Visuelle Medien: Spielerisch mit Bildern Wortschatz lernen


Hausarbeit, 2009

17 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wortschatz
2.1 Zum Begriff des Wortschatzes
2.2 Bedeutung der Wortschatzarbeit für den Fremdsprachenunterricht
2.3 Wege der Wortschatzvermittlung

3. Spiele
3.1 Was ist ein Spiel?
3.2 Spiele im Fremdsprachenunterricht
3.3 Spielformen
3.3.1 Reaktionsspiel
3.3.2 Darstellende Spiele
3.3.3 Ratespiele
3.3.4 Sprechspiele

4. Bildspiele
4.1 Domino
4.2 Memo
4.3 Wortratespiel
4.4 Montagsmaler
4.5 Was ist es?
4.6 Kim- Spiele
4.7 Teekessel
4.8 Quartett- Spiel

5. Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Ein altes chinesisches Sprichwort besagt: „Ein Bild sagt mehr als tausend Wörter“. Zumindest auf den ersten Blick sind Bilder leichter zu verstehen als Texte. Besonders im Bereich des Fremdsprachenunterrichts gewinnen Bilder immer mehr an Bedeutung. In den modernen Lehrwerken sind zahlreiche Bilder zu sehen. Sie bieten vielfältige Möglichkeiten für den Unterricht an. Bei der Wortschatzvermittlung sind Bilder nicht wegzudenken. Nach wie vor ist das Wortschatzlernen ein großes Lernproblem für viele Lernende. Ich möchte mich in meiner Arbeit damit auseinandersetzen, wie man mit Bildern spielerisch den Wortschatz vermitteln kann. Die vorliegende Arbeit stellt einen Weg der Wortschatzvermittlung durch die Kombination zwischen Bildern und Spielen vor, der die Interessen der Lernenden anspricht und ihnen Spaß macht.

Im ersten Kapitel dieser Arbeit wird es um den Wortschatz gehen. Zuerst wird erklärt, was Wortschatz ist. Dann gehe ich auf die Bedeutung der Wortschatzarbeit für den Fremdsprachenunterricht ein. Schließlich folgen die verschiedenen Wege der Wortschatzvermittlung.

Im nächsten Kapitel wird zunächst eine Definition von Spiel herausgearbeitet. Anschließend wird die Rolle der Spiele im Fremdsprachenunterricht erläutert. Danach werden die Spielformen und ihre Charakteristika vorgestellt.

Das dritte Kapitel möchte ich den verschiedenen Spielen mit Bildern widmen, mit denen der Wortschatz vermittelt und geübt wird.

Zum Schluss erfolgt eine Zusammenfassung, die den Erfolg des Bildereinsatzes bei der Wortschatzvermittlung aufzeigt.

2. Wortschatz

2.1 Zum Begriff des Wortschatzes

Unter dem Begriff Wortschatz versteht man die Gesamtheit der Wörter einer Sprache (vgl. Duden 2003: 1831). Bohn unterscheidet zwischen einem passiven und aktiven Wortschatz. Passiver Wortschatz bezeichnet Wörter, die man versteht (Verstehenswortschatz). Dagegen besteht der aktive Wortschatz aus Wörtern, die man anwenden und äußern kann (Mitteilungswortschatz) (vgl. Bohn 2002: 9)

2.2 Bedeutung der Wortschatzarbeit für den Fremdsprachenunterricht

Wenn mir eine Frage gestellt wird, für welche Fertigkeit ich mir die meiste Zeit nehme, würde ich sagen: für den Wortschatz. Josef Hausmann hat Recht, wenn er Folgendes behauptet: „Wenn man den Wortschatz einer Fremdsprache erlernen will, muss man fleißig lernen wie eine Biene" (1993: 2). Das Wortschatzlernen ist ein sehr wichtiger Bereich und bereitet den Lernenden oft Schwierigkeiten. Diesem Bereich sei im Fremdsprachenunterricht bisher leider wenig Beachtung geschenkt worden. Meistens werden die Schüler aufgefordert, neue Wörter selbständig zu Hause zu lernen. In der darauf folgenden Unterrichtseinheit wird dann geprüft, ob die Schüler die neuen Wörter schon auswendig gelernt haben. Wie die neuen Wörter gelernt werden, ist den Schülern völlig überlassen (vgl. Bohn 2002: 6)

Zum Stellenwert von Wortschatz und Grammatik äußern sich Hölscher u.a. wie folgt:

„Am Anfang war das Wort, heißt es nicht nur in der Bibel. Der Schlüssel für den Spracherwerb ist nun mal der Worterwerb. Ohne Wörter gibt es keine Grammatik. Die Grammatik kann sich erst aus Wörtern ergeben, nämlich erst dann, wenn mehrere Wörter sinnvoll kombiniert werden sollen. Außerdem liegt es in der Natur des Menschen, die Welt in Begriffen zu fassen. Wir gehen von der These aus: Gebt den Schülern Wortschatz, die Grammatik finden sie von allein!"( Hölscher, Piepho, Roche 2006: 14)

Auch Löschmann schenkt dem Wortschatz große Beachtung. Er argumentiert, dass „Wörter das Baumaterial einer Sprache darstellen. Ungrammatisch aneinander gereihte Wörter können u. U. bereits einen Sinn ergeben, womit jedoch keinesfalls agrammatischer Ausdrucksweise von Deutschlernen das Wort geredet sein soll" (1993: 21).

Wenn man in ein anderes Land reist, kann man sich auch in der fremden Sprache verständigen, wenn man die Grammatik der Sprache kaum beherrscht. Fehlen einem aber die Wörter, kann man nicht mehr kommunizieren (vgl. Quetz 2007: 23). In dem Buch „Probleme der Wortschatzarbeit" behauptet der Pädagoge Rainer Bohn, dass es […] kein ‚wortschatzfreies‘ Lernen [gebe]. Unabhängig davon, welche Lernstoffe gerade im Vordergrund stehen, ob Grammatik, Phonetik, Orthographie usw. - ohne Wortmaterial verlieren die Wörter ihren Sinn (Bohn 2002: 27)

Bohn weist auch darauf hin, dass viele Fremdsprachenlernende mit dem Wortschatzlernen ein großes Problem hätten. Sie haben daher mehr oder weniger große Wortschatzdefizite. Die deutsche Standardsprache umfasst 300.000 bis 500.000 Wörter. Die Zahl der Wörter nimmt jährlich zu. Es werden jährlich etwa 4.000 neue Wörter bzw. Wortbedeutungen gebildet (vgl. Bohn 2002: 9). Es ist für viele Lehrer schon lange eine Frage, wie man am schnellsten und effektivsten neue Wörter vermitteln kann. Im Laufe der Zeit wurden viele Wege entwickelt, mit deren Hilfe Wortschatz vermittelt wird.

2 2.3 Wortschatzvermittlung

Es steht für viele Lehrer außer Zweifel, dass Wortschatz im Fremdsprachenunterricht eine wichtige Rolle spielt. Doch müssen sie sich oft Gedanken machen, wie Wortschatz am effektivsten vermittelt werden kann. Birgit Meerholz-Härle hat in dem Artikel „Wortschatzvermittlung im DaZ- Unterricht“ einige Möglichkeiten der Wortschatzvermittlung erläutert. Mit dieser Abbildung möchte ich ihre „Semantisierungsformen" (vgl. Meerholz-Härle 6) wiedergeben:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

übergeordnete Begriffe kontextuelle Ableitungen

( Eigene Abbildung nach Meerholz-Härle)

Einer der effektivsten Wege der Wortschatzvermittlung ist die Anwendung von Bildern im Unterricht. Im Rahmen meiner Arbeit möchte ich mich mit verschiedenen Spielen mit Einsatz von Bildern, bei denen Wortschatz vermittelt wird, beschäftigen. Dieser Weg der Wortschatzvermittlung bereitet den Lernenden viel Spaß und die neu erlernten Wörter können auch schneller behalten werden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Visuelle Medien: Spielerisch mit Bildern Wortschatz lernen
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
1,3
Autor
Jahr
2009
Seiten
17
Katalognummer
V157099
ISBN (eBook)
9783640691944
ISBN (Buch)
9783640692309
Dateigröße
457 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Visuelle, Medien, Spielerisch, Bildern, Wortschatz
Arbeit zitieren
Truc Quynh Tran (Autor), 2009, Visuelle Medien: Spielerisch mit Bildern Wortschatz lernen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157099

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Visuelle Medien: Spielerisch mit Bildern Wortschatz lernen



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden