Der Produktlebenszyklus und seine wirtschaftsräumlichen Implikationen aus nationaler wie internationaler Perspektive


Seminararbeit, 2006
12 Seiten, Note: 2,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Produktlebenszyklustheorie
2.1 Entwicklungsphase (Phase 1)
2.2 Wachstumsphase (Phase 2)
2.3 Reifephase (Phase 3)
2.4 Schrumpfungsphase (Phase 4)
2.5 Möglichkeiten zur Verminderung der Verlustes
2.5.1 Substitution
2.5.2 Produktmodifikation
2.5.3 Verbesserung der Produktionstechnologie
2.5.4 Rationalisierung

3 Standortfaktoren verschiedener Produktlebenszyklusphasen
3.1 Standortfaktoren der Innovationsphase
3.2 Standortfaktoren der Reifephase
3.3 Standortfaktoren der Standardisierungsphase

4 Die Bedeutung der Produktlebenszyklustheorie für den Außenhandel

5 Fazit

1 Einleitung

Diese Facharbeit befasst sich mit dem Produktlebenszyklus. Dieser wird im zu Beginn theoretisch dargelegt. Anschließend werden die Auswirkungen der Theorie auf die Standortwahl von produzierenden Unternehmen dargestellt. Es wird gezeigt, dass die Produktlebenszyklustheorie in nationalen wie internationalen Wirtschaftsräumen praktische Bedeutung hat.

2 Die Produktlebenszyklustheorie

Der Produktlebenszyklus beschreibt das „Leben“ eines Produktes in 4 Phasen, von der Innovation bis zur „Veralterung“, vom Markteintritt bis zum Marktaustritt.

Vor der Markteinführung eines Produktes steht die Idee. Darauf folgt eine Invention, also eine Erfindung oder eine technische Umsetzung der Idee. Mit Kapitalinvestitionen wird auf Grundlage der Invention Forschung und Entwicklung betrieben. Es entsteht eine Innovation(vgl. Abb. 1) (vgl. Brockhoff, K. 1988, S. 19. und Bohnert, A., Mihály, L. 1984, S. 81).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1 Von der Idee zur Innovation, schamtische Darstellung. Quelle: Brockhoff, K (1988)

Man spricht auch von Produkt-Innovation. An dieser Stelle, der Ersten Markteinführung, beginnt der Produktlebenszyklus.

2.1 Entwicklungsphase (Phase 1)

Zu Beginn eines „Produktlebens“ steht nun also die Entwicklung bzw. Markteinführung (Entwicklungsphase). Die Innovation wird in der Phase 1 durch hohen Kapitalaufwand voran gebracht. Es muss eine Marktreife erzielt werden. Da das Produkt neu und unbekannt am Markt ist, stehen dem hohen Kapitalaufwand geringe Absatzmöglichkeiten entgegen (vgl. Schätzel, L. 2001, S. 210). Der Produktpreis ist also relativ hoch sein, wohingegen die Nachfrage auf dem Markt gering ist. In dieser Phase werden noch kleine Fehler des Produktes behoben und die Produktionsverfahren optimiert. Somit findet auch eine Optimierung der Produktionsprozesse statt. Jedoch liegt das Hauptaugenmerk der Forschung und Entwicklung auf der Produkt-Innovation (vgl. Bathel, H., Glückner, J. 2003, S. 231). In dieser Phase übersteigen meist die Kosten den Erlös, somit ist dies die Phase, in der ein Unternehmen Verluste erfährt (vgl. Abb. 2).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.2. Phasen des Produktlebenszyklus, Profitzyklus. Quelle: Schätzel, L (2001)

Da die Nachfrage gering und die Kosten hoch sind, ist die Produktionsmenge auch sehr niedrig (vgl. Abb. 3). Also sind hier Kapitalinvestitionen meist gleichzeitig Risikoinvestitionen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.3 Produktlebenszyklus, Produktionsmenge. Quelle: Maier, J., Beck, R. (2000)

2.2 Wachstumsphase (Phase 2)

Phase zwei im Produktlebenszyklus ist die Wachstumsphase. Das Produkt hat auf dem Markt Akzeptanz erlangt und ist nun weitestgehend ausgereift. Da das Produkt absolut neu auf dem Markt ist, ist die Konkurrenz gering, Produktionsmenge und Nachfrage steigen an (vgl. Abb. 3). Die Erlöse steigen analog zu der Produktionsmenge exponentiell an (vgl. Schätzel, L. 2001, S. 210).Das produzierende Unternehmen ist nun in der Gewinnsituation (vgl. Abb.2). Die Forschung und Entwicklung konzentriert sich nun zunehmend auf die Produktionsprozesse, so werden dann so genannte Prozess-Innovationen erlangt (vgl. Bathel, H., Glückner, J. 2003, S. 231).

2.3 Reifephase (Phase 3)

Ist sowohl das Produkt, als auch der Produktionsprozess ausgereift, befindet sich das Produkt in der Reifephase. Die Produktionsverfahren sind standardisiert, die Fertigung erfolgt in Massenproduktion (vgl. Maier, J. Beck, R. 2000, S. 92). Da zu Beginn der Massenproduktion Kapital gefordert ist, steigen die Kosten noch an, während die Erlöse bereits beginnen zu stagnieren (vgl. Abb. 2). Die Gewinnspanne wird im Vergleich zur Wachstumsphase kleiner. In dieser Phase müssen betriebswirtschaftliche Maßnahmen getroffen werden, die die Kosten rationalisieren, da sonst die Schrumpfung beginnt (vgl. Schätzel, L. 2001, S. 210).

2.4 Schrumpfungsphase (Phase 4)

Wenn die notwendigen Maßnahmen nicht getroffen werden, übersteigen die Kosten den Erlös, da der Absatz zu gering ist (vgl. Abb.2). Der Mark ist fast „gesättigt“ (vgl. Zingel, H. 2003, S. 6). Die Produktionszahlen sinken (vgl. Abb. 3). Am Ende dieser Schrumpfungsphase kommt es zum Marktaustritt des Produktes (vgl. Nuhn, E. 1992, S. 50). Die Quasi-Monopolstellung, welche ein Unternehmen zu Beginn eines Lebenszyklus besitzt, weicht einem hohen Konkurrenzdruck, da andere Produzenten die, nun nicht mehr neue, Produktidee ohne hohen Kapitaleinsatz und ohne hohes Risiko übernehmen können (vgl. Schätzel, L. 2001, S. 210).

[...]

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Der Produktlebenszyklus und seine wirtschaftsräumlichen Implikationen aus nationaler wie internationaler Perspektive
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Geographisches Institut)
Veranstaltung
Grundseminar
Note
2,3
Autor
Jahr
2006
Seiten
12
Katalognummer
V156499
ISBN (eBook)
9783640701407
ISBN (Buch)
9783640700813
Dateigröße
1818 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Produktlebenszyklus, Standortfaktoren
Arbeit zitieren
Fabian Seyffarth (Autor), 2006, Der Produktlebenszyklus und seine wirtschaftsräumlichen Implikationen aus nationaler wie internationaler Perspektive, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156499

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