Die Arbeit beantwortet die Frage ob und inwieweit Privatisierung in der deutschen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung rechtlich und wirtschaftlich möglich ist.
Hierbei werden auch Studien zu den Privatisierungserfahrungen anderer Länder herangezogen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Wasserwirtschaft als natürliches Monopol
- Öffentliche Aufgabenwahrnehmung oder Regulierung
- Anknüpfung an die Privatisierungs- und Liberalisierungsdiskussion
- Liberalisierung
- Privatisierung
- Formen der Privatisierung
- Formelle Privatisierung
- Funktionale Privatisierung
- Betriebsführungsmodell
- Betreibermodell
- Kooperationsmodell
- Das Konzessionsmodell als funktionale Privatisierung
- Materielle Privatisierung
- Das Konzessionsmodell als materielle Privatisierung
- Rechtliche Prüfung einer Privatisierung der Wasserwirtschaft
- Bewertung einer Aufgabenprivatisierung in der Wasserwirtschaft
- Soziale und ökologische Erwartungen
- Effizienz
- Theoretische Grundlagen
- Empirische Ergebnisse
- Wettbewerb um den Markt
- Wettbewerb durch Benchmarking
- Regulierung und Kontrolle
- Die Finanzsituation der Kommunen
- Formen der Privatisierung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit befasst sich mit der Frage, ob Privatisierungen in der deutschen Wasserwirtschaft möglich und sinnvoll sind. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen und praktischen Erfahrungen mit Privatisierungen in diesem Sektor zu beleuchten und anhand dieser Erkenntnisse eine fundierte Bewertung abzugeben.
- Die Wasserwirtschaft als natürliches Monopol
- Staatliche Eingriffe in den Wassermarkt: Regulierung vs. Aufgabenübernahme
- Liberalisierung und Privatisierung als Konzepte zur Steigerung der Effizienz
- Anwendbarkeit dieser Konzepte auf die Wasserwirtschaft
- Bewertung der Auswirkungen von Privatisierungen auf soziale, ökologische und finanzielle Aspekte
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit setzt sich mit der Frage auseinander, ob Privatisierungen im Bereich der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in Deutschland sinnvoll sind.
- Die Wasserwirtschaft als natürliches Monopol: Dieses Kapitel erklärt, warum ein unregulierter Wassermarkt in einer Marktwirtschaft problematisch ist und warum ein staatlicher Eingriff notwendig ist.
- Öffentliche Aufgabenwahrnehmung oder Regulierung: Hier werden zwei Ansätze zur staatlichen Intervention im Wassermarkt vorgestellt: Regulierung und direkte Aufgabenübernahme durch den Staat.
- Anknüpfung an die Privatisierungs- und Liberalisierungsdiskussion: Dieses Kapitel stellt die Konzepte der Liberalisierung und Privatisierung als Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung durch Wettbewerb dar.
- Liberalisierung: Die Liberalisierung des Wassermarktes wird im Detail betrachtet und ihre Vor- und Nachteile werden diskutiert.
- Privatisierung: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Formen der Privatisierung, darunter formelle, funktionale und materielle Privatisierung. Es werden die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Bewertung einer möglichen Aufgabenprivatisierung in der Wasserwirtschaft beleuchtet.
Schlüsselwörter
Die vorliegende Arbeit konzentriert sich auf die Bereiche der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in Deutschland. Sie befasst sich mit der Thematik der Privatisierung und analysiert deren Auswirkungen unter den Gesichtspunkten des natürlichen Monopols, der Regulierung, der Effizienz und der sozialen sowie ökologischen Folgen. Schlüsselbegriffe sind natürliche Monopole, Marktversagen, staatliche Intervention, Regulierung, Liberalisierung, Privatisierung, Konzessionsmodelle, Wettbewerb, Effizienzsteigerung, soziale und ökologische Auswirkungen.
Häufig gestellte Fragen
Ist die Privatisierung der Wasserversorgung in Deutschland rechtlich möglich?
Die Arbeit untersucht die rechtlichen Rahmenbedingungen und zeigt auf, dass verschiedene Formen der Privatisierung unter Einhaltung gesetzlicher Vorgaben möglich sind, jedoch einer strengen Prüfung unterliegen.
Was versteht man unter einem „natürlichen Monopol“ in der Wasserwirtschaft?
Ein natürliches Monopol entsteht, wenn ein einziger Anbieter die Nachfrage aufgrund hoher Infrastrukturkosten (Leitungsnetze) kostengünstiger decken kann als mehrere Wettbewerber. Dies erfordert staatliche Regulierung.
Welche Formen der Privatisierung werden unterschieden?
Es wird zwischen formeller (Privatisierung der Rechtsform), funktionaler (Übertragung von Aufgaben, z.B. Betriebsführungsmodell) und materieller Privatisierung (Verkauf von Eigentum und Aufgaben) unterschieden.
Führt Privatisierung zwangsläufig zu mehr Effizienz?
Die Arbeit beleuchtet theoretische Grundlagen und empirische Ergebnisse. Effizienzsteigerungen sind möglich, hängen aber stark vom Wettbewerb um den Markt und einer effektiven Regulierung ab.
Welche sozialen und ökologischen Erwartungen gibt es an die Wasserwirtschaft?
Erwartet werden eine sichere Versorgung zu sozial verträglichen Preisen sowie der Schutz der Wasserressourcen. Kritiker befürchten, dass private Gewinninteressen diese Ziele gefährden könnten.
- Arbeit zitieren
- Andreas Wegge (Autor:in), 2009, Privatisierung der deutschen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156613