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Straßenkinder in Kolumbiens Hauptstadt Bogota - Geschichte, Gegenwart und Zukunftsperspektiven der 'Subkultur' der Straßenkinder in der Hauptstadt Kolumbiens, Bogotá

Título: Straßenkinder in Kolumbiens Hauptstadt Bogota - Geschichte, Gegenwart und Zukunftsperspektiven der 'Subkultur' der Straßenkinder in der Hauptstadt Kolumbiens, Bogotá

Trabajo de Seminario , 1999 , 30 Páginas

Autor:in: Christina Wolf (Autor)

Política - Región: Centro y Sur América
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Ist es das Mitleid, an das in vielfältigen Formen in den westlichen Medien Appelliert wird? Ist es unser „Wohlstands“- Interesse an der „exotischen“ Lebensform auf der Straße zu essen, zu schlafen und dort Kinder auf die Welt zu bringen?

Solche Aspekte beeinflussten anfangs sicherlich meinen Entschluß, diese Arbeit über kolumbianische Straßenkinder zu schreiben. Doch schon nach kurzer Einfindung in das Thema erkannte ich, daß der Ursprung des Straßenkinder- Phänomens weitaus komplexer und vielschichtiger war in seinem Entstehen und Bestehen, als daß er sich auf bloße Anteilnahme an dem Schicksal der Straßenkinder beschränken könnte.

Diese Kinder, die zu reden wissen wie alte, erfahrene Erwachsen und doch bis in die Volljährigkeit hinein ausgesprochen kindlich agieren und reagieren sind mehr, als die Opfer einer rücksichtslosen Gesellschaft. Sie sind das untrügliche Zeichen, daß die Welt - und die Menschen, die auf ihr leben - gesellschaftliche, politische und damit historisch gewachsene Systeme zustande gebracht hat, die den moralischen und ethischen Vorstellungen eines „gesunden Menschenverstandes“ zuwiderlaufen:

Eine Gesellschaft, die ihre Kinder verstößt, verstümmelt und tötet, beraubt sich ihrer eigenen Basis.

Wem oder was hier die Schuld an dieser Entwicklung zu geben ist, ob die Schuld in Lateinamerika selbst liegt (das Phänomen der Straßenkinder äußert sich ja nicht in den ärmsten Ländern der Welt, sondern in den so genannten Schwellenländern 1 ), oder ob der Fehler vielleicht in der weltweiten „Unordnung“, der ungerechten Verteilung von Arm und Reich zu suchen ist - es läßt sich, wie diese Arbeit zeigen wird, nicht eindeutig bestimmen.

Die vorliegende Arbeit versucht sich in einer objektiven Problemanalyse, die besonderen Platz lassen soll für unterschiedliche Theorien und Lösungsansätze, so dass dem Leser die Möglichkeit gegeben wird, sich ein eigenes Bild zu machen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Eine Kindheit im Elend der Großstädte: Kolumbiens Straßenkinder

1.1 Geschichtlicher Hintergrund Bogotás und seiner Straßenkinder

1.2 Das wirtschaftliche und soziale Umfeld der Kinder marginalisierter Bevölkerungsgruppen

1.2.1 Zusammenfassung der wirtschaftlich-politischen Machtverhältnisse im heutigen Kolumbien

1.2.2 Das familiäre Umfeld der Kinder in den Armutsvierteln: Ein Dasein am Rande der Gesellschaft

1.2.3 „Die Tradition institutionalisierter Kindesverstoßung“ und „Die Tradition gesellschaftlich hervorgebrachter Hilflosigkeit“ - zwei Phänomene, die der Bekämpfung der Armut und dem Dasein der Straßenkinder entgegenwirken

2. Definition des Begriffes „Straßenkind“ in heutiger Zeit

3. Der Alltag der gamines in den Straßen von Bogotá

3.1 Wandel der gruppendynamischen Strukturen der galladas zu Beginn der 80er Jahre

3.2 Arme Straßenkinder => „tingelnde Projektkinder“ ??

3.3 Geboren in einer Kultur der Gewalt

4. Neuartige Betreuungsmaßnahmen: staatlich, weltlich, überflüssig?

4.1 Ein Zeichen der „Neuen Zeit“: Das Ende der Besserungsanstalten

4.2 Zwei Beispiele nichtstaatlicher Programme

5. Rückblick – Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Phänomen der Straßenkinder in Bogotá durch eine objektive Problemanalyse zu untersuchen. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche historischen und sozialen Faktoren zur Entstehung dieser Lebensform beitragen und wie sich staatliche sowie nichtstaatliche Lösungsansätze auf die Situation der betroffenen Kinder auswirken.

  • Historische Herleitung des Phänomens der Straßenbevölkerung in Bogotá
  • Analyse der sozioökonomischen Rahmenbedingungen und des familiären Umfelds in Armutsvierteln
  • Untersuchung der gruppendynamischen Veränderungen von Straßenkinderbanden (galladas zu parches)
  • Kritische Bewertung von Hilfsprogrammen und Betreuungsmaßnahmen
  • Reflektion über die Rolle der Gesellschaft und der Politik bei der Überwindung des „Kreislaufs der Armut“

Auszug aus dem Buch

3. 1. Wandel der gruppendynamischen Strukturen der galladas zu Beginn der 80er Jahre

Das typische Straßenkind, in den Augen eines Europäers, ist ein kleiner Junge in viel zu weiten, zerrissenen und dreckigen Kleidungstücken, die ihm wie Fetzen vom Leib hängen. Er ist ständig in Bewegung, beim Spielen mit seinen Kumpels, beim Baden in den öffentlichen Springbrunnen und beim Necken der vorbeigehenden Passanten. Er macht sich lustig über die Leute, die beim Anblick der Straßenkinder verschreckt die Straßenseite wechseln und ihre Handtaschen festhalten. Aber manchmal sieht man auch ein Kind, das nicht so fröhlich spielen kann, weil es nur ein Bein hat, oder weil es sich so in den Rausch von billigen Drogen begeben hat, dass es seine Umwelt kaum noch wahrnimmt.

Allerdings kann diese durchaus zutreffende Beschreibung nur einen kleinen Teil dieser gänzlich anderen Welt der Straßenkinder erkennen, da diese Welt den ständigen Veränderungen der Zeit unterworfen ist. Die Straßenkinder, als ärmste und rechtlose Gruppe der kolumbianischen Bevölkerung, sind den wirtschaftlichen und politischen Unruhen mehr ausgesetzt als jede andere. Mit großem Erfindungsgeist schaffen sie es immer wieder, sich den neuen Herausforderungen anzupassen. Sie finden Marktlücken im informellen Sektor, sie verfeinern ihre Tricks und Diebereien, um den aufmerksam gewordenen Passanten ihre Wertsachen abzujagen, usw.

Eines der deutlichsten Zeichen, dass die Welt der Straßenkinder sich langsam verändert, ist das systematische Verschwinden der galladas.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Eine Kindheit im Elend der Großstädte: Kolumbiens Straßenkinder: Untersucht die historischen Wurzeln und das sozioökonomische Umfeld, welches die Marginalisierung von Kindern in Bogotá begünstigt.

2. Definition des Begriffes „Straßenkind“ in heutiger Zeit: Differenziert zwischen Kindern, die lediglich auf der Straße arbeiten, und solchen, die dauerhaft ohne familiäre Bindung dort leben.

3. Der Alltag der gamines in den Straßen von Bogotá: Beleuchtet den Wandel sozialer Strukturen unter den Kindern und den Einfluss von Gewalt und Hilfsprogrammen auf ihren Lebensalltag.

4. Neuartige Betreuungsmaßnahmen: staatlich, weltlich, überflüssig?: Analysiert den Übergang von repressiven Besserungsanstalten zu präventiven Konzepten und diskutiert die Wirksamkeit nichtstaatlicher Projekte.

5. Rückblick – Ausblick: Fasst die Erkenntnisse zusammen und plädiert für einen ganzheitlichen Ansatz, der die Armut in den Vierteln direkt adressiert.

Schlüsselwörter

Straßenkinder, Bogotá, Kolumbien, Armut, Marginalität, Gamin, Galladas, Parches, Gewalt, Sozialpädagogik, Prävention, Bosconia, Familienverhältnisse, Kindesverstoßung, Hilfsorganisationen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Lebensumstände, die Geschichte und die Perspektiven von Straßenkindern in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind der historische Ursprung der Straßenbevölkerung, die sozioökonomischen Bedingungen in den Slums, der Wandel von Straßenkinderbanden sowie die Wirksamkeit staatlicher und privater Betreuungsprogramme.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, ein objektives Bild der komplexen Ursachen für das Phänomen „Straßenkind“ zu zeichnen und unterschiedliche Lösungsansätze sowie Hilfsprogramme kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin nutzt eine problemorientierte Analyse, die sich primär auf die Auswertung existierender wissenschaftlicher Sozialstudien, Literaturquellen und Fallbeispiele stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des familiären Umfelds, die Erläuterung des Alltags der Kinder in den Straßen, die Veränderung ihrer sozialen Strukturen (Galladas zu Parches) und die Bewertung spezifischer Hilfsprogramme wie etwa Bosconia/La Florida.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Straßenkinder, Bogotá, Marginalität, soziale Gewalt, Prävention und den soziologischen „Kreislauf der Armut“ geprägt.

Welche Rolle spielen die sogenannten „Galladas“ in der Arbeit?

Die Galladas repräsentieren die traditionelle, hierarchisch strukturierte Form der Straßenkinderbanden, deren Verschwinden zugunsten loser, individualistischer Gruppen (Parches) ein zentrales Indiz für den sozialen Wandel in Bogotá darstellt.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Hilfsorganisationen?

Die Autorin reflektiert die Ambivalenz: Während Projekte wie Bosconia echte Chancen bieten, kritisiert sie eine mögliche „Institutionalisierung“ des Straßenlebens, die das eigentliche Problem (die Armut in der Familie) nicht dauerhaft löst.

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Detalles

Título
Straßenkinder in Kolumbiens Hauptstadt Bogota - Geschichte, Gegenwart und Zukunftsperspektiven der 'Subkultur' der Straßenkinder in der Hauptstadt Kolumbiens, Bogotá
Universidad
University of Hildesheim  (Institut für Politische Wissenschaft)
Curso
Entwicklungskontinent Lateinamerika
Autor
Christina Wolf (Autor)
Año de publicación
1999
Páginas
30
No. de catálogo
V15690
ISBN (Ebook)
9783638207379
Idioma
Alemán
Etiqueta
Straßenkinder Kolumbiens Hauptstadt Bogota Geschichte Gegenwart Zukunftsperspektiven Subkultur Straßenkinder Hauptstadt Kolumbiens Bogotá Entwicklungskontinent Lateinamerika
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christina Wolf (Autor), 1999, Straßenkinder in Kolumbiens Hauptstadt Bogota - Geschichte, Gegenwart und Zukunftsperspektiven der 'Subkultur' der Straßenkinder in der Hauptstadt Kolumbiens, Bogotá, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15690
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