Die Thematik „Herzöge, Grafen und Ritter“ erfreut sich bei der Wahl einer Ausstellung seit vielen Jahrzehnten ungeheurer Beliebtheit bei Austellungsmachern, Besuchern oder Fach-publikum. Seien es die Faszination aus Kindertagen, aktuelle Forschungsergebnisse oder das allgemeine Interesse an solchen Ausstellungen - es gibt eine Vielzahl von Gründen, welche den Interessierten zum Gang in eine adelsgeschichtliche Ausstellung bewegen. So auch die Ausstellung „Ritter, Grafen, Industriebarone – Adel in Bayern“ aus dem Jahr 2008 , welche auf Schloss Hohenaschau und dem Lokschuppen in Rosenheim gezeigt wurde.
Inhaltsübersicht
1. Einleitung: Adelsgeschichtliche Ausstellungen und ihre Beliebtheit
2. Die Landesausstellung „Adel in Bayern“: Konzept und Orte
3. Charakteristika der Ausstellung und Vermittlungsansätze
4. Historische Hintergründe und Schwerpunkte der Ausstellung
5. Funktionen und Wirkung adelsgeschichtlicher Ausstellungen
Zielsetzung und Themen
Das Thesenpapier untersucht am Beispiel der Landesausstellung „Adel in Bayern“ (2008), wie adelsgeschichtliche Themen museal aufbereitet werden und welche Funktionen diese Ausstellungen für die Wissensvermittlung, Identitätsbildung und den Tourismus erfüllen.
- Analyse von Konzeption und Standortwahl bei Landesausstellungen.
- Untersuchung von Vermittlungsmethoden und „Mitmachausstellungen“.
- Darstellung historischer Strukturen des Adels (u.a. Lex Baiuwariorum).
- Reflexion über die identitätsstiftende Funktion von Ausstellungen.
- Diskussion über das Spannungsfeld zwischen Unterhaltung und wissenschaftlichem Anspruch.
Auszug aus dem Buch
Die Thematik „Herzöge, Grafen und Ritter“
Die Thematik „Herzöge, Grafen und Ritter“ erfreut sich bei der Wahl einer Ausstellung seit vielen Jahrzehnten ungeheurer Beliebtheit bei Austellungsmachern, Besuchern oder Fachpublikum. Seien es die Faszination aus Kindertagen, aktuelle Forschungsergebnisse oder das allgemeine Interesse an solchen Ausstellungen - es gibt eine Vielzahl von Gründen, welche den Interessierten zum Gang in eine adelsgeschichtliche Ausstellung bewegen.
So auch die Ausstellung „Ritter, Grafen, Industriebarone – Adel in Bayern“ aus dem Jahr 2008, welche auf Schloss Hohenaschau und dem Lokschuppen in Rosenheim gezeigt wurde. Mit dem Titel einer Landesausstellung versehen, war es möglich aus den dafür bereitgestellten Quellen von Land und Bund zu schöpfen und somit ohne große finanzielle Sorgen eine angemessene Realisierung zu garantieren. Definitionsgemäß sind Landesausstellungen eine implementierte Institution auf dem Gebiet der überregionalen Ausstellungen, jedoch befassen sie sich im Regelfall mit einer lokalen oder regionalen Thematik, so z.B. mit der Geschichte eines Landes oder dem Wirken von Personen desselbigen. Anzuführen sind hierbei u.a. die Niedersächsische Landesausstellung oder die Thüringer Landesausstellung als Vertreter von Bundesländern. Landesausstellungen sind aber keinesfalls ausschließlich länderintern begrenzte Ausstellungen sondern auch in anderen Ländern zu finden, so z.B. die Tiroler Landesausstellung in Österreich oder die Schweizerische Landesausstellung, die jedoch nur periodischen Charakter hat und eher ein nationales als ein regional geprägtes Motiv als Ausstellungsinhalt bietet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Adelsgeschichtliche Ausstellungen und ihre Beliebtheit: Das Kapitel erläutert die anhaltende Popularität adelsgeschichtlicher Themen in Museen und nennt erste Gründe für das Publikumsinteresse.
2. Die Landesausstellung „Adel in Bayern“: Konzept und Orte: Hier wird das konkrete Beispiel der Landesausstellung 2008 analysiert, insbesondere die Finanzierung durch Landesmittel und die Wahl der Standorte Hohenaschau und Rosenheim.
3. Charakteristika der Ausstellung und Vermittlungsansätze: Dieses Kapitel beschreibt das Konzept der „Mitmachausstellung“ und die Einbindung der Besucher durch interaktive Elemente sowie touristische Erweiterungsangebote.
4. Historische Hintergründe und Schwerpunkte der Ausstellung: Der Fokus liegt hier auf der vermittelten Geschichte, insbesondere der Lex Baiuwariorum und den sozialen Hierarchien des Adels vom Mittelalter bis zur Neuzeit.
5. Funktionen und Wirkung adelsgeschichtlicher Ausstellungen: Abschließend werden die Funktionen von Ausstellungen – wie die Korrektur des Geschichtsbildes und die Förderung regionaler Identität – kritisch hinterfragt und evaluiert.
Schlüsselwörter
Adelsgeschichte, Landesausstellung, Adel in Bayern, Museumspädagogik, Geschichtskultur, Identitätsstiftung, Schloss Hohenaschau, Lokschuppen Rosenheim, Lex Baiuwariorum, Mittelalter, Wissensvermittlung, Tourismus, Ausstellungskonzept, Historisches Bewusstsein, Rittertum.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der musealen Darstellung adelsgeschichtlicher Inhalte anhand des Beispiels der bayerischen Landesausstellung von 2008.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen die Konzeption von Landesausstellungen, historische Adelsstrukturen und die Methoden der musealen Vermittlung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, zu analysieren, wie eine Ausstellung historische Fakten und Identitätsstiftung miteinander verknüpft, um ein breites Publikum anzusprechen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine fallstudienbasierte Analyse, die museologische Konzepte mit geschichtswissenschaftlicher Theorie verbindet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert die Standortwahl, das inhaltliche Konzept der „Mitmachausstellung“ und die historische Einordnung der dargestellten Adelsgeschichte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Adelsgeschichte, Landesausstellung, Geschichtskultur, Vermittlungsmethoden und Identitätsstiftung sind die zentralen Begriffe.
Warum wurde Schloss Hohenaschau als Ausstellungsort gewählt?
Der Ort fungiert aufgrund seiner historischen Bedeutung als Adelsresidenz und seiner authentischen Umgebung als „begehbares Exponat“.
Welche Bedeutung hatte das Lex Baiuwariorum für die Ausstellung?
Das Lex Baiuwariorum diente als zentrales Ausstellungsobjekt, um die frühen Rechtsstrukturen und Ständeordnungen der Bajuwaren zu verdeutlichen.
Wie trägt die Ausstellung zur Identitätsstiftung bei?
Durch die regionale Ausrichtung wird versucht, die Bevölkerung vor Ort stärker mit der eigenen Landesgeschichte und den ehemaligen Herrschern zu verbinden.
Was unterscheidet eine Erlebnis- von einer Faktenausstellung?
Während Faktenausstellungen primär auf die Präsentation von Objekten setzen, laden Erlebnisausstellungen zum Ausprobieren und zum aktiven Auseinandersetzen mit der Geschichte ein.
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- Roman Behrens (Autor), 2009, Das Mittelalter in der Ausstellung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156585