Anwendbarkeit der Tourismusforschung für KMU im Hotel- und Gaststättengewerbe in Österreich


Hausarbeit (Hauptseminar), 2007
41 Seiten, Note: 1

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I Vorwort

II Abbildungsverzeichnis

1 Aufgabenstellung und Ziel dieser Studienarbeit

2 Begriffsdefinitionen
2.1 Begriffsdefinition „Tourismus“
2.1.1 Begriffsdefinition der WTO
2.1.2 Begriffsdefinition nach Bieger
2.2 Begriffsdefinition „Tourismusforschung“
2.2.1 Begriffsdefinition nach Egger
2.2.2 Begriffsdefinition nach Schmidhauser
2.2.3 Begriffsdefinition nach Kotler und Bliemel
2.2.4 Begriffsdefinition nach Meffert
2.2.5 Begriffsdefinition nach Nieschlag, Dichtl und Hörschgen

3 Inhalte der Markt- bzw. Tourismusforschung

4 Methoden der Tourismusforschung
4.1 Sekundärforschung
4.2 Primärforschung

5 Warum Tourismusforschung?
5.1 Wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus in Österreich
5.2 Wer verwendet tourismusstatistische Daten?
5.3 Aufgaben und Ziele der Tourismusforschung
5.3.1 Tourismusforschung in der strategischen Unternehmensplanung
5.3.2 Tourismusforschung in der operativen Marketingplanung
5.3.3 Tourismusforschung in der Presse- und Medienarbeit
5.3.4 Tourismusforschung als interner Kontrollmechanismus

6 Wer forscht in Österreich?

7 Der Ablauf eines Marktforschungsvorhabens
7.1 Formulierung der Aufgaben und Ziele einer Marktforschungserhebung
7.2 Vorlage der Detailplanung der Erhebung
7.3 Durchführung des Erhebungsplans
7.4 Interpretation und Berichterstattung

8 Struktur des Tourismus in Österreich

9 Befragung
9.1 Vorgehensweise
9.2 Auswertung der Befragungen

IV Fazit

VI Anhang
VI.I E-Mails
VI.II Fragebogen

I Vorwort

Diese Studienarbeit entstand im Fach Wissenschaftliches Arbeiten im Rahmen des Studiums EMTA an der FH Salzburg. Ziel der Arbeit ist neben dem Inhalt auch die Beschäftigung mit den Anforderungen und der Anwendung wissenschaftlichen Arbeitens an sich.

Inhaltlich behandeln die folgenden Seiten den großen Themenbereich der Tourismusforschung.

Um den Umfang der Studienarbeit nicht zu sprengen, wurde das Thema neben einem Überblick über den aktuellen Wissensstand auf die Anwendbarkeit von Tourismusforschung für KMU eingeschränkt.

Zusätzlich zur Bearbeitung von Sekundärliteratur wurden auch in kleinem Umfang ergänzend Befragungen durchgeführt.

Neben den angegebenen Quellen und der durchgeführten Interviews haben wir versucht, auch unsere eigenen Erfahrungen und Sichtweisen in diese Arbeit mit einfließen zu lassen.

II Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Umsatzbeitrag des Tourismus in verschiedenen Branchen.

Abbildung 2: Bestandteile der Situationsanalyse.

Abbildung 3: Tourismusentwicklung im Dahme-Seengebiet

Abbildung 4: Stärken & Schwächen der wichtigsten Kontaktierungsmethoden.

Abbildung 5: Ablauf einer Marktforschungserhebung.

Abbildung 6: Verteilung Gaststätten & Beherbergungsunternehmen (Unternehmen)

Abbildung 7: Verteilung Gaststätten & Beherbergungsunternehmen (Beschäftigte)

Abbildung 8: Antwortenverteilung Frage 1

Abbildung 9: Antwortenverteilung Frage 2

Abbildung 10: Antwortenverteilung Frage 3

1 Aufgabenstellung und Ziel dieser Studienarbeit

Als Thema für die diese Studienarbeit war Tourismusforschung im Allgemeinen vorgegeben.

Im Laufe der Recherchen zur Thematik und mit dem Wissen im Hinterkopf, dass der Tourismus in Österreich stark von KMU geprägt ist, ist aufgefallen, dass es keine aussagekräftigen Informationen über KMU und Tourismusforschung gibt.

Aus diesem Grund ergänzt eine Ad-hoc-Befragung den Theorieteil dieser Studienarbeit, die natürlich nicht als aussagekräftig zu bezeichnen ist, aber durchaus als Trendbarometer dienen kann – also gewisse Tendenzen aufzeigt.

Die vorliegende Studienarbeit beschäftigt sich mit den folgenden Forschungsfragen:

1. Ist Tourismusforschung in Österreich aufgrund der KMU-Struktur überhaupt sinnvoll?
2. Wie gehen die KMU mit den Ergebnissen der Tourismusforschung um?
3. Wie schaut der Zugang zu Ergebnissen der Tourismusforschung aus und können sich die KMU Tourismusforschung überhaupt leisten?

Die entsprechende Hypothese lautet wie folgt:

Klassische Tourismusforschung ist für KMU in Österreich nicht Ziel führend.

2 Begriffsdefinitionen

2.1 Begriffsdefinition „Tourismus“

In der fachbezogenen Literatur sind mittlerweile unzählige Definitionen des Begriffs „Tourismus“ zu finden. All diese anzuführen wäre wenig sinnvoll und würde nur verwirren.

„So stellen verschiedene Forscher (z.B. Leiper 1979; Heeley 1980) fest, dass es trotz vielen Ansätzen keine umfassend gültige und akzeptierte Definition für Tourismus besteht.“ (Bieger 2006: 33)

Aus diesem Grund werden in der Folge zum Verständnis des Begriffes die Definitionen einer der wichtigsten Institutionen im Tourismus – der WTO (World Tourism Organisation) und eine umfangreichere Definition nach Bieger angeführt.

2.1.1 Begriffsdefinition der WTO

„It comprises the activities of persons travelling [sic] to and staying in places outside their usual environment for not more than one consecutive year for leisure, business and other purposes not related to exercise of an activity remunerated from the place within visited.

Tourism is different from travel. In order for tourism to happen, there must be a displacement: an individual has to travel, using any type of means of transportation (he might even travel on foot: nowadays, it is often the case for poorer societies, and happens even in more developed ones, and concerns pilgrims, hikers…). But all travel is not tourism.

Three criteria are used simultaneously in order to characterize a trip as belongings to tourism. The displacement must be such that:

- It involves a displacement outside the usual environment: this term is of utmost importance and will be discussed later on;
- Type of purpose: the travel must occur for any purpose different from being remunerated from within the place visited: the previous limits, where tourism was restricted to recreation and visiting family and friends are now expanded to include a vast array of purposes;
- Duration: only a maximal duration is mentioned, not a minimal. Tourism displacement can be with or without an overnight stay. We shall discuss the particularity of in transit visits, from a conceptual and statistical point of view.” (WU-Wien 2006: online)

2.1.2 Begriffsdefinition nach Bieger

Nach Bieger gibt es grundsätzlich zwei Hauptansätze für die Definition des Tourismus: einen angebotsorientierten und einen nachfrageorientierten.

Die angebotsseitige Tourismusdefinition

“Angebotsseitige Tourismusdefinitionen setzen wie die Abgrenzung anderer Wirtschaftssektoren bei der Eigenheit von Anbietern an. Entsprechend kann Tourismus als Industrie definiert werden, die aus den Unternehmen besteht, welche Leistungen für die Bedürfnisse und Anliegen von Touristen erbringen (vgl. Leiper 1979). Viele Branchen erbringen jedoch Leistungen nicht ausschließlich für Touristen, da bspw. Restaurants auch Einheimische Kunden haben. Lokale Einkaufsgeschäfte bedienen aber oft auch Touristen. Entsprechend wird eine Strukturierung der Tourismusindustrie in 3 Teile (Tiers) empfohlen (vgl. Smith 1988, 183).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Umsatzbeitrag des Tourismus in verschiedenen Branchen

(modifiziert übernommen aus Bieger 2006: 35).

Angebotsseitige Definitionen des Tourismus sind bei der Abgrenzung des Sektors im Zusammenhang mit der Erfassung seiner wirtschaftlichen Effekte sowie für die Diskussion wirtschaftspolitischer Maßnahmen von Bedeutung. Die Schwäche des Ansatzes besteht darin, dass sich Tourismusanbieter nicht durch spezifische Produktionsbedingungen wie beispielsweise die Landwirtschaft abgrenzen lassen. Im Endeffekt ist der gemeinsame Nenner der Konsum durch Touristen, womit angebotsseitige Tourismusdefinitionen indirekt doch wieder bei der Nachfrageseite ansetzen.“ (Bieger 2006: 33)

Die nachfrageseitige Tourismusdefinition

„Nachfrageseitige Definitionen setzen bei der Frage an, wer ein Tourist ist. Der Tourist ist eine Person, welcher eine Reise außerhalb seines gewohnten Arbeits- und Lebensumfeldes unternimmt (vgl. u. a. Jafari 1977, 6: „Tourismus ist das Studium von Menschen außerhalb ihrer normalen Lebensumgebung …“ [frei übersetzt]. Schon 1963 wurde von einer Konferenz der vereinten Nationen über internationale Reisen und Tourismus eine Definition empfohlen, die alle Personen umfasst, die ein Land besuchen, das nicht ihr normales Herkunftsland ist (vgl. Gee/Makens/ Choy 1997, 11). Alle diese Personen werden als Besucher (visitors) definiert.“ (Bieger 2006: 34)

2.2 Begriffsdefinition „Tourismusforschung“

Auch zum Begriff „Tourismusforschung“ gibt es viele unterschiedliche Definitionen:

2.2.1 Begriffsdefinition nach Egger

„Die touristische Marktforschung ist ein komplexes empirisches Forschungsgebiet, das mit Hilfe von qualitativen Messungen und qualitativen Erfassungen versucht, die im Tourismus auftretenden Phänomene zu erklären. Dazu gehören insbesondere strukturelle Veränderungen auf Anbieter- und Nachfrageseite, die sich in der strategischen Angebotsentwicklung niederschlagen.“ (Egger 2006: online)

2.2.2 Begriffsdefinition nach Schmidhauser

„Touristische Marktforschung ist die systematische Erforschung aller Faktoren, die den Besuch bestimmter Reiseziele und den Absatz bestimmter Sach- und Dienstleistungen an Touristen beeinflussen.“ (Schmidhauser 1966 zit. nach Freyer 2006: 115 f)

2.2.3 Begriffsdefinition nach Kotler und Bliemel

„Marktforschung ist die systematische Anlage und Durchführung von Datenerhebungen sowie die Analyse und Weitergabe von Daten und Befunden, die in bestimmten Marktsituationen von Unternehmen benötigt werden.“ (Schmidhuber 2004: 22)

2.2.4 Begriffsdefinition nach Meffert

„Marktforschung ist die systematisch betriebene Erforschung der Märkte (Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage), insbesondere die Analyse der Fähigkeit dieser Märkte, Umsätze hervorzubringen.“ (ebd.)

2.2.5 Begriffsdefinition nach Nieschlag, Dichtl und Hörschgen

„Marktforschung („market research“) als zielbewusste Untersuchung eines konkreten Marktes umfasst die Erlangung von Informationen sowohl über die Absatz- als auch über die Beschaffungsmärkte einer Organisation, und zwar hinsichtlich deren Größe, Konturen, Struktur usw. Marktforschung wird somit zum Oberbegriff für die Absatz- und die Beschaffungsmarktforschung.“ (ebd.: 23)

[...]

Ende der Leseprobe aus 41 Seiten

Details

Titel
Anwendbarkeit der Tourismusforschung für KMU im Hotel- und Gaststättengewerbe in Österreich
Hochschule
Fachhochschule Salzburg  (EMTA / IMT)
Veranstaltung
Wissenschaftliches Arbeiten1
Note
1
Autoren
Jahr
2007
Seiten
41
Katalognummer
V156730
ISBN (eBook)
9783640729814
ISBN (Buch)
9783640730254
Dateigröße
752 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Forschung, Tourismus, Tourismusforschung, KMU
Arbeit zitieren
Stefan Reindl (Autor)Stephanie Staudinger (Autor), 2007, Anwendbarkeit der Tourismusforschung für KMU im Hotel- und Gaststättengewerbe in Österreich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156730

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