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"#tradwife". Eine antifeministische Strömung?

Titel: "#tradwife". Eine antifeministische Strömung?

Hausarbeit , 2024 , 31 Seiten , Note: 1.3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Medienethik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Welchen Einfluss kann dem medialen Phänomen der Tradwives innerhalb der antifeministischen Bewegung und der öffentlichen Wahrnehmung von traditionellen Geschlechterrollen in der heutigen Gesellschaft zugeschrieben werden? Die Untersuchung dieser Frage verfolgt das Ziel Erkenntnisse über aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und ihrer Dynamik in sozialen Medien sowie die anhaltende Debatte um Geschlechterrollen im 21. Jahrhundert zu skizzieren. Neben einer aktuellen Übersicht des Forschungstandes bedient sich die vorliegende Hausarbeit der Methodik der literaturbasierten Analyse und der qualitativen Inhaltsanalyse mit zwei exemplarischen Beispielen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Skizzierung des Phänomens der Tradewifes und der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion

1.2 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit: Antifeminismus und traditionelle Geschlechterrollen in der modernen Gesellschaft

2. Das traditionelle Frauenbild

2.1 Hausfrauenstereotype und ihre Wurzeln

2.2 Geschlechterrollen in der modernen Gesellschaft: Wandel und die Krise der Care-arbeit

2.3 Die Rolle von „Mum-Influencern“ in der Reproduktion und Veränderung von Geschlechterbildern

3. Das Phänomen der Tradewifes

3.1 Ursprünge und Entwicklung des Phänomens

3.2 Diskussion der Tradwife-Bewegung innerhalb des feministischen Diskurses

3.3 Mediale Darstellung und Verbreitung

4. Evaluation und Ausblick

4.1 Integration der Erkenntnisse aus Theorie und Empirie

4.2 Bewertung der Auswirkungen Tradewife-Phänomens auf die Geschlechterdebatte und deren feministische/antifeministische Tendenzen

4.3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das aufstrebende digitale Phänomen der "Tradewifes" und dessen Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung traditioneller Geschlechterrollen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Rolle dieses Trends innerhalb der antifeministischen Bewegung und die mediale Konstruktion eines durch konservative Werte geprägten Frauenbildes.

  • Analyse von Hausfrauenstereotypen und deren historischer Basis
  • Untersuchung der "Mum-Influencer"-Kultur und deren Einfluss auf Geschlechterbilder
  • Diskursanalyse des Tradwife-Phänomens innerhalb feministischer Medientheorien
  • Betrachtung der Verschränkung von Tradwife-Inhalten mit konservativer und rechter Politik
  • Bewertung der Auswirkungen auf die Geschlechterdebatte im 21. Jahrhundert

Auszug aus dem Buch

1.1 Skizzierung des Phänomens der Tradewifes und der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion

Das mediale Phänomen der Tradwifes hat in den letzten Jahren zunehmend Aufmerksamkeit erregt und kontroverse Diskussionen ausgelöst. Nicht nur innerhalb der sozialen Medien wird das mediale Phänomen diskutiert, sondern auch im Journalismus findet man unzählige Berichterstattungen (Abbildung 1), welche kritisch über die Entwicklung der #tradewife Kultur berichten und warnen. Der Begriff Tradwife, eine Kombination aus den englischen Wörtern traditional und wife, beschreibt eine mediale Bewegung in der sich Frauen bewusst für ein Lebensmodell entscheiden, das an traditionelle Geschlechterrollen der 1950er Jahre angelehnt ist und diesem in Form von Blogs auch unteranderem als Mumfluencer inszenieren.

Dieser alternative Lebensstil stellt für die Vertreterinnen eine eigene Identität dar. Dabei symbolisiert die Bewegung ein idealisiertes Konstrukt, welches als eine kollektive Identität auftritt und verstanden werden kann, durch die adressierte Auseinandersetzung mit bestimmten Diskursen, Überzeugungen und Praktiken an ein öffentliches Publikum (Proctor 2022: 11). Ihre Viralität finden sie als Hashtag „[…] unter dem Backrezepte, romantisierte Bilder von Haushaltstätigkeiten und Kinderpflege sowie Tipps zur Körperpflege verbreitet werden“ (Heß 2024: 6). Sie inszenieren ein Ideal, welches die Frau in einer untergeordneten, dem Mann dienenden Position sieht und feministische Errungenschaften der letzten Jahrzehnte in Frage stellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Phänomen ein, definiert den Begriff "Tradwife" und setzt das Ziel der Arbeit in den Kontext des gesellschaftlichen und medialen Diskurses.

2. Das traditionelle Frauenbild: Hier werden theoretische Grundlagen zu Geschlechterstereotypen, dem Wandel von Care-Arbeit und der Rolle von Influencern bei der Reproduktion dieser Rollen behandelt.

3. Das Phänomen der Tradewifes: Dieses Kapitel widmet sich der Entstehung und Verbreitung der Bewegung, diskutiert ihr Verhältnis zum Feminismus und untersucht die mediale Selbstdarstellung von Protagonistinnen.

4. Evaluation und Ausblick: Der abschließende Teil führt die theoretischen Erkenntnisse mit der Empirie zusammen und bewertet die Auswirkungen des Tradwife-Phänomens sowie dessen Rolle in der antifeministischen Debatte.

Schlüsselwörter

Tradwife, Tradewifes, Antifeminismus, Geschlechterrollen, Soziale Medien, Mum-Influencer, Care-Arbeit, Simone de Beauvoir, Patriarchat, Choice-Feminismus, Geschlechterstereotypen, Digitale Identität, Konservatismus, Gender Care Gap

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Internet-Phänomen "Tradwife" – Frauen, die in sozialen Medien ein traditionelles Rollenbild der 1950er Jahre propagieren – und deren Verbindung zu antifeministischen Strömungen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die soziale Konstruktion von Geschlecht, die Rolle der unbezahlten Care-Arbeit, die Wirkung von Influencer-Marketing auf Geschlechterbilder und der politische Antifeminismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, welchen Einfluss Tradwife-Persönlichkeiten auf die öffentliche Wahrnehmung von Geschlechterrollen haben und inwiefern sie feministische Errungenschaften in Frage stellen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse in Verbindung mit einer qualitativen Inhaltsanalyse, die durch zwei exemplarische Beispiele aus sozialen Netzwerken untermauert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Geschlechterstereotypen, die Analyse der Entstehung des Tradwife-Phänomens und eine kritische Diskussion der medialen Repräsentation dieses Lebensstils.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Tradwife, Antifeminismus, Geschlechterrollen, Care-Arbeit, soziale Reproduktion und mediale Identitätsbildung.

Welche Rolle spielt die Theorie von Simone de Beauvoir in der Analyse?

De Beauvoirs Theorie dient als kritische Linse, um aufzuzeigen, dass die Tradwife-Bewegung keine freie Wahl darstellt, sondern eine soziale Konstruktion, die Frauen in einem patriarchalen System in untergeordnete Rollen drängt.

Warum wird der Begriff "Choice-Feminismus" kritisch gesehen?

Der "Choice-Feminismus" suggeriert, dass jede Wahl einer Frau feministisch sei, was laut der Autorin jedoch die harten ökonomischen und gesellschaftlichen Realitäten und Zwänge ignoriert, unter denen viele Frauen stehen.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"#tradwife". Eine antifeministische Strömung?
Hochschule
Universität Siegen  (Medienwissenschaften)
Veranstaltung
Ethische Problemstellungen
Note
1.3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
31
Katalognummer
V1571224
ISBN (PDF)
9783389121276
ISBN (Buch)
9783389121283
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Feminismus Tradewife Mominfluencer Geschlechterrollen Gender Simone de Beauvoir
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2024, "#tradwife". Eine antifeministische Strömung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1571224
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  31  Seiten
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