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Das Verhältnis von Weltöffentlichkeit und globaler Gerechtigkeit am Beispiel des Klimawandels

Titel: Das Verhältnis von Weltöffentlichkeit und globaler Gerechtigkeit am Beispiel des Klimawandels

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 24 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Till Dziallas (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der heute unumkehrbar globalisierten Welt wird die Frage nach einer globalen Gerechtigkeit, die nicht vor Staatsgrenzen halt macht, immer dringender.
Eine neue Brisanz hat diese Frage durch den Klimawandel und seinen Folgen erfahren.
Am Beispiel der globalen Erwärmung, die nach heutigen wissenschaftlichen Kenntnissen zu einem entscheidenden Anteil menschengemacht ist, zeigt sich, wie ein Naturereignis Probleme aufwirft, die mit menschlicher Verantwortung auf globaler Ebene zusammenhängen.
So sind Ursachen und Folgen des Klimawandels jeweils auf höchst ungleiche Weise über den Planeten verteilt. Dadurch wird deutlich, wie menschliche Handlungen auf der einen Seite der Erde lebensbedrohliche Folgen für die Bewohner auf der anderen Seite der Erde haben können.
Durch die mediale Aufmerksamkeit, die dem Klimawandel in den letzten Jahren zuteil wurde, ist dieses Problem immer mehr in das öffentliche Bewusstsein gerückt.
Inwieweit eine Weltöffentlichkeit, vielleicht sogar eine kosmopolitische Weltöffentlichkeit besteht, die allen Menschen die gleiche Achtung erweist, und welche Bedeutung Öffentlichkeit für globale Gerechtigkeit hat, soll am Beispiel des Klimawandels gezeigt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Konzeptionen globaler Gerechtigkeit

1.1. Immanuel Kant und das Weltbürgerrecht

1.2. John Rawls: Von der Theorie der Gerechtigkeit zum Recht der Völker

1.3. Charles R. Beitz – Kosmopolitischer Liberalismus

1.4. Felix Ekardt: Gerechtigkeit durch Nachhaltigkeit

2. Anthropogener Klimawandel und das Verhältnis zwischen Hauptverantwortlichen und Leidtragenden

2.1. Der Klimawandel und die menschliche Verantwortung

2.1. Die Kluft zwischen Industrie- und Entwicklungsländern

2.2. Welche Klimapolitik?

3. Eine kosmopolitische Weltöffentlichkeit?

3.1. Barrieren zur Entstehung einer kosmopolitischen Weltöffentlichkeit

3.1.1. Bequemlichkeit, Angst und Egozentrik

3.1.2. Demokratie als Voraussetzung: Habermas´ Begriff von Öffentlichkeit

3.1.3. Demokratische und materielle Defizite

3.2. Chancen für die kosmopolitische Weltöffentlichkeit

3.2.1. Die „Weltrisikogesellschaft“

3.2.2. Globale Öffentlichkeit als kulturübergreifendes Bewusstsein

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen einer globalen Weltöffentlichkeit und dem Anspruch auf globale Gerechtigkeit, wobei der Klimawandel als zentrales Fallbeispiel dient, um die moralische Verantwortlichkeit sowie politische Handlungsmöglichkeiten in einer globalisierten Welt zu hinterfragen.

  • Analyse verschiedener philosophischer Gerechtigkeitskonzepte (Kant, Rawls, Beitz, Ekardt).
  • Untersuchung der Verantwortlichkeiten für den anthropogenen Klimawandel zwischen Industrie- und Entwicklungsländern.
  • Reflektion über Möglichkeiten und Barrieren einer kosmopolitischen Weltöffentlichkeit.
  • Diskussion der Bedeutung medialer Risikowahrnehmung für den politischen Druck und Klimaschutz.
  • Kritische Würdigung der Rolle des Individuums und staatlicher Verantwortung in der Klimapolitik.

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Bequemlichkeit, Angst und Egozentrik

Warum, wirft Thomas Pogge die Frage auf, schenken Diejenigen in den wohlhabenden westlichen Staaten, Wirtschaftswissenschaftler, Journalisten oder Politiker etwa, die hinreichend mit relevanten Daten bezüglich globaler Ungleichheit informiert sind, diesem Thema nicht mehr Beachtung?

Sie betrachten die Probleme globale Armut und Ungleichheit anscheinend nicht als moralisch wichtig genug, um sie entsprechend an die Öffentlichkeit zu bringen und zu diskutieren.

Es ist offensichtlich, dass der Einzelne durch seine persönlichen Interessen und Lebenssituationen in seinen jeweiligen Vorstellungen von Gerechtigkeit und Ethik grundlegend beeinflusst wird. So tendieren Menschen dazu, bewusst oder unbewusst, moralische Werte selektiv und zugunsten des eigenen Vorteils zu interpretieren. Fakten lassen sich so zu recht legen, dass sie den Einzelnen von dem Gefühl der Schuld oder Verantwortung gegenüber schlechter Gestellten befreien.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Konzeptionen globaler Gerechtigkeit: Dieses Kapitel stellt einflussreiche liberale und nachhaltigkeitsorientierte Gerechtigkeitstheorien vor und diskutiert deren Anwendbarkeit auf internationale Fragestellungen.

2. Anthropogener Klimawandel und das Verhältnis zwischen Hauptverantwortlichen und Leidtragenden: Hier wird der Klimawandel als Gerechtigkeitskonflikt analysiert, wobei die Diskrepanz zwischen Verursachern im Norden und den Hauptleidtragenden im Süden beleuchtet wird.

3. Eine kosmopolitische Weltöffentlichkeit?: Das Kapitel untersucht, welche Hürden einer globalen Öffentlichkeit entgegenstehen und inwiefern der Klimawandel als globales Risiko die Entstehung eines neuen transkulturellen Bewusstseins begünstigen kann.

Schlüsselwörter

Globale Gerechtigkeit, Klimawandel, Weltöffentlichkeit, kosmopolitischer Liberalismus, Weltrisikogesellschaft, Immanuel Kant, John Rawls, Nachhaltigkeit, Anthropogene Erderwärmung, Menschenrechte, Folgenverantwortung, Zivilgesellschaft, Nord-Süd-Konflikt, Umweltgerechtigkeit, Demokratisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwiefern die weltweite Wahrnehmung globaler Krisen, insbesondere des Klimawandels, zur Realisierung von globaler Gerechtigkeit beitragen kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen Gerechtigkeitstheorien, die ethische Verantwortung der Industrieländer, die Dynamik der internationalen Klimapolitik sowie die soziologische Debatte um die Weltöffentlichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll analysiert werden, ob eine kosmopolitische Weltöffentlichkeit existiert oder entstehen kann, die als moralischer und politischer Korrektor für eine gerechtere globale Klimapolitik fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und dem Vergleich bedeutender philosophischer Ansätze, die mit aktuellen empirischen Erkenntnissen zur Klimakrise verknüpft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung theoretischer Gerechtigkeitskonzepte, die Analyse des Klimawandels als Verteilungsproblem und die kritische Untersuchung der Bedingungen für eine globale Öffentlichkeit.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem die "Weltrisikogesellschaft", das Prinzip der Nachhaltigkeit, "high politics" vs. "low politics" sowie das Weltbürgerrecht.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Individuums?

Der Autor betont, dass trotz struktureller Barrieren die Verantwortung für globale Gerechtigkeit letztlich bei dem vernunftbegabten Einzelnen verbleiben muss, der sein Handeln an ethischen Maßstäben ausrichtet.

Was bedeutet der Begriff "Weltrisikogesellschaft" in diesem Kontext?

Er beschreibt eine Situation, in der globale Risiken wie der Klimawandel die Menschheit durch ihre Unkalkulierbarkeit und universelle Betroffenheit zusammenschweißen, was neue Formen des Kosmopolitismus hervorruft.

Welches Fazit zieht die Arbeit bezüglich der Weltöffentlichkeit?

Eine klassisch-demokratische Weltöffentlichkeit nach Habermas ist derzeit nicht gegeben, jedoch ermöglicht der öffentliche Druck durch eine "elitäre" oder durch Risiken sensibilisierte Minderheit erste wichtige Impulse für politisches Umdenken.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Verhältnis von Weltöffentlichkeit und globaler Gerechtigkeit am Beispiel des Klimawandels
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Note
1,7
Autor
Till Dziallas (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
24
Katalognummer
V156976
ISBN (eBook)
9783640705191
ISBN (Buch)
9783640705696
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kosmopolitismus Klimawandel Global Gerechtigkeit Öffentlichkeit Weltöffentlichkeit Nachhaltigkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Till Dziallas (Autor:in), 2008, Das Verhältnis von Weltöffentlichkeit und globaler Gerechtigkeit am Beispiel des Klimawandels, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156976
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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