Die Entwicklung unterliegt einem tief greifenden marktwirtschaftlichen und technischen Wandel.
Einerseits werden die Produkte immer komplexer, ihre Leistungsvielfalt nimmt zu, die Bauteile werden kleiner und leistungsfähiger, und die Software- Durchdringung wird größer, d.h. es wird insgesamt die eingesetzte Technologie und Physik mehr ausgereizt. Andererseits müssen die Produkte qualitativ besser, schneller und preisgünstiger auf dem Markt angeboten werden, um konkurrenzfähig zu sein. Dies ist allerdings nur möglich durch Kostenminimierung mithilfe von steigender Produktivität, kürzeren Durchlaufzeiten und optimierten Prozessen.
Besonders durchgreifend ist der Wandel von der Hardware zur Software, denn dadurch verlagerten sich die Kosten von der Fertigung zur Entwicklung.
Zum anhaltenden Kostendruck aufgrund verstärkten Wettbewerbs kommt in vielen Produktsegmenten die Beschleunigung der Innovationszyklen hinzu. Die Folge ist eine Verkürzung der Produktlebensdauer.
Dieser Herausforderung muss mit verbesserten Planungs-, und Steuerungsinstrumenten im Entwicklungsbereich und einem entsprechenden Führungskonzept – dem Projektmanagement – begegnet werden.
Die Abhandlung erläutert die Begriffe Projektmanagement und Terminplanung. Im Rahmen der Terminplanung wird die Terminberechnung mit der jeweiligen Darstellungsweise (Gantt-Diagramm, Netzplantechnik) näher bestimmt und schlussfolgernd findet eine Gegenüberstellung und Analyse der Darstellungsmethoden statt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Projektmanagement
3. Terminplanung
3.1 Terminberechnung
3.1.1 Anordnungsbeziehungen (AOB)
3.1.2 Vorwärtsrechnung
3.1.3 Rückwärtsrechnung
3.1.4 Pufferzeit
3.1.5 Kritischer Pfad
3.2 Darstellung
3.2.1 Zeit-Weg-Diagramm
3.2.2 Der Balkenplan / Gantt-Diagramm
3.2.2.1 Vorteile
3.2.2.2 Nachteile
3.2.3 Netzplantechnik
3.2.3.1 Methoden
3.2.3.2 Formen
3.2.3.2.1 Critical Path Method (CPM)
3.2.3.2.2 Program Evaluation and Review Technique (PERT)
3.2.3.2.3 Metra Potenzial Methode (MPM)
3.2.3.3 Vorteile der Netzplantechnik
3.2.3.4 Nachteile
3.3 Gegenüberstellung und Analyse der Darstellungsmethoden
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und methodischen Instrumente des Projektmanagements mit einem klaren Fokus auf die Terminplanung. Ziel ist es, die verschiedenen Verfahren zur Zeitplanung, ihre spezifischen Anwendungsgebiete sowie deren Vor- und Nachteile systematisch gegenüberzustellen, um eine Entscheidungshilfe für die Auswahl geeigneter Planungsmethoden in Projekten zu bieten.
- Phasen des Projektmanagements nach DIN 69901
- Methoden der Terminberechnung (Vorwärts- und Rückwärtsrechnung)
- Visualisierungstechniken wie Zeit-Weg-Diagramme und Gantt-Charts
- Detaillierte Analyse der Netzplantechnik (CPM, PERT, MPM)
- Vergleichende Bewertung von Planungsinstrumenten
Auszug aus dem Buch
3.2.3 Netzplantechnik
Die Netzplantechnik (NPT) ist ein auf der Graphentheorie beruhendes Instrument zur Planung, Steuerung und Überwachung von Vorgängen unter Berücksichtigung von Zeit, Kosten, Ressourcen und Abhängigkeiten.
Projekte nehmen immer mehr an Komplexität zu und erreichen sehr große Dimensionen im Entwicklungsaufwand, an denen zahlreiche Mitarbeiter mehrere Abteilungen über eine lange Projektdauer arbeiten und koordiniert werden müssen. Der Netzplan kann hierbei als Kommunikationsmedium dienen. Die Anwendung der Netzplantechnik gewährleistet natürlich nicht den Projekterfolg. Sie versteht sich nur als Werkzeug des Projektmanagements.
Der Einsatz der Netzplantechnik soll drei wichtige Fragen beantworten:
• Wie lange wird das ganze Projekt dauern?
• Welche kritischen Aktivitäten können das gesamte Projekt verzögern, wenn sie nicht rechtzeitig fertig werden?
• Ist das Projekt im Zeitplan, wird es früher oder später fertig?
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den marktwirtschaftlichen Wandel und den wachsenden Druck auf Entwicklungsprozesse, der den Einsatz professioneller Projektmanagement-Instrumente erforderlich macht.
2. Projektmanagement: Dieses Kapitel definiert die Aufgaben und Phasen des Projektmanagements gemäß DIN 69901, unterteilt in Definition, Planung, Kontrolle und Abschluss.
3. Terminplanung: Dieses Kapitel erläutert die zentrale Bedeutung der Terminplanung für den Projektfortschritt und beschreibt detailliert die mathematischen Berechnungsweisen sowie diverse Darstellungsformen wie Balkenpläne und Netzplantechniken.
Schlüsselwörter
Projektmanagement, Terminplanung, Netzplantechnik, Vorwärtsrechnung, Rückwärtsrechnung, Pufferzeit, Kritischer Pfad, Gantt-Diagramm, Zeit-Weg-Diagramm, CPM, PERT, MPM, Projektphasen, Anordnungsbeziehungen, Ablaufstruktur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem professionellen Management von Projekten, insbesondere mit den Methoden und Instrumenten, die für eine effiziente Terminplanung notwendig sind.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Strukturplanung, der mathematischen Terminberechnung und der visuellen Darstellung von Projektabläufen mittels Netzplänen und Balkenplänen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Funktionsweise verschiedener Planungsmethoden zu erläutern und deren Eignung für unterschiedliche Projektarten anhand einer vergleichenden Analyse zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse bestehender Projektmanagement-Standards sowie der methodischen Gegenüberstellung gängiger Netzplantechniken.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Einführung in die Terminberechnung und eine detaillierte Analyse der gängigen Darstellungsinstrumente im Projektmanagement.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Projektmanagement, Netzplantechnik, kritischer Pfad, Terminplanung und Methodenvergleich charakterisiert.
Was unterscheidet CPM von PERT?
CPM ist eine deterministische Methode für standardisierbare Projekte mit bekannten Zeitwerten, während PERT als stochastische Methode bei hoher Unsicherheit mit drei verschiedenen Zeitschätzungen arbeitet.
Wann ist der Einsatz der Netzplantechnik sinnvoll?
Die Netzplantechnik ist besonders bei komplexen, umfangreichen Projekten sinnvoll, um Abhängigkeiten transparent zu machen und Engpässe sowie Pufferzeiten frühzeitig zu identifizieren.
Welche Vorteile bietet das Zeit-Weg-Diagramm?
Es verknüpft Tätigkeit, Menge und Zeit in hoher Übersichtlichkeit und eignet sich besonders für kontinuierliche Abläufe, wie etwa im Straßen- oder Tunnelbau.
Warum ist die Bestimmung des kritischen Pfades essenziell?
Der kritische Pfad zeigt die Abfolge von Vorgängen ohne Pufferzeit auf; Verzögerungen an dieser Stelle wirken sich unmittelbar auf die Gesamtprojektdauer aus.
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- Katharina Zering (Author), 2008, Terminplanung im Projektmanagement , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156737