zu erörtern, inwieweit Selbsthilfegruppen von Menschen mit geistiger Behinderung wesentlich zum Erfolg von Empowerment-Programmen beitragen und zur Förderung der Selbstbestimmung dienen.

  • Theoretische Grundlagen des Empowerment-Konzepts und seiner Entstehungsgeschichte.
  • Analyse der verschiedenen Handlungsebenen des Empowerments.
  • Bedeutung der Selbstbestimmung für Menschen mit geistiger Behinderung unter kritischer Betrachtung professioneller Betreuung.
  • Detaillierte Untersuchung der "People-First"-Bewegung als Beispiel für gelebtes Empowerment.
  • Rolle der Gruppenentwicklung und Selbsthilfegruppen als Instrument zur Förderung der Autonomie.

Auszug aus dem Buch

2.3 Empowerment- Prozesse

Ein Zitat von Julian Rappaport aus seinem Buch Studies of Empowerment2 macht nochmals deutlich was Empowerment letztendlich ist: „Empowerment is viewed as a process: the mechanism by which people, organizations, and communities gain mastery over their lives... . For some people the mechanism of empowerment may lead to a sense of control ; for others it may lead to actual control , the practical power to effect their own lives“(Rappaport zit.nach Schaurhofer 2005, S.1).

Da nun fortwährend von Empowerment- Konzepten die Rede war, wird an dieser Stelle dem eigentlichen Empowermentprozess die nötige Aufmerksamkeit gewidmet.

Wie auch schon Prof. Dr. Norbert Herriger formulierte, wird Empowerment als ein „ Prozess der Selbst- Aneignung und der Selbst- Bemächtigung von Lebenskräften“ beschrieben(Herriger 2009,WWW).

Als Empowerment-Prozess wird genau jener angesehen, der dem Menschen dazu verhilft die eigenen Stärken zu erkennen, persönliche Kompetenzen weiter zu entwickeln und vorhandene Ressourcen zu fördern (vgl. Herriger 2009,WWW). Ziel dabei ist es, persönlich kognitive , soziale und sozialpolitische Veränderungen zu bewirken. Eigene Ressourcen frei zu setzen und die Fähigkeiten der Menschen zu stärken, damit diese ihren Lebensweg und ihren Lebensraum selbstbestimmt gestalten können(vgl. Herriger 2009, WWW). Empowerment- Prozesse sollen Menschen in gesellschaftlich „marginaler Position“ dazu verhelfen als Betroffene ihre Angelegenheiten selbst in die Hand zu nehmen, sich ihrer eigenen Fähigkeiten bewusst zu werden und daraus Kräfte zu entwickeln. Die selbstbestimmte Bewältigung und Gestaltung des eigenen Lebens bezeichnen Theunissen und Plaute als eigentliche Leitidee des Empowerment Prozesses bzw. des Empowerments- Konzepts (vgl. Theunissen/Plaute 1995, S.11)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der mangelnden Selbstbestimmung von Menschen mit geistiger Behinderung ein und stellt das Empowerment-Konzept als Lösungsansatz vor.

2 Empowerment- Konzept: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Empowerments, beleuchtet dessen verschiedene Handlungsebenen sowie die historischen Hintergründe und den Prozesscharakter des Konzepts.

3 Empowerment und geistige Behinderung: Hier wird der Transfer des Empowerment-Konzepts auf die spezifische Lebenswelt von Menschen mit geistiger Behinderung und die Abkehr von rein medizinischen Modellen diskutiert.

4 Selbstbestimmung: Das Kapitel widmet sich der zentralen Forderung nach Selbstbestimmung, analysiert hemmende Faktoren in der professionellen Betreuung und stellt die Theorie der erlernten Hilflosigkeit gegenüber.

5 Selbsthilfegruppen: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung und Entstehung von Selbsthilfegruppen und analysiert die „People-First“-Bewegung als zentrales Beispiel für Partizipation und Selbstvertretung.

6 Fazit: Die abschließende Stellungnahme reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und bewertet die Rolle von Selbsthilfegruppen für den Erfolg von Empowerment-Programmen.

Schlüsselwörter

Empowerment, Selbstbestimmung, geistige Behinderung, Selbsthilfegruppen, People-First-Bewegung, Autonomie, soziale Inklusion, Partizipation, Empowerment-Prozess, Behindertenhilfe, Selbstvertretung, Lebensqualität, Handlungskompetenz, professionelle Unterstützung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Empowerment-Konzept und dessen praktische Anwendung sowie Bedeutung für Menschen mit geistiger Behinderung, insbesondere durch die Arbeit in Selbsthilfegruppen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Theorie des Empowerments, das Ideal der Selbstbestimmung, die Kritik an traditionellen Betreuungsmodellen und die Analyse der People-First-Bewegung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob Selbsthilfegruppen von Menschen mit geistiger Behinderung maßgeblich zum Erfolg von Empowerment-Programmen beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die verschiedene Fachkonzepte (Theunissen, Herriger, etc.) und historische Bewegungen (Civil Rights, Independent Living) zusammenführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden das Empowerment-Konzept definiert, Ebenen der Umsetzung erläutert, die Bedeutung von Selbstbestimmung reflektiert und die "People-First"-Bewegung als Best-Practice-Beispiel dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Empowerment, Selbstbestimmung, geistige Behinderung, People-First und Selbsthilfegruppen definiert.

Wie unterscheidet sich Empowerment von der herkömmlichen Behindertenhilfe?

Im Gegensatz zum medizinisch-orientierten und oft bevormundenden Ansatz der traditionellen Behindertenhilfe, setzt Empowerment auf eine sozialwissenschaftliche Sichtweise, die Vertrauen in die Ressourcen des Einzelnen hat und die Betroffenenperspektive ins Zentrum rückt.

Warum ist die "People-First"-Bewegung so bedeutsam für das Thema?

Sie gilt als gelebtes Beispiel für die praktische Umsetzung von Empowerment, da sie Menschen mit geistiger Behinderung ermöglicht, sich selbst als Experten in eigener Sache zu begreifen und für ihre Rechte aktiv einzutreten.

Was bedeutet das "Heimliche" in der Betreuung geistig behinderter Menschen?

Das "Heimliche" beschreibt unbeabsichtigte, aber wirksame Prozesse der Bevormundung oder gedankenlosen Rundumsteuerung durch professionelles Personal, die letztlich die Autonomie der Betroffenen hemmen.

Ist der Empowerment-Prozess immer erfolgreich?

Die Arbeit weist darauf hin, dass Empowerment ein sensibler Balance-Akt ist, der individuell verläuft und durch Rückschläge geprägt sein kann, womit der Erfolg nicht pauschal garantiert ist.

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Details

Titel
Das Empowerment-Konzept und seine Bedeutung für Selbsthilfegruppen am Beispiel der „People-First-Bewegung“
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Pädagogisches Institut)
Veranstaltung
Theorien der Sonderpädagogik
Note
2,0
Autor
Diplom Sara Pirs (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
22
Katalognummer
V156479
ISBN (eBook)
9783640716814
ISBN (Buch)
9783640716876
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Empowerment- Konzept Bedeutung Selbsthilfegruppen Beispiel First- Bewegung“
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diplom Sara Pirs (Autor:in), 2009, Das Empowerment-Konzept und seine Bedeutung für Selbsthilfegruppen am Beispiel der „People-First-Bewegung“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156479
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Leseprobe aus  22  Seiten
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