Marktzutritt und Unternehmenszusammenschlüsse am Beispiel des gescheiterten Einstiegs von Lidl bei Basic


Hausarbeit (Hauptseminar), 2008

19 Seiten, Note: 1,7

Alexander R. Wolf (Autor)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Allgemeines zu Unternehmenszusammenschlüssen
1.1 Unterscheidung nach Art des Zusammenschlusses
1.2 Einteilung nach der Produktpalette
1.3 Freundlich oder Feindlich
1.4 Einteilung nach Anzahl der Beteiligten

2 Kurzüberblick Lidl (Schwarz-Gruppe)
2.1 Entstehungsgeschichte
2.2 Unternehmensstruktur
2.3 Daten und Fakten
2.4 Negative Schlagzeilen der Schwarz Gruppe
2.4.1 Arbeitsbedingung der Mitarbeiter
2.4.2 Greenpeace
2.4.3 Überwachung eigener Mitarbeiter

3 Basic „Bio“ AG
3.1 Entstehung
3.2 Das Unternehmen
3.3 Daten und Fakten

4 Die (gescheiterte) Übernahme
4.1 Entstehung
4.2 Ziele von Lidl
4.3 Ziele von Basic
4.4 Probleme bei Basic
4.4.1 Interne Probleme
4.4.2 öffentliche Kritiken
4.4.3 Auftretende Probleme mit Kunden / Konkurrenz
4.4.4 Lieferanten ziehen Konsequenzen
4.5 Rückzug von Lidl
4.6 Zusammenfassung

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Arten von Unternehmenszusammenschlüssen

Abbildung 2: Einteilung von Unternehmenseinkäufen

Abbildung 3: Stiftungslabyrinth Lidl

Abbildung 4: Pressemitteilung von attac

Abbildung 5: Zeitungsartikel zum Ausstieg von Lidl bei Basic

Abbildung 6: Zeitungsartikel "Basic sucht neuen Investor"

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Allgemeines zu Unternehmenszusammenschlüssen

Grundsätzlich funktionieren Unternehmenszusammenschlüsse äußerst selten, da viele Faktoren berücksichtigt werden müssen. Es gibt sehr viele verschiedene Interessen, die mit in die Verhandlungen einbezogen werden müssen.1

1.1 Unterscheidung nach Art des Zusammenschlusses

Es existieren verschiedene Formen von Unternehmenszusammenschlüssen, wobei die wirtschaftliche und rechtliche Selbstständigkeit der „übernommenen Firma“ variieren, wie die folgende Grafik verdeutlicht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Arten von Unternehmenszusammenschlüssen

1.2 Einteilung nach der Produktpalette

Auch nach Produktpaletten lassen sich Unternehmenskäufe unterscheiden.

Bei ähnlichen Produkten beider Firmen spricht man von einer „horizontalen Entwicklung“ der Palette. Werden die Produkte integriert, handelt es sich um eine

„diagonal/heterogene Zunahme“. Eine „vertikale Entwicklung“ ist vorhanden, wenn die neuen Produkte „entlang der Produktionskette“ verlaufen.

1.3 Freundlich oder Feindlich

Übernahmen können freundlich oder feindlich sein.

Sollte das Management selbst einen Käufer suchen, so kann dies z. B. aufgrund von wirtschaftlichen Schwierigkeiten sein. Auch Familienunternehmen ohne Nachfolger können diesen Schritt erwägen.

Sollte das Management nicht mit einer möglichen Übernahme einverstanden sein, so gibt es Möglichkeiten dies zu verhindern. So kann beispielsweise ein Übernehmer gesucht werden, den man vorzieht, sozusagen ein „Retter in der Not“ (White Knight). Man kann sich natürlich auch selbst unattraktiv machen, indem man Schulden aufbaut, oder Verkäufe tätigt (Poison Pill).

1.4 Einteilung nach Anzahl der Beteiligten

Eine Unterscheidung ist auch anhand der Anzahl der Beteiligten möglich, dies verdeutlicht die folgende Grafik. Je Größer die Anzahl der Mitwirkenden, desto mehr Schwierigkeiten können auftreten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Einteilung von Unternehmenseinkäufen nach der Anzahl der Beteiligten

2 Kurzüberblick Lidl (Schwarz-Gruppe)

2.1 Entstehungsgeschichte

1930 trat Josef Schwarz als Gesellschafter in die Südfrüchte Großhandlung Lidl Co. in Heilbronn ein. Somit entstand der Lidl & Schwarz Lebensmittel-Sortiments- Großhandel.

Der Sohn von Josef Schwarz (Dieter Schwarz) eröffnete 1973 seinen ersten Discountermarkt in Ludwigshafen. 1977 verfügte er über ein Netz von 30 Lidl-Filialen, welche er als Firmengruppe neu gliederte.

Später wurden die Aktivitäten in den Bereich der Discount-Lebensmittelmärkte unter dem Namen Lidl sowie in den Bereich der SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte wie Kaufland und Handelshof aufgeteilt.

Mit dem Rückzug aus der Unternehmensleitung im Jahr 1999 übertrug Dieter Schwarz seinen Anteil Steuer sparend auf die gemeinnützige Dieter-Schwarz- Stiftung GmbH.2

2.2 Unternehmensstruktur

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Stiftungslabyrinth Lidl3

Lidl hat die Rechtsform einer Kommanditgesellschaft (KG). Komplementärin ist die Lidl Stiftung GmbH, eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Die Lidl Stiftung GmbH fungiert damit als so genannte unternehmensverbundene Stiftung.4

2.3 Daten und Fakten

Die Schwarz-Gruppe beschäftigt deutschlandweit ca. 40.000 Angestellte und hat rund 2.750 Filialen. Als Discounter ist man hinter Aldi das umsatzstärkste Unternehmen in Deutschland.

International zählt man zu den zehn größten Handelsunternehmen In Europa erwirtschaftet man als Discounter den meisten Umsatz (ca. 44 Mrd. Euro). Ein Netzwerk von ungefähr 100.000 Angestellten und 8.000 Filialen ist in ganz Europa vorhanden.5

2.4 Negative Schlagzeilen der Schwarz Gruppe

Immer wieder gerät die Schwarz-Gruppe mit negativen Schlagzeilen in die Kritik. Skandale waren u. A.:

2.4.1 Arbeitsbedingung der Mitarbeiter

Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände, insbesondere „ver.di“, werfen Lidl z. B. vor, die Bildung von Betriebsräten systematisch zu verhindern. So werden beispielsweise Filialschließungen angedroht.6

Außerdem würden die Arbeitszeiten in den Verträgen genau mit den Öffnungszeiten der Filiale abgestimmt, so dass notwendige Überstunden, die über die Öffnungszeiten hinaus gehen, nicht bezahlt werden.

2004 erhielt Lidl einen „Big Brother Award“ „Die Big Brother Awards sind Negativpreise, die jährlich in mehreren Ländern an Behörden, Firmen, Organisationen und Personen vergeben werden.) in der Kategorie Arbeitswelt für den „nahezu sklavenhalterischen Umgang mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“.7

Leider kommen immer wieder neue negative Schlagzeilen bezüglich der Behandlung der Mitarbeiter bei Lidl hinzu.

2.4.2 Greenpeace

Untersuchungen und Tests der Umwelt-Organisation „Greenpeace“ zufolge soll von Lidl im Herbst 2005 verkauftes Obst und Gemüse stark pestizidbelastet gewesen sein und teilweise sogar gesetzliche Grenzwerte überschritten haben.

Im Februar 2007 ließ Greenpeace erneut Obst und Gemüse diverser Handelsketten auf Schadstoffrückstände untersuchen. In dieser Untersuchung schnitten Lidl und Aldi am besten ab. Lidl hatte zu diesem Zeitpunkt bereits das Greenpeace-Magazin in sein Sortiment aufgenommen.

Das Unternehmen bezog mehr als die Hälfte der Gesamtauflage der Zeitschrift. Tatsächlich verkauft wurden davon jedoch nur wenige: Bis zu 98 Prozent der Hefte mussten entsorgt werden. Dennoch hatte Lidl auf das sonst übliche Remissionsrecht verzichtet und für alle Hefte bezahlt.8

Nachdem es in der Öffentlichkeit Spekulationen über einen Zusammenhang zwischen dieser ungewöhnlichen Geschäftsbeziehung und dem guten Abschneiden des Unternehmens bei den Greenpeace-Gemüse-Tests gegeben hatte, wurde die Kooperation beendet.9

2.4.3 Überwachung eigener Mitarbeiter

Die neusten negativen Nachrichten über Lidl entstanden Anfang 2008. Nach Recherchen des Nachrichtenmagazins „Stern“ hatte Lidl seine eigenen Beschäftigten über mehrere Jahre in über 500 Filialen10 systematisch überwachen lassen. In internen Protokollen wurde dokumentiert, „wann und wie häufig Mitarbeiter auf die Toilette gehen, wer mit wem möglicherweise ein Liebesverhältnis hat, wer nach Ansicht der Überwacher unfähig ist oder einfach nur ‚introvertiert und naiv wirkt‘“. Bei der Überwachung wurden auch vereinzelt Kunden bei der Eingabe ihrer PIN gefilmt. Dies führte zu einem sehr starken Imageverlust, obwohl der Konzern um Wiedergutmachung bemüht war.11

[...]


1 Skripte aus dem Kurs „Wettbewerb und strategische Entscheidungen“

2 Vgl. URL: http://www.lidl.de/cps/rde/xchg/lidl_de/hs.xsl/11540.htm

3 Vgl. URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Lidl_schwarz_beteiligungen.svg

4 Vgl. URL: http://www.manager-magazin.de/koepfe/unternehmerarchiv/0,2828,bild-297462- 288662,00.html

5 Vgl. URL: http://www.verdi.de/lidl/unternehmensinfos/zahlen_daten_fakten

6 Vgl. URL: http://lidl.verdi.de/

7 Vgl. URL: http://www.attac.de/archive/lidl/www.attac.de/lidl-kampagne/index.html

8 Vgl. URL: http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2006/07/10/a0116

9 Vgl. URL: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,491335,00.html

10 Vgl. URL: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/lidl14.html

11 Vgl. URL: http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/unternehmen/:%DCberwachungsskandal- Lidl-Schuldfrage/615186.html?eid=614772

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Details

Titel
Marktzutritt und Unternehmenszusammenschlüsse am Beispiel des gescheiterten Einstiegs von Lidl bei Basic
Hochschule
Hochschule für angewandtes Management GmbH
Veranstaltung
Wettbewerb und strategische Entscheidungen
Note
1,7
Autor
Jahr
2008
Seiten
19
Katalognummer
V156764
ISBN (eBook)
9783640688616
ISBN (Buch)
9783640688678
Dateigröße
780 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Basiert v.a. auf Online-Quellen.
Schlagworte
Marktzutritt, Unternehmenszusammenschlüsse, Beispiel, Einstiegs, Lidl, Basic
Arbeit zitieren
Alexander R. Wolf (Autor), 2008, Marktzutritt und Unternehmenszusammenschlüsse am Beispiel des gescheiterten Einstiegs von Lidl bei Basic, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156764

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