Die vorliegende Hausarbeit dient als Bericht, sowie als Selbstreflexion eines Medienprojekts im Bereich Film- und Fernsehen. Das theoretische Wissen des Seminars wird hierbei auf den angefertigten TV-Beitrag angewendet. Damit kann die praktische Umsetzung des Beitrags anhand der Fachkenntnisse aus dem Bereich Journalismus analysiert werden. Der Beitrag, den wir im Laufe des Semesters erstellt haben, thematisiert den Siegener Verein „Fairwertbar“. Der ehrenamtliche Verein hat sich der Nachhaltigkeit verschrieben und zur Aufgabe gemacht, genießbare Lebensmittel aus den umliegenden Supermärkten vor der Entsorgung zu retten. Die ehrenamtlichen Helfer des Vereins sortieren die nicht mehr verkäuflichen Lebensmittel nach der Abholung in die Regale des Ladens in der Sandstraße 5 in Siegen ein und bieten sie den Kunden an. Diese können eine Auswahl treffen und ihren Einkauf nach einer kleinen Spende mit nach Hause nehmen. Unser Beitrag zeigt nicht nur den Sinn und Zweck des Vereins, sondern auch die Menschen, welche sowohl hinter, als auch vor den Regalen als Lebensmittelretter fungieren. Durch ein Interview mit der Vorsitzenden und Gründerin des Vereins, erfährt der Zuschauer etwa wie rentabel und sinnstiftend die Tätigkeit ist. Diese Wirkung wird durch ein Interview mit einer Kundin noch einmal betont. Nach dem Dreh wurde der Beitrag geschnitten und mit einer Off-Stimme versehen. Die Produktion ist eine unter vielen Beiträgen, die später in der Studioproduktion im Adolf Reichwein Gebäude der Universität Siegen anmoderiert wurden. Damit ist dieser Beitrag ein Teil einer ganzen TV-Sendung geworden.
Durch die Reflektion des Beitrags im Bezug auf die im Seminar behandelten journalistischen Konzepte kann dieser im weiteren Verlauf auf diese theoretischen Aspekte hin untersucht werden. Die folgenden Kapitel werden somit zuerst die Theorie vorstellen und diese anschließend auf die Ausarbeitung unseres Beitrags anwenden. Es werden zunächst die Punkte journalistischen Funktionen, Qualitäten und Medienrecht thematisiert. Danach folgen die Thematiken Recherchemethoden, Informationsquellen und Interviewführung. Anschließend die Gestaltung von Bild und Ton, die Sprache und Organisation der Informationen, die gewählten Darstellungsformen und –formate, sowie die narrativen Elemente des Beitrags. Zum Abschluss erfolgt eine kritische Reflexion, in der die Repräsentation und Objektivität des Beitrags analysiert werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hauptteil
2.1 Journalismus: Funktionen, Qualitäten und Medienrecht
2.2 Recherche, Informationsquellen und Interviewführung
2.3 Bild und Ton in fernsehjournalistischen Beiträgen
2.4 Sprache und Organisation der Informationen
2.5 Darstellungsformen und -formate
2.6 Narration im Journalismus
2.7 Repräsentation und Objektivität
3. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dient der Analyse und Selbstreflexion eines im Rahmen eines Seminars angefertigten TV-Beitrags über den Siegener Verein „Fairwertbar“. Ziel ist es, die praktische Umsetzung des filmischen Beitrags anhand journalistischer Fachkenntnisse zu bewerten und theoretische Konzepte der Fernsehproduktion auf das eigene Projekt anzuwenden.
- Journalistische Funktionen, Qualitäten und medienrechtliche Grundlagen
- Recherchemethoden, Informationsquellen und Techniken der Interviewführung
- Gestaltungsgrundsätze für Bild, Ton und Sprache in TV-Beiträgen
- Narrative Strukturierung und Einsatz von Darstellungsformaten
Auszug aus dem Buch
2.2 Recherche, Informationsquellen und Interviewführung
„Die Recherche ist demnach zuallererst eine Technik zur Überprüfung von Informationen (Aussagen über Sachverhalte), deren Urheber ja in aller Regel dem bearbeitenden Redakteur unbekannt sind. Zu überprüfen sind aber nicht nur Aussagen, sondern auch deren Quellen.“ (Haller, M. ([2017]). Methodisches Recherchieren (8., komplett überarbeitete Auflage). UVK Verlagsgesellschaft mbH.)
Diese Definition der Recherche lässt sich auf unseren Beitrag anwenden, indem gesagt werden kann, dass wir die im Film gezeigten Informationen über den Verein „Fairwertbar“ sorgfältig überprüft haben. Im Unterschied zum Regelfall waren wir jedoch mit der Urheberin der dargestellten Sachverhalte bekannt. In unserer Rolle als Redakteure konnte eine Person aus unserer Gruppe durch Beziehungen Kontakt zur Gründerin des Vereins knüpfen. Durch erste Recherche im Internet (vor allem auf der Homepage des Vereins) und durch unsere Nachuntersuchungen im Laden vor Ort, konnten wir die Aussagen unserer Hauptinformantin bestätigen. Es handelt sich bei den gezeigten Sachinformationen in unserem Beitrag also um empirische Aussagen. Das Geschehen wird nicht nur durch die beiden Interviews erklärt und wiedergegeben, sondern auch Schritt für Schritt, von der Anmeldung des Kunden bis zur Spende, mit der Kamera verfolgt, damit der Zuschauer einen Einblick in den Ablauf der Ereignisse bekommt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Zweck der Hausarbeit als Selbstreflexion eines Medienprojekts über den Verein „Fairwertbar“ und gibt einen Ausblick auf die zu untersuchenden theoretischen Aspekte des Journalismus.
2. Hauptteil: Der Hauptteil verknüpft journalistische Theorien wie Funktionen, Medienrecht, Recherche, Gestaltung von Bild und Ton sowie Narration direkt mit der praktischen Umsetzung des studentischen TV-Beitrags.
3. Schluss: Der Schluss fasst die Erkenntnisse aus der praktischen Medienarbeit zusammen, reflektiert das erreichte Ergebnis kritisch und betont den persönlichen Lernfortschritt für die zukünftige Laufbahn.
Schlüsselwörter
Journalismus, TV-Beitrag, Fairwertbar, Lebensmittelverschwendung, Medienprojekt, Recherche, Interviewführung, Bildsprache, Narration, Journalistische Qualität, Nachhaltigkeit, Selbstreflexion, Fernsehproduktion, Objektivität, Studioproduktion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit ist ein Bericht und eine Selbstreflexion eines studentischen TV-Projekts, bei dem die theoretischen Grundlagen der Fernsehproduktion auf einen Beitrag über den Verein „Fairwertbar“ angewendet werden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit deckt essenzielle Bereiche des journalistischen Handwerks ab, darunter Recherchetechniken, Interviewführung, Bild- und Tongestaltung sowie Fragen der journalistischen Ethik und Narration.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist die kritische Analyse der eigenen journalistischen Arbeit durch das Anwenden von im Seminar erlernten Fachwissen und die Reflexion über die Qualität und Wirkung des Beitrags.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Methode der medienwissenschaftlichen Reflexion und Analyse, bei der publizistische Theorien von Fachautoren wie Neuberger, Kapern oder Haller auf die eigene praktische Produktion angewandt werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zentrale Qualitätskriterien des Journalismus, der Rechercheprozess, die audiovisuelle Gestaltung, Fragen des Sprachgebrauchs sowie die narrativen Strukturen des Beitrags analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Journalismus, Lebensmittelverschwendung, Medienprojekt, Narration, journalistische Qualität und Selbstreflexion definiert.
Wie wurde die Glaubwürdigkeit des Beitrags sichergestellt?
Die Glaubwürdigkeit wurde durch eine Vor-Ort-Recherche, die Bestätigung von Sachinformationen durch die Vereinsvorsitzende und die Verifizierung der Abläufe im Laden sichergestellt.
Wie bewertet die Autorin die Qualität des eigenen Beitrags?
Der Beitrag wird als grundsätzlich positiv und transparent im Gesamtkontext der TV-Sendung bewertet, wobei die Autorin einräumt, dass die tiefergehende Thematisierung der Lebensmittelverschwendung hätte stärker ausfallen können.
- Quote paper
- Sophia Schumacher (Author), 2025, Analyse der journalistischen Qualitätsmerkmale am Beispiel einer Studenten-Produktion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1569185