Es scheint notwendig, einen
ansprechenden Geschichtsunterricht, der gekennzeichnet ist durch ein gegenseitiges
Vertrauensverhältnis zwischen dem Lehrer und seinen Schülern und die Verknüpfung von
Inhalts- und Beziehungsebene zu planen und somit das Interesse der Schüler zu
gewinnen. Gerade durch das Spiel im Unterricht kann dieses Ziel, die Schüler zu
motivieren, erreicht werden. Nicht umsonst findet man Aussagen, wie: „Das ganze Leben
ist ein Quiz und wir sind nur die Kandidaten“ - eine wahrscheinlich übertriebene Zeile aus
einem Lied vom Entertainer Hape Kerkeling – obwohl man auch bei wissenschaftlichen
Autoren Hinweise auf eine tiefe Bedeutung des Spiels im menschlichen Handeln findet:
„Bildung ist der Name eines sozialen Spiels, das durch erhöhte Erwartungen und
Erwartungserwartungen in Bezug auf das kulturelle Wissen der Mitspieler gekennzeichnet
ist; diese dürfen die Erwartungen und Erwartungserwartungen nicht thematisieren.“
Kann man Geschichte spielend lernen? Wie mit Spielen im Geschichtsunterricht
umgegangen werden kann, soll im Folgenden thematisiert werden. Nach einer Einführung
in das Begriffsfeld des Spieles und in die verschiedenen Spieltheorien, soll das Spiel
zunächst im Rahmen der Geschichtsdidaktik betrachtet werden. Im nächsten Schritt folgt
ein Typisierung von Spielen, angereichert mit Spielideen und eine Einschätzung des Spiels hinsichtlich der Eignung in den jeweiligen Sekundarstufen. Im letzten Abschnitt folgt
dann eine ausführliche Beschreibung und Auswertung eines selbst erprobten Rollenspiels
im Geschichtsunterricht einer fünften und sechsten Klasse.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Das Spiel
- Begriffsklärung
- Spieltheorien
- Spieldidaktik im Geschichtsunterricht
- Spielformen
- Lernspiele
- Szenische Darstellungen
- Projektorientierte Aktivitäten
- Spielen in der Sekundarstufe I und II
- Das Rollenspiel
- Einführung und Motivation ins szenische Spiel
- Begriff und Methodik
- Ablauf eines Rollenspiels
- „Das Leben auf einer mittelalterlichen Burg“ - ein Rollenspiel
- Stundenplanung
- Die Bedingungsanalyse
- Die Sachanalyse
- Die didaktische Entscheidung
- Tabellarische Stundenplanung
- Auswertung der Unterrichtsstunden
- Evaluationsauswertung
- Stundenplanung
- Rahmenbedingungen, Voraussetzungen und Ziele
- Zusammenfassung und Ausblick
- Anlagen
- Evaluationsbogen (unausgefüllt)
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende wissenschaftliche Hausarbeit setzt sich zum Ziel, die Bedeutung und die Möglichkeiten des Spiels im Geschichtsunterricht zu untersuchen. Die Arbeit analysiert, wie Spiele zur aktiven und lebendigen Auseinandersetzung mit der Geschichte beitragen können und welche didaktischen Potenziale sie bieten.
- Begriff und Theorie des Spiels
- Spieldidaktik im Geschichtsunterricht
- Das Rollenspiel als Methode im Geschichtsunterricht
- Didaktische Planung und Auswertung von Spielaktivitäten
- Rahmenbedingungen und Ziele des Spiels im Geschichtsunterricht
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Problematik des traditionellen Geschichtsunterrichts dar und betont die Notwendigkeit, Schüler aktiv in den Lernprozess einzubeziehen.
Kapitel 2 beleuchtet den Begriff des Spiels, verschiedene Spieltheorien und die Anwendung von Spieldidaktik im Geschichtsunterricht. Es werden verschiedene Spielformen vorgestellt, darunter Lernspiele, szenische Darstellungen und projektorientierte Aktivitäten.
Kapitel 3 beschäftigt sich mit der Bedeutung des Spiels in der Sekundarstufe I und II.
Kapitel 4 widmet sich dem Rollenspiel als didaktische Methode. Es werden die Einführung und Motivation ins szenische Spiel, Begriff und Methodik sowie die konkrete Umsetzung in einem Beispiel (Das Leben auf einer mittelalterlichen Burg) dargestellt.
Kapitel 5 beleuchtet die Rahmenbedingungen, Voraussetzungen und Ziele des Spiels im Geschichtsunterricht.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen Spieldidaktik, Rollenspiel, Geschichtsunterricht, Schüleraktivierung, handlungsorientiertes Lernen, szenische Darstellungen, didaktische Planung und Auswertung.
Häufig gestellte Fragen
Kann man Geschichte spielend lernen?
Ja, Spiele im Geschichtsunterricht können die Motivation der Schüler steigern und eine aktive Auseinandersetzung mit historischen Inhalten fördern.
Welche Spielformen eignen sich für den Geschichtsunterricht?
Es eignen sich Lernspiele, szenische Darstellungen (wie Rollenspiele) und projektorientierte Aktivitäten.
Was ist ein Beispiel für ein Rollenspiel im Geschichtsunterricht?
Ein konkretes Beispiel ist das Rollenspiel „Das Leben auf einer mittelalterlichen Burg“, das speziell für die 5. und 6. Klasse konzipiert wurde.
Warum ist Spieldidaktik wichtig?
Sie hilft dabei, die Inhalts- und Beziehungsebene im Unterricht zu verknüpfen und das Interesse der Schüler durch handlungsorientiertes Lernen zu gewinnen.
In welchen Sekundarstufen können Spiele eingesetzt werden?
Spiele können sowohl in der Sekundarstufe I als auch in der Sekundarstufe II eingesetzt werden, wobei die Komplexität angepasst werden muss.
- Arbeit zitieren
- Nadja Kloß (Autor:in), 2010, Das Spiel im Geschichtsunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156559