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Populäre Sprachratgeber und Kommunikationstrainings

Alltagsweltliche Sprachberatung zwischen (Populär)Wissenschaft und Praxishilfe

Title: Populäre Sprachratgeber und Kommunikationstrainings

Thesis (M.A.) , 2007 , 177 Pages , Grade: Sehr Gut

Autor:in: David Schachinger (Author)

French Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

Ratgeberliteratur und Trainingsangebote zu Fragen der Sprache und Kommunikation gewinnen auf dem Weg zu einer Dienstleistungsgesellschaft mehr und mehr an Bedeutung für das sprachlich-kommunikative Handeln jedes Einzelnen. Befinden wir uns tatsächlich bereits in einer „Informationsgesellschaft“, so kann die Bedeutung „kommunikativer Kompetenzen“ für privates und vor allem berufliches Fortkommen nur weiter zunehmen. Es herrscht heute weitgehend Einigkeit darüber, dass aufgrund dieses strukturellen Wandels die Zahl der kommunikationsintensiven Berufe insgesamt gewachsen ist und dass die kommunikativen Anforderungen an den Einzelnen zunehmend höher werden.
Sprachratgeber und Kommunikationstrainings stellen in diesem Zusammenhang die wichtigste außerschulische Hilfestellung zur Bewältigung kommunikativer Probleme im Alltag dar. Um die Tragweite dieses Phänomens vor Augen zu führen, genügt es, auf das beinahe unüberschaubare Angebot solcher teils unterhaltender, teils beratender, teils informierender Literatur zu Sprachfragen in jeder beliebigen Buchhandlung hinzuweisen. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Literatur, die sich explizit an wissenschaftliche Laien wendet und oft genug auch von solchen verfasst wurde. Neben der Ratgeberliteratur stellen noch die (hauptsächlich in der beruflichen Fortbildung eingesetzten) Kommunikationstrainings eine weitere wichtige Form dieser laienorientierten Sprachberatung dar.
Von linguistischer Seite wird mittlerweile diese Form der praxisorientierten Kommunikationsbetrachtung als ernstzunehmende Thematisierung von Sprachproblemen im Alltag anerkannt und es wurde in den letzten Jahren verstärkt nach Kriterien und Methoden gesucht, diese Literaturform für die Wissenschaft zu erschließen. Die Beschäftigung mit diesen Werken aus linguistischer Sicht ist v.a. deshalb von Bedeutung, weil dadurch die sprachlichen und kommunikativen Praxisprobleme der „breiten Öffentlichkeit“ und die Anliegen und Vorstellungen zum Thema Kommunikation aus der Sicht von Laien deutlich werden.
Die Arbeit versucht unter Anderem Antworten auf folgende Fragen zu geben: Was interessiert die nicht-wissenschaftliche Öffentlichkeit an Sprache und Kommunikation? Welche Aspekte von Kommunikation werden von Laien als besonders problematisch empfunden und welche Lösungen werden hierfür präsentiert? Sind diese wissenschaftlich abgesichert oder werden Alltagserfahrungen als ausreichend betrachtet?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0 EINLEITUNG

1 ALLGEMEINE GRUNDLAGEN

1.1 FORMEN POPULÄRER SPRACHBERATUNG

1.1.1 Ratgeber

1.1.2 Gebrauchsgrammatiken und Wörterbücher

1.1.3 Kommunikationstrainings

1.2 DEFINITIONEN

1.2.1 Ratgeber als Anleitungen zum Gebrauch der Muttersprache

1.2.2 Ratgeber als Anleitungen der „praktischen Rhetorik“

1.2.3 Ratgeber als Teil der „Laien-Linguistik“

1.2.4 Ratgeber als Manifestation von Alltagstheorien

1.3 TYPOLOGISIERUNG(EN)

1.3.1 Typologisierung nach Produktions- bzw. Rezeptionsmedium

1.3.2 Typologisierung nach Anwendungsbereichen

1.4 GESELLSCHAFTLICHE FUNKTIONEN DER SPRACHBERATUNG

1.4.1 Rhetorik-Kompetenzen und (Berufs)Ausbildung

1.4.2 Bedarf an „Kommunikationskompetenz“

2 RATGEBER ZWISCHEN WISSENSCHAFT UND ALLTAGSERFAHRUNG

2.1 EINLEITENDE BEMERKUNGEN

2.2 ABGRENZUNGEN: LAIENTHEORIEN VS. WISSENSCHAFTLICHE THEORIEN

2.2.1 Merkmale von Laientheorien

2.2.1.1 Induktives vs. deduktives Vorgehen

2.2.1.2 Deskriptivität vs. Präskriptivität

2.2.2 Zusammenfassung

2.3 EXKURS: PRINZIPIEN WISSENSCHAFTLICHEN ARBEITENS

2.3.1 Wissenschaftliche Methoden

2.3.1.1 Nach W. Peterßen

2.3.1.2 Nach U. Eco

2.3.2 Wissenschaftliches Darstellen

2.3.2.1 Darstellungshaltung

2.3.2.2 Wortwahl

2.3.2.3 Abstraktionsniveau

2.3.2.4 Korrektheit

2.3.2.5 Sachbezug

2.3.2.6 Titelgebung

2.3.2.7 Fazit

3 „GOLDENE MITTE“ POPULÄRWISSENSCHAFT?

3.1 ZUR ROLLE DER LINGUISTIK

3.1.1 Linguistik und populäre Sprachratgeber

3.1.2 Linguistik und Öffentlichkeit

3.2 SPRACHBERATUNG – EINE FORM VON POPULÄRWISSENSCHAFT?

3.2.1 Gemeinsame Merkmale

3.2.2 Wissenstransfer und Wissenstransformation

3.2.2.1 Quantitativer Wissenstransfer

3.2.2.2 Qualitativer Wissenstransfer

3.2.3 Wissenschaftsdistanz

3.3 CHARAKTERISTIKEN POPULÄRWISSENSCHAFTLICHEN DARSTELLENS

3.3.1 Darstellungshaltung

3.3.2 Perspektive

3.3.3 Redewiedergabe

3.3.4 Gedankenfolge und Anordnung

3.3.5 Vorgangsgehalt

3.3.6 Satzgestaltung

3.3.7 Zusammenfassung

4 TYPISCHE GRUNDANNAHMEN IN RATGEBERN

4.1 „KOMMUNIKATION IST LERNBAR“

4.2 „KOMMUNIKATION FUNKTIONIERT NACH FESTEN REGELN“

4.2.1 Kommunikation als „Technologie“

4.2.2 Redezentriertheit

4.3 „WER RICHTIG KOMMUNIZIERT, HAT MEHR ERFOLG“

4.3.1 Sprache als „Schlüssel zum Erfolg“

4.3.2 Widersprüche

4.3.3 Soziologische Sichtweise

4.3.4 Fazit

5 ANFORDERUNGEN AN DIE RATGEBER

5.1 AUTORENKOMPETENZ

5.1.1 Ausbildung und beruflicher Werdegang

5.1.2 Fachliche Kompetenz

5.1.3 Kompetenzdemonstrationen im Text

5.1.4 Fazit

5.2 PRAXISRELEVANZ

5.2.1 Ratgeber als Teil des Alltagslebens

5.2.2 Praxishilfe-Aspekt

5.2.3 „Primat der Praxis“

5.3 EINFACHHEIT/VERSTÄNDLICHKEIT

5.3.1 Sprachliche Einfachheit

5.3.1.1 Fachterminologie

5.3.1.2 Eigenwillige Begriffsbildungen

5.3.2 Inhaltliche Einfachheit

5.3.3 Kausale/relationale Einfachheit

5.3.4 Fazit

5.4 HANDHABBARKEIT

5.4.1 Anweisungscharakter

5.4.2 Überschaubarkeit

5.4.3 Visuelle Gestaltung der Ratgeber

5.5 UNTERHALTUNGSFUNKTION

5.5.1 Humoristische Darstellungsformen

5.5.2 Sprüche und eigenwillige Begriffe

5.5.3 Einbeziehung der Leser

5.5.4 Subjektive Wertungen

5.5.5 Salopper Sprachgebrauch

5.5.6 Fazit

6 DAS „HAMBURGER VERSTÄNDLICHKEITSMODELL“

6.1 DIE VIER „VERSTÄNDLICHMACHER“

6.1.1 Einfachheit

6.1.2 Gliederung/Ordnung

6.1.3 Kürze/Prägnanz

6.1.4 Anregende Zusätze

6.2 FAZIT

6.3 BEDEUTUNG FÜR DIE POPULÄRE SPRACHBERATUNG

7 EMPIRISCHE ANALYSEN - ALLGEMEINES

7.0 VORBEMERKUNGEN

7.1 FRAGESTELLUNGEN

7.2 VORGEHENSWEISE

7.3 AUSWAHL DER RATGEBER

8 „LES SECRETS DE L’ECRITURE JOURNALISTIQUE“

8.1 AUTOR

8.2 ZIELGRUPPE(N) UND ANWENDUNGSBEREICHE

8.3 INHALTLICHE SCHWERPUNKTE

8.3.1 Überblick

8.3.2 Begründung und Argumentation

8.3.3 Anweisungenscharakter

8.3.4 Plausibilität statt Belege

8.3.5 Eigenwillige Begriffe

8.4 FORMALE GESTALTUNG

8.4.1 Typographisches

8.4.2 Umgangssprachlichkeit

8.5 VORGEHENSWEISE/METHODEN

8.5.1 Kompetenzdarstellungen/Abgrenzungen

8.5.2 Anweisungscharakter

8.5.3 Nähebeziehung

8.6 FAZIT/NUTZEN

9 „PRÜFUNGSGESPRÄCHE ERFOLGREICH FÜHREN“

9.1 AUTOREN

9.2 ZIELGRUPPE(N) UND ANWENDUNGSBEREICHE

9.3 INHALTLICHE SCHWERPUNKTE

9.3.1 Tipps zur Person des Prüfers

9.3.2 „Allgemeines Kommunikationsmodell“

9.3.3 Gesprächstechniken

9.3.3.1 Verbale Konditionierung

9.3.3.2 Dialekt vs. Hochsprache

9.4 FORMALE GESTALTUNG

9.5 VORGEHENSWEISE/METHODEN

9.5.1 Fachlicher Bezug

9.5.2 „Erfolg durch Anpassung“

9.6 FAZIT/NUTZEN

10 „ERFOLGREICH DURCH KILLERPHRASEN“

10.1 AUTOR

10.2 ZIELGRUPPE(N) UND ANWENDUNGSBEREICHE

10.3 INHALTLICHE SCHWERPUNKTE

10.3.1 Mögliche Lesarten

10.4 FORMALE GESTALTUNG

10.5 VORGEHENSWEISE/METHODEN

10.6 FAZIT/NUTZEN

11 „REDE, GESPRÄCH, DISKUSSION“

11.1 AUTOR

11.2 ZIELGRUPPE(N) UND ANWENDUNGSBEREICHE

11.3 INHALTLICHE SCHWERPUNKTE

11.3.1 Sprechtechnik

11.3.2 Ratschläge zum ‚effektiven’ Sprechen

11.4 FORMALE GESTALTUNG

11.5 VORGEHENSWEISE/METHODEN

11.6 FAZIT/NUTZEN

12 EMPIRISCHE ANALYSEN - FAZIT

13 ZUSAMMENFASSUNG

14 RESUME

15 BIBLIOGRAPHIE

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die Rolle von populärer Ratgeberliteratur und Kommunikationstrainings im heutigen, von Kommunikation geprägten Alltag. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen wissenschaftlicher Theoriebildung und der praxisorientierten, laienhaften Beratung zu analysieren sowie die (oftmals mangelnde) wissenschaftliche Fundierung dieser Publikationen kritisch zu hinterfragen.

  • Analyse des "Ratgebermarktes" als Schnittstelle zwischen Alltagswissen und Wissenschaft.
  • Untersuchung typischer Grundannahmen, wie der generellen Lernbarkeit von Kommunikation.
  • Evaluation formaler und methodischer Gestaltungsprinzipien (z.B. das "Hamburger Verständlichkeitsmodell").
  • Empirische Inhaltsanalyse ausgewählter Ratgeberwerke.
  • Diskussion des Verhältnisses zwischen akademischer Linguistik und der "Laien-Linguistik".

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Linguistik und populäre Sprachratgeber

Mit dieser bislang schematischen Darstellung von Ratgebern und Trainings auf der Folie der Wissenschaft/der Linguistik, sollten in erster Linie die Unterschiede bzw. die Grenzen zwischen akademischer und alltagsbezogener Beschäftigung mit Sprache ausgelotet werden. Selbstverständlich sollten bei all der berechtigten Kritik an populären Ratgebern durch die Linguistik nicht die unterschiedlichen Zielsetzungen aus den Augen verloren werden. Während bei wissenschaftlichen Beiträgen eine bestimmte Methodik (vgl. 2.3.1) zu den unumgänglichen Grundvoraussetzungen gehört, gelten auf dem populären Ratgebersektor gänzlich andere Grundsätze. Praxisratgeber unterliegen ganz anderen Anforderungen, was ihre inhaltliche und formale Gestaltung betrifft, da sie aufgrund der üblicherweise recht breit gefächerten Leserschaft besondere Rücksicht auf Verständlichkeit sowie eine gewisse „Überschaubarkeit“ nehmen müssen (vgl. Bergmann 2002:236). Die besonders erfolgreichen Exemplare der Ratgeberliteratur können darüber hinaus auch als Produkte gesehen werden, die sich auf einem bereits unübersichtlich gewordenen Markt behaupten müssen (die sich mit Superlativen und Erfolgsversprechen gegenseitig überbietenden Titel der Bücher bezeugen dies).

Das heißt, eine große Zielgruppe sollte sich von diesen Werken grundsätzlich angesprochen fühlen können und darin einen konkreten Nutzen für ihre kommunikative Praxis erkennen. Diese Überschaubarkeit/Einfachheit impliziert eine weitgehende Reduktion von Theorie und ein deutliches Überwiegen von Praxisratschlägen (vgl. Bergmann 2002:239). Von Seiten der Linguistik wird deshalb häufig der Vorwurf erhoben, es handle sich bei diesen Werken um fachlich wenig fundierte „Alltags- oder Laientheorien“ (Antos) oder „Geschmacksäußerungen“ (Bremerich-Vos), was zwar nicht unbedingt zur Folge hat, dass die unterschiedlichen Zwecksetzungen tendenziell ignoriert werden, dass aber der von den Ratgebern „abgedeckte“ Bereich als Teil der Linguistik eingestuft wird, und diese dann mit wissenschaftlichen Standards verglichen – und angefochten werden.

Zusammenfassung der Kapitel

0 EINLEITUNG: Zusammenfassung der Relevanz von Sprachberatung in der Informationsgesellschaft und Zielsetzung der Arbeit.

1 ALLGEMEINE GRUNDLAGEN: Beschreibung der Formen populärer Sprachberatung und Abgrenzung zu Fachliteratur.

2 RATGEBER ZWISCHEN WISSENSCHAFT UND ALLTAGSERFAHRUNG: Analyse der methodischen Unterschiede zwischen laienhaften Alltagstheorien und wissenschaftlichen Theorien.

3 „GOLDENE MITTE“ POPULÄRWISSENSCHAFT?: Untersuchung der Schnittstelle zwischen populärwissenschaftlicher Vermittlung und laienorientierter Sprachberatung.

4 TYPISCHE GRUNDANNAHMEN IN RATGEBERN: Kritische Reflexion der Annahmen zur Lernbarkeit und Regelhaftigkeit von Kommunikation.

5 ANFORDERUNGEN AN DIE RATGEBER: Analyse der Autorenperspektive und der Erwartungen an Praxisnähe und Verständlichkeit.

6 DAS „HAMBURGER VERSTÄNDLICHKEITSMODELL“: Anwendung des Modells auf die Gestaltung der analysierten Ratgeber.

7 EMPIRISCHE ANALYSEN - ALLGEMEINES: Einleitung in den empirischen Teil und Erläuterung der Auswahlkriterien.

8 „LES SECRETS DE L’ECRITURE JOURNALISTIQUE“: Analyse eines berufsbezogenen Ratgebers für Journalisten.

9 „PRÜFUNGSGESPRÄCHE ERFOLGREICH FÜHREN“: Untersuchung eines psychologisch orientierten Gesprächsratgebers.

10 „ERFOLGREICH DURCH KILLERPHRASEN“: Besprechung einer stark kritisierten Spruchsammlung.

11 „REDE, GESPRÄCH, DISKUSSION“: Analyse eines fundierten Ratgebers zu mündlicher Kommunikation.

12 EMPIRISCHE ANALYSEN - FAZIT: Synthese der empirischen Untersuchungsergebnisse.

13 ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenführende Darstellung der Arbeitsschwerpunkte.

14 RESUME: Zusammenfassende Darstellung der Arbeit auf Französisch.

15 BIBLIOGRAPHIE: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen und populärwissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Sprachratgeber, Kommunikationstrainings, Laien-Linguistik, praktische Rhetorik, Alltagstheorien, Kommunikation, Verständlichkeit, Hamburger Verständlichkeitsmodell, Wissenstransfer, Medienkompetenz, Journalistisches Schreiben, Rhetorik, Gesprächsführung, Erfolgsversprechen, Sprachberatung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht populäre Ratgeberliteratur und Kommunikationstrainings, die Menschen Tipps für sprachlich-kommunikative Probleme im Alltag oder Beruf geben. Dabei wird analysiert, wie diese Werke aufgebaut sind und ob sie wissenschaftlichen Standards entsprechen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Wissenschaft und Populärwissenschaft, die Lernbarkeit von Kommunikation, die Anforderungen an Autoren von Ratgebern sowie die Wirksamkeit und methodische Fundierung der vermittelten Techniken.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Hauptziel ist es, Sprach- und Kommunikationsberatung im Kontext von Wissenschaft und Populärwissenschaft einzuordnen und aufzuzeigen, wie Laien-Theorien (oft "Laientheorien" genannt) sich methodisch von wissenschaftlichen Theorien unterscheiden.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine Inhaltsanalyse an vier ausgewählten Ratgeberbeispielen durch. Diese Analyse stützt sich auf die methodischen Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens und kontrastiert diese mit den Strukturen und Zielen der populären Ratgeberliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil (Grundlagen der Sprachberatung, Laientheorien, Verständlichkeitsmodelle) und einen empirischen Teil (Inhaltsanalysen zu spezifischen Werken wie z.B. zu journalistischem Schreiben oder Prüfungsgesprächen).

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Sprachratgeber, Laien-Linguistik, Kommunikation, Alltagstheorien, Rhetorik und praktische Kommunikationsberatung.

Wie bewertet der Autor die Effektivität von Ratgebern für das berufliche Fortkommen?

Der Autor zeigt sich skeptisch. Er argumentiert, dass viele Ratgeber "Erfolgsrezepte" versprechen, ohne die situative Komplexität menschlicher Interaktion zu berücksichtigen. Er sieht sie eher als "Praxishilfen" mit begrenzter Tiefe, warnt aber vor einer zu mechanistischen Betrachtung von Sprache als Werkzeug.

Warum greift der Autor auf das "Hamburger Verständlichkeitsmodell" zurück?

Das Modell wird herangezogen, weil es sich sehr genau für die Beschreibung der formalen Gestaltung populärer Ratgeber eignet. Die Kriterien "Einfachheit", "Gliederung", "Kürze" und "anregende Zusätze" spiegeln viele der von den Ratgeberautoren angewandten Prinzipien wider.

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Details

Title
Populäre Sprachratgeber und Kommunikationstrainings
Subtitle
Alltagsweltliche Sprachberatung zwischen (Populär)Wissenschaft und Praxishilfe
College
University of Vienna  (Institut für Romanistik/Institut für Romanische Sprachen der Wirtschaftsuniversität)
Course
Diplomarbeit zur Erlangung des Magistergrades
Grade
Sehr Gut
Author
David Schachinger (Author)
Publication Year
2007
Pages
177
Catalog Number
V157114
ISBN (eBook)
9783640726950
ISBN (Book)
9783640727698
Language
German
Tags
Sprachwissenschaft Laien-Linguistik Kommunikationstraining Sprachratgeber Rhetorik Ratgeberliteratur Berufliche Kommunikation Effektives Kommunizieren Populärwissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
David Schachinger (Author), 2007, Populäre Sprachratgeber und Kommunikationstrainings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157114
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