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Königin Urraca von Kastilien-León 1109-1126

Title: Königin Urraca von Kastilien-León 1109-1126

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 28 Pages , Grade: 2

Autor:in: Beate Regina Sturm (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Während des 11. und 12. Jahrhunderts war Kastilien–León das größte christliche Königreich und führend in der Reconquista. In dieser Zeit entwickelte sich nach und nach ein eigenständiges Portugal, Aragón konsolidierte seine Macht und einen großen Teil der iberischen Halbinsel eroberten christliche Herrscher vom Islam zurück.
Königin Urraca war die einzige Frau, die im Mittelalter in Spanien als Königin rechtmäßig und allein herrschte, vergleichbar mit ihr war vielleicht nur ihre Halbschwester Theresa in Portugal.
Urracas Regierungszeit war im Vergleich zu ihren Vorgängern und Nachfolgern kurz, sie dauerte nur siebzehn Jahre. Weil Urraca eine Frau war, eröffnete schon ihr Geschlecht eine eigene Dimension von Problemen in bezug auf ihre Stellung als Herrscherin und ihrer Autorität. Sie löste aber dennoch alle aufkommenden Probleme, die ein Mann wahrscheinlich nicht besser bewältigt hätte.

Diese Arbeit soll einen Einblick in Urracas geschickte Vorgehensweise bei der Lösung bedrohlichen Problemen schaffen, indem sie vor allem Urracas Verhältnis zu ihrem zweiten Ehemann Alfons von Aragón, ihrem Sohn aus erster Ehe Alfons Raimund und ihrer Halbschwester Theresa behandelt. Die Machtbestrebungen von Bischof Diego Gelmírez und Graf Pedro Froílaz von Lara in Galicien werden nur am Rand und in Verbindung mit ihrem Sohn thematisiert. Sowohl die innerkirchlichen Streitigkeiten der iberischen Halbinsel als auch die Reconquista, die für Urraca nur ein untergeordnetes Anliegen darstellte, da die innerfamiliären Probleme dominierten und ihre Regierung bedrohten, können nur tangiert werden.
Das zentrale Ziel der Arbeit ist also, Urracas außergewöhnliche Leistung als Herrscherin in der damaligen mittelalterlichen Männerwelt zu skizzieren und die Wechselhaftigkeit und Unbeständigkeit dieser Zeit zu zeigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Vorgeschichte

2.1. Urracas Kindheit

2.2. Herrscherin über Galicien

3. Königin Urraca

3.1. Urracas zweite Ehe

3.1.1. Die Eheschließung mit Alfons I. von Aragón

3.1.2. Alfons I. wird zu einer Gefahr für Urraca

3.1.3. Urraca verliert gegen Alfons el Batallador

3.1.4. Das Blatt wendet sich

3.1.5. Frieden zwischen Urraca und Alfons I.

3.2. Das Problem Alfons Raimund

3.2.1. Der kleine König neben Urraca

3.2.2. Sohn, Gegner und Mitregent

3.3. Die „liebe“ Schwester Theresa

3.4. Urracas letzte Jahre

4. Zusammenfassung, Ausblick und Schlussbemerkung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert die Regierungszeit von Königin Urraca von Kastilien-León (1109-1126) und untersucht, wie sie ihre Herrschaft trotz erheblicher innerfamiliärer Konflikte und einer männlich dominierten politischen Welt behaupten konnte. Das primäre Ziel ist es, ihre geschickte Vorgehensweise bei der Lösung komplexer Probleme sowie die Instabilität ihrer Epoche aufzuzeigen.

  • Die diplomatischen und militärischen Auseinandersetzungen mit ihrem Ehemann Alfons I. von Aragón.
  • Das Spannungsfeld zwischen Urraca und ihrem Sohn Alfons Raimund bezüglich Machtansprüchen und Herrschaftsbeteiligung.
  • Die Konflikte mit ihrer Halbschwester Theresa von Portugal im Rahmen von Separationsbestrebungen.
  • Die Konsolidierung der Machtbasis innerhalb von Kastilien-León und die Verteidigung des Erbes gegen familiäre Rivalen.

Auszug aus dem Buch

3.1.2. Alfons I. wird zu einer Gefahr für Urraca

Im Winter 1109/10 startete Zaragoza einen Angriff gegen Aragón. Alfons el Batallador eilte diesem Feind entgegen und besiegte ihn im Januar 1110. Urraca begleitete ihren Mann im Januar 1110 auf dem Feldzug gegen Zaragoza und auch im Mai des gleichen Jahres gegen Galicien, bei dem sich die Beziehung beider verschlechterte.

In Galicien tötete Alfons einen der Gegner, der sich ergeben hatte. Urraca verließ daraufhin ihren Mann und kehrte allein nach León zurück. Alfons verwüstete die Länder von Galicien. Nach drei Monaten hatte Alfons unter anderem die Burg von Materoso besetzt, die Ländereien von Graf Pedro Froílaz zerstört und verließ Galicien in Richtung León.

Dort war bereits ein Schreiben von Papst Paschalis II. eingetroffen, das die Auflösung der Ehe wegen zu naher Verwandtschaft, wie erklärt, forderte. Die eheliche Verbindung von Urraca und Alfons von Aragón wurde nun also von der Kurie formalrechtlich wegen zu naher Verwandtschaft angefochten. Nach einer Beratung mit Erzbischof Bernard von Toledo, der von Anfang an gegen diese Eheschließung gewesen war, Bischof Pedro von León und Pelayo von Oviedo wollte Urraca den Rat des Papstes befolgen. Doch sie zögerte noch, und Alfons I. wollte die Trennung wegen zu naher Verwandtschaft oder auch wegen der drohenden Exkommunikation ganz und gar nicht, da es eine Machteinbuße für ihn bedeutete.

Er kehrte erst einmal bis Ende des Jahres 1110 nach Aragón zurück, weil die Almoraviden die Herrschaft in Zaragoza wieder an sich gerissen hatten. Urraca zog ihm wiederholt mit einem Heer nach, um ihm zu helfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der historischen Ausgangslage während der Reconquista und Skizzierung der Problemstellung sowie der Zielsetzung der Arbeit.

2. Die Vorgeschichte: Überblick über die politischen Verhältnisse auf der iberischen Halbinsel und Urracas Herkunft.

3. Königin Urraca: Analyse ihrer Herrschaftszeit mit Fokus auf ihre Ehen, familiäre Machtkämpfe und die Verteidigung ihrer Krone.

4. Zusammenfassung, Ausblick und Schlussbemerkung: Resümee der politischen Leistungen Urracas und Einordnung ihrer Rolle als Herrscherin in einer mittelalterlichen Männerwelt.

Schlüsselwörter

Königin Urraca, Kastilien-León, Mittelalter, Reconquista, Alfons I. von Aragón, Alfons Raimund, Theresa von Portugal, Politische Geschichte, Mittelalterliche Frauen, Machtkampf, Diplomatie, 12. Jahrhundert, Galicien, Dynastie, Erbfolge.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beleuchtet die Regierungszeit der einzigen rechtmäßigen Alleinherrscherin im mittelalterlichen Spanien, Urraca von Kastilien-León, und ihren Kampf um den Erhalt ihrer Macht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das komplexe Verhältnis zu ihrem zweiten Ehemann Alfons I. von Aragón, die Rivalität mit ihrem Sohn Alfons Raimund und die Konflikte mit ihrer Halbschwester Theresa.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Urracas außergewöhnliche Leistungen als Herrscherin in einer von Männern dominierten Welt zu skizzieren und die Wechselhaftigkeit der politischen Lage dieser Zeit aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse unter Einbeziehung zeitgenössischer Chroniken, Urkunden und der einschlägigen Fachliteratur zur Geschichte des mittelalterlichen Spaniens.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Jahre 1109 bis 1126, wobei die politische Entwicklung, die militärischen Auseinandersetzungen und die diplomatischen Bemühungen um die Sicherung ihres Erbes detailliert analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Urraca von Kastilien-León, Reconquista, Dynastie, Erbfolge, sowie die politischen Akteure Alfons I. von Aragón und Theresa von Portugal.

Wie bewertet die Autorin Urracas größte Leistung?

Die Autorin hebt hervor, dass es Urracas persönlichem Verdienst zuzuschreiben ist, dass das Reich nach dem Tod ihres Vaters nicht zerbrach, obwohl sie sich gegen massive Widerstände durchsetzen musste.

Wie reagierte die Forschung auf den Vorfall der Entblößung Urracas?

Der Vorfall wird in der "Historia Compostelana" als demütigender Akt beschrieben, der als Metapher für den Umsturz und die Stärkung der Position ihres Sohnes Alfons Raimund gedeutet wird.

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Details

Title
Königin Urraca von Kastilien-León 1109-1126
College
University of Frankfurt (Main)  (Historisches Seminar)
Course
Die iberische Halbinsel als Kulturkontaktzone im 11. und 12. Jahrhundert
Grade
2
Author
Beate Regina Sturm (Author)
Publication Year
2003
Pages
28
Catalog Number
V15650
ISBN (eBook)
9783638207058
Language
German
Tags
Königin Urraca Kastilien-León Halbinsel Kulturkontaktzone Jahrhundert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Beate Regina Sturm (Author), 2003, Königin Urraca von Kastilien-León 1109-1126, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15650
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