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"Maîtresse en titre" in der Frühen Neuzeit. Ein Vergleich zwischen Madame de Pompadour und Anna Constantia Reichsgräfin von Cosel

Titel: "Maîtresse en titre" in der Frühen Neuzeit. Ein Vergleich zwischen Madame de Pompadour und Anna Constantia Reichsgräfin von Cosel

Hausarbeit , 2020 , 24 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Als integraler Bestandteil der höfischen Gesellschaft hatten beide Mätressen den Titel der maîtresse en titre inne, der ihre offizielle Vorstellung am Hof und ihre umfassenden Handlungsspielräume in Abhängigkeit zur Gunst des jeweiligen Monarchen beschrieb.
Neben dem gemeinsamen Titel teilten die beiden Mätressen wenig. Obwohl Madame de Pompadour bürgerlicher Herkunft war, war sie in der Lage, ihre Position zu festigen und sogar zur maîtresse regnante aufzusteigen, während die adlige Constantia von Cosel die Gunst des Monarchen verlor und bis an ihr Lebensende im Gefängnis ausharren musste. Wie diese Entwicklung entstand, wird im Folgenden unter Berücksichtigung des historischen Kontextes und der jeweiligen individuellen Einflussfaktoren untersucht. Mithilfe des biographischen Verfahrens wird das Leben beider punktuell analysiert und durch ausgewählte Schnittstellen innerhalb der Lebensläufe untersucht. Denn die Stellung der Mätressen muss im höfischen Gesamtkontext untersucht werden, um die Fragen nach ihren Handlungsspielräumen und Einflussmöglichkeiten beantworten zu können.
Die Quellenlage ist nicht in allen Fällen eindeutig, weshalb sich hauptsächlich auf persönliche Quellen, wie Briefe, beschränkt wird.
Zunächst erfolgt eine Verortung des Themenkomplexes in den historischen Kontext der Frühen Neuzeit und des absolutistischen Systems. Daraufhin erfolgt die Darstellung der Mätresse mit ihren jeweiligen Handlungs- und Wirkungsbereichen unter Berücksichtigung der für sie zu erreichenden Betitelungen innerhalb der Hofgesellschaft. Hierbei wird aufgrund der zentralen Fragestellung der Fokus auf den Titel der maitresse en titre gelegt. Desweiteren werden die beiden Mätressen unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren in ihrem Wirken mit dem biographischen Verfahren vergleichend untersucht, sodass Unterschiede und Gemeinsamkeiten analytisch herausgearbeitet werden können. Zuletzt erfolgt ein zusammenfassendes Fazit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • 1. EINLEITUNG
  • 2. HISTORISCHER KONTEXT
  • 3. TITEL DER MÄTRESSEN
    • 3.1 MAÎTRESSE DU ROI
    • 3.2 MAÎTRESSE EN TITRE
    • 3.3 MAÎTRESSE REGNANTE
  • 4. MAITRESSE EN TITRE IM VERGLEICH
    • 4.1. KINDHEIT UND SOZIALISATION
      • 4.1.1. MADAME DE POMPADOUR
      • 4.1.2. REICHSGRÄFIN VON COSEL
    • 4.2. LEBEN UND WIRKEN AM HOF
      • 4.2.1. MADAME DE POMPADOUR
      • 4.2.2. REICHSGRÄFIN VON COSEL
    • 4.3. ENDE DER VERBINDUNG
      • 4.3.1. MADAME DE POMPADOUR
      • 4.3.2. REICHSGRÄFIN VON COSEL
  • 5. FAZIT
  • 6. QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht, wie sich die Entwicklung der Mätressen Madame de Pompadour und Anna Constantia Reichsgräfin von Cosel gestaltete. Dabei werden der historische Kontext und individuelle Einflussfaktoren berücksichtigt. Das Leben beider Frauen wird biographisch analysiert und an ausgewählten Schnittstellen ihrer Lebensläufe verglichen, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten.

  • Verortung des Themenkomplexes im historischen Kontext der Frühen Neuzeit und des absolutistischen Systems.
  • Darstellung der verschiedenen Titel der Mätressen (Maîtresse du Roi, Maîtresse en titre, Maîtresse Regnante) und ihrer Handlungsspielräume.
  • Vergleichende biographische Analyse von Madame de Pompadour und Anna Constantia Reichsgräfin von Cosel.
  • Untersuchung von Kindheit, Sozialisation, Leben und Wirken am Hof sowie das Ende ihrer jeweiligen Verbindungen.
  • Analyse des Einflusses von Herkunft, Bildung, persönlicher Netzwerke und der Gunst des Monarchen auf die Stellung der Mätressen.

Auszug aus dem Buch

Maîtresse en titre in der Frühen Neuzeit -ein Vergleich zwischen Madame de Pompadour und Anna Constantia Reichsgräfin von Cosel-

„Sie regierte mit so uneingeschränkter Macht, dass man wohl sagen kann, sie habe über den König und über das ganze Land zu befehlen gehabt", schrieb Karl Ludwig Wilhelm Freiherr von Pöllnitz über die „bedeutendste Mätresse August des Starken", die adlige, deutsche Anna Constantia Reichsgräfin von Cosel. Auch die wohl bekannteste aller Mätressen, die Französin Madame de Pompadour, die in der Forschung als „Inbegriff der Mätresse“ beschrieben wird, hatte trotz ihrer bürgerlichen Herkunft einen großen Einfluss auf gesellschaftliche, kulturelle, politische und soziale Bereiche.

Dies ist im Falle der Madame de Pompadour besonders, da der individuelle Handlungsspielraum einer Person, und besonders der einer Frau, bis ins 19. Jahrhundert dezidiert an den Stand gebunden war. Außerdem entsprach die Ausübung von Herrschaft nicht den gesellschaftlich konstruierten und gültigen Rollenmustern, wodurch einige eine Gefährdung der sozialen Ordnung sahen. Als integraler Bestandteil der höfischen Gesellschaft hatten beide Mätressen den Titel der maîtresse en titre inne, der ihre offizielle Vorstellung am Hof und ihre umfassenden Handlungsspielräume in Abhängigkeit zur Gunst des jeweiligen Monarchen beschrieb.

Neben dem gemeinsamen Titel teilten die beiden Mätressen wenig. Obwohl Madame de Pompadour bürgerlicher Herkunft war, war sie in der Lage, ihre Position zu festigen und sogar zur maîtresse regnante aufzusteigen, während die adlige Constantia von Cosel die Gunst des Monarchen verlor und bis an ihr Lebensende im Gefängnis ausharren musste. Wie diese Entwicklung entstand, wird im Folgenden unter Berücksichtigung des historischen Kontextes und der jeweiligen individuellen Einflussfaktoren untersucht. Mithilfe des biographischen Verfahrens wird das Leben beider punktuell analysiert und durch ausgewählte Schnittstellen innerhalb der Lebensläufe untersucht. Denn die Stellung der Mätressen muss im höfischen Gesamtkontext untersucht werden, um die Fragen nach ihren Handlungsspielräumen und Einflussmöglichkeiten beantworten zu können.

Die Quellenlage ist nicht in allen Fällen eindeutig, weshalb sich hauptsächlich auf persönliche Quellen, wie Briefe, beschränkt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema der einflussreichen Mätressen (Madame de Pompadour, Anna Constantia Reichsgräfin von Cosel) ein, beleuchtet ihre unterschiedlichen Schicksale trotz ähnlicher Positionen und stellt die biographisch-vergleichende Methode zur Analyse ihrer Rollen im höfischen Kontext vor.

2. Historischer Kontext: Hier wird die sich wandelnde Rolle von Frauen in politischer Macht in der Frühen Neuzeit und im Absolutismus beschrieben, insbesondere die rechtlich nicht legitimierte, aber offizielle Position der Mätressen und wie diese auch bürgerlichen Frauen Möglichkeiten eröffnete.

3. Titel der Mätressen: Das Kapitel definiert die Mätresse anhand ihrer exklusiven Gunstbeziehung zum Monarchen und erläutert drei spezifische Titel – Maîtresse du Roi, Maîtresse en titre und Maîtresse Regnante –, die unterschiedliche Grade von Einfluss und offizieller Anerkennung am Hof widerspiegelten.

4. Maitresse en titre im Vergleich: In diesem Hauptteil werden Madame de Pompadour und Anna Constantia Reichsgräfin von Cosel hinsichtlich ihrer Kindheit, Sozialisation, ihres Lebens und Wirkens am Hof sowie des Endes ihrer jeweiligen Verbindungen detailliert verglichen, um ihre unterschiedlichen Wege und ihren Umgang mit der Hofpolitik zu analysieren.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Macht der Maîtresse en titre von der Gunst des absolutistischen Monarchen abhing und als Instrument zur Machtbalance diente; es hebt Madame de Pompadours Erfolg hervor, ihre Position in Politik und Kultur zu festigen, während Anna Constantia Reichsgräfin von Cosel aufgrund ihrer emotionalen Art und des Verlusts der königlichen Gunst scheiterte.

Schlüsselwörter

Mätresse, Frühe Neuzeit, Absolutismus, Madame de Pompadour, Anna Constantia Reichsgräfin von Cosel, Hofgesellschaft, Machtentfaltung, Frauenrollen, Biographie, Vergleich, Politik, Kultur, soziale Ordnung, Gunst des Monarchen, Adel, Bürgertum, Maîtresse en titre, Maîtresse regnante.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht das Leben und Wirken zweier einflussreicher Mätressen der Frühen Neuzeit, Madame de Pompadour und Anna Constantia Reichsgräfin von Cosel, um ihre unterschiedlichen Handlungsspielräume und Schicksale zu analysieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die Rolle von Mätressen in der höfischen Gesellschaft der Frühen Neuzeit, der absolutistische Kontext, die gesellschaftliche Stellung von Frauen, sowie biographische Vergleiche und Einflussfaktoren auf Macht und Status.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, wie die unterschiedliche Entwicklung der Mätressen Madame de Pompadour und Anna Constantia Reichsgräfin von Cosel entstand, unter Berücksichtigung des historischen Kontextes und individueller Einflussfaktoren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird das biographische Verfahren angewendet, um das Leben beider Mätressen punktuell zu analysieren und durch ausgewählte Schnittstellen innerhalb ihrer Lebensläufe zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Kindheit und Sozialisation, das Leben und Wirken am Hof sowie das Ende der Verbindungen von Madame de Pompadour und Anna Constantia Reichsgräfin von Cosel vergleichend dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Mätresse, Frühe Neuzeit, Absolutismus, Madame de Pompadour, Anna Constantia Reichsgräfin von Cosel, Hofgesellschaft, Machtentfaltung, Frauenrollen, Biographie, Vergleich, Politik, Kultur, soziale Ordnung, Gunst des Monarchen, Adel, Bürgertum, Maîtresse en titre, Maîtresse regnante.

Warum wird die bürgerliche Herkunft von Madame de Pompadour besonders hervorgehoben?

Ihre bürgerliche Herkunft ist bemerkenswert, da sie trotz dieser Einschränkung einen großen Einfluss am französischen Hof erlangte, während der Zugang zum Hof traditionell dem Adel vorbehalten war und ihr Aufstieg den Wandel der höfischen Gesellschaft symbolisierte.

Was war der Unterschied zwischen der Maîtresse du Roi, Maîtresse en titre und Maîtresse Regnante?

Die Maîtresse du Roi war die private königliche Geliebte ohne offizielle Ämter; die Maîtresse en titre war die offiziell anerkannte und dem Hof präsentierte Geliebte; und die Maîtresse Regnante beschrieb die höchste Stufe mit weitreichendem politischem Einfluss innerhalb der Hofgesellschaft.

Warum musste Anna Constantia Reichsgräfin von Cosel trotz eines geheimen Ehevertrags im Gefängnis ausharren?

Cosel wurde vorgeworfen, den Ehevertrag zu verstecken, und als der Vertrag gefunden und vernichtet wurde, verlor sie jegliche Legitimation und die Gunst des Kurfürsten, was zu ihrer Inhaftierung bis zum Lebensende führte.

Welche Rolle spielte die Beziehung der Mätressen zur königlichen Ehefrau?

Im Falle von Madame de Pompadour war es ungewöhnlich, dass sie großen Wert auf eine gute Beziehung zur Königin legte und sogar eine Annäherung des Königspaares förderte, was zur Festigung ihrer Position beitrug.

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Details

Titel
"Maîtresse en titre" in der Frühen Neuzeit. Ein Vergleich zwischen Madame de Pompadour und Anna Constantia Reichsgräfin von Cosel
Hochschule
Universität Münster  (Geschichte)
Veranstaltung
Hauptseminar
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
24
Katalognummer
V1565081
ISBN (PDF)
9783389114469
ISBN (Buch)
9783389114476
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frühe Neuzeit Madame de Pompadour
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, "Maîtresse en titre" in der Frühen Neuzeit. Ein Vergleich zwischen Madame de Pompadour und Anna Constantia Reichsgräfin von Cosel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1565081
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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