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Identitätsbildung durch Geschichtsunterricht. Ein lernendes Portfolio zur historischen Deutungskompetenz

Titel: Identitätsbildung durch Geschichtsunterricht. Ein lernendes Portfolio zur historischen Deutungskompetenz

Seminararbeit , 2022 , 33 Seiten

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik - Geschichte
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In diesem lernenden Portfolio werden zentrale Aspekte modernen Geschichtsunterrichts beleuchtet – insbesondere im Hinblick auf die Förderung historischer Deutungsfähigkeit und Identitätsbildung bei Schülerinnen und Schülern. Ausgehend von bildungstheoretischen Konzepten und aktuellen Fachanforderungen analysiert der Verfasser, wie Geschichte als konstruktive Auseinandersetzung mit Vergangenheit verstanden und vermittelt werden kann. Der Text setzt sich kritisch mit den theoretischen Grundlagen historischer Bildung auseinander – unter anderem mit den Positionen von Jörn Rüsen, Katja Gorbahn und Klaus Bergmann – und reflektiert praxisnah die Anforderungen an eine geschichtsdidaktisch fundierte Lehrperson. Ziel ist es, das Spannungsverhältnis zwischen individueller Identitätsfindung und kollektiver Geschichtskultur herauszuarbeiten und daraus didaktische Konsequenzen für den Unterricht abzuleiten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Portfoliofrage 1

2. Portfoliofrage 2

3. Portfoliofrage 3

4. Portfoliofrage 4

5. Portfoliofrage 5

6. Portfoliofrage 6

7. Portfoliofrage 7

8. Portfoliofrage 8

9. Portfoliofrage 9

10. Portfoliofrage 10

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit verschiedenen didaktischen Ansätzen und Medien des Geschichtsunterrichts auseinander, um aufzuzeigen, wie Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zu mündigen Bürgern in einer demokratischen Gesellschaft durch historisches Lernen unterstützt werden können.

  • Identitätsbildung und das Spannungsverhältnis zwischen individueller Autonomie und gesellschaftlichem Konsens.
  • Die Rolle von Medien (Film, Museen, Belletristik, Internet) bei der Vermittlung von Geschichte.
  • Kompetenzorientierung im Geschichtsunterricht und der Einsatz von Kompetenzmodellen (z.B. nach Gautschi).
  • Herausforderungen des historischen Lernens in unterschiedlichen Altersstufen, von der Primar- bis zur Sekundarstufe.
  • Die Notwendigkeit einer reflexiven Unterrichtsgestaltung, die über reine Wissensvermittlung hinausgeht.

Auszug aus dem Buch

Portfoliofrage 1

Bei dem Versuch, sich in der heutigen, freiheitlichen Gesellschaft zurecht zu finden, kollidieren Kinder und Jugendliche unweigerlich mit der Geschichte. Sei es auf der Mikroebene mit der Familienvergangenheit oder auf der Makroebene mit der Historie ihrer Nation. Der Geschichtsunterricht soll bei der Orientierung eine Stütze sein, sowohl indem er Fähigkeiten vermittelt, die es braucht, um mit äußeren Deutungsangeboten der Vergangenheit umzugehen, als auch selbst Deutungen zu entwickeln. Diese tragen wiederum zur Identitätsbildung von Schülerinnen und Schülern bei. Um diesem Anspruch auch gerecht werden zu können, muss sich im Vorhinein zum einen mit der Identitätsbildung, welche Jörn Rüsen als das handlungsermöglichende Deutungsmuster des eigenen Daseins beschreibt, und zum anderen mit der heutigen Gesellschaft auseinandergesetzt werden.

Die Identität wurde mit dem Aufkommen von sozialen Bewegungen in den 1960er-Jahren immer stärker mit der Gruppenangehörigkeit von Individuen in Verbindung gebracht sowie in einen Zusammenhang zur Ethnizität gesetzt. Katja Gorbahn beschreibt die Identität als einen Hybrid aus der personalen Identität, dem umfassenden Selbstkonzept eines Individuums, sowie der sozialen Identität, den spezifischen Gruppenzugehörigkeiten des Individuums. Damit widerspricht sie dem zuvor von Klaus Bergmann vertretenem Konzept von zwei ausbalancierten, getrennten Identitäten. Bergmann spricht zum einen von der Ich-Identität und zum anderen von der kollektiven Identität.

Doch wie sieht die Gesellschaft aus, in der sich Schülerinnen und Schüler zurechtfinden müssen? Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass wir in einer pluralistischen, demokratischen Gesellschaft leben, welche den Meinungsaustausch und Diskussionen im Rahmen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zulässt. Die sozialmarktwirtschaftliche Organisation des Handels sowie der angesprochene Pluralismus plädieren auf Eigenverantwortlichkeit und stärken somit die Autonomie des Individuums.

Zusammenfassung der Kapitel

Portfoliofrage 1: Untersucht die Identitätsbildung in einer pluralistischen Gesellschaft und die Rolle des Geschichtsunterrichts als Stütze zur Orientierung junger Menschen.

Portfoliofrage 2: Behandelt die Ziele des Geschichtsunterrichts gemäß Fachanforderungen und betont die Bedeutung einer kompetenten Lehrkraft sowie die Wichtigkeit, Vergangenheit nicht nur als Abbild, sondern als Konstruktion zu verstehen.

Portfoliofrage 3: Analysiert den Einfluss des kommerziellen Fernsehens und von Historienfilmen auf das Geschichtsbewusstsein und fordert eine kritische Filmrezeption im Unterricht.

Portfoliofrage 4: Erörtert das Museum als geschichtskulturelles Medium und zeigt auf, wie der Konstruktionscharakter von Ausstellungen dekonstruiert werden kann, um Lernprozesse zu optimieren.

Portfoliofrage 5: Untersucht die Rolle der historischen Belletristik und deren Potential für das historische Lernen bei verschiedenen Lesertypen.

Portfoliofrage 6: Bewertet die Bedeutung des Internets als zentrales Medium der Geschichtskultur und analysiert didaktische Hilfsmittel zur Website-Evaluation.

Portfoliofrage 7: Diskutiert Public History als Form der Geschichtskultur und zeigt exemplarisch an Museumsausstellungen, wie diese zur Förderung historischen Denkens beitragen kann.

Portfoliofrage 8: Befasst sich mit der Bedeutung des historischen Lernens in der Grundschule und den Herausforderungen bei der Erfassung individueller Lernvoraussetzungen.

Portfoliofrage 9: Analysiert die Einführung der Kompetenzorientierung und stellt das Kompetenzmodell nach Peter Gautschi als Referenzrahmen vor.

Portfoliofrage 10: Resümiert die Ziele des Geschichtsunterrichts, vor allem die Förderung von Autonomie und Orientierung ein Leben lang.

Schlüsselwörter

Geschichtsunterricht, Identitätsbildung, Historisches Lernen, Geschichtskultur, Kompetenzorientierung, Narrativieren, Konstruktivismus, Geschichtsbewusstsein, Public History, Mediale Vermittlung, Autonomie, Orientierung, Geschichtsdidaktik, Quellenkritik, Dekonstruktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Zielen und Herausforderungen eines modernen Geschichtsunterrichts, der Schülerinnen und Schüler zur Mündigkeit befähigen soll.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Identitätsbildung, der Einfluss verschiedener Medien (Film, Museen, Literatur, Internet) auf das Geschichtsbewusstsein und die Umsetzung von Kompetenzmodellen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Lehrer durch die Vermittlung von historischen Kompetenzen Schüler bei der Orientierung in der Gesellschaft und der Entwicklung ihrer Autonomie unterstützen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf geschichtsdidaktische Theorien, Ansätze der Geschichtskultur und reflektiert diese anhand moderner Kompetenzmodelle, insbesondere dem von Peter Gautschi.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Portfoliofragen, die jeweils spezifische Felder wie Medienrezeption, Museumspädagogik, historische Belletristik und die Didaktik in Primar- und Sekundarstufe beleuchten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Kompetenzorientierung, historisches Denken, Konstruktion/Dekonstruktion und die Förderung der Selbstständigkeit von Lernenden.

Welche kritische Sichtweise wird auf das Museum als Medium eingenommen?

Das Museum wird als Medium kritisch hinterfragt, da es oft eine falsche Authentizität suggeriert; die Arbeit fordert, den konstruktiven Charakter von Ausstellungen für den Lernprozess offenzulegen.

Wie bewerten die Autoren des Buches die Rolle der Belletristik?

Historische Romane werden als geschichtskulturelle Produkte betrachtet, die zwar fiktional sind, aber bei richtiger methodischer Herangehensweise wertvolle Einblicke in Mentalitäten bieten können.

Welchen Stellenwert nimmt das Kompetenzmodell von Peter Gautschi ein?

Es wird als ein didaktisch anerkanntes und praktisch sehr gut einsetzbares Modell vorgestellt, da es den historischen Erkennnisprozess von der Frage über die Dekonstruktion bis zur Konstruktion abbildet.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Identitätsbildung durch Geschichtsunterricht. Ein lernendes Portfolio zur historischen Deutungskompetenz
Hochschule
Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg)  (Institut für Gesellschaftswissenschaften und Theologie)
Veranstaltung
Geschichte als Kommunikation
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
33
Katalognummer
V1565317
ISBN (eBook)
9783389119754
ISBN (Buch)
9783389119761
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschichtsdidaktik Identitätsbildung im Geschichtsunterricht Deutung der Vergangenheit Geschichtskultur und Geschichtsbewusstsein Historisches Lernen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Identitätsbildung durch Geschichtsunterricht. Ein lernendes Portfolio zur historischen Deutungskompetenz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1565317
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Leseprobe aus  33  Seiten
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