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Der Wandel in der Deutung weiblicher Sexualität um 1900 am Beispiel der Kriminologie

Die Position Erich Wulffens in seinem Buch "Das Weib als Sexualverbrecherin" (1923)

Titel: Der Wandel in der Deutung weiblicher Sexualität um 1900 am Beispiel der Kriminologie

Hausarbeit , 2023 , 17 Seiten , Note: 2,3

Kulturwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit wird zunächst einen Einblick in die weibliche Sexualität und Definition von Weiblichkeit um 1900 geben. Dabei wird ein Wandel der Definition von Weiblichkeit beschrieben, der von kurz vor der Jahrhundertwende über die Kriegszeit bis in die 1920er Jahre stattfand. Danach wird darauf aufbauend ein Blick in Wulffens Werk und damit ein Einblick in die Kriminologie gegeben. Hier werden auch Statistiken geprüft und ein Bezug auf Aschaffenburg und Kriminologen gezogen. Danach wird noch allgemeiner auf die Sicht der Männer über den Wandel der Sexualität geschaut und abschließend werden auch weibliche Meinungen zu dem Wandel weiblicher Sexualität untersucht, um so einen Rundumblick auf den Sexualitätswandel zu schaffen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Weibliche Sexualität und Weiblichkeit um 1900

2 Sexualität als Verbrechensmerkmal?

2.1 Männliche Sichten auf den Sexualitätswandel

3 Weibliche Sichten auf den Sexualitätswandel

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel der Deutung weiblicher Sexualität und Weiblichkeit in der Moderne um das Jahr 1900, wobei ein besonderer Fokus auf kriminologischen Diskursen und der juristischen Perspektive liegt. Dabei wird analysiert, wie sich Geschlechterrollen veränderten, welche Konzepte von Sexualität im gesellschaftlichen Diskurs dominierten und inwiefern Kriminologen wie Erich Wulffen das weibliche Geschlecht mit Kriminalität verknüpften.

  • Historischer Wandel der Weiblichkeitsdefinition um 1900
  • Kriminologische Diskursanalyse am Beispiel von Erich Wulffens „Das Weib als Sexualverbrecherin“
  • Einfluss von Geschlechternormen und deren Kontrolle durch die Gesellschaft
  • Gegenüberstellung männlicher und weiblicher Perspektiven auf den Sexualitätswandel
  • Bedeutung der Frauenbewegung und ihre unterschiedlichen Ansätze zur Emanzipation

Auszug aus dem Buch

1 Weibliche Sexualität und Weiblichkeit um 1900

Es wird nicht möglich sein alle Aspekte der Weichlichkeit zu durchleuchten, daher werde ich mich hier auf den wichtigsten Kern beschränken, der Weiblichkeit und Sexualität beschreibt. Die allgemein gesellschaftliche Sicht auf die Weiblichkeit und die Sexualität ist um 1900 ist eine stark von männlichen Aussagen abhängige Sicht auf die Frau. Im bekannten Frauenbild war die Frau als Mutter dafür zuständig, dass der Haushalt und die Erziehung der Kinder einwandfrei von statten lief. Frauen hatten die Aufgabe viele Kinder zu bekommen und diese dann zu erziehen. Mitte des 19. Jahrhunderts war eine Erwerbstätige Frau gesellschaftlich nicht gut angesehen. Ganz im Gegenteil wurde gerade eine Frau, die nicht gearbeitet hat in der Gesellschaft geachtet, da diese eine Ökonomische Unabhängigkeit und einen hohen Wohlstand des Ehemanns präsentiert hat. Dies galt als Statussymbol für die Familie. Allerdings wurde dieser Gedanke noch bis in die 90er Jahre des 19. Jahrhunderts überdacht und auch Beamte, die gut verdienten, sorgten dafür, dass ihre Töchter eine Berufsausbildung oder ein Studium absolvierten.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Forschungsarbeit ab, indem sie das Thema des Wandels weiblicher Sexualität und Weiblichkeit um 1900 in den Kontext historischer Diskurse und Geschlechterrollen stellt.

1 Weibliche Sexualität und Weiblichkeit um 1900: Dieses Kapitel beschreibt das konservative Frauenbild als Mutter und Hausfrau im 19. Jahrhundert sowie die einsetzenden gesellschaftlichen Veränderungen und die zunehmende Infragestellung traditioneller Rollenmuster vor und nach der Jahrhundertwende.

2 Sexualität als Verbrechensmerkmal?: Der Abschnitt beleuchtet die kriminologische Debatte um 1900 und analysiert Erich Wulffens Theorem der Verbindung von Weiblichkeit, Sexualität und Kriminalität sowie die Bestätigung oder Widerlegung dieser Thesen durch zeitgenössische Statistiken.

2.1 Männliche Sichten auf den Sexualitätswandel: Hier werden unterschiedliche männliche Perspektiven auf den sich wandelnden Stellenwert der Jungfräulichkeit, das Konzept des Penisneids nach Freud sowie Versuche der Abwertung emanzipierter Frauen thematisiert.

3 Weibliche Sichten auf den Sexualitätswandel: Dieses Kapitel widmet sich den vielfältigen Ansätzen innerhalb der Frauenbewegung, von der moderaten Forderung nach Bildung und Berufstätigkeit bis hin zu radikalen Forderungen nach sexueller Freiheit und der Unterstützung unehelicher Mutterschaft.

4 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert den vollzogenen Wandel der Weiblichkeitsdefinition vom häuslichen Bereich in die Öffentlichkeit und würdigt die bleibende Bedeutung der damals geführten Debatten.

Schlüsselwörter

Weiblichkeit, Sexualität, Kriminologie, Erich Wulffen, Frauenbewegung, Rollenmuster, Emanzipation, Sexualverbrechen, Jahrhundertwende, Geschlechterrollen, Jungfräulichkeit, Sittlichkeit, Mutterrolle, Emanzipation, Sozialwandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Wandel der Definition von Weiblichkeit und weiblicher Sexualität um das Jahr 1900 sowie der Art und Weise, wie dieser Wandel gesellschaftlich und kriminologisch gedeutet wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung von Geschlechterrollen, die Kontrolle der weiblichen Sexualität durch gesellschaftliche Normen und die kriminologische Konstruktion der „Sexualverbrecherin“.

Welches ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu klären, inwieweit ein Wandel in der Weiblichkeit festzustellen war, wie dieser das weibliche Begehren beeinflusste und welche Rolle die Kriminologie sowie das Konzept von Gewalt und Verbrechen bei diesem Deutungswandel spielten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine diskursanalytische Untersuchung, die sich auf zeitgenössische Werke, kriminologische Handbücher (insbesondere Erich Wulffen), Statistiken und die Auswertung historischer Quellen stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des historischen Frauenbildes, die kriminologische Verknüpfung von Geschlecht und Verbrechen, die männlichen Perspektiven auf den Sexualitätswandel sowie die verschiedenen weiblichen Sichtweisen und Ansätze der Frauenbewegung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Weiblichkeit, Sexualität, Kriminologie, Rollenwandel, Emanzipation und das spezifische Konzept der Sexualverbrecherin in der Literatur um 1923.

Warum stand die weibliche Jungfräulichkeit so stark im Fokus der damaligen Debatten?

Sie wurde als Mittel der männlichen Kontrolle und Grundvoraussetzung für ein monogames Eheleben angesehen, weshalb ihre Infragestellung als direkte Bedrohung der damaligen sozialen Ordnung wahrgenommen wurde.

Inwiefern unterschieden sich die Positionen der Frauenbewegungen jener Zeit?

Die Bewegung teilte sich in gemäßigte Flügel, die vorrangig berufliche Gleichstellung und Bildung forderten, und radikalere Ansätze, die auch sexuelle Freiheit und die Verbesserung der Rechte für uneheliche Mütter einforderten.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Erich Wulffen?

Die Arbeit analysiert Wulffens Werk als ein Beispiel für die kriminologische Tendenz, alle weiblichen Verbrechen durch ihren Bezug zur Sexualität zu definieren, und kontrastiert dies mit statistischen Befunden der damaligen Zeit.

Was ist das Hauptergebnis der Untersuchung?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass ein deutlicher Wandel von der „Haushaltsfrau“ hin zur eigenständigen Person im öffentlichen Leben stattfand, wobei Sexualität um 1900 weniger auf den reinen Geschlechtsverkehr als vielmehr auf die allgemeine Geschlechtlichkeit der Frau bezogen wurde.

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Details

Titel
Der Wandel in der Deutung weiblicher Sexualität um 1900 am Beispiel der Kriminologie
Untertitel
Die Position Erich Wulffens in seinem Buch "Das Weib als Sexualverbrecherin" (1923)
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
2,3
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
17
Katalognummer
V1568352
ISBN (PDF)
9783389119310
ISBN (Buch)
9783389119327
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kriminalität Frauen um 1900 Moderne
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym,, 2023, Der Wandel in der Deutung weiblicher Sexualität um 1900 am Beispiel der Kriminologie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1568352
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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