1. Zusammenfassung
In der heutigen Zeit ist das Intranet, das ein Aspekt Computervermittelnder Kommunikation (CvK) darstellt, aus den meisten Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Allein aus Kosteneinsparungsgründen die sich für das Unternehmen ergeben können, Aktualität der Informiertheit der Mitarbeiter und Kommunikation rund um den Globus sind mit dem Intranet möglich. Die richtige Einführung des Intranet ins Unternehmen ist eine Grundvoraussetzung für mögliche Arbeitserleichterungen bei den Mitarbeitern. Obwohl das Intranet einige Nachteile mit sich bringt, z.B. wird bei CvK mehr oder weniger die nonverbale Kommunikation ausgeblendet, so dass sie als unpersönlich und anonym wahrgenommen wird, hat es auch Vorteile zu bieten, z.B. kann die Zusammenarbeit effizienter gestaltet werden und (Arbeits-)Zeiteinsparung bei der Übermittlung von Information können entstehen. Wenn das Intranet als Ergänzung aller anderen Kommunikationsinstrumente betrachtet wird und nicht als Substitution, kann der Einsatz von erheblichem Vorteil sein für das Unternehmen und seine Mitarbeiter.
Inhaltsverzeichnis
1. Zusammenfassung
2. Einleitung
3. Das Intranet im Unternehmen
3.1 Begriffsdefinition
3.2 Nutzungsmöglichkeiten und Einsatzfelder des Intranets im Unternehmen
3.2.1 Informationsabruf und Informationsbereitstellung
3.2.2 Computervermittelte Kommunikation
3.3 Implementierungen des Intranets im Unternehmen
4. Neue Medien im Unternehmen
4.1 Die „Cues-filtered-out“ Forschungsperspektive
5. Ausblick
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit untersucht das Intranet als modernes Kommunikationsmedium innerhalb von Organisationen. Das primäre Ziel besteht darin, die Chancen und Herausforderungen der computervermittelten Kommunikation (CvK) im betrieblichen Kontext darzustellen, insbesondere unter Berücksichtigung der Veränderungen von Kommunikationsstrukturen und -kultur durch neue Technologien.
- Grundlagen und Definition des Intranets in Unternehmen
- Nutzungsmöglichkeiten: Informationsmanagement und computervermittelte Kommunikation
- Herausforderungen und Phasenmodell der Implementierung
- Theoretische Perspektiven auf neue Medien (Cues-filtered-out Ansatz)
- Auswirkungen auf hierarchische Strukturen und Führung
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Informationsabruf und Informationsbereitstellung
Mit Hilfe des Intranet soll die Bereitstellung von geeigneten Informationen im Unternehmen in einem Medium gewährleistet werden. Es findet dabei eine Kosten- als auch eine Zeitreduktion statt, da für die Mitarbeiter jederzeit die Möglichkeit besteht, auf für sie relevante und interessante Informationen rasch zuzugreifen und dies unabhängig von Zeit und Raum abzurufen (Altmann 1997, S. 496). Wissensbestandskarten oder Expertenverzeichnisse, Zugriff auf historische Projekterfahrungen oder laufende Projekte, Informationen über die Firmenkultur oder Suchmaschinen, also Funktionen, die die Identifikation von Informationen erleichtern, lassen sich problemlos in einem Intranet implementieren.
Es gibt seitens des Unternehmens verschiedene Methoden die Information im Intranet zur Verfügung zu stellen. Die Publikation kann einerseits zentral erfolgen, d.h. dass ein gesonderter Unternehmensbereich mit der Pflege und Betreuung der Intranetseiten betraut ist und die Entscheidung, welche Inhalte zu welcher Zeit und an welchem Ort publiziert werden, alleinig bei dieser Unternehmenseinheit liegt. Dies kann je nach Unternehmensgröße einen enormen Koordinationsbedarf erfordern, sichert aber zugleich eine einheitliche Qualität der zur Verfügung gestellten Information. Diese Art der Publikation wird als dienstleistungsorientierte Strategie bezeichnet.
Andererseits existiert die dezentrale Strategie, die die einzelnen Abteilungen bzw. mehr oder weniger alle Mitarbeiter mit der Publikation von Informationen im Intranet vertraut. Ein Vorteil dieser Methode ist, dass die Information schneller und direkter zur Verfügung gestellt werden kann. Nachteilig bei dieser Variante ist die Tatsache, dass die Bereitschaft Informationen zu verbreiten oder das (technische) Wissen unter den einzelnen Mitarbeitern oder Abteilungen verschieden hoch ausgeprägt sein kann. Ebenso besteht die Gefahr, dass Informationen bewusst zurückgehalten werden um sich persönliche Vorteile zu verschaffen (Batinic 2000, S. 170).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Zusammenfassung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die Bedeutung des Intranets als Instrument computervermittelter Kommunikation und beleuchtet dessen Vor- und Nachteile sowie das Potenzial als Ergänzung zu bestehenden Medien.
2. Einleitung: Dieses Kapitel verortet das Intranet im arbeitspsychologischen Kontext als notwendige interne Infrastruktur für soziale Systeme in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld.
3. Das Intranet im Unternehmen: Es werden grundlegende Definitionen, vielfältige Nutzungsmöglichkeiten wie Informationsbereitstellung und Kommunikation sowie ein systematisches Phasenmodell zur Implementierung behandelt.
4. Neue Medien im Unternehmen: Der Fokus liegt auf der Einordnung des Intranets im Vergleich zu klassischen Medien und der theoretischen Fundierung durch die „Cues-filtered-out“-Forschungsperspektive.
5. Ausblick: Das Fazit reflektiert über die Rolle des Menschen bei der Einführung neuer Medien und wie das Intranet die Veränderung hierarchischer Strukturen begünstigen kann.
Schlüsselwörter
Intranet, computervermittelte Kommunikation, CvK, interne Unternehmenskommunikation, Implementierung, Wissensmanagement, Cues-filtered-out, soziale Präsenz, mediale Reichhaltigkeit, Medienwahl, Arbeitspsychologie, Organisationskommunikation, Informationsfluss, digitale Transformation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Seminararbeit analysiert das Intranet als ein zentrales Instrument der internen Unternehmenskommunikation und betrachtet die Auswirkungen, die der Einsatz dieser Technologie auf die Zusammenarbeit und die Kommunikationskultur in Organisationen hat.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Arbeit behandelt die Definition des Intranets, die verschiedenen Nutzungsszenarien für Mitarbeiter, die methodischen Anforderungen an die Einführung und theoretische Modelle, die das menschliche Kommunikationsverhalten bei der Nutzung digitaler Medien beschreiben.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Darstellung der Chancen und Probleme, die mit dem Intranet als Kommunikationsmedium verbunden sind, wobei insbesondere beleuchtet wird, wie es als Erweiterung klassischer Face-to-Face-Kommunikation fungieren kann.
Welche wissenschaftlichen Perspektiven werden genutzt?
Die Arbeit stützt sich primär auf arbeits- und organisationspsychologische Ansätze, insbesondere auf die „Media Impact Theories“ und die „Cues-filtered-out“-Forschungsperspektive, um die Wirkung digitaler Kanäle zu erklären.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Definition des Intranets, eine Analyse der Einsatzfelder wie Informationsabruf und digitale Kommunikation sowie eine detaillierte Erläuterung eines fünf-phasigen Modells zur erfolgreichen Implementierung in Unternehmen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Computervermittelte Kommunikation (CvK), soziale Präsenz, mediale Reichhaltigkeit, dezentrale Informationspublikation und die Rolle des Intranets als Plattform für die moderne Zusammenarbeit.
Warum spielt die Unterscheidung zwischen „pull“ und „push“ eine Rolle?
Das Konzept beschreibt, ob der Mitarbeiter sich Informationen aktiv selbst beschaffen muss (Pull) oder ob diese vom Unternehmen geliefert werden (Push). Dies hat Auswirkungen auf die Aktualität der Information und die Rolle der Führungskräfte als Informationsmanager.
Wie kann das Intranet hierarchische Strukturen verändern?
Durch den Abbau von Statussymbolen in virtuellen Räumen und den direkten Zugriff auf Informationen kann das Intranet dazu beitragen, den klassischen „Information Mediator“-Status der Führungskraft aufzuweichen und Mitarbeiter als informierte Partner stärker zu integrieren.
- Quote paper
- Matthias Müller (Author), 2009, Das Intranet als Kommunikationsmedium im Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156911