Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung..........................................1
2. Stationen zum Waffenstillstandsabkommen
2.1 Das Jahr 1968...............................2
2.2 Nixon und die „Vietnamisierung“ des Krieges.5
3. Das Abkommen.........................................6
4. „Sieger“ und „Verlierer“ des Abkommens...............7
5. Fazit................................................9
6. Literatur- und Quellenverzeichnis....................11
Einleitung
Am 27. Januar 1973 wurde in Paris ein Dokument unterzeichnet, das den Ausstieg der USA aus dem Vietnamkrieg bedeutete. Das „Abkommen über die Beendigung des Krieges und die Wiederherstellung des Friedens in Vietnam“1, dass von Nordvietnam, den Vereinigten Staaten und der „Provisorischen Revolutionsregierung Südvietnams“ unterzeichnet wurde, sollte einen Konflikt beenden, der „der längste, brutalste und zerstörerischste Guerillakrieg der neueren Geschichte“ war.2 Die Vereinigten Staaten zogen sich aus Südvietnam zurück und beenden am 14. August 1973 offiziell alle militärischen Operationen in Indochina3.
Für die, mit den USA verbündeten Südvietnamesen, war damit der Krieg verloren. Am 30. April 1974 marschieren nordvietnamesische Truppen in Saigon ein und die Provisorische Regierung Südvietnams kapituliert bedingungslos. Der Krieg in Vietnam war jedoch mehr als ein regionaler Konflikt, hier trafen die beiden großen Ideologien aufeinander, kämpfte der kapitalistische Westen gegen die kommunistischen Länder. Der Vietnamkrieg ist daher der klassische „Stellvertreterkrieg“. Die Nordvietnamesen wurden von der Sowjetunion und China unterstützt und Südvietnam von den USA, die das französische Erbe in Indochina antraten. In den USA war es eine weitverbreitete Vorstellung, wenn Saigon fällt, würden die anderen Länder Indochinas, nach der so genannten Dominotheorie, ebenfalls „fallen“ und damit an „die kommunistische Welt“ verloren gehen.
Das kleine Nordvietnam hatte die Weltmacht, USA, besiegt. Die Niederlage in Vietnam war für die USA jedoch viel mehr als nur ein verlorener Krieg. Das Bild der USA in der Welt hatte sich gewandelt. Trat die USA zuvor als Sieger über den nationalsozialistischen Terror in Europa, als der Verfechter der Demokratie und der „freien Welt“ auf, in Vietnam zeigte die USA ein anderes „Gesicht“.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Stationen zum Waffenstillstandsabkommen
2.1 Das Jahr 1968
2.2 Nixon und die „Vietnamisierung“ des Krieges
3. Das Abkommen
4. „Sieger“ und „Verlierer“ des Abkommens
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Pariser Abkommen von 1973 und analysiert die Hintergründe sowie die außenpolitischen Beweggründe der Vereinigten Staaten, die zu diesem Friedensschluss führten, wobei die Frage nach dem Erfolg und den Auswirkungen für die US-Außenpolitik im Zentrum steht.
- Die Eskalationsstufen des Vietnamkrieges ab 1968
- Die Strategie der "Vietnamisierung" unter Richard M. Nixon
- Der Weg zum Friedensabkommen und dessen tatsächliche Wirkung
- Die Analyse der Zielerreichung für die beteiligten Konfliktparteien
Auszug aus dem Buch
2.1 Das Jahr 1968
1968 ist das Jahr, das eine Wende im Vietnamkrieg einleiteten sollte. Der 36. Präsident der Vereinigten Staaten, Lyndon B. Johnson und sein Außenminister Dean Rusk waren fest von der „Dominotheorie“ überzeugt und sahen in Vietnam nur den ersten „Stein“ in Südostasien, den es unbedingt zu „stützen“ galt. Seit 1964 befand sich die USA offiziell mit Nordvietnam im Krieg, nachdem es einen Überfall auf amerikanische Patrouillenboote, im Golf von Tonking gegeben haben soll (genauer Vorgang ist bis Heute umstritten). Danach wurde im US-Kongress die „Golf von Tonking Resolution“ verabschiedet, woraus wiederum Präsident Johnson das Recht ableitete, sowohl die Streitkräfte in Vietnam, als auch die militärische Aktivitäten ganz allgemein massiv zu verstärken. Dabei war Präsident Johnson, durch die Resolution, vom Kongress freie Hand gegeben.
Die Art und Weise, wie Johnson die Resolution umsetzte, war nach MCNamara nicht die Absicht des Kongresses gewesen. So beginnt der Krieg ohne Kriegserklärung der USA an Vietnam und ohne eindeutiges Mandat des Kongresses für die amerikanischen Streitkräfte.
Das Ziel und der Weg zu einem Frieden wurden jedoch von der Johnson-Administration nicht klar formuliert. Im Ergebnis war der Öffentlichkeit in den USA und der Welt nicht klar, was die USA eigentlich in Vietnam verloren hatten und was ihre Interessen in diesem Konflikt waren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung bettet das Pariser Abkommen in den globalen Kontext des Kalten Krieges ein und hinterfragt die Rolle der USA als vermeintliche „Verfechter der Demokratie“.
2. Stationen zum Waffenstillstandsabkommen: Dieses Kapitel beleuchtet den politischen und militärischen Wendepunkt 1968 sowie den Strategiewechsel unter Nixon hin zur „Vietnamisierung“ des Krieges.
3. Das Abkommen: Hier wird der Abschluss des Friedensvertrages im Januar 1973 und dessen unmittelbare Aufnahme, inklusive der umstrittenen Verleihung des Friedensnobelpreises, thematisiert.
4. „Sieger“ und „Verlierer“ des Abkommens: Der Autor analysiert die Diskrepanz zwischen den angestrebten politischen Zielen der USA und dem tatsächlichen Ausgang des Konflikts für die beteiligten Akteure.
5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass das Abkommen als innenpolitischer Ausweg für Nixon diente, jedoch das grundlegende Problem imperialistischer Interventionen der USA ungelöst ließ.
Schlüsselwörter
Vietnamkrieg, Pariser Abkommen, US-Außenpolitik, Dominotheorie, Vietnamisierung, Richard M. Nixon, Lyndon B. Johnson, Tet-Offensive, Stellvertreterkrieg, Kalter Krieg, Friedensverhandlungen, Indochina, Kriegsopfer, Imperialismus, Außenpolitik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des Pariser Abkommens von 1973 als zentrales Ereignis der US-Außenpolitik während des Vietnamkrieges.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Themen umfassen die militärischen und politischen Entwicklungen ab 1968, den Strategiewechsel unter Präsident Nixon und die globale Außenwirkung der US-Intervention.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es zu ergründen, warum es zu diesem Zeitpunkt zum Friedensabkommen kam, welche Interessen verfolgt wurden und inwiefern der Ausgang als Erfolg für die USA gewertet werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung politischer Dokumente sowie zeitgenössischer Quellen basiert.
Welche Inhalte werden im Hauptteil fokussiert?
Der Hauptteil behandelt die Eskalation des Konflikts, das Scheitern der bisherigen Strategie unter Johnson und die anschließende „Vietnamisierung“ durch Nixon.
Welche Schlüsselbegriffe sind charakteristisch?
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Dominotheorie, Vietnamisierung, Guerillakrieg, Stellvertreterkrieg und das Ende des „amerikanischen Traums“ aus.
Wie bewertet der Autor die Rolle von Richard M. Nixon?
Der Autor sieht Nixon als Akteur, der durch die „Vietnamisierung“ primär einen innenpolitischen Ausweg aus der Misere suchte, um sein Wahlversprechen zu erfüllen.
Warum wird die Verleihung des Friedensnobelpreises kritisiert?
Die Verleihung an Kissinger und Le Duc Tho wird als lächerlich bezeichnet, da das Abkommen keinen nachhaltigen Frieden in Vietnam herbeiführte.
- Quote paper
- Benjamin Falk (Author), 2010, Wege zum Frieden , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156731