Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Geography / Earth Science - Economic Geography

Tourismus an der ostfriesischen Nordseeküste - Struktur und jüngere Entwicklung

Title: Tourismus an der ostfriesischen Nordseeküste - Struktur und jüngere Entwicklung

Thesis (M.A.) , 2003 , 87 Pages , Grade: 2

Autor:in: M.A. Carsten Weiss (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die ostfriesische Halbinsel ist eine anerkannte deutsche Urlaubsdestination und verfügt über eine seit Jahrzehnten gewachsene touristische Struktur. Die Geschichte des Fremdenverkehrs in der Region lässt sich bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zurückverfolgen. Gleichzeitig ist Ostfriesland aber auch für die Strukturschwäche seiner Wirtschaft und hohe Arbeitslosenquoten bekannt. In diesem Zusammenhang kann der Fremdenverkehr in dieser Region also eine besondere Rolle spielen.
Das Untersuchungsgebiet dieser Arbeit wird von der amtlichen deutschen Reisestatistik in zwei Reisegebiete unterteilt:
• Die Ostfriesischen Inseln
• Die Ostfriesische Küste
Die beiden Reisegebiete sind auch bei der allgemeinen touristischen Entwicklung zu unterscheiden. So zählt die Ostfriesische Küste mit einer Zunahme der Übernachtungen von 26% im Zeitraum 1992-2000 zu den Gewinnern unter den Reisegebieten in Westdeutschland, während auf den Inseln die Kapazitätsgrenzen annähernd erreicht sind.
Die Wettbewerbspositionen und damit die Entwicklung der deutschen Reisegebiete werden auch von dem allgemeinen Reiseverhalten der Bevölkerung bestimmt. Hierbei ist vor allem hervorzuheben, dass die Zahl der Auslandsreisen stärker steigt, als die der Inlandsreisen. 1994 hatten demzufolge die Auslandsreisen einen Anteil von 65%, die Inlandreisen nur 35%.
Gleichzeitig steigt einerseits die Urlaubsreiseintensität, andererseits sinkt die Dauer der Urlaubsreisen, was einen Trend zu häufigen Kurzreisen zeigt.
Diese Hintergründe dürfen bei der Betrachtung einer einzelnen Region nicht vergessen werden.
Mit dieser Arbeit soll ein möglichst kompakter Überblick über die Reiseregion Ostfriesland, ihre touristische Struktur und Entwicklung gegeben werden. Neben der reinen Darstellung sollen auch Perspektiven und mögliche Entwicklungen für die Zukunft vorgestellt werden.
In Kapitel 2 wird zunächst kurz auf die Theorie der Fremdenverkehrsgeographie eingegangen, bevor dann das Untersuchungsgebiet systematisch dargestellt wird. Anschließend wird die Geschichte des Tourismus an der ostfriesischen Nordseeküste nachgezeichnet, und die heutige Struktur und die jüngere Entwicklung untersucht.
Daran schließt sich eine Bewertung des Tourismus an und es werden die Stärken und Schwächen im Untersuchungsgebiet aufgezeigt. Abschließend werden Perspektiven für den Tourismus in Ostfriesland bzw. für die zukünftige Entwicklung vorgestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Geographie und Tourismus

2.1 Theoretische Grundlagen

2.2 Praktische Umsetzung

3 Das Untersuchungsgebiet

3.1 Räumliche Abgrenzung

3.2 Einführende Landschaftskunde

3.2.1 Physisch-Geographische Grundlagen

3.2.1.1 Die naturräumlichen Einheiten

3.2.1.1.1 Die Geest

3.2.1.1.2 Die Moore

3.2.1.1.3 Die Marsch

3.2.1.1.4 Das Wattenmeer

3.2.1.1.5 Die Inseln

3.2.1.1.5.1 Die Ostfriesischen Inseln

3.2.1.1.5.2 Helgoland

3.2.1.2 Grundlagen für den Fremdenverkehr

3.2.1.2.1 Lage und Landschaftsbild

3.2.1.2.2 Das Meer und der Strand

3.2.1.2.3 Das Klima

3.2.2 Kulturgeographische Grundlagen

3.2.2.1 Die Siedlungen

3.2.2.2 Die Verkehrslage

3.2.2.3 Die Bevölkerung und Bevölkerungsentwicklung

3.2.2.4 Die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt

3.2.2.5 Die regionaltypische Kultur

4 Geschichte des Tourismus in Ostfriesland

4.1 Die Entwicklung bis 1945

4.2 Die Entwicklung nach 1945

4.3 Zusammenfassung der Entwicklung

5 Jüngere Entwicklung und heutige Struktur des Tourismus in Ostfriesland

5.1 Allgemeine Entwicklung und Struktur

5.1.1 Die Ankünfte und Übernachtungen

5.1.2 Die Saisonalität des Fremdenverkehrs

5.1.3 Die Struktur der Beherbergungsbetriebe

5.1.4 Die Beschäftigten im Gastgewerbe

5.1.5 Zusammenfassung

5.2 Die Küstenorte

5.2.1 Beispiel Wangerland

5.2.1.1 Die Nachfragesituation

5.2.1.1.1 Die Entwicklung der Gästeankünfte und -übernachtungen

5.2.1.1.2 Der Saisonverlauf

5.2.1.2 Die Beherbergungsstruktur

5.2.1.3 Die Gästestruktur

5.2.1.3.1 Die Herkunft der Gäste

5.2.1.3.2 Die Reiseverkehrsmittelstruktur der Gäste

5.2.1.3.3 Die Altersstruktur der Gäste und die Beteiligungsweise am Urlaubsverkehr

5.2.1.3.4 Die Berufsstruktur der Gäste

5.2.1.3.5 Die Verpflegungsweise der Gäste

5.2.1.4 Zusammenfassung

5.2.2 Beispiel Norden-Norddeich

5.2.2.1 Die Nachfragesituation

5.2.2.2 Die Gästestruktur

5.2.2.3 Zusammenfassung

5.3 Die Inseln

5.3.1 Beispiel Norderney

5.3.2 Helgoland als Ausflugziel für Ostfriesland

5.3.2.1 Die Entwicklung der Gästeankünfte

5.4 Das Binnenland

5.5 Wilhelmshaven

5.5.1 Das allgemeines touristisches Angebot und die Entwicklung der Gästezahlen

5.5.2 Der Nutzungskonflikt Tourismus - Jade Port

6 Bewertung des Tourismus in Ostfriesland

6.1 Stärken des Tourismus in Ostfriesland

6.2 Schwächen des Tourismus in Ostfriesland

7 Perspektiven für den Tourismus in Ostfriesland

7.1 Die künftige Entwicklung des Tourismus in Ostfriesland

7.2 Leitbildentwicklung für den Raum Ostfriesland

7.2.1 Ziele zum Themenfeld „Natur“

7.2.2 Ziele zum Themenfeld „Kultur“

7.2.3 Ziele zum Themenfeld „Verkehr“

7.2.4 Ziele zum Themenfeld „Touristisches Angebot“

7.2.5 Ziele zum Themenfeld „Marketing und Management“

7.2.6 Ziele zum Themenfeld „Gemeinsame Vermarktung“

7.2.7 Umsetzung des Leitbildes

7.3 Ostfriesland und die aktuelle Entwicklung der Tourismusbranche

8 Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit analysiert die touristische Entwicklung und Struktur der Region Ostfriesland. Ziel ist es, einen kompakten Überblick über den Status quo zu geben, historische Entwicklungslinien nachzuzeichnen und Perspektiven sowie Strategien für die zukünftige touristische Ausrichtung unter Berücksichtigung ökonomischer und ökologischer Aspekte zu erarbeiten.

  • Strukturelle Analyse der touristischen Gegebenheiten in Ostfriesland
  • Historische Entwicklung des Fremdenverkehrs seit dem 18. Jahrhundert
  • Untersuchung der Nachfrage- und Beherbergungsstrukturen (Fallstudien)
  • Bewertung des Tourismus anhand von Stärken-Schwächen-Profilen
  • Entwicklung von Leitbildern und Perspektiven zur Zukunftssicherung

Auszug aus dem Buch

3.2.1.1.1 Die Geest

Die Geest stellt ein wesentliches Landschaftselement Ostfrieslands dar (vgl. Bild 3.2). Der Oldenburgisch-Ostfriesische Geestrücken bildet von Südost nach Nordwest das Rückgrat des Ostfriesischen Festlandes, bis er unter die Marschen, Watten und Ostfriesischen Inseln abtaucht (vgl. REINECK, 1994, S.8f). Das Relief der Geest weist heute kaum nennenswerte Höhenunterschiede auf, die Durchschnittshöhe beträgt selten mehr als 5-7 m über NN.1 Bedingt durch diese geringen Höhenunterschiede und die reichlichen Niederschläge war die Geestplatte von flächigen Hochmooren bedeckt, die heute jedoch zum Großteil abgetorft sind. (vgl. Kapitel 3.2.1.1.2)

Die Geest wurde als ein trockenes und unfruchtbares Heideland bezeichnet. Der Name findet sich im friesischen „gast“ als Ortsnamenendung wieder, wie z.B. Dangast. Man unterscheidet die Hohe Geest und die Niedere Geest. In der zentral gelegenen Hohen Geest sind die Böden trocken und sandig, während sie in der Niederen Geest eher in Form von sandigen und anlehmigen Platten vorliegen (KRÖMER/SCHMIDT/VAN LENGEN, 1987, S.7). Das Landschaftsbild der Geest ist heute alles andere als eintönig. Baumgruppen, Wallhecken2 und inselartige Waldungen verleihen der Geest das Aussehen einer „Parklandschaft“ (RACK, 1998, S.8). Auch die Böden haben durch die Verwendung von Kunstdünger, durch umfangreiche Be- und Entwässerungsmaßnahmen und durch die Mechanisierung der Landwirtschaft eine starke Aufwertung erfahren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der touristischen Bedeutung und Strukturschwäche der Region sowie Einordnung in die deutsche Reisestatistik.

2 Geographie und Tourismus: Theoretische Einführung in die Fremdenverkehrsgeographie und Darstellung der methodischen Vorgehensweise.

3 Das Untersuchungsgebiet: Systematische Analyse der naturräumlichen und kulturgeographischen Grundlagen Ostfrieslands.

4 Geschichte des Tourismus in Ostfriesland: Zusammenfassung der historischen Entwicklung des Fremdenverkehrs in vier Phasen von 1800 bis nach 1945.

5 Jüngere Entwicklung und heutige Struktur des Tourismus in Ostfriesland: Detaillierte empirische Untersuchung aktueller Tourismusdaten, unterteilt in Inseln, Küstenorte, Binnenland und Städte.

6 Bewertung des Tourismus in Ostfriesland: Analyse der Stärken und Schwächen der Tourismusregion zur Ableitung notwendiger Handlungsfelder.

7 Perspektiven für den Tourismus in Ostfriesland: Darstellung von Leitbildern und künftigen Entwicklungsstrategien zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.

8 Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung der Rolle des Tourismus als wirtschaftlicher Faktor für die Zukunft der Region.

Schlüsselwörter

Tourismus, Ostfriesland, Geographie, Fremdenverkehr, Nordsee, Küstenorte, Inseln, Beherbergungsstruktur, Saisonalität, Strukturwandel, Regionalentwicklung, Leitbild, Naturlandschaft, Wirtschaftsförderung, Nachhaltigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die touristische Struktur, die historische Entwicklung und die zukünftigen Perspektiven des Tourismus an der ostfriesischen Nordseeküste.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen naturräumliche Grundlagen, die historische Genese des Fremdenverkehrs, die Analyse aktueller Gäste- und Beherbergungsstatistiken sowie die strategische Leitbildentwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine fundierte Übersicht über die Reiseregion Ostfriesland zu geben, um daraus Potenziale für eine zukunftsorientierte, qualitative touristische Entwicklung abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen interdisziplinären geographischen Ansatz, der Literaturanalysen mit der Auswertung von Sekundärdaten (statistische Erhebungen, Kurverwaltungsdaten) kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine physisch-geographische Bestandsaufnahme, eine historische Analyse der Tourismusentwicklung und eine detaillierte Auswertung der jüngeren Struktur (Inseln, Küsten, Binnenland).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Tourismus, Ostfriesland, Fremdenverkehr, Nordsee, Saisonalität und Strukturwandel.

Welche Bedeutung hat der Jade Port für den Tourismus in Wilhelmshaven?

Der Bau des Jade Ports schafft Nutzungskonflikte, da er als Containerhafen Flächen in Anspruch nimmt und die Rolle Wilhelmshavens als klassischer Badeort durch den Verlust des Geniusstrandes beeinträchtigen könnte.

Wie unterscheidet sich die touristische Struktur von Inseln und Festland?

Die Inseln sind traditionell stark auf Tourismus fokussiert und weisen Kapazitätsgrenzen auf, während die Küstenorte in den letzten Jahrzehnten hohe Zuwachsraten durch den Ausbau der Parahotellerie erfahren haben.

Excerpt out of 87 pages  - scroll top

Details

Title
Tourismus an der ostfriesischen Nordseeküste - Struktur und jüngere Entwicklung
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Geographisches Institut)
Grade
2
Author
M.A. Carsten Weiss (Author)
Publication Year
2003
Pages
87
Catalog Number
V15682
ISBN (eBook)
9783638207348
ISBN (Book)
9783638699365
Language
German
Tags
Tourismus Nordseeküste Struktur Entwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Carsten Weiss (Author), 2003, Tourismus an der ostfriesischen Nordseeküste - Struktur und jüngere Entwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15682
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  87  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint