Um dem schnellen Wandel in der technologischen Umwelt gerecht zu werden, bedarf es eines Prozesses, der eine Entscheidung über die Nutzung oder Entwicklung von Technologien herbeiführt. Der sogenannte Technologiemanagementprozess sorgt für den Aufbau von Kernkompetenzen und Wettbewerbsvorteilen, vereinfacht und verbessert die interne Zusammenarbeit durch die Nutzung neuer Technologien in Unternehmen und schafft Kostenvorteile durch die Verbesserung interner Prozesse. Durch seine Anwendung ließ sich feststellen, dass eine erfolgreiche Technologiestrategie für das Groupwaresystem BSCW (Basic Support for Cooperative Working) an der FH-Frankfurt entwickelt wurde, die Fachhochschule allerdings in anderen Bereichen wie dem Web 2.0 noch keine Strategie für dessen Nutzung entwickelt hat.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Grundbegriffe des Technologiemanagements
2.1 Definition Technologie
2.2 Definition Innovation
3 Management von Innovation und Technologie
3.1 Innovationsmanagement
3.2 Strategisches Technologiemanagement
4 Technologiemanagementprozess
5 Technologiestrategieentwicklung
5.1 Wahl des Technologiefeldes
5.2 Wahl des Zeitpunkts
5.3 Grad der Eigenständigkeit
6 Praxisbezug FH-Frankfurt am Main
6.1 Zusammenarbeit in den Jahren 1982-1986
6.2 Zusammenarbeit in den Jahren 2005 bis 2010
6.3 Technologiemanagement an der FH-Frankfurt
6.3.1 Technologiestrategieentwicklung für das BSCW
6.4 Versäumnisse beim Strategiemanagementprozess
7 Schlussfolgerung
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz des strategischen Technologiemanagements in einem dynamischen Umfeld und analysiert die Implementierung von Groupware-Technologien an der FH-Frankfurt am Main als Praxisbeispiel, um die Auswirkungen auf die interne Zusammenarbeit und Wissensverwaltung aufzuzeigen.
- Grundlagen des Technologiemanagements und der Innovationsforschung
- Prozessmodell zur Entwicklung erfolgreicher Technologiestrategien
- Analyse der historischen und aktuellen Zusammenarbeit an der FH-Frankfurt
- Bewertung der Einführung des Groupwaresystems BSCW
- Identifikation von Verbesserungspotenzialen durch neue Web 2.0-Technologien
Auszug aus dem Buch
6.3.1 Technologiestrategieentwicklung für das BSCW
Die Überprüfung der Entwicklung einer Technologiestrategie erfordert die drei Schritte der Technologiestrategieentwicklung, Wahl des Technologiefeldes, Wahl des Zeitpunkts und Grad der Eigenständigkeit auf die Einführung des BSCW im Jahr 2003 (siehe Anhang 2) anzuwenden. Da die Wahl des Technologiefeldes bereits getroffen wurde, findet eine ex-post Prüfung der Investition in das BSCW statt. Hierbei wird davon ausgegangen, dass mit der Webseite der FH-Frankfurt sowie der Infrastruktur zur dessen Betreibung bereits grundlegende Technologieressourcen vorhanden waren.
Wahl des Technologiefeldes
Um eine Entscheidung darüber zu treffen, ob die Investition in das BSCW gerechtfertigt war, wird es in das Technologieportfolio eingetragen, welches die Technologieattraktivität sowie die eigenen Technologieressourcen in einer Matrix darstellt (siehe Kapitel 5.1). Mit der Einführung des BSCW möchte die FH-Frankfurt ihren Markt, Studenten, befriedigen. Für Studenten erleichtert sich durch das BSCW die Zusammenarbeit sowie das Aufrufen von Informationen. Es bietet somit einen hohen Mehrwert für die Studenten. Das Marktpotential wird folglich als hoch eingestuft. Da die FH bereits über eine grundlegende Infrastruktur verfügt, werden die eigenen Ressourcen als „mittel“ eingestuft. In Abbildung 4 ist zu sehen, dass das BSCW in Quadrant zwei der Technologiematrix liegt und somit eine Investition gerechtfertigt war.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Diese Einleitung beschreibt den technologischen Wandel und die steigende Notwendigkeit für Unternehmen sowie Bildungseinrichtungen, diesen durch strategisches Management zu bewältigen.
2 Grundbegriffe des Technologiemanagements: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten Technologie und Innovation definiert, um eine theoretische Grundlage für die weiteren Analysen zu schaffen.
3 Management von Innovation und Technologie: Dieses Kapitel erläutert die Aufgaben des Managements im Bereich der Innovation und ordnet das strategische Technologiemanagement in den Kontext der Wettbewerbsfähigkeit ein.
4 Technologiemanagementprozess: Der Prozess wird in seine Kernschritte zerlegt, von der Technologieaufklärung über die Strategieentwicklung bis hin zur Umsetzung und zum Controlling.
5 Technologiestrategieentwicklung: Hier werden die drei strategischen Faktoren – Technologiefeld, Zeitpunkt und Eigenständigkeit – detailliert beleuchtet, um Investitionsentscheidungen zu unterstützen.
6 Praxisbezug FH-Frankfurt am Main: Dieser Teil analysiert die historische und aktuelle Zusammenarbeit an der Fachhochschule und prüft die Strategieentwicklung anhand der Einführung des BSCW-Systems.
7 Schlussfolgerung: Das Fazit fasst zusammen, dass ein strategisches Technologiemanagement essentiell ist und zeigt für die FH-Frankfurt zukünftige Handlungsbedarfe auf, etwa im Bereich Web 2.0.
Schlüsselwörter
Technologiemanagement, Innovationsmanagement, Strategieentwicklung, FH-Frankfurt, BSCW, Technologiestrategie, Prozessmanagement, Wettbewerbsvorteil, Wissenstransfer, Web 2.0, Gruppenarbeit, IT-Infrastruktur, Technologieportfolio, Produktinnovation, Prozessinnovation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Bedeutung und Anwendung von strategischem Technologiemanagement, um in einer globalisierten und schnelllebigen Umgebung wettbewerbsfähig zu bleiben.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Innovationsmanagements, der Technologiemanagementprozess und die konkrete Anwendung dieser Konzepte in einer Bildungseinrichtung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, ein Entscheidungsmodell zur Technologiestrategieentwicklung vorzustellen und anhand des Praxisbeispiels der FH-Frankfurt zu validieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu Managementtheorien sowie einer empirischen Fallstudienanalyse der IT-Infrastruktur und Zusammenarbeit an der FH-Frankfurt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Vorgehensweise bei Technologiestrategien und die spezifische Fallstudie zum BSCW-System.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Technologiemanagement, Innovationsmanagement, Strategieentwicklung, FH-Frankfurt, BSCW und Wettbewerbsfähigkeit sind die prägenden Begriffe.
Warum wird das BSCW-System als Beispiel gewählt?
Das System dient als erfolgreiches Praxisbeispiel für die elektronische Unterstützung der Zusammenarbeit zwischen Studenten und Lehrenden an der FH-Frankfurt.
Welche Versäumnisse werden für die FH-Frankfurt identifiziert?
Die Arbeit stellt fest, dass die Hochschule bei der Implementierung von modernen Web 2.0-Technologien und Webvideos für die Lehre Nachholbedarf hat.
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- Bachelor of Science Tobias Buchberger (Author), 2010, Strategisches Technologiemanagement - Eine Einführung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157098